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Update, 8. Januar, 5:31 Uhr: Russische Angriffe haben in der Südost-Ukraine zu großflächigen Strom- und Wasserausfällen geführt. In der Stadt Dnipro ist der Strom ausgefallen und die U-Bahn hat ihren Betrieb komplett eingestellt.
Auch Teile der Region Saporischschja sind von den Stromausfällen betroffen, wie der Energieversorger DTEK mitteilte. Über das Ausmaß der Schäden und die Dauer der Reparaturarbeiten machten die Behörden zunächst keine Angaben, wie Reuters berichtet.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 21:50 Uhr: Wolodymyr Selenskyj schließt ein Ende des Ukraine-Kriegs in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. „Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben“, sagte der ukrainische Präsident vor dem Hintergrund von Fortschritten bei Friedensgesprächen bei einem Zypern-Besuch.
In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. „Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann“, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie. Gleichzeitig sagte Selenskyj, dass Putin durch Sanktionen weiter unter Druck gesetzt werden müsse, um einem Ende seines Angriffskriegs zuzustimmen. „Jeden Dollar, den Russland verliert, verliert es als Aggressor.“
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 20:22 Uhr: Russische Streitkräfte haben bei einem Luftangriff auf Häfen bei Odessa mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt. Die russische Armee setzte dabei Drohnen und Raketen gegen die strategisch wichtigen Hafenanlagen Piwdennyj und Tschornomorsk ein, wie der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mitteilte.
Der Angriff richtete erhebliche Schäden an der Hafeninfrastruktur an, über die die Ukraine ihre wichtigen Getreide- und Agrarexporte abwickelt. Kiper veröffentlichte Bilder von zerstörten Containern und beschädigten Lastwagen. In der Stadt Odessa selbst waren Explosionen zu hören. Russland beschießt im Ukraine-Krieg die Hafenanlagen, aber auch die Stadt Odessa selbst immer wieder.
Ukraine-News: Nach Friedensdeal – Polen offen für Entsendung von Bundeswehr-Soldaten
Update, 19:20 Uhr: Polens Außenminister Radosław Sikorski hat sich offen für eine mögliche Entsendung deutscher Soldaten zur Absicherung eines Ukraine-Waffenstillstands gezeigt. Eine Präsenz von Bundeswehrsoldaten auf polnischem Boden wäre keine Neuigkeit, sagte Sikorski nach Beratungen in Paris mit Blick auf bereits bestehende militärische Kooperation zwischen beiden Ländern. Bei gemeinsamen Übungen hätten deutsche Generäle polnische Panzerbrigaden befehligt und umgekehrt. Sikorski dankte Deutschland ausdrücklich für die Präsenz deutscher Soldaten zur Absicherung des Flughafens Rzeszów, der für die Ukraine-Unterstützung wichtig ist.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Dienstag erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht gestellt – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze.
Ukraine-News: Pistorius drängt auf Vorbereitungen für Friedenslösung
Update, 17:45 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat konkrete Planungen für den militärischen Schutz bei einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg gefordert. „Mir ist wichtig, dass die Unterstützerländer der Ukraine konkrete Beiträge für die Absicherung einer möglichen politischen Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine erarbeiten“, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur.
Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris hatte eine internationale Schutztruppe zur militärischen Absicherung eines möglichen Waffenstillstands Form angenommen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte dabei auch eine Beteiligung der Bundeswehr in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze. „Voraussetzung dafür ist, dass Putin endlich ernsthaft zu einem Waffenstillstand bereit ist und das brutale Töten beendet“, betonte der Verteidigungsminister.
Ukraine-News: Merz-Regierung hofft auf anhaltende US-Unterstützung
Update, 16:37 Uhr: Die Bundesregierung hat ihre Hoffnungen auf eine anhaltende US-Unterstützung bei der Friedenssuche im Ukraine-Krieg bekräftigt. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte nach dem Pariser Treffen der „Koalition der Willigen“: „Wir gehen davon aus, dass die Zusagen der USA stark sind.“ Ohne amerikanischen Druck sei ein Fortschritt im politischen Prozess kaum vorstellbar, betonte der Sprecher weiter. „Wir sind in diesem politischen Prozess nur deswegen an dieser Stelle, weil die Vereinigten Staaten nun bereit sind, diesen Druck auszuüben und diese Kaskade an politischen, militärischen und wirtschaftlichen Maßnahmen in Aussicht zu stellen.“
Update, 15:17 Uhr: Wolodymyr Selenskyj strebt ein baldiges Gespräch mit Donald Trump in Washington an, wie der ukrainische Präsident am Mittwoch vor Journalisten mitteilte. Zugleich übte er Kritik an den westlichen Partnern, die ihm bislang keine eindeutigen Zusagen für den Schutz der Ukraine gegeben hätten.
Der Staatschef bemängelte das Fehlen rechtlich bindender Sicherheitsgarantien trotz erkennbaren politischen Willens seiner Verbündeten. Diese Garantien bleiben ein entscheidender Streitpunkt bei den Versuchen, eine Lösung für den Ukraine-Krieg zu finden.
Ukraine-News: Schlag gegen Russlands Wirtschaft – Kiew trifft Treibstoffdepot in Belgorod
Update, 14:16 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben ein russisches Treibstoffdepot im Gebiet Belgorod erfolgreich angegriffen. Der Generalstab der Ukraine bestätigte, dass ukrainische Drohnen das Oskolneftesnab-Depot nahe dem Dorf Kotel direkt getroffen und einen Großbrand ausgelöst haben. „Das Öldepot ist an der Treibstoffversorgung der Besatzungsarmee beteiligt“, erklärte der Generalstab in einer Telegram-Mitteilung.
Gleichzeitig griffen ukrainische Kräfte ein Logistiklager der 20. motorisierten Schützendivision Russlands in der besetzten Donezk-Region an. Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bestätigte den Brand mehrerer Tanks, meldete aber keine Opfer. Die Angriffe sind Teil der ukrainischen Strategie zur Schwächung der russischen Militär- und Wirtschaftskapazitäten im Ukraine-Krieg.
Update, 13:56 Uhr: Auf dem Atlantik spielt sich zurzeit wohl eine spektakuläre Verfolgungsjagd ab. US-Spezialkräfte versuchen offenbar, den unter russischer Fahne fahrenden Tanker „Marinera“ zu entern und zu beschlagnahmen. Das Schiff soll Verbindungen zu Venezuela haben und Teil der russischen Schattenflotte sein. Russland hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits ein U-Boot und weitere Schiffe zum Schutz des Tankers entsendet.
Ukraine-News: Selenskyj-Vertrauter rechnet mit Fortschritten bei Verhandlungen in Paris
Update, 12:55 Uhr: Der neue ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hat am zweiten Tag der Pariser Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg weitere konkrete Fortschritte angekündigt. „Nicht alle Informationen können öffentlich gemacht werden, aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse, und unsere Arbeit geht weiter“, teilte der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj über Telegram mit.
Die Ukraine sucht Unterstützung ihrer Verbündeten für einen möglichen Waffenstillstand, lehnt jedoch Russlands Forderung nach der Abtretung des Donbass ab. Laut ukrainischen Angaben brachten die USA eine freie Wirtschaftszone in Teilen der Region ins Spiel, aus denen sich die Ukraine zurückziehen würde.
Ukraine-News: Kiew erhält zahlreiche Abfangdrohnen
Update, 12 Uhr: Laut dem Verteidigungsministerium der Ukraine haben die Truppen von Selenskyj täglich im Schnitt über 1500 Abfangdrohnen erhalten. Mit dieser Schlagkraft würden russische Angriffe erfolgreich bekämpft werden. Der Vorteil von den kostengünstigen Drohnen ist unter anderem, dass die Bestände an Luftverteidigungsraketen geschont werden können. Zudem können Drohnen dafür sorgen, dass die Luftverteidigung im Ukraine-Krieg nicht überlastet wird.
Macron plant Gespräch mit Putin – Ringen um Ukraine-Frieden geht weiter
Update, 10:19 Uhr: In einem Interview mit dem Sender France 2 hat der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt, er werde möglicherweise in den kommenden Wochen mit Wladimir Putin „Kontakt aufnehmen“. „Ich treffe derzeit Vorkehrungen, um in den kommenden Wochen Kontakt aufzunehmen“, führte er aus. Er betonte, sein Ziel sei Frieden in der Ukraine, jedoch nicht um den Preis ihrer Kapitulation.
Update, 9:42 Uhr: Wie das Büro des Präsidenten der Ukraine mitteilt, ist Selenskyj in Zypern eingetroffen. Um 11:15 Uhr ist ein Treffen zwischen Selenskyj und dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides geplant, gefolgt von einem Treffen mit Erzbischof Georg III. von Zypern, wie es weiter heißt.
Ende des Ukraine-Kriegs: Gipfel in Paris mit Fortschritten
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Wer sorgt künftig für die Sicherheit der Ukraine, wenn die Waffen schweigen sollten? Viele Staaten wollen helfen – in der Ukraine oder von außen. Nun wurden in Paris konkretere Pläne für ein Ende des Ukraine-Kriegs debattiert. Bei dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Bei einem weiteren Treffen in Paris am Mittwoch zwischen Außenminister Johann Wadephul und seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen soll es ebenfalls um die Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine gehen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte erstmals auch die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze. Merz knüpfte eine Beteiligung der Bundeswehr an klare Vereinbarungen für einen Waffenstillstand. „Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch militärisch einbringen. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem NATO-Gebiet einmelden.“ Der britische Premier Keir Starmer erklärte derweil, Ziel sei es, „den ukrainischen Luft- und Seeraum zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen.“
Während es bei den Sicherheitsgarantien mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs offenbar Fortschritte gibt, bleibt die Frage nach den territorialen Forderungen Russlands. Territorialfragen seien nicht zu 100 Prozent gelöst, sagte Wolodymyr Selenskyj im Anschluss an den Ukraine-Gipfel. Ukrainische Unterhändler sollten deshalb vor Ort bleiben und die Gespräche fortsetzen.
Bei diesem Streit geht es darum, ob die Ukraine – wie von Moskau gefordert – ihre Truppen vollständig aus den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten abzieht. Die USA drängen Kiew dazu, weil sonst ein Frieden mit Russland nicht zu erreichen sei. Die Ukraine lehnt dies ab. Moskau hat zuletzt erklärt, man werde diese Territorien ohnehin militärisch erobern.
Eine offizielle Moskauer Reaktion auf den Pariser Gipfel stand noch aus. Es sei aber kaum zu erwarten, dass der Kreml die Ergebnisse akzeptieren werde, kommentierte der russische Politologe Wladimir Frolow im Netzwerk X.
Während weiter um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen wird, rücken die Truppen von Wladimir Putin unerbittlich vor. Laut einer Analyse von DeepState kam es in der Nacht zum 7. Januar an mehreren Abschnitten der Kontaktlinie in den Gebieten Donezk und Saporischschja zu russischen Vorstößen. Wie aus Informationen von Ukrainska Pravda hervorgeht, meldete der ukrainische Generalstab gegen 22 Uhr am 6. Januar, dass es insgesamt 200 Kampfhandlungen gab. Dabei sollen unter anderem 4073 Kamikaze-Drohnen eingesetzt worden sein.
Die ukrainische Luftwaffe berichtete zudem von schweren Luftangriffen in der Nacht. „Bis 07:30 Uhr hatten die ukrainischen Luftverteidigungskräfte 81 feindliche Drohnen der Typen Shahed, Gerbera und anderer Typen im Norden, Zentrum und Osten des Landes zerstört oder gestört. Treffer von 14 unbemannten Luftfahrzeugen wurden an 8 Orten registriert“, hieß es in einer Erklärung.
Während die Gefechte im Ukraine-Krieg weitergehen und um ein mögliches Ende des Konflikts gerungen wird, steigen die Verluste Russlands weiter an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte schrieb auf Facebook, dass die russische Armee im Verlauf der vergangenen 24 Stunden 1040 Soldaten verloren hat. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Seit Beginn des jüngsten Konflikts am 24. Februar 2022 hat Russland demnach etwa 1.214.500 Soldaten verloren. Zudem wurden 11.515 Panzer, 23.865 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 35.857 Artilleriesysteme zerstört. (fbu mit Agenturen)