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US-Präsident geht leer aus
Trump geht bei Friedensnobelpreis leer aus: Kritik aus dem Weißen Haus – „Politik über Frieden“
Das Nobelkomitee in Oslo hat entscheiden: Der Friedensnobelpreis 2025 geht an María Corina Machado. Donald Trump muss sich dagegen weiter gedulden.
Update, 17:35 Uhr: Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado widmete die Ehrung „dem leidenden Volk Venezuelas“ und US-Präsident Donald Trump. Auf X erklärte Machado: „Diese Anerkennung des Kampfes aller Venezolaner ist ein Ansporn, unsere Aufgabe zu Ende zu bringen: die Freiheit zu erringen.“
Venezuela befinde sich „kurz vor dem Sieg“ und setze „mehr denn je auf Präsident Trump, die Menschen der Vereinigten Staaten und Lateinamerikas sowie die demokratischen Nationen der Welt“ als entscheidende Unterstützer. Weiterhin betonte die Venezolanerin: „Ich widme diesen Preis dem leidenden Volk Venezuelas und Präsident Trump für seine entschlossene Unterstützung unserer Angelegenheit.“
Weißes Haus kritisiert Vergabe des Friedensnobelpreises – „vor Jahren gestorben“
Update, 16:55 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich bislang nicht zu der Vergabe des Friedensnobelpreises geäußert. Dafür melden sich Beamte aus dem Weißen Haus zu Wort. Nach dem Kommunikationsdirektor Steven Cheung hat auch Trumps Sondergesandter für Sondermissionen der Vereinigten Staaten, Richard Grenell, auf X gegen den Nobelpreis ausgeteilt. „Der Friedensnobelpreis ist vor Jahren gestorben“, so Grenell auf der Online-Plattform.
Update, 15:35 Uhr: Das Weiße Haus hat scharfe Kritik am Nobelpreiskomitee geübt, nachdem der Friedensnobelpreis an die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado verliehen wurde. Kommunikationsdirektor Steven Cheung erklärte, das Komitee stelle „Politik über Frieden“ und die Auszeichnung stehe eigentlich Donald Trump zu. „Präsident Trump wird weiterhin Friedensabkommen schließen, Kriege beenden und Leben retten“, schrieb Cheung in einem Beitrag auf X. Der 79-jährige US-Präsident behauptet, seit Januar acht Kriege beendet zu haben – eine Darstellung, die Beobachter als stark übertrieben einordnen.
Machado erhält Friedensnobelpreis 2025 – auch Trump nannte sie „Freiheitskämpferin“:
Update, 14:44 Uhr: Der Friedensnobelpreis im Jahr 2025 geht an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado. US-Präsident Donald Trump, der sich seit seinem Amtsantritt lautstark selbst ins Spiel für die Auszeichnung gebracht hatte, geht zumindest in diesem Jahr leer aus. Die Wahl des Komitees dürfte Trump aber immerhin zusagen. Der Republikaner lobte Machado im Januar 2025 in einem Beitrag auf Truth Social.
Machado vertrete friedvoll die „Stimmen und den Willen des venezolanischen Volks“ schrieb Trump mit Blick auf Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Nicolás Maduro. „Diese Freiheitskämpfer dürfen nicht zu Schaden kommen und müssen sicher und am Leben bleiben“, forderte Trump damals mit Blick auf Machado und den offiziell unterlegenen Präsidentschaftskandidaten der Opposition, Edmundo González.
Maduro regiert Venezuela seit 2013 autoritär und steht immer wegen Wahlfälschungen in der Kritik. Nachdem die offiziellen Wahlbehörden des Landes einen knappen Sieg für Maduro bei der Präsidentschaftswahl 2024 verkündet hatten, zweifelte die US-Regierung das Ergebnis an und bezeichnete González als Wahlsieger. Friedensnobelpreisträgerin Machado, die eigentliche Anführerin der Opposition, konnte nicht selbst kandidieren, nachdem ihr im Juli 2023 die Ausübung öffentlicher Ämter für 15 Jahre verboten wurde.
María Corina Machado erhält Friedensnobelpreis 2025: Merz gratuliert
Update, 13:34 Uhr: Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado zur Verleihung des Friedensnobelpreises gratuliert. „Demokratie lebt vom Mut Einzelner“, schrieb Merz auf X und würdigte Machados „unermüdlichen“ Kampf für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Venezuela.
Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) lobte Machado als „Stimme für Freiheit weltweit“. Das norwegische Nobelkomitee zeichnete die Widersacherin von Präsident Nicolás Maduro für ihren Einsatz für demokratische Rechte und einen friedlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie aus.
Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik
Trump geht leer aus: Friedensnobelpreis für venezolanische Oppositionsführerin Machado
Update, 11:00 Uhr: Der Friedensnobelpreis 2025 geht an die venezolanische Politikerin María Corina Machado. Das gab das Nobelkomitee in Oslo am Vormittag bekannt. Der Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes, würdigte Machado als „mutige und engagierte Verfechterin des Friedens“, die „die Flamme der Demokratie in einer zunehmenden Dunkelheit am Brennen hält“. Die venezolanische Oppositionsführerin Machado gilt als entschiedene Widersacherin des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro.
US-Präsident Donald Trump, der von dem Preis geradezu besessen ist, ging dieses Jahr dagegen leer aus. Friedensforscher glaubten vorab nicht an eine Preisvergabe an Trump – auch weil ihrer Ansicht nach keiner der sieben von ihm genannten Konflikte wirklich nachhaltig gelöst worden ist. Auch bei Trumps Plan für Gaza ist trotz des Durchbruchs unklar, ob er dauerhaften Frieden bringen wird. Gegen Trump sprach außerdem die Nominierungsfrist: Die lief Ende Januar ab – zu dem Zeitpunkt war Trump erst elf Tage offiziell im Amt.
Norwegen befürchtet Konsequenzen, wenn Donald Trump den Friedensnobelpreis 2025 nicht erhält
Update, 10:15 Uhr: Norwegen wappnet sich für mögliche Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den USA und Norwegen, falls der Friedensnobelpreis nicht an Donald Trump geht. Kirsti Bergstø, Vorsitzende der norwegischen Sozialistischen Linkspartei und deren außenpolitische Sprecherin, sagte laut Guardian, Oslo müsse „auf alles vorbereitet sein“. Das Nobelkomitee sei ein unabhängiges Gremium, die norwegische Regierung sei an der Preisvergabe nicht beteiligt. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob Trump das weiß“, so Bergstø.
Unterdessen spekulierte der Zeitungskolumnist und Analyst Harald Stanghelle, dass Trumps Vergeltung – falls es dazu käme – in Form von Zöllen, Forderungen nach höheren NATO-Beiträgen oder sogar der Erklärung Norwegens zum Feind erfolgen könnte. Sollte Trump doch gewinnen, wäre dies die „größte Überraschung in der Geschichte des Friedensnobelpreises“.
Friedensnobelpreis 2025 für Donald Trump? Entscheidung fiel schon am Montag
Update, 10. Oktober, 08:30 Uhr: US-Präsident Donald Trump wird den Friedensnobelpreis 2025 wohl nicht erhalten, obwohl er wiederholt Anspruch darauf erhoben und zuletzt auf die Gaza-Waffenruhe verwiesen hatte. Wie das norwegische Nobelpreiskomitee mitteilte, wurde die Entscheidung über den diesjährigen Preisträger jedoch bereits vor der Einigung im Gazastreifen getroffen. Die letzte entscheidende Sitzung des fünfköpfigen Komitees fand am Montag statt, bevor der diplomatische Durchbruch verkündet wurde.
Trump, der sich rühmt, seit seiner Vereidigung im Januar mehrere Kriege beendet zu haben und eine Nicht-Ehrung als „Beleidigung“ für die USA bezeichnete, konnte somit seinen jüngsten außenpolitischen Erfolg nicht mehr in die Bewertung einbringen. Der neue Friedensnobelpreisträger wird um 11 Uhr bekanntgegeben.
Update, 10. Oktober, 5:20 Uhr: Noch weiß keiner, wer ihn bekommt, aber einer will ihn ganz besonders gerne haben: In der norwegischen Hauptstadt Oslo wird heute verkündet, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis erhält. Um 11.00 Uhr wird das norwegische Nobelkomitee das Geheimnis lüften, wem es den renommiertesten politischen Preis diesmal zuspricht. Kurz nach der Bekanntgabe des Durchbruchs bei den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der islamistischen Hamas zur Beendigung des Gaza-Kriegs hält sich US-Präsident Donald Trump mehr denn je für prädestiniert, als Friedensstifter geehrt zu werden.
Trumps Lieblingstrophäe: Friedensnobelpreis wird heute vergeben
Erstmeldung: Washington, D. C./Oslo – US-Präsident Donald Trump hat nach der Einigung zwischen Israel und der Hamas auf eine Waffenruhe im Gazastreifen seine Ambitionen auf den Friedensnobelpreis bekräftigt. Doch trotz des jüngsten diplomatischen Erfolgs bleiben seine Chancen auf die prestigeträchtige Auszeichnung ungewiss. Der neue Preisträger soll am Freitag (10. Oktober) in Oslo bekanntgegeben werden.
Die Nachricht über den Durchbruch in den Gaza-Gesprächen erreichte Trump während eines Treffens mit konservativen Influencern im Weißen Haus. Außenminister Marco Rubio steckte dem Präsidenten einen Zettel zu, auf dem stand: „Sehr nah dran“. Und: Trump solle den Deal als Erster auf seiner Plattform Truth Social bekanntgeben. Etwa zwei Stunden später verkündete der US-Präsident die Abmachung tatsächlich online.
„Friedensnobelpreis verdient“ – Trump nach Gaza-Deal unter Favoriten für Verleihung in Oslo?
Der israelische Staatspräsident Isaac Herzog dankte Trump umgehend für seine Vermittlertätigkeit im Israel-Krieg und erklärte: „Es besteht kein Zweifel, dass er dafür den Friedensnobelpreis verdient hat.“ Das von Trump vermittelte Abkommen sieht vor, dass alle im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln freigelassen werden und Israel in der ersten Phase des US-Friedensplans seine Truppen auf eine vereinbarte Linie zurückzieht.
Für Trump selbst ist das der letzte Beweis dafür, dass er des Friedensnobelpreises würdig ist. Bei der UN-Vollversammlung in New York prahlte er zuletzt, seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 sieben Kriege beendet zu haben. „Jeder sagt, dass ich den Friedensnobelpreis für jede einzelne dieser Errungenschaften bekommen sollte“, so der US-Präsident.
Hat Trump sieben Kriege beendet? Experten sehen Chancen auf Friedensnobelpreis skeptisch
Doch Friedensexperten sehen Trumps Chancen skeptisch. Karim Haggag, Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, betont zu Trumps Bemühungen für den Frieden: „Bei all diesen sehr komplexen Konflikten sind sicherlich Versuche zu erkennen, eine gewisse Übereinkunft oder Verständigung zu erzielen, aber das ist noch lange kein Frieden oder ein Abkommen, das eine langfristige Beilegung des Konflikts herbeiführt.“ Ein Nobelpreis für Trump ließe sich auf dieser Basis nach Haggags Einschätzung nur schwer rechtfertigen.
Der Friedensnobelpreis 2025
Bekanntgabe der Gewinner
Freitag, 10. Oktober 2025, 11 Uhr
Zeitpunkt der Verleihung
10. Dezember 2025
Vergabeort
Oslo, Norwegen
Nominierte
338 (244 Einzelpersonen, 94 Organisationen)
Gewinner 2024
Japanische Organisation Nihon Hidankyo den Preis für ihre Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt
Stattdessen empfehlen Friedensforscher, den Blick auf andere, oft übersehene Konflikte zu richten. „Ich würde mich dafür aussprechen, den Preis an diejenigen zu vergeben, die ich als die vergessenen Friedensstifter vor Ort in den vergessenen Konflikten der Welt bezeichnen würde“, sagt Haggag . Er verweist dabei auf lokale Friedensstifter und Aktivisten in Ländern wie dem Sudan, die unermüdlich an Vermittlung und Versöhnung arbeiten.
Trump macht sich Hoffnungen - das sind die potenziellen Preisträger für Friedensnobelpreis 2025
Tatsächlich steht beim Wettanbieter Polymarket die „Sudan Emergency Response Rooms“ auf Platz 1 der Wetten auf den Gewinner des Friedensnobelpreises 2025. Dies ist ein Netzwerk lokaler Suppenküchen, die den allerärmsten im kriegsgebeutelten Sudan helfen. 32 Prozent wetten darauf, dass die Initaitve den Preis erhält, auf Donald Trump als Preisträger wetten dagegen nur sechs Prozent.
Andere Kandidaten auf den Friedensnobelpreis sind das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR) der OSZE. Bei Wettbüros werden darüber hinaus noch Einzelpersonen wie die syrische Friedensaktivistin Abir Hadsch Ibrahim, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Julia Nawalnaja, die Witwe des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalny, als Favoriten gehandelt.
Hindernis für Trumps Nobelpreis-Ambitionen liegt im Zeitpunkt des Amtsantritts
Ein weiteres Hindernis für Trumps Nobelpreis-Ambitionen könnte der Zeitpunkt seiner Amtsübernahme sein. Die Nominierungsfrist für den diesjährigen Preis endete bereits am 31. Januar 2025, nur anderthalb Wochen nach Trumps Vereidigung als US-Präsident. Es ist daher fraglich, ob er überhaupt unter den 338 nominierten Personen und Organisationen ist.
Das norwegische Nobelkomitee hält seine Entscheidung traditionell streng geheim. Die letzte Sitzung des Komitees fand bereits am Montag (6. Oktober) statt – also auch noch vor der Bekanntgabe des Gaza-Deals. „Die letzten Weichen wurden am Montag gestellt, aber wir geben niemals bekannt, wann das Nobelkomitee seine Entscheidung trifft“, erklärte Komiteesprecher Erik Aasheim.
Friedensnobelpreis für Trump? 2026 könnte bei Frieden in Gaza sein Traum wahr werden
Sollte sich Trumps Friedensplan für den Nahen Osten als nachhaltig erweisen, könnte der US-Präsident durchaus als Favorit für den Friedensnobelpreis im nächsten Jahr gelten, schreiben Beobachter. Für die diesjährige Verleihung scheinen seine Chancen jedoch gering zu sein, trotz des jüngsten diplomatischen Erfolgs im Gazastreifen. Die Welt wird am Freitag um kurz nach 11 Uhr erfahren, wer in diesem Jahr mit dem wohl wichtigsten politischen Preis der Erde ausgezeichnet wird. (Quellen: AFP, dpa, Polymarket, t-online) (smu)