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Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update vom 26. September, 22.00 Uhr: Die Ukraine will nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj stärker gegen die russische Rüstungsindustrie vorgehen. Bei einer Beratung mit seiner Militärführung habe es einen Bericht zur Lage in Russlands militärisch-industriellem Komplex gegeben. Das sagte Selenskyj am Dienstagabend in seiner Videoansprache. „Wir können deutlich erkennen, in welchen Bereichen der Druck auf Russland verstärkt werden muss, um zu verhindern, dass die terroristischen Fähigkeiten wachsen“, sagte der Präsident. Ausländische Sanktionen gegen die russische Rüstungsbranche seien nicht genug. „Es wird mehr eigene, ukrainische Maßnahmen gegen den terroristischen Staat geben“, sagte Selenskyj. Einzelheiten nannte er nicht.
Der engste Kreis der Kiewer Führung beschäftigte sich nach Angaben Selenskyjs auch mit dem Nachschub von Artilleriemunition. „Das ist ein Thema, mit dem wir täglich zu tun haben“, sagte er. Die Lieferungen der bisherigen Partnerländer seien wichtig. Zugleich suche die Ukraine neue Quellen. „Und wir erhöhen schrittweise das Volumen unserer ukrainischen Produktion.“
Mehrere schwere Explosionen in Cherson – Luftalarm in der Ukraine
Update vom 26. September, 20.08 Uhr: In der Ukraine ist es in der Großstadt Cherson offenbar zu mehreren schweren Explosionen gekommen. „Es gibt starke Explosionen in Cherson! Bleiben Sie an sicheren Orten!“, schrieb der Militärverwaltungsleiter der Region, Roman Mrochko, auf Telegram. Zuvor wurde gegen 18 Uhr eine Luftangriffswarnung für das gesamte Land ausgelöst, nachdem ein russischer MiG-Kampfjet abgehoben war.
Rätsel um Putins Admiral: Ukraine äußert sich zu mutmaßlichem Tod von Umerow
Update vom 26. September, 18.10 Uhr: Falls der Admiral der russischen Schwarzmeerflotte tatsächlich tot ist, „ist das eine gute Nachricht für alle“, äußerte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow am Dienstag im Gespräch mit CNN. Die Frage, ob Viktor Sokolow tatsächlich bei dem ukrainischen Angriff auf das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte auf der Krim in der vergangenen Woche gestorben ist, bleibt jedoch offen. Umerow wollte jedenfalls weder eine Bestätigung noch ein Dementi zum vermeintlichen Tod abgeben.
Update vom 26. September, 16.00 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte planen, ihre eigene Aussage über den vermeintlichen Tod des Kommandeurs der russischen Schwarzmeerflotte nach dem Erscheinen neuer Fotos zu überprüfen. Dies wurde jetzt von der Spezialeinheit des ukrainischen Verteidigungsministeriums auf Facebook bekannt gegeben. Am Montag hatte das ukrainische Militär erklärt, dass sie bei einem Angriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol am Freitag auch den Flottenkommandeur Viktor Sokolow getötet hätten.
Doch am Dienstag zeigte Moskau Fotos, die Sokolow in einer von Verteidigungsminister Sergej Schoigu geführten Besprechung darstellen sollen. Kiew besteht darauf, dass bei dem Marschflugkörper-Angriff 34 russische Offiziere ums Leben gekommen seien. Viele von ihnen seien noch nicht identifiziert, aber die Informationsquellen des Militärs hätten zunächst bestätigt, dass Sokolow auch unter den Toten sei. Aufgrund der von Moskau veröffentlichten Fotos „mit einem scheinbar lebenden Sokolow werden unsere Einheiten die Information noch einmal überprüfen“, hieß es.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Schwerer Angriff auf Cherson: Mehrere Menschen werden verletzt
Update vom 26. September, 15.00 Uhr: Am Dienstag (26. September) wurden in der südukrainischen Region Cherson laut lokalen Behörden mindestens sieben Menschen durch russische Luft- und Drohnenangriffe verletzt. Einige der Verletzungen waren schwer: So versuchten die Ärzte um die Mittagszeit, das Leben einer 83-jährigen Frau zu retten, berichtete Olexander Prokudin, der Militärgouverneur von Cherson, auf Telegram.
