Alle Entwicklungen im Ticker
Ukraine-News: Kiew plant neue Gegenoffensive gegen Putins Truppen
Ukraine und USA verhandeln in Davos. Putin plant, die Drohnenproduktion massiv auszubauen. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.
Update, 5:45 Uhr: Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Ukraine-Krieges weiterführen. „Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen“, schrieb der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow auf Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Kiews Oberbefehlshaber Syrskyj kündigt neue Offensive an
Update, 19. Januar, 5:05 Uhr: Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt. Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals LB.ua. Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle. Schon jetzt seien die Verluste der Russen bei den Kämpfen höher als auf ukrainischer Seite. Der Ukraine sei es gelungen, ihre Verluste weiter zu reduzieren, sagte Syrskyj.
Ukraine-News: Russland fährt Drohnenproduktion hoch
Update, 19:37 Uhr: Russland hat seine Drohnenproduktion massiv hochgefahren und plant den Einsatz von bis zu 1.000 Angriffsdrohnen täglich gegen die Ukraine. Das gab der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi in einem Interview mit dem ukrainischen Nachrichtenportal LB.ua bekannt. Derzeit produziere Russland bereits 404 Shahed-Drohnen verschiedener Typen pro Tag, so Syrskyi weiter. Im Ukraine-Krieg wolle Moskau zudem 2026 mindestens elf neue Divisionen aufstellen und 409.000 Soldaten einziehen. „Der Feind plant, die Produktion erheblich zu steigern, um bis zu 1.000 Drohnen pro Tag einzusetzen“, sagte Syrskyi der Quelle.
Ukraine-News: Russland intensiviert Nutzung von Seehafen in Mariupol
Update, 16:37 Uhr: Russland hat die Nutzung des Seehafens im vorübergehend besetzten Mariupol intensiviert und stellt dies als „Wiederaufbau“ dar. Laut Ukrinform erklärte der ukrainische Auslandsgeheimdienst auf seiner Website: „Tatsächlich handelt es sich um eine illegale Aneignung ukrainischer Infrastruktur und deren Integration in das Logistiksystem des Aggressorstaates.“
Gleichzeitig ersetze Russland ukrainische Standards durch russische und hebe damit die ukrainische Gerichtsbarkeit auf. Die Entscheidung, den Hafen für ausländische Schiffe zu öffnen, sei ein Versuch, den Anschein von „Legalität“ zu erwecken und Sanktionen zu umgehen. Geplant sind die Vertiefung des Kanals und der Ausbau des Güterumschlags, was die Absicht bestätigt, Mariupol zu einem wichtigen Logistikzentrum für die vorübergehend besetzten Gebiete auszubauen.
Grönland: Moskau hofft auf Spaltung der transatlantischen Beziehungen durch NATO-internen Konflikt
Update, 13:34 Uhr: Russland sieht in Donald Trumps Grönland-Ansprüchen eine Chance zur Schwächung der westlichen Ukraine-Unterstützung. Moskau hofft laut Experten auf eine Spaltung der transatlantischen Beziehungen durch den NATO-internen Konflikt.
„Manche Russen hoffen, dass die US-Ansprüche die transatlantischen Beziehungen weiter spalten“, erklärte Russland-Expertin Hanna Notte. Der Außenpolitiker Grigori Karassin aus Moskau äußerte die Hoffnung, dass „die paranoide politisch-militärische Unterstützung der ‚Koalition der Willigen‘ für Wolodymyr Selenskyj in den Hintergrund rückt“. Putin könnte von der Ablenkung der westlichen Verbündeten profitieren.
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Update, 12:03 Uhr: Die Ukraine hat nach russischen Angaben Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in den besetzten Gebieten durchgeführt und dabei mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom gelassen. Wegen eines „feindlichen Angriffs“ seien in weiten Teilen der Region Saporischschja sowie in 14 Städten und 450 Dörfern in der Region Cherson die Lichter ausgegangen, erklärten die von Moskau eingesetzten Regionalgouverneure.
Russland selbst greift die ukrainische Energieversorgung seit Wochen massiv an – Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits am Freitag (16. Januar) den Energie-Notstand für die Hauptstadtregion ausgerufen, nachdem russische Angriffe mit 201 Drohnen zwei Todesopfer gefordert hatten.
Ukraine-News: Russische Drohnenangriffe in der Nacht kosten zwei Menschen das Leben
Update, 11:15 Uhr: Bei einem massiven russischen Drohnenangriff auf die Ukraine sind in der Nacht zwei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff mit mehr als 200 Drohnen auf mehrere Regionen, darunter Charkiw und Odessa, wie Reuters berichtet.
Im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja sind nach einem ukrainischen Gegenschlag mehr als 200.000 Menschen ohne Strom, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur mit. In der gesamten Region herrschen derzeit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.
Ukraine-News: Russische Drohne tötet 20-Jährige bei Angriff auf Privathaus
Update, 10:10 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf Charkiw – die zweitgrößte Stadt der Ukraine – ist eine 20-jährige Frau getötet worden. Sie sei nach den vorliegenden Informationen durch einen Drohnenangriff auf ein privates Haus gestorben, erklärte der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, auf Telegram. Regionalgouverneur Oleh Synehubow erklärte später, das Opfer sei erst 20 Jahre alt gewesen.
Ukraine-News: Russland-Armee feuert in der Nacht mehr als 200 Drohnen ab
Update, 9:18 Uhr: In der Nacht zu Sonntag (18. Januar) hat die russische Armee die Ukraine mit etwa 201 Drohnen angegriffen. 167 von ihnen konnte die ukrainische Luftwaffe nach eigenen Angaben abwehren. Dennoch trafen 30 Kampfdrohnen etwa 15 Ziele, hieß es. Aktuell befänden sich noch mehrere russische Drohnen im ukrainischen Luftraum.
Ukraine-News: Aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg
Update, 8:45 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Binnen eines Tages wurden etwa 830 russische Soldaten in den Gefechten entweder getötet oder verletzt. Damit steigt ihre Gesamtzahl seit Kriegsbeginn auf etwa 1.226.420, wie der ukrainische Generalstab auf Facebook mitteilte.
Ukraine-News: Geheimdienst warnt vor russischem Schlag gegen Atomkraftwerke
Update, 18. Januar, 7:11 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst (GUR) warnt, dass Russland einen Angriff auf Umspannwerke ukrainischer Atomkraftwerke erwäge, „um die Ukraine zur Unterzeichnung inakzeptabler Kapitulationsforderungen zur Beendigung des Krieges zu zwingen“. Das berichtet die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf einen GUR-Facebook-Eintrag.
GUR betonte außerdem, Moskau plane im Rahmen einer Kampagne auch, die Einschüchterung europäischer Länder und des Westens im Allgemeinen zu verstärken, um die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben, hieß es.
Update, 22:10 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben von Kiews Generalstab im Ukraine-Krieg eine russische Nebo-U-Radarstation und ein selbstfahrendes Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 auf der russisch besetzten Krim angegriffen. Zudem meldete der ukrainische Generalstab laut Ukrainska Pravda, dass Kiews Streitkräfte in der Nähe der Stadt Donezk ein russisches Drohnenlager getroffen haben sollen. „Das Ausmaß der Schäden wird derzeit bestätigt. Wir machen weiter damit, den Feind und seine Fähigkeiten auszuschalten. Es wird noch mehr kommen“, heißt es in einer Erklärung des Generalstabs.
News im Ukraine-Krieg: Kiew weist russischen Bericht über Vormarsch zurück
Update, 20:31 Uhr: Das ukrainische Militär weist russische Darstellungen einer Einnahme des Ortes Prywillja in der ukrainischen Region Donezk im Ukraine-Krieg zurück. Nach Angaben der Militärgruppe „Ost“ auf Facebook sei der Ort nach wie vor unter der Kontrolle ukrainischer Streitkräfte, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Zudem heißt es in dem Beitrag, dass ukrainische Einheiten nach wie vor in der Region Pokrowsk-Myrnohrad aktiv seien. Russland erleide dort erhebliche Verluste.
News im Ukraine-Krieg: Selenskyj rechnet mit weiteren Angriffen auf Energie-Sektor
Update, 17:02 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet im Ukraine-Krieg mit weiteren russischen Angriffen auf den Energiesektor seines Landes. Von russischer Seite sehe man keine Bereitschaft, den Krieg zu beenden, schreibt Selenskyj in einem Post auf der Online-Plattform X: „Stattdessen gibt es zahlreiche Informationen über Vorbereitungen für weitere russische Angriffe auf unseren Energiesektor und unsere Infrastruktur, einschließlich Anlagen und Netze, die unsere Kernkraftwerke versorgen“, erklärt Selenskyj nach einem Bericht des Leiters des Verteidigungsnachrichtendienstes Oleh Ivashchenko.
Gespräche über Ende des Ukraine-Kriegs: Kiew-Delegation in den USA angekommen
Update, 16:16 Uhr: Ukrainische Unterhändler sind zu den angekündigten Gesprächen über den Ukraine-Krieg in den USA eingetroffen. Das teilte Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, auf Telegram mit. Das Treffen soll in Miami im US-Bundesstaat Florida stattfinden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei die Hauptaufgabe der ukrainischen Delegation, „ein vollständiges und genaues Bild davon zu vermitteln, was die russischen Angriffe anrichten“.
In einem Post auf der Plattform X schreibt er: „Zu den Folgen dieses Terrors gehört auch die Diskreditierung des diplomatischen Prozesses.“ Die US-Seite müsse dies verstehen. Zudem seien Fortschritte bei den Dokumenten erforderlich, an denen derzeit gearbeitet werde: „Die Ukraine war nie ein Hindernis für den Frieden und wird es auch nie sein. Nun liegt es an unseren Partnern zu entscheiden, ob die Diplomatie vorankommt.“
Ukraine-News: Neue Verhandlungen zwischen Washington und Kiew
Erstmeldung vom 17. Januar: Kiew/Moskau – Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine für ein Ende des Ukraine-Kriegs werden heute in Miami fortgesetzt. Dabei stehen ukrainischen Angaben zufolge vorwiegend Sicherheitsgarantien und die langfristige ökonomische Entwicklung des kriegsgebeutelten Landes im Fokus. Washington versucht seit Monaten, ein Friedensabkommen zwischen den Kriegsgegnern zu vermitteln, doch bei grundsätzlichen Fragen wie einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine und russischen Gebietsansprüchen sind die Positionen Moskaus und Kiews weit voneinander entfernt.
Die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, kündigte auf Facebook an, bei dem heutigen Treffen mit US-Vertretern solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum „wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine“ mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einer Unterzeichnung kommen.
Neue Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs
Zur ukrainischen Delegation gehören der Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, der Leiter des Präsidentenbüros, Kyrylo Budanow, und der Chef der Parlamentsfraktion der Präsidentenpartei Diener des Volkes, David Arachamija. Medienberichten zufolge sollen auf amerikanischer Seite der US-Sondergesandte Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dabei sein.
Eine russische Teilnahme an den Verhandlungen ist nicht geplant. Erwartet wird jedoch bald eine Reise von US-Unterhändlern nach Moskau. Am Donnerstag hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow deutlich gemacht, Russland hoffe auf einen baldigen Besuch der US-Unterhändler Witkoff und Kushner für Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Die amerikanische Seite spricht einerseits mit der Ukraine und europäischen Verbündeten, andererseits mit Moskau. Direkte Friedensverhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien gibt es derzeit nicht.
Parallel zu den diplomatischen Bemühungen warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung vor neuen massiven russischen Luftangriffen im Ukraine-Krieg. In seiner abendlichen Videobotschaft betonte er: „Heute wurden den Luftabwehr-Einheiten und dem Militär besondere Aufgaben zugewiesen. Unser Geheimdienst berichtet, dass Russland neue großangelegte Angriffe vorbereitet.“
Die Sicherheitslage verschärft sich zusätzlich durch die extremen Wetterbedingungen. In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Kiew, wo es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt. (red)
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