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Asphalt-Analyse im April

Talentiert – aber nichts für schwache Nerven: Meine Woche mit Chinas Luxus-SUV für 50.000 Euro

Mit dem GWM Wey 03 greift ein chinesischer Hersteller auch deutsche Premium-Hersteller an. Kann das klappen? Was im Alltag nervt und was begeistert. Meine Asphalt-Analyse.

Vor etwa 15 Jahren war ich zum ersten Mal in China auf einer Automesse. Damals glich das Angebot der heimischen Hersteller einem Kuriositätenkabinett: Modelle zwischen dreisten Kopien europäischer Fahrzeuge und mehr als abenteuerlich designten Karosserien. Wie sich die Zeiten geändert haben. Die chinesischen Autobauer haben viel gelernt und wollen auch in Europa und speziell in Deutschland punkten. Zu diesen Marken gehört auch Great Wall Motors – kurz GWM – und hierzulande mit drei Produktlinien vertreten: Haval, Ora und Wey. Letzteres ist die Premiummarke, die in Deutschland den Wey 05 und den von mir getesteten Wey 03 anbietet. Das Modell zielt mit seinen Abmessungen (Länge/Breite/Höhe: 4.668/1.890/1.730 mm, Radstand 2.745 mm) Richtung VW Tiguan, Skoda Kodiaq und Mazda CX-5 – und auch ein wenig auf die Premium-Modelle BMW X3 und Audi Q5.

Plug-in-Hybrid aus China: Der GWM Wey 03 bringt es in der Luxury-AWD-Variante auf eine Systemleistung von stolzen 325 kW/442 PS. Ich bin ihn eine Woche im Alltag gefahren.

Mein Testwagen ist die Top-Version: der GWM Wey 03 Luxury AWD. Ein Plug-in-Hybrid, der einen 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 150 kW/204 PS mit einem Elektromotor an der Vorderachse (120 kW/163 PS) und einem E-Motor an der Hinterachse (135 kW/184 PS) kombiniert. Das Fahrzeug kommt damit auf eine Systemleistung von 325 kW/442 PS und auf ein Systemdrehmoment von 685 Nm. Den Spurt von Null auf 100 gibt der Hersteller mit 5,3 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit mit 230 km/h. Das klingt beeindruckend. Doch können die Chinesen den Etablierten schon das Wasser reichen?

Die Asphalt-Analyse – mein monatlicher Autotest

Jeden Monat teste ich ein Fahrzeug eine Woche lang im Alltag und beantworte dabei fünf grundlegende Fragen, die sich wohl jeder Autofahrer stellen würde. Statt technischer Details im Überfluss gibt es ehrliche Eindrücke: Was funktioniert gut, was nervt wirklich? Meine Asphalt-Analyse zeigt Ihnen, wie sich das Auto anfühlt – nicht nur, wie es auf dem Papier aussieht.

Folge 1 (Januar 2026): Tesla Model X Plaid
Folge 2 (Februar 2026): Ford Capri
Folge 3 (März 2026): Renault Rafale
Folge 4 (April 2026): GWM Wey 03

Die ersten 5 Minuten mit dem GWM Wey 03: Finde ich mich gleich zurecht?

Es ist schon wieder passiert. Wie vor einigen Monaten beim Einsteigen in den Renault 5 E-Tech ist die Lautstärke in dem Wagen ziemlich laut aufgedreht. Kurz nachdem ich mein Handy mit dem Wey gekoppelt habe, spielt der Wagen mit ordentlich Karacho Musik ab – was Außenstehenden natürlich nicht verborgen bleibt. Sehr peinlich. Panisch suche ich den Lautstärke-Regler – vergeblich. Die unfreiwillige Disco-Party im Wey geht weiter. Irgendwie reagiert auch mein Handy nicht, lässt sich nicht stoppen. Schließlich ein Hoffnungsschimmer: Am Lenkrad entdecke ich einen Mini-Knopf mit durchgestrichenem Lautsprecher-Symbol. Ein Druck darauf sorgt für Ruhe. Bis ich die Lautstärke-Regelung finde, dauert es dennoch. Wie sich durch Ausprobieren herausstellt, sind die Nach-Oben- und Nach-Unten-Tasten auf der linken Lenkrad-Seite mit dieser Funktion belegt. Mit noch immer schallenden Ohren schicke ich ein Stoßgebet an die Autohersteller, einfach wieder einen ganz normalen Drehregler einzubauen.

