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Nervosität nach Alaska-Gipfel

Trump-Favorit soll Selenskyj im Oval Office beistehen

Europas Verbündete befürchten eine Trump-Putin-Vereinbarung. Zur Rückendeckung für Selenskyj mobilisieren sie einen Vertrauten des US-Präsidenten.

Washington, D.C. – Nach dem umstrittenen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska rüsten sich die europäischen Verbündeten für das nächste diplomatische Kräftemessen in Washington. Um das Treffen von Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag zu stabilisieren, soll ein Mann ins Spiel gebracht werden, dem Trump vertraut: Finnlands Präsident Alexander Stubb.

Trump-Vertrauter Stubb reist mit Selenskyj nach Washington und soll vermitteln

Laut Politico planen europäische Diplomaten, Stubb an die Seite Selenskyjs zu entsenden. Er gilt als einer von Trumps bevorzugten Gesprächspartnern und könnte helfen, Spannungen im Oval Office zu vermeiden und Trump davon zu überzeugen, Europa in weitere Gespräche rund um den Ukraine-Krieg einzubeziehen.

Der Hintergrund: Trumps Treffen mit Putin in Alaska brachte weder einen Durchbruch noch klare Zusagen, sondern nährte bei den Europäern die Sorge, dass der US-Präsident zu viele Argumente des Kremlchefs übernimmt. Camille Grand, ehemaliger Nato-Spitzenbeamter, erklärte gemäß Politico: „Es ist klar, dass das Ergebnis des Alaska-Gipfels in Europa Besorgnis ausgelöst hat, da Trump einen großen Teil von Putins Argumenten übernommen zu haben scheint.“

Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich in Alaska zum Gipfel. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich im US-Bundesstaat Alaska zum Gipfel in Sachen Ukraine-Krieg. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.  © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson + IMAGO / Anadolu Agency + IMAGO / ITAR-TASS
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska.
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska. © dpa/FR596 AP | Luis M. Alvarez
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen.
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen.
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt.
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor.
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor. © IMAGO / SNA
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska.
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska. © IMAGO/Hasan Akbas/Anadolu Agency
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander.
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander. Trump soll ihm laut US-Medien dort sogar kurz applaudiert haben. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück.
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One.
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut.
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen.
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen.
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff.
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.).
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.). © IMAGO/Kremlin Press Office
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement.
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement. © dpa/AP | Jae C. Hong
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio.
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska.
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska. © dpa/AP | Jae C. Hong
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“.
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“. © dpa/XinHua | Wu Xiaoling
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden.
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden. © Wu Xiaoling/dpa/AP
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus.
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen.
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz.
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz. © IMAGO/Gavriil Grigorov
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder.
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Treffen von Trump und Putin.
Putin legt nach dem Treffen mit Trump Blumen an den Gräbern sowjetischer Soldaten nieder, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Nationalfriedhof Fort Richardson in Alaska begraben wurden. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets.
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov

Nach Alaska-Gipfel soll Streit zwischen Trump und Selenskyj zur Ukraine vermieden werden

Stubb soll nun als „Brücke“ wirken. Ziel sei es, Konflikte zwischen Trump und Selenskyj zu vermeiden und Washington stärker in ein europäisch abgestimmtes Vorgehen einzubinden. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte, der als enger Trump-Kontakt gilt, könnte nach Washington reisen, hieß es aus Diplomatenkreisen.

Wie am Sonntag (17. August) bekannt wurde, sollen außerdem der deutsche Kanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanual Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Selenskyj nach Washington begleiten.

Stubb gilt als Liebling von Trump innerhalb der EU – auch Merz und Macron reisen in USA

Dass Stubb überhaupt eine solche Rolle spielen kann, liegt an einer ungewöhnlichen persönlichen Verbindung. Der finnische Präsident hat sich in den vergangenen Monaten über Golfspiele und häufige Telefonate das Vertrauen Trumps erarbeitet. „Er ist ein sehr guter Spieler“, lobte Trump den Finnen nach einer gemeinsamen Runde, wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet.

Alexander Stubb selbst betonte, er könne „klar kommunizieren, was die Europäer oder Selenskyj denken – und dann Trump erklären, wie er wiederum gesehen wird“. Dass gerade ein Präsident eines kleinen Landes wie Finnland Zugang zu Trump findet, erklären europäische Diplomaten damit, dass Trump oft weniger Misstrauen gegenüber kleineren Partnern habe.

Wolodymyr Selenskyj (links) reist am Montag nach Washington, wo er auf Donald Trump trifft – voraussichtlich begleitet von Alexander Stubb, einem Mann und Golf-Enthusiasten, zu dem der US-Präsident ein gutes Verhältnis zu haben scheint.

Schwierige Ausgangslage für Selenskyj vor Treffen mit Trump zum Ukraine-Krieg

Für Selenskyj steht beim Besuch in Washington viel auf dem Spiel. Nach dem Alaska-Gipfel mit Putin erklärte Trump, er setze nicht länger auf ein sofortiges Waffenstillstandsabkommen im Ukraine-Krieg, sondern auf ein „direktes Friedensabkommen“. Dies entspricht freilich Putins Linie, der nie an einer reinen Feuerpause interessiert war.

In einem Telefonat mit Trump, an dem auch europäische Spitzenvertreter teilