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Verluste im Ukraine-Krieg
Verluste von Russland im Ukraine-Krieg: Aktuelle Details zu Opferzahlen
Der Ukraine-Krieg fordert von Russland enorm hohe Verluste. Ist Putin deshalb vielleicht doch offener für ein Abkommen als öffentlich bekannt?
Moskau – Russland verzeichnet enorm hohe Verluste im Ukraine-Krieg. Seit Februar 2022 habe es schätzungsweise mehr als 1,1 Millionen russische Tote und Verwundete gegeben, erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Dezember bei einer Rede in Berlin. Im Jahr 2025 lag die Zahl der russischen Verluste demnach bei durchschnittlich 1200 Soldaten pro Tag.
Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg sind hoch. Ein Denkmal auf der „Allee des Ruhms“ auf einem riesigen Soldatenfriedhof in Kostroma zeigt einen Soldaten vor den Buchstaben Z und V – den taktischen Abzeichen russischer Truppen im Ukraine-Krieg.
Das scheint sich auch auf die Verhandlungen für ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs auszuwirken. So wird laut Deutscher Presse-Agentur aus US-Verhandlungskreisen berichtet, dass der russische Präsident Wladimir Putin sich hinter verschlossenen Türen offener für ein Abkommen zeigt als in der Öffentlichkeit. Grund dafür sollen demnach auch die anhaltend großen Verluste auf dem Schlachtfeld sein. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint.
Verluste von Russland im Ukraine-Krieg: Kiew meldet jeden Tag neue Zahlen
Die Angaben über gefallene und verletzte Soldaten gelten als wichtige Größe im Informationskrieg. Wie hoch die russischen Verluste im Ukraine-Krieg tatsächlich sind, ist aber offen. Allerdings nennt Kiew täglich neue Zahlen. Nach den Angaben des ukrainischen Generalstabs hat Russland seit dem Angriff am 24. Februar 2022 bereits deutlich mehr als eine Million Soldaten verloren. Die Millionenmarke wurde demnach bereits im Juni überschritten.
„Das ist der Preis, den Putin und die ihm Gleichen für ihre kranken geopolitischen Fantastereien zu bezahlen bereit sind“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj damals. „Russland macht sich nichts aus solchen menschlichen Verlusten.“ Die Daten der Ukraine lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Als sicher gilt, dass beide Seiten die eigenen Verluste herunterspielen und die gegnerischen aufblähen. Die aktuellen Daten des ukrainischen Generalstabs lauten wie folgt (Stand: 18. Januar):
Soldaten: 1.226.420 (+830 zum Vortag)
Panzer: 11.571 (+5)
Gepanzerte Kampffahrzeuge: 23 919 (+5)
Artilleriesysteme: 36.294 (+33)
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Russland nennt keine Zahlen über eigene Verluste im Ukraine-Krieg
Was ist über die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg bekannt? Nur ein einziges Mal während des Konflikts hat Russland überhaupt eine eindeutige Angabe zu den eigenen Verlusten gemacht. Im September 2022 sprach das Verteidigungsministerium von 5937 eigenen Gefallenen. Die Zahl dürfte vermutlich weit untertrieben gewesen sein. Darauf deuten laut einem Bericht der New York Times auch geleakte US-Geheimdienstdokumente aus dem April 2023 hin. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB ging demnach davon aus, „dass die tatsächliche Zahl der im Kampf verwundeten und getöteten Russen eher bei 110.000 lag“.
Eine weitere Aussage zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg gibt es auch von Jewgeni Prigoschin. Der einstige Chef der Wagner-Gruppe erklärte im Mai 2023, seine Söldnertruppe habe bis zum 25. Mai 2023 mehr als 20.000 Mann verloren. Später behauptete er, bis Ende Juni 2023 seien rund 120.000 russische Soldaten im Kampf gefallen. Prigoschin beschuldigte das Verteidigungsministerium, die tatsächlichen Opferzahlen bewusst zu verschleiern. Wenig später starb der ehemalige Putin-Koch bei einem Flugzeugunglück.
Verluste von Russland im Ukraine-Krieg – ein Überblick
Russlands Verluste
Quelle
264.300 bis 374.900 Tote
BBC News
156.161 Tote (verifiziert)
BBC News und Mediazona
1.140.000 Tote und Verwundete
Britischer Geheimdienst
984.000 bis 1.438.000 Tote und Verwundete
The Economist
Verluste von Russland im Ukraine-Krieg: Analyse verifiziert tote Soldaten
Genaue Zahlen zu den russischen Opfern tragen unterdessen der russischsprachige Dienst der BBC und das unabhängige russische Nachrichtenportal Mediazona zusammen. Bisher konnten demnach mehr als 156.000 gefallene Soldaten mit Namen verifiziert werden. Diese Zahlen basieren auf frei verfügbaren Quellen. Dazu gehören Beiträge von Angehörigen in sozialen Netzwerken, regionale Medienberichte und offizielle Bekanntmachungen örtlicher Verwaltungen.
Der britische Sender betonte zudem, dass die realen Verluste deutlich höher sein dürften: „Fachleute, die wir befragt haben, gehen davon aus, dass unsere Analyse russischer Friedhöfe, Kriegsdenkmäler und Nachrufe zwischen 45 und 65 Prozent der tatsächlichen Opferzahl ausmacht.“
Verluste der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die eigenen Verluste im Februar 2025 auf 45.100 Gefallene. 390.000 Soldaten seien verletzt worden, sagte er in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Nach Schätzungen westlicher Geheimdienste sind allerdings sehr viel mehr ukrainische Soldaten bisher im Ukraine-Krieg gefallen: Es ist von bis zu 100.000 Toten die Rede. Das Internetprojekt UA Losses hat allein anhand öffentlicher Quellen und Daten im Netz mehr als 87.000 Namen toter ukrainischer Soldaten gezählt. Zehntausende werden demnach vermisst.
Britische Quellen ermitteln Verluste von Russland im Ukraine-Krieg
Eine Untersuchung der Wochenzeitung The Economist, die sich auf Satellitendaten und „mehr als 200 glaubwürdige Schätzungen der Opferzahlen westlicher Regierungen und unabhängiger Forscher“ stützt, kam im Oktober 2025 zu dem Ergebnis, dass die Gesamtzahl der russischen Verluste seit Anfang 2025 um 60 Prozent zugenommen hat. Zudem entspreche die Zahl der gefallenen russischen Soldaten 0,5 bis 1,2 Prozent der männlichen Bevölkerung Russlands unter 60 Jahren vor Kriegsausbruch.
Einem Bericht des britischen Geheimdienstes vom 14. Oktober 2025 zufolge hatte die russische Opferrate im Dezember 2024 mit durchschnittlich 1570 Verlusten pro Tag ihren Höchststand erreicht. Danach ging sie allmählich zurück, ehe sie im Herbst 2025 wieder stetig anstieg. Mittlerweile hat Russland wieder mehr als 1000 Opfer pro Tag zu beklagen. (Quellen: Ukrainischer Generalstab, BBC News, Mediazona, The Economist, UK-Geheimdienst, NY Times, dpa) (cs)