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Starkregen und Überflutung

Haus unter Wasser? Diese Schutzmaßnahmen retten Euer Eigenheim!

Keller auspumpen nach starken Regenfällen
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Heftiger Stark- oder Dauerregen bringen die Kanalisation schnell an ihre Grenzen. Hausbesitzer sind selbst in der Pflicht, sich in so einem Fall zu helfen.

Immer häufiger kommt es zu Starkregen und Überflutungen. Doch mit der richtigen Vorsorge könnt Ihr Euer Haus effektiv schützen. Welche Maßnahmen wirklich helfen und worauf Ihr achten müsst.

Es sind mittlerweile jedes Jahr die selben Bilder: Überflutete Straßen, Hochwasser und Überschwemmung, vollgelaufene Keller und: verzweifelte Hausbesitzer! Denn extreme Wetterereignisse kommen auch in unseren Breitengraden immer häufiger vor. So sind es vor allem der Starkregen bei Unwetter oder der ergiebige Dauerregen, der unsere Kanalisation schnell an die Grenzen bringt und Hausbesitzern damit große Probleme bereitet. Das Wasser sucht sich seinen Weg. Doch wer ein paar Dinge beachtet und im Vorfeld einige Maßnahmen trifft, der ist im Extremfall gut vorbereitet. Und minimiert damit die Gefahr von kostspieligen Schäden am Haus und im Garten.

Wetter extrem: Wie schützt man sich vor Wassermassen?

Nicht nur die extremen, plötzlich auftretenden Wassermassen sind das Problem. Immer öfter herrschen gerade im Sommer lange Trockenzeiten. Die immer häufiger auftretenden Dürreperioden trocknen die Böden aus, die dann die plötzlich auftretenden Wassermassen nicht mehr so schnell aufnehmen können. Die großflächige Versiegelung der Böden tut ihr Übriges. Die Folge sind Überschwemmungen und Rückstau in der Kanalisation.

Gefahr erkennen - Risiko einschätzen

Bevor mit konkreten Schutzmaßnahmen begonnen wird, können Hausbesitzer sich zunächst einen Überblick verschaffen, wie stark die Region gefährdet ist, in die ihr Haus gebaut ist. Dazu kann man beispielsweise die „Hinweiskarte Oberflächenabfluss und Sturzflut“ des bayerischen Landesamts für Umwelt zu Rate ziehen. Zudem findet man auch Informationen zu Starkregen und spezielle Hinweiskarten auf den Internetseiten der jeweiligen Gemeinden, oder kann sich dort direkt an entsprechender Stelle informieren.

Wenn man dann sein Haus genauer in Augenschein nimmt sollte man auf folgende Schwachstellen achten:

  • Finden sich am Haus tiefliegende Eingänge? Alle Öffnungen unterhalb des Straßenniveaus sind bei Überschwemmung und Hochwasser logischerweise besonders gefährdet.
  • Habe ich einen Keller oder Souterrainräume? Bei genutzten Räumen unterhalb des Straßenniveaus kann nur eine Hebeanlage ausreichend vor Wassereintritt schützen. Sie gewährleistet auch die Benutzung von Toilette und Dusche während eines Rückstaus. Für den Keller gilt allgemein: So wenig Anschlüsse wie möglich; ungenutzte Anschlüsse sollten fachgerecht verschlossen werden.
  • Bilden sich bei starkem Regen Pfützen im Garten? Auch der Blick rund ums Haus gibt Aufschluss. Sammelt sich an bestimmten Stellen im Garten oder im Hof bei starkem Regen das Wasser in Pfützen, so sollte man handeln. Denn bei extremem Regen kann das Wasser dort erst recht nicht ablaufen und wird zur Gefahr. Hausbesitzer können in so einem Fall über Versickerungsmulden nachdenken. Befindet sich die kritische Stelle im Rasen, kann ein tiefwurzelnder Baum oder Strauch Abhilfe schaffen, der das Wasser dann dort in die Tiefe leitet. Handelt es sich um versiegelte Flächen, sollte man in Erwägung ziehen, die Pflastersteine gegen Rasengitter auszutauschen.

Diese Schutzmaßnahmen sind wichtig

Der wichtigste Schutz vor eindringendem Wasser ist eine funktionierende Rückstauklappe. Sie verhindert, dass Wasser aus überlasteten Kanälen zurück ins Haus gedrückt wird. „Für alle Schäden durch Rückstau haften Grundstückseigentümer selbst, wenn sie entgegen der Entwässerungssatzung ihrer Gemeinde oder Stadt keine Sicherungen eingebaut haben“, warnt die Verbraucherzentrale. Und nicht vergessen: Die Klappe muss regelmäßig gewartet werden, sonst riskiert Ihr den Versicherungsschutz.

Weitere effektive Schutzmaßnahmen:

  • Versickerungsfähige Flächen statt versiegelter Böden
  • Aufkantungen an Kellerfenstern und Lichtschächten
  • Wasserdichte Fenster und Türen in gefährdeten Bereichen
  • Keine wertvollen Gegenstände im Keller lagern
  • Gefährliche Stoffe hochwassersicher aufbewahren

Rückstau: Versicherungsschutz nicht vergessen!

Wichtig zu wissen: Kommunen haften nicht für Rückstauschäden an privaten Häusern. Auch die normale Hausrat- und Wohngebäudeversicherung greift hier nicht automatisch. „Das Rückstaurisiko muss ausdrücklich innerhalb einer Elementarschadenversicherung abgesichert werden“, betont die Verbraucherzentrale. Achtet dabei genau aufs Kleingedruckte - nicht jeder Rückstau ist automatisch mitversichert. Ferner ist zu beachten, dass die Versicherer im Schadensfall einen Nachweis über die regelmäßige Wartung von Rückstausicherungen verlangen können.

Mit der richtigen Vorsorge und den passenden Schutzmaßnahmen könnt Ihr die Gefahr von Wasserschäden deutlich reduzieren. Wichtig ist, rechtzeitig zu handeln - bevor der nächste Starkregen kommt. (rr)

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