Für ein Mittelklasse-SUV ist der GWM Wey 03 eher groß. Ein VW Tiguan ist gut zehn Zentimeter kürzer, ein BMW X3 knapp zehn Zentimeter länger.

Grill- und Scheinwerferform erinnern ein wenig an Audi, insgesamt wirkt das SUV – das übrigens zum Marktstart noch Wey Coffee 02 hieß – recht wuchtig. Trotz der Tatsache, dass GWM hierzulande kaum bekannt ist, zieht der Wey 03 selten Blicke auf sich. Der erste Qualitätseindruck ist richtig gut. Die Tür fällt beinahe so satt ins Schloss wie bei einem 90er-Jahre-Mercedes, die Verarbeitung beeindruckt: Sogar ein Teil des Armaturenbretts ist mit einem lederähnlichen Material mit Steppnähten überzogen, die Sitze teils mit Alcantara. Ungewöhnlich: Das Smartphone verschwindet zum kabellosen Laden beinahe vollständig in einem gummierten Schlitz in der Mittelkonsole. Weniger toll fühlt sich das Lenkrad an, es ist etwas zu dünn. Schnell zeigt sich auch, dass sich das manuell verstellbare Volant nicht weit genug herausziehen lässt. Ich fühle mich zu nah am Armaturenbrett, finde keine optimale Fahrposition.

„Seien Sie nicht geistesabwesend!“ Äh, wie bitte? „Bitte Konzentration beim Fahren!“ Schon nach kurzer Fahrt werde ich vom Wey streng ermahnt. Erwischt hat mich eine Kamera – im Fahrzeug kaum übersehbar, etwas unschön an der A-Säule auf der Fahrerseite platziert: Sie überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers (ist in der EU vorgeschrieben). Der Grund, warum ich „geistesabwesend“ war, ist übrigens die Klimabedienung. Gesteuert werden Sitzheizung, Lüftung & Co. im Wey über einen separaten kleinen Touchscreen oberhalb des Automatik-Wahlhebels. Sieht schick aus, ist aber während der Fahrt leider nicht besonders gut zu bedienen, weil man schon genau hinschauen muss und dadurch abgelenkt wird. Die ersten zwei, drei Mal sorgt die mündliche Ermahnung bei den Passagieren noch für Erheiterung, danach wird das bevormundende Geplapper aber schnell nervig. Nutzt man die eingebaute Navi-Software des Wey, gibt es zusätzlich gesprochene Warnhinweise zum Tempolimit: „Sie überschreiten...“. Puh!

Das würde mein Nachbar fragen

„Müffelt das Auto wirklich so im Innenraum, wie ich es im Internet gelesen habe?“ Tatsächlich gibt es einige Testberichte, in denen ein unangenehmer Geruch im Wey beschrieben wird. In meinem Testwagen ist das allerdings nicht der Fall. Ob es an der Ausstattungslinie liegt oder vielleicht daran, dass GWM nachgebessert hat, lässt sich nicht sagen.

„Also, das ist jetzt ein Elektroauto, oder?“ Nein, auch wenn man es meinen könnte. Es ist ein Plug-in-Hybrid mit einer ungewöhnlich hohen elektrischen Reichweite. Die Batteriekapazität gibt GWM mit 34 kWh (brutto) und 29 kWh (netto) an, die rein elektrische Reichweite mit bis zu 124 Kilometern. Der Benzintank fasst 55 Liter. Je nach Fahrweise sind mehr als 100 Kilometer allein mit dem Akku durchaus möglich. Im Alltag kann man den Wey 03 also praktisch rein als E-Auto nutzen. An einer Wallbox fließt der Strom mit maximal 11 kW (AC) in das SUV. Allerdings kann man den Wey auch mit bis zu 50 kW Gleichstrom (DC) laden. Das können viele andere Plug-in-Hybride nicht. Von 0 auf 80 Prozent dauert das Laden laut Hersteller rund 40 Minuten – ein Wert, den ich in meinem Test bestätigen konnte.

Die Beifahrer-Jury: Was sagen die Mitfahrer zum GWM Wey 03?

