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Update, 7. Januar, 5:55 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) berät sich heute in Paris mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen im Format des Weimarer Dreiecks zur Ukraine-Lage. An dem Treffen nehmen der französische Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski teil.
Im Anschluss ist eine Begegnung mit dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar geplant, bei der es um die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum gehen sollte. Die drei Länder haben ihre Kooperation seit Kriegsbeginn vor vier Jahren deutlich intensiviert.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kanzler Merz bringt Bundeswehr ins Spiel
Update, 22:07 Uhr: Die Koalition der Willigen hat erste Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstands im Ukraine-Krieg vorgestellt. Donald Trumps Sondergesandter Witkoff zeigte sich optimistisch, betonte aber, dass man eine langfristige Lösung wolle: „Die Menschen in der Ukraine müssen wissen, dass, wenn (der Krieg) beendet ist, dass es dann für immer ist.“
Friedrich Merz hat derweil die Bundeswehr ins Spiel gebracht; deutsche Soldaten könnten im Falle eines Waffenstillstands im Ukraine-Krieg in benachbarten NATO-Ländern stationiert werden. Dazu brauche es aber auch verbindliche Garantien der USA, so der Kanzler.
Ukraine-Krieg aktuell: Großbritannien und Frankreich stellen Truppenverlegung in Aussicht
Update, 20:40 Uhr: Der britische Premierminister Keir Starmer hat den Einsatz von britischen und französischen Streitkräften auf ukrainischem Boden nach einem Waffenstillstand in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron habe er eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, die „den Weg für den rechtlichen Rahmen“ für einen derartigen Einsatz ebne, sagte er bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris. Auch weitere, nicht namentlich genannte Verbündete wollen demnach ihre Einheiten in die Ukraine entsenden.
Ziel des Truppeneinsatzes sei es, „den ukrainischen Luft- und Seeraum zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen.“ Nach einem Waffenstillstand wollten Großbritannien und Frankreich Militärstützpunkte in der Ukraine aufbauen und geschützte Anlagen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen, sagte Starmer weiter.
Update, 20.05 Uhr: Bei dem Gipfeltreffen der Koalition der Willigen haben sich die Verbündeten nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf „robuste Sicherheitsgarantien“ für die Ukraine geeinigt. Macron, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky und der britische Premierminister Keir Starmer unterzeichneten am Dienstag eine Absichtserklärung über die Entsendung einer multinationalen Truppe im Fall eines Waffenstillstands. Macron sprach von einer „operationellen Annäherung“ der Koalition, der USA und der Ukraine.
Update, 17.35 Uhr: Im Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine wollen die USA nach einer vorläufigen Absprache dessen Überwachung unter Beteiligung der Europäer leiten. Die USA verpflichteten sich zudem, eine geplante, von Europa angeführte internationale Truppe in der Ukraine „im Fall eines Angriffs zu unterstützen“, heißt es in dem Entwurf einer Abschlusserklärung des internationalen Ukraine-Gipfeltreffens am Dienstag in Paris, der AFP vorlag.
Die USA würden die von Europäern geleitete Truppe zudem bei der Aufklärung und der Logistik unterstützen. Es gebe bereits militärische Planungen, „um Sicherheitsmaßnahmen in der Luft, auf See und an Land sowie für den Wiederaufbau der ukrainischen Streitkräfte vorzubereiten“, heißt es weiter in dem Entwurf, der auf dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine erst noch verabschiedet werden muss. Die internationale Truppe soll sich demnach aus Soldaten „williger Staaten“ zusammensetzen.
Ukraine-Krieg aktuell: Planungen für Friedenstruppe nach Kriegsende
Update, 14:30 Uhr: Europäische Beamte sagten gegenüber dem Nachrichtenportal Radio Liberty (RFERL), im Falle eines Waffenstillstands im Ukraine-Krieg könne man eine Friedenstruppe von 15.000 bis 20.000 Mann in die Ukraine entsenden. Einige Länder hoffen demnach sogar, dass man die Truppenstärke auf bis zu 30.000 hochheben könne. Dabei stehen vor allem drei Länder im Fokus: Frankreich und Großbritannien würden für Sicherheit auf Land und in der Luft sorgen, während die Türkei für die Sicherheit von Transportrouten im Schwarzen Meer zuständig sein würde. Bislang gibt es allerdings noch keine detaillierten militärischen Pläne.
