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Extremwetter im Anmarsch

Gewitter, Hagel, Sturm: Wie Ihr Euer Zuhause jetzt blitzschnell schützt

Dunkle Gewitterwolken mit Blitzen über der Landschaft.
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Steht ein Unwetter bevor, so könnt Ihr mit ein paar einfachen Maßnahmen Euer Haus sturmfest machen und größere Schäden vermeiden.

Unwetterwarnung? Dann heißt es schnell handeln! Schon mit einfachen Handgriffen lassen sich Schäden an Haus und Wohnung vermeiden. Worauf Ihr achten solltet, wenn es kracht, donnert und regnet – von sicheren Rollläden bis zur Rückstauklappe im Keller.

Blitze zucken am Himmel, Donner grollt – und plötzlich fegt ein Sturm über das Land. Auch für Mittwochabend sind extreme Unwetter für weite Teile Bayerns vorhergesagt. Wenn Hagel und Starkregen zuschlagen, kann das schnell teuer werden. Doch mit ein paar einfachen Maßnahmen könnt Ihr Euer Haus sturmfest machen und größere Schäden vermeiden.

Wie weit ist das Gewitter noch entfernt?

Eine Faustregel hilft, die Entfernung eines Gewitters abzuschätzen: Zählt die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teilt diese Zahl durch drei – das ergibt die Entfernung in Kilometern. Bei unter zehn Sekunden ist das Gewitter gefährlich nah! „Ist Donner zu hören, ist ein Gewitter weniger als zehn Kilometer entfernt“, warnt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Dann heißt es: rein ins Haus, Fenster schließen und warten – und zwar mindestens 30 Minuten nach dem letzten Donner. Erst dann gilt das Gewitter als vorüber.

Unwetterwarnung: Das könnt Ihr sofort tun!

Hat der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben, könnt Ihr schnell handeln. Wir geben Tipps, was nun zu tun ist:

1. Fenster und Rollläden richtig sichern

Bei Sturm sollten alle Fenster und Türen geschlossen sein – auch im Keller. Und was ist mit den Rollläden? „Entweder ganz runter oder ganz hoch“, rät Prof. Norbert Gebbeken, Statiker und Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Die halbe Stellung ist tabu: „Da sonst der Wind zwischen die nur halb geschlossenen Läden und das Fenster dringt und den Rollladen aus der Führung drückt.“

2. Was lose ist, wird zur Gefahr

Schon eine kleine Gartenschaufel oder ein leerer Blumentopf kann bei starkem Wind zur fliegenden Gefahr werden. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt deshalb: Lose Gegenstände im Garten oder auf dem Balkon vor dem Sturm unbedingt sichern oder wegräumen – auch die Mülltonnen! Und parkt Euer Auto besser nicht unter Bäumen oder Dachvorsprüngen. Herabfallende Äste oder Ziegel können schnell für teure Schäden sorgen.

3. Gefahrstoffe raus aus dem Keller

Besonders gefährlich wird es, wenn Chemikalien wie Farben, Pflanzenschutzmittel oder Heizöl im überfluteten Keller landen. Deshalb sollten diese Stoffe bei drohendem Starkregen möglichst ausgelagert oder sicher verstaut werden, so das BBK.

Tipp: Lagert empfindliche Dinge grundsätzlich höher – auf Regalen oder Podesten. Viele Gegenstände überstehen ein paar Zentimeter Wasser, wenn sie nicht direkt am Boden stehen.

4. Strom abschalten, Leben retten

Wenn der Keller vollläuft, wird Strom zur tödlichen Gefahr. Die Initiative Elektro+ – ein Zusammenschluss der Elektrobranche – warnt: Sicherungen, die unter Wasser standen, bieten keinen Schutz mehr. Deshalb: In gefährdeten Räumen elektrische Geräte vom Netz nehmen und im Zweifel den Hauptsicherungsschalter des Hauses betätigen, bevor der Keller betreten wird.

Lesen Sie auch: Unterwegs vom Gewitter überrascht: So verhält man sich richtig

Das solltet Ihr für die Unwetter-Saison vorbereiten

Generell ist bekannt, dass es im Sommer in Deutschland öfter mal ordentlich krachen kann. Um das Eigenheim vor Unwetterschäden zu schützen, kann man sich mit diesen Tipps gut auf die Gewitter-Saison vorbereiten:

1. Alles am Haus gut befestigt?

Nicht nur lose Gegenstände sind ein Problem – auch schlecht verankerte Bauteile können durch Sturmböen abgerissen werden. Dazu zählen Vordächer, Dachrinnen, Markisen oder Fensterläden. Laut Verbraucherzentrale NRW sollte man die Befestigungen regelmäßig prüfen – besonders vor der Unwettersaison. Scharniere und Halterungen sollten rechtzeitig verstärkt werden.

2. Alte Sturmschäden jetzt beseitigen

Schon kleine Vorschäden am Dach oder an der Fassade können sich bei starkem Wind zu großen Problemen auswachsen. Lockere Ziegel, beschädigte Verkleidungen und vollgelaufene Regenrinnen sind typische Schwachstellen. Letztere lassen sich meist mit wenig Aufwand säubern – und verhindern so, dass Wasser bei Starkregen überläuft und die Hauswand beschädigt.

3. Rückstau vermeiden – Klappe kontrollieren

Starkregen ist tückisch: In kürzester Zeit fallen riesige Wassermengen, die Kanalisation und Böden überfordern. Das kann dazu führen, dass Abwasser über Toiletten oder Bodenabläufe ins Haus zurückgedrückt wird. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät daher, die Rückstauklappe regelmäßig zu kontrollieren – sie kann im Ernstfall viel Ärger ersparen.

4. Blitzschutz: Für manche Häuser Pflicht, für alle sinnvoll

Obwohl Blitzschutzanlagen gesetzlich nur für bestimmte Gebäude wie Hochhäuser oder exponierte Bauten vorgeschrieben sind, setzen immer mehr Versicherer Blitzschutz voraus. Eine vollständige Anlage besteht aus äußerem Schutz (Ableitung ins Erdreich) und innerem Schutz (Verhinderung von Überspannungsschäden). Letztere können auch entstehen, wenn der Blitz in mehreren Kilometern Entfernung einschlägt.

Fazit:

Unwetter kommen oft überraschend – doch mit der richtigen Vorbereitung könnt Ihr Euch und Euer Zuhause schützen. Prüft regelmäßig Eure Sicherheitsvorkehrungen, räumt lose Gegenstände weg und haltet Rückstauklappen und Stromkreise im Blick. Dann seid Ihr auch beim nächsten Gewitter auf der sicheren Seite.

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