Nach seinen Angaben hat die Präsenz der russischen Luftwaffe in der Region in den letzten Tagen spürbar zugenommen. Zuvor wurde die Zugverbindung zwischen Cherson und der Großstadt Mykolajiw in der benachbarten gleichnamigen Region durch russischen Beschuss kurzzeitig gestoppt.
Kommandant der Schwarzmeer-Flotte doch nicht tot? Moskau zeigt jetzt Fotos
Update vom 26. September, 13.33 Uhr: Am Montag (25. September) gab die Ukraine die angebliche Tötung des Befehlshabers der russischen Schwarzmeerflotte bekannt. Nun aber hat das russische Verteidigungsministerium jedoch Bilder von Admiral Viktor Sokolow verbreitet, die ihn bei einer Videokonferenz am Dienstag (26. September) zeigen sollen.
Die Aufnahmen zeigen Sokolow in Militäruniform, wie er an einer von Verteidigungsminister Sergej Schoigu geleiteten Videokonferenz teilnimmt. Zu sehen ist er allerdings lediglich als angeblich online zugeschalteter Teilnehmer auf einer schräg hinter Schoigu angebrachten Leinwand. Auffällig ist, dass Sokolow in der kurzen Sequenz völlig starr wirkt. Auch dass die Bilder wirklich am Dienstag aufgenommen wurden, ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Die Ukraine hatte am Montag erklärt, Sokolow sei am Freitag gemeinsam mit 33 weiteren russischen Offizieren bei einem Raketenangriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim-Halbinsel getötet worden. Moskau hatte bisher dazu geschwiegen.
Update vom 26. September, 12.41 Uhr: Bei einem ukrainischen Angriff auf einen Kontrollpunkt der russischen Besatzer in Cherson sind jetzt acht russische Offiziere getötet worden. Das berichtet die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform und beruft sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Bei dem Angriff mithilfe eines Himars-Raketenwerfers seien weitere sieben russische Offiziere verletzt worden. Unabhängig verifizieren ließen sich diese Angaben zunächst nicht.
Raketeneinschlag in Polen im November – neuer Ermittlungsstand
Update vom 26. September, 10.54 Uhr: Der Vorfall erregte vergangenen November international viel Aufsehen: In Polen schlägt eine Rakete ein und tötet zwei Menschen. Die Nato war alarmiert, die Ukraine machte Russland verantwortlich, und Moskau dementierte. Nun soll es neue Erkenntnisse zu dem Vorfall geben.
Wie die polnische Tageszeitung Rzeczpospolita erfahren haben will, schließen Experten aus, dass das Geschoss von Russland abgefeuert wurde. Sie glauben, dass es sich um eine vom Kurs abgekommene ukrainische Flugabwehrrakete handelte. Die Zeitung beruft sich auf Experten, die bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft helfen.
Russland fliegt Angriffe nahe Nato-Grenze: Das sind die Gründe, das sind die Ziele
Update vom 26. September, 10.27 Uhr: Im Gebiet Odessa unweit der Grenze zum EU- und Nato-Mitgliedsstaat Rumänien sind zwei Menschen verletzt worden. „Im Landkreis Ismajil gab es Einschläge in der Hafeninfrastruktur“, teilte der Militärgouverneur von Odessa, Oleh Kiper.
Die ukrainische Luftwaffe berichtete am Morgen von insgesamt 38 Kamikaze-Drohnen, die Russland in der Nacht von der Krim aus abgefeuert habe. 26 davon habe man abgeschossen. Kipers Angaben nach wurden Lagerhäuser und knapp 30 Lastwagen beschädigt. Sechs Fuhrwerke seien völlig ausgebrannt.
Seit Russlands Ausstieg aus dem Getreide-Abkommen attackiert das russische Militär verstärkt die Hafenanlagen und Getreidesilos in der Region Odessa. Sie gilt als wichtigste Drehscheibe bei der Getreideausfuhr über See. So wurde in der Nacht zum Montag auch die Millionenstadt selbst einmal mehr zum Ziel der Angriffe.
Briten sehen Putins Schwarzmeerflotte geschwächt – aber weiter „einsatzbereit“
Update vom 26. September, 9.28 Uhr: Wladimir Putins Schwarzmeerflotte ist weiterhin einsatzbereit – trotz der jüngsten Rückschläge. „Die Flotte bleibt mit ziemlicher Sicherheit weiterhin in der Lage, ihre Kernaufgaben im Krieg – Angriffe mit Marschflugkörpern und örtliche Sicherheitspatrouillen – zu erfüllen“, teilte das britische Verteidigungsministerium jetzt seine Einschätzung mit.
Die Briten halten es aber für möglich, dass die Flotte nun weniger Kapazitäten hat. Zum Beispiel, um weitergehende Patrouillen fortzusetzen und die Blockade ukrainischer Häfen aufrechtzuerhalten, eigene Anlagen im Hafen zu verteidigen und routinemäßige Wartungsarbeiten durchzuführen. „Diese Angriffe haben mehr Schäden angerichtet und waren koordinierter als bisher im Krieg“, schrieben sie dazu im Kurznachrichtendienst X.
Bei dem Angriff auf das Flotten-Hauptquartier in Sewastopol wurde nach ukrainischen Angaben auch der Kommandeur getötet. Dazu machten die Briten in ihrem Post bei X keine Angaben. Von russischer Seite gibt es keine Bestätigung für den Tod des russischen Admirals.
Über eine Viertelmillion: Ukraine beziffert Verluste russischer Soldaten seit Kriegsbeginn
Update vom 26. September, 8.15 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg mitgeteilt. Demnach sind bislang fast 277.000 russische Soldaten in den Gefechten entweder getötet oder verletzt worden.
Unabhängig lassen sich die Angaben der Kriegsparteien nicht prüfen. Oft neigen beide Seiten dazu, bei Aussagen über Verlusten des Gegners zu übertreiben. Die Zahlen beziehen sich auf die Verluste seit Kriegsbeginn; in Klammern die Verluste binnen der vergangenen 24 Stunden.
Soldaten: 276.670 (+400 zum Vortag)
Panzer: 4672 (+5)
Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8946 (+19)
Artilleriesysteme: 6299 (+39)
Marschflugkörper: 1529 (+11)
Flugabwehrgeschütze: 533 (+2)
Mehrfachraketenwerfer: 792 (+1)
Drohnen: 4924 (+29)
Fahrzeuge und Tanklaster: 8763 (+17)
Schiffe und Boote: 20 (+0)
Flugzeuge: 315 (+0)
Hubschrauber: 316 (+0)
Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 26. September 2023
Gouverneur von Sewastopol berichtet von Luftalarm auf der Krim
Update vom 26. September, 7.57 Uhr: Die russischen Angaben zu den neuen Explosionen auf der Krim sind bislang nicht eindeutig. Michail Raswoschajew hatte gestern Abend auf Telegram erklärt, in der Region Sewastopol gelte Luftalarm. Eine Stunde später erklärte er ihn wieder für beendet. Raswoschajew ist der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol.
Im Laufe des Montagabends (25. September) sprach er zudem sowohl von „kontrollierten Sprengungen“ Russlands, als auch von einem abgewehrten Raketenangriff. Letzterer soll in der Nähe des Flugplatzes Belbek erfolgt sein.
Drohnen auf russische Region Kursk – Russland spricht von „Terroranschlägen“
Update vom 26. September, 6.34 Uhr: Die russische Luftabwehr hat in der Nacht insgesamt vier ukrainische Drohnenangriffe über dem russischen Gebiet Kursk abgewehrt. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach dabei auf Telegram von vereitelten Terroranschlägen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.
Bereits am Sonntag (24. September) war Kursk mit Drohnen angegriffen worden. Eine soll das Gebäude des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB getroffen haben, eine zweite eine Ölraffinerie, wie Medien in Kiew unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst meldeten. Russland bestätigte die Angaben nicht offiziell.
Mit einer neuen Drohne will die Ukraine in Zukunft besser gegen russische Ziele vorgehen. Moskau hat in den vergangenen Wochen immer wieder von ukrainischen Drohnenangriffen berichtet. Diese stehen allerdings in keinem Verhältnis zu den massenhaften Attacken Russlands während seines Angriffskrieg gegen das Nachbarland.
Selenskyj nach Abrams-Erhalt: Arbeiten an weiteren Militärhilfen
Update vom 25. September, 22.30 Uhr: Nach Übergabe der ersten US-Panzer vom Typ Abrams hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuversichtlich gezeigt, weitere lang erwünschte Militärhilfe zu erhalten. „Wir arbeiten auch daran, alle anderen militärischen Fähigkeiten zu bekommen, die wir brauchen“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Montag. Dazu zählten Kampfflugzeuge vom Typ F-16, Flugabwehrsysteme sowie Langstreckenwaffen. „Um unser gesamtes Staatsgebiet abzudecken, brauchen wir mehr Systeme, als wir derzeit haben“, so Selenskyj.
Die Ukraine hofft unter anderem auf Taurus-Marschflugkörper aus Deutschland. Bislang gibt es aus Berlin allerdings keine Zusage. Zudem sei es für sein Land wichtig, zunehmend Waffen und Flugabwehr selbst zu produzieren, sagte Selenskyj.
Ukraine meldet Durchbruch an der Südfront
Erstmeldung vom 25. September: Kiew – Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland am Sonntag (24. September) auch das Gebiet Odessa am Schwarzen Meer und andere Regionen im Süden aus der Luft angegriffen.
Nach offiziellen Militärangaben aus Kiew rücken ukrainische Truppen an der Front im Süden weiter vor. Im Bericht des Generalstabs für Sonntagmorgen hieß es: Die Truppen „verdrängen bei Werbowe im Gebiet Saporischschja den Gegner aus seinen Stellungen und setzen sich an den erreichten Positionen fest“. Der Kommandeur in diesem Abschnitt, Brigadegeneral Olexander Tarnawskyj, sprach von einem Durchbruch.
Marineoffiziere sterben bei Angriff auf Russlands Schwarzmeerflotte auf der Krim
Zuvor war bekannt geworden, dass bei dem ukrainischen Angriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim auch hochrangige Marineoffiziere getötet worden. „Die Details des Angriff werden so bald wie möglich enthüllt werden“, erklärte das Militär in Kiew am Samstag.
Der Raketenbeschuss habe sich während eines Treffens der russischen Marineführung ereignet. Dutzende „Besatzer“ seien getötet und verletzt worden, hieß es weiter. Satellitenbilder zeigten die Hafenstadt Sewastopol nach dem Beschuss:
Kommandozentrale für Russlands Krieg gegen Ukraine im Visier
Die Ukraine hatte das Hauptquartier in Sewastopol am Freitag angegriffen. Die ukrainische Armee sprach von einem „erfolgreichen Angriff“. Russischen Angaben zufolge galt ein russischer Soldat als vermisst.
Die russische Schwarzmeerflotte ist im Hafen von Sewastopol stationiert. Dort befindet sich eines der russischen Kommandozentren für Moskaus Krieg gegen die Ukraine. Von dort werden die russischen Besatzungstruppen im Süden der Ukraine versorgt und Raketenangriffe ausgeführt. (mit Nachrichtenagenturmaterial)