Update, 11:50 Uhr: Ukrainische Drohnenpiloten des SIGNUM-Bataillons haben mit ihren Drohnen einen russischen Angriff auf Quads auf der Straße zur Siedlung Yampil in der Oblast Donezk vereitelt. Das schreibt Ukrainska Pravda. „Die Gruppe wurde auf der Straße nach Yampil entdeckt. Die Drohnenpiloten des SIGNUM-Bataillons begannen sofort mit der Arbeit. Sie arbeiteten paarweise – klar, ruhig und ohne Chaos. Koordination, Erfahrung und Zusammenhalt führten zum Erfolg. Der Angriff wurde gestoppt. Die feindlichen Streitkräfte wurden vernichtet. Feindliches Material wurde zerstört“, heißt es in einer Erklärung.
Update, 10:25 Uhr: Vor dem Ukraine-Treffen der Koalition der Willigen sind erste Details zu den Plänen durchgesickert. Wie European Pravda berichtet, sollen Verpflichtungen in fünf Punkten eingegangen werden: einen Waffenstillstand und die Überwachung seiner Einhaltung, die Unterstützung der Streitkräfte der Ukraine. Auch soll der Plan den Einsatz multinationaler Streitkräfte auf ukrainischem Territorium vorsehen sowie die Verpflichtungen zu den Maßnahmen der Verbündeten im Falle einer erneuten russischen Aggression gegen die Ukraine. Auf lange Sicht soll es zudem eine langfristige Verteidigungszusammenarbeit geben.
Wie es weiter heißt, sei das Hauptziel des Treffens der Staats- und Regierungschefs, Beschlüsse über mögliche Maßnahmen innerhalb der Koalition der Willigen zu fassen und diese anschließend mit der US-Seite abzustimmen.
Angriffe im Ukraine-Krieg – Russland meldet Tote
Update, 9:45 Uhr: Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. In der Großstadt Twer im Nordwesten Russlands kam dem amtierenden Gouverneur Witali Koroljow zufolge ein Mensch infolge ukrainischer Drohnenangriffe ums Leben, zwei weitere wurden demnach verletzt. Drohnentrümmer seien auf ein mehrstöckiges Wohnhaus gestürzt, woraufhin ein Feuer in einer Wohnung ausgebrochen sei, teilte er mit.
Russische Telegram-Kanäle berichteten unter Berufung auf Augenzeugen außerdem von Explosionen in mehreren Regionen Russlands. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge wurden 129 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim abgewehrt, die meisten davon über den Gebieten Brjansk, Belgorod und Jaroslawl.
Update, 8:58 Uhr: Im Ukraine-Krieg kam es im Verlauf des 5. Januars zu insgesamt 191 Gefechten mit russischen Truppen, 46 davon fanden allein an der Huliaipole-Front statt. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook schrieb, führte Russland zudem 62 Luftangriffe durch, bei denen 185 gelenkte Fliegerbomben abgeworfen und eine Rakete eingesetzt wurden. Ferner kamen 5232 Kamikaze-Drohnen zum Einsatz.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Spezialeinheit bei Saporischschja im Einsatz
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg ist weiter geprägt durch schwere Kämpfe, ein neues Video enthüllt nun heftige Gefechte in Saporischschja. Das Material zeigt die Einheit „Erste Linie“ beim Fronteinsatz. Zu sehen ist die systematische Zerstörung von russischen Stellungen und Schutzräumen. Zudem kommt es immer wieder zu präzisen Drohnenangriffen. Die Kämpfer sind Teil der Spezialeinheit „Tymur“ des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Inmitten der Kämpfe an der Front im Ukraine-Krieg kommt es auch zur Gefangennahme von russischen Kämpfern.