„Warum piepst der dauernd?“ Ich kann nur vermuten, dass chinesische Autofahrer Dauer-Gebimmel und mahnende Worte ihres Fahrzeugs nicht stören. In meinem Testzeitraum jedenfalls entwickelte sich das Gepiepse zu einem dauerhaften Ärgernis. Keine Frage: Der Geschwindigkeitsassistent (ISA), der akustisch bereits ab 1 km/h zu viel vor Tempo-Überschreitungen warnt, ist leider Pflicht. Aber andere Hersteller lösen das eleganter: weniger nervige Töne, leichte Verzögerungen. Im Wey geht es in die andere Richtung: Es kommen noch zusätzliche Töne hinzu. So meldet sich das SUV auch, wenn es ein neues Tempolimit erkennt, was – große Überraschung – sehr häufig vorkommt.

Die Klimabedienung wird im GWM Wey 03 über einen kleinen Touchscreen gesteuert – während der Fahrt lenkt das stark ab.

Dazu kommt der Spurhalteassistent, der ebenfalls übereifrig warnt und zum Teil massiv ins Lenkrad eingreift. Ja, auch der ist vorgeschrieben. Genau wie das bereits oben genannte Fahrer-Überwachungssystem per Kamera. Dazu gesellen sich noch andere Warnsignale, die sich manchmal auf die Schnelle nicht zuordnen lassen. Jetzt das Hauptproblem: Einige Hersteller sind inzwischen dazu übergegangen, die lästigen Assistenten auf eine Taste zu legen, sodass man sie schnell abschalten kann. Denn: Sie aktivieren sich bei jedem Motorstart von Neuem. Bei Renault beispielsweise lässt sich ein Knopf dafür extra programmieren. Im Wey geht das nicht – auch nach intensiver Suche fand ich keine Lösung.

Zwar lassen sich zwei Lenkrad-Tasten programmieren, aber eben nicht mit der gewünschten Ausschaltfunktion. Wer also wirklich alle unerwünschten Mahner abdrehen möchte, muss sich bei jedem Start durch viele Menüs klicken. Diese Mühe macht man sich nur vor einer langen Fahrt. Ansonsten fährt man dank der Dauerbeschallung eben mit leicht erhöhtem Puls, weil es nicht einfach ist, alles zu ignorieren – und auch definitiv nicht Sinn der Sache.

Der Realitätscheck: Was ist gut – und was nervt am Plug-in-Hybrid aus China?

Bildschirme: Der zentrale 14,6-Zoll-Touchscreen ist leider nicht zum Fahrer hin orientiert. Der Bildschirm hinter dem Lenkrad ist zu klein geraten und mit zu vielen Infos überfrachtet, und lässt sich auch kaum individuell konfigurieren. Dabei gibt’s hier eigentlich spannende Einblicke – etwa eine Live-Grafik, welche Technik gerade an welcher Achse antreibt oder die Batterie lädt. Allerdings eben alles sehr winzig. Ab der Luxury-Ausführung ist zusätzlich ein Head-up-Display an Bord.

Infotainment: Hier ließe sich auf jeden Fall noch einiges herausholen. Der Sprachassistent versteht leider kaum etwas. Navi-Ziele werden teils auch bei schriftlicher Eingabe nicht erkannt. Nutzt man die eingebaute Navigation, wird im Head-up-Display eine schicke Animation mit sich bewegenden Pfeilen eingeblendet – ein Hinweis zum Abbiegen. Mein erster Gedanke: Das ist nicht schlecht. Wie sich zeigt, wird diese Abbiege-Animation aber auch eingeblendet, auch wenn es noch fünf Kilometer oder mehr bis zur Ausfahrt sind. Die wuselnden Pfeile lenken dann einfach nur ab, und stören irgendwann derart, dass man die Routenführung komplett abschaltet. In dem Auto bleibt einem eigentlich nur Apple Car Play oder Android Auto über das Handy zu nutzen – was ich dann auch mache.

Dem wachsamen Auge (links) des GWM Wey 03 entgeht kein Blick zur Seite – was einen Warn-Spruch auslöst. Der Schlüssel wirkt wertig und liegt gut in der Hand.

Beladen: Beim Blick in den Kofferraum zeigt sich: Die Technik braucht Platz. 517 Liter sind für ein Fahrzeug dieser Größe kein Rekordwert. Die Rücksitzlehnen sind in der Aufteilung 40:20:40 umklappbar, auch per Hebel vom Kofferraum aus – dann sind es 1.289 Liter Ladevolumen.

Qualität: Hier kann der GWM überzeugen. Das bereits beschriebene satte Türgeräusch ist Teil davon, auch innen fühlt sich alles ziemlich gut und wertig an. So auch der kleine Gangwahlhebel – im Gegensatz zu manchen Lenkstockhebeln der Konkurrenz. „Da scheppert nix“, hätte ein früherer VW-Chef auf einem Messerundgang im Wey 03 sitzend vielleicht resümiert. Schön, dass auch die Passagiere in der zweiten Reihe in den Genuss einer Ambientebeleuchtung kommen – an dieser Stelle sparen viele andere. Das Geräuschniveau im Innenraum während der Fahrt ist angenehm niedrig. In der Top-Version sind eine Sitzheizung und Sitzbelüftung für Fahrer und Beifahrer an Bord. Selbst hinten sind die äußeren beiden Plätze beheizbar. Auch eine Lenkradheizung ist verbaut – allerdings wird die nur lauwarm, gleiches gilt für die dreistufige Sitzheizung. Hier dürften an eisigen Tagen gerne ein paar Grad mehr kommen.

Schlüssel: Vermutlich ist der Schlüssel hauptsächlich eine Interpretation des Wey-Markenlogos. Aber das längliche Teil fühlt sich angenehm und wertig in der Hand an – auch die Tasten sind ausreichend groß. Erwähnenswert, weil man ihn doch oft in der Hand hat. Und tatsächlich ist im Inneren noch ein „echter“ Schlüssel für Notfälle versteckt, das sieht man heutzutage nicht mehr oft.

Antrieb/Leistung: Hier kann der GWM Wey 03 überzeugen. In meinem Test zeigten sich 100 Kilometer elektrische Reichweite als realistisch – selbstverständlich immer abhängig von der Fahrweise. Das Zusammenspiel von E-Motor und Verbrenner sowie der 9-Gang-Automatik klappt reibungslos und ist kaum zu spüren. Kaum verbergen kann der Wey 03 dagegen sein hohes Leergewicht von rund 2,3 Tonnen. Beim Bremsen merkt man, wie sehr der Wagen nach vorne drängt. Lädt man den GWM regelmäßig, so wie ich es getan habe, so steht am Ende ein Wert von 1,9 Litern auf der Verbrauchsanzeige.

Lenkung: Einer der großen Schwachpunkte des Wey 03. Sie bietet kaum Rückmeldung und ist um die Mittellage recht schwammig, was dazu führt, dass man eigentlich permanent minimal korrigieren muss. Auch die drei verschiedenen Modi, zwischen denen man wählen kann, machen es nicht wirklich besser.

360-Grad-Kameras: Hier könnten sich andere Hersteller etwas von GWM abschauen: Die Bildqualität der Kameras ist hervorragend, es ist keinerlei Verzögerung feststellbar. Vor allem die Vogelperspektive ist gelungen: So kommt man beim Ein- und Ausparken selbst mit einem Auto dieser Größe nicht ins Schwitzen. Und: Auf dem Kamerabild wird zumindest vorn angezeigt, wie viel Zentimeter tatsächlich noch Platz sind. Wenn es eng wird, sehr praktisch, weil viele Autos bereits im Dauerpieps-Modus sind, wenn eigentlich noch viel Luft zur Wand oder einem Pfosten ist. Die Vogelperspektive schaltet sich in einem separaten Bildschirmfenster unterhalb von 15 km/h automatisch ein. Dann allerdings zeigte sich ein kleiner Bug: Sobald das Fenster aufging, ließen sich Lieder nicht mehr überspringen. Auch nicht per Lenkrad-Tasten. Wer an der Ampel steht, muss also entweder das entsprechende Fenster wegklicken – oder den aktuellen Song weiterhören.

Asphalt-Analyse in Bildern: Die bisherigen Testwagen im Detail

Tesla Model X Plaid
Testwagen Nummer 1 im Jahr 2026 war das Tesla Model X: Das hatte kurz zuvor noch einmal ein kleines Facelift bekommen. Ich habe die Plaid-Version mit mehr als 1000 PS eine Woche im Alltag getestet. Inzwischen wurde das Fahrzeug – wie auch das Model S eingestellt. © Oppenheimer
Tesla Model X von der Seite
Die aerodynamische Silhouette des Tesla Model X kaschiert die wahren Ausmaße: Das SUV ist mehr als fünf Meter lang – doch das fällt eigentlich erst auf, wenn andere Fahrzeuge daneben stehen. © Oppenheimer
Die Blinker-Tasten im Tesla Model X
Druck-Knöpfe statt Blinkerhebel: Vor allem im Tesla Model X trübt diese schlecht umgesetzte Technik nicht nur den Fahrspaß, sondern erhöht auch die Unfallgefahr. © Oppenheimer
Blink in den Frunk des Tesla Model X
Auch unter der Fronthaube gibt es im Tesla Model X zusätzlichen Stauraum – in unserem Fall finden hier Warndreieck und Ladekabel ihren Platz. © Oppenheimer
Blick ins Cockpit des Tesla Model X
Der 17,4-Zoll-Touchscreen ist das zentrale Bedienelement im Tesla Model X. Er lässt sich elektrisch Richtung Fahrer oder Beifahrer neigen.  © Oppenheimer
Plaid-Modus auf Tesla-Bildschirm
In ganz frühen Tesla-Modellen nannte sich das Fahrprogramm mit der maximalen Beschleunigung „Von-Sinnen-Modus“. Das würde auch hier passen – doch im Model X nennt sich die Funktion „Plaid“. © Oppenheimer
Blick in den Tesla-Innenraum
Auch für die Passagiere in der zweiten Reihe gibt es einen Touchscreen. Ob man in dieser Größe und vor allem in dieser Position darauf einen Film anschauen will, ist eher fraglich. © Oppenheimer
Spaltmaß am Heck des Tesla Model X
Spaltmaß beim Tesla Model X am Heck: Könnte besser sein. Ja, der Kofferraum ist geschlossen. © Oppenheimer
Ford Capri mit Autor
Testwagen Nummer 2 im Jahr 2026 war der Ford Capri: Unter dem Blechkleid steckt VW-Technik. Ich bin den Stromer eine Woche lang im Alltag gefahren. © Oppenheimer
Seitenaufnahme eines Ford Capri
Trägt dieses SUV-Coupé den Namen Capri zurecht? Design-Details wie die Form der hinteren Heckscheibe sollen an das Original erinnern.  © Oppenheimer
Lenkrad im Ford Capri
Nicht optimal: Die Lenkrad-Tasten im Ford Capri. Statt die Lenkradheizung zu aktivieren, schaltet man schon mal ein Lied weiter – oder umgekehrt. © Oppenheimer
Renault Rafale/Asphalt-Analyse-Logo
Der Rafale ist das Top-Modell von Renault. Ich bin die VollhybridVersion eine Woche lang im Alltag gefahren. © Oppenheimer
Renault Rafale von der Seite
Gelungenes Design: Des SUV-Coupé ist scharf gezeichnet – und sieht vor allem in der Farbe Gipfel blau und mit den diamantgeschliffenen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen richtig gut aus. © Oppenheimer
Lautstärkeregler und Schlüsselkarte des Renault Rafale
Wer als Rafale-Neuling den Lautstärke-Regler hinter dem Lenkrad (links) sofort findet, hat eine echte Detektiv-Nase. Der Schlüssel mit den Mini-Tasten im Kartenformat (rechts) strahlt alles andere als Wertigkeit aus.  © Oppenheimer
GWM Wey 03, Asphalt-Analyse-Logo
Plug-in-Hybrid aus China: Der GWM Wey 03 bringt es in der Luxury-AWD-Variante auf eine Systemleistung von stolzen 325 kW/442 PS. Ich bin ihn eine Woche im Alltag gefahren. © Oppenheimer
Seitenansicht eines GWM Wey 03
Für ein Mittelklasse-SUV ist der GWM Wey 03 eher groß. Ein VW Tiguan ist gut zehn Zentimeter kürzer, ein BMW X3 knapp zehn Zentimeter länger. © Oppenheimer
Fahrer-Überwachungssystem und Schlüssel des GWM Wey 03
Dem wachsamen Auge (links) des GWM Wey 03 entgeht kein Blick zur Seite – was einen Warn-Spruch auslöst. Der Schlüssel wirkt wertig und liegt gut in der Hand. © Oppenheimer
Blick ins Cockpit des GWM Wey 03
Die Klimabedienung wird im GWM Wey 03 über einen kleinen Touchscreen gesteuert – während der Fahrt lenkt das stark ab. © Oppenheimer
Togg T10X, Asphalt-Analyse-Logo
Seltener Anblick: Der T10X ist ein rein elektrischer Kompakt-SUV des türkischen Automobilherstellers Togg. Ich bin ihn eine Woche lang gefahren. © Oppenheimer
Seitenaufnahme des Togg T10X
Denn Togg T10X gibt es mit zwei Akku-Größen: 52 kWh und 88,5 kWh. Eine Besonderheit ist das aufwendige Infotainment-System mit mehreren Displays – doch hier hakt es immer wieder. © Oppenheimer
Blick ins Cockpit des Togg T10X
Jede Menge Bildschirme: Gleich vier Screens sind im Togg T10X aneinandergereiht. Bis auf das Tacho-Display handelt es sich um Touchscreens. Unterhalb der Lüftungsdüsen sitzt in der Mittelkonsole ein weiterer Touchscreen für die Klimabedienung. © Oppenheimer
Blick in den Kofferraum des Togg T10X
Mit einem Kofferraumvolumen von 441 Litern bricht der Togg T10X keine Rekorde. Mit umgeklappter Rückbank sind es 1515 Liter. © Oppenheimer

Panoramadach: Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen kann man den Dachhimmel unter dem Panoramadach elektrisch komplett schließen. Das eigentliche Panorama-Glasdach lässt sich dann sogar zur Hälfte komplett öffnen: An schönen Tagen ein nettes Extra.

Der Geldbeutel-Check: Wie schlägt sich der GWM Wey 03 bei den Kosten?

Der GWM Wey 03 startet ab 42.400 Euro. Dafür gibt es den Plug-in-Hybrid als Fronttriebler mit 270kW/367 PS Systemleistung. Dann geht es in 4000-Euro-Schritten weiter. Die Luxury-Version mit mehr Ausstattung startet bei 46.400 Euro. Die von mir gefahrene Luxury-AWD-Version beginnt bei 50.400 Euro. Damit ist das Fahrzeug nahezu voll ausgestattet. In meinem Testwagen war noch das Winter-Paket (u.a. Lenkradheizung und beheizbare Sitze hinten, 600 Euro Aufpreis) sowie das elektrische Panorama-Glasschiebedach (1000 Euro) verbaut. Viel mehr gibt es dann auch nicht mehr. Erhältlich sind nur drei Farben: Weiß, Blau, Schwarz. Klar, sind 52.000 Euro nicht wenig Geld – aber für ein Plug-in-SUV dieser Größe und mit dieser Leistung, Reichweite und Ausstattung ist das ein attraktiver Preis. Ein VW Tiguan e-Hybrid startet bei knapp 55.000 Euro, ein BMW X3 30e xDrive bei knapp 67.000 Euro.

Mein Fazit in drei Emojis:

  • 🎧 (Kopfhörer – weil der Wey 03 klingelt, piepst und warnt bis einem die Ohren schallern)
  • 🧤 (Handschuhe – weil man die bei der lauen Lenkradheizung vielleicht besser anlässt)
  • 🏷️ (Preisschild – weil sich andere hier umschauen müssen)

Wer ein SUV dieser Größe mit Plug-in-Antrieb sucht, bekommt mit dem GWM Wey 03 ein reichhaltig ausgestattetes Auto mit bärenstarker Leistung – und das zu einem attraktiven Preis. Dennoch ist eine wirklich ausgiebige Probefahrt ratsam. Die Lenkung trübt das Fahrvergnügen, vor allem aber die nervigen Assistenzsysteme. Diese Schwäche ließe sich vermutlich leicht per Software-Update beheben. In der aktuellen Version muss man schon etwas leidensfähig sein. Mein Testwagen hat übrigens einen Spitznamen bekommen: Ding-Dong.

Rubriklistenbild: © Oppenheimer

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