Auch an anderen Fronten des Ukraine-Kriegs kommt es immer wieder zu schweren Gefechten. Wie die Streitkräfte für unbemannte Systeme mitteilten, ist es ihnen im Verlauf der vergangenen sieben Monate gelungen, 168.000 russische Ziele anzugreifen. Russlands Verluste im Ukraine-Krieg werden durch diese Aktionen auf etwa 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Kommando der Einheit teilte mit, dass die ukrainischen Kämpfer in diesem Zeitraum über 832.000 Kampfeinsätze durchgeführt hätten. Sie haben 532 Panzer, rund 2500 Geschütze und Haubitzen, etwa 7700 Fahrzeuge und mehr als 5500 Motorräder getroffen. Drohnenpiloten haben außerdem über 50.000 russische Soldaten getötet.
Während aktuell die Kämpfe im Ukraine-Krieg weiter toben und Russlands Verluste steigen, wird weiter um eine Lösung für einen Ukraine-Frieden gerungen. Die westlichen Unterstützer der Ukraine wollen an diesem Dienstag mit Vertretern der USA in Paris über die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands oder Friedens für das von Russland angegriffene Land beraten. Zu dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen werden Vertreter aus 35 Ländern erwartet, darunter 27 Staats- und Regierungschefs. Unter ihnen ist auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Für die Regierung von Donald Trump sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und Präsidentenschwiegersohn Jared Kushner an den Beratungen teilnehmen. Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wird erwartet, ebenso NATO-Chef Mark Rutte. Bei den Gesprächen der von Frankreich und Großbritannien angeführten Koalition soll es im Detail darum gehen, wie ein Waffenstillstand überwacht und abgesichert werden könnte. Auch über eine angedachte multinationale Truppe zur Absicherung eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine will man sprechen.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Weitere Punkte des Ukraine-Gipfels könnten die Unterstützung der ukrainischen Armee, die langfristige Zusammenarbeit mit der Ukraine beim Thema Verteidigung und die Unterstützung des Landes im Falle neuer Angriffe sein. Aus französischer Sicht ist man sich unter Europäern, den USA und der Ukraine über das Wesentliche einig – nämlich die Sicherheit der Ukraine. Was genau die USA aber zur Wahrung eines Friedens in der Ukraine beisteuern wollen, ist weiterhin unklar.
Laut Kyiv Post sagte Selenskyj am Montag, dass seine Unterhändler im Vorfeld des neuen Ukraine-Gipfels in Paris „rund um die Uhr“ arbeiten würden. Zugleich sprach er über die jüngsten Angriffe durch die Armee von Wladimir Putin. „Luftverteidigung und Unterstützung der Ukraine sind tägliche Aufgaben, und wir müssen jeden Tag Ergebnisse liefern. Neue Entscheidungen werden im Interesse unseres Staates getroffen.“
Während die Koalition der Willigen für neue Ukraine-Verhandlungen zusammenkommt, geht Russland weiter auf Distanz. Der Kreml lehnt eine mögliche Präsenz ausländischer Truppen in der Ukraine ab. Solche Einheiten seien für die russische Armee ein legitimes Angriffsziel, heißt es. Aus Moskauer Sicht ist die Koalition der Willigen ein europäisches Projekt und wird deshalb abgelehnt. Kremlchef Wladimir Putin und seine Führung setzen darauf, Konfliktfragen bilateral mit Trump zu lösen.
Unklar bleibt, welche Fortschritte bei den Ukraine-Gesprächen in Paris erzielt werden können. Auf den Schlachtfeldern des Konflikts steigen derweil Russlands Verluste weiter. Binnen eines Tages hat Putins Armee laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 940 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit steigt die Zahl der gesamten Verluste im Ukraine-Krieg seit Beginn der Kampfhandlungen am 24. Februar 2022 auf etwa 1.213.460 Soldaten. Zudem hat Russland 11.512 Panzer, 23.863 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 35.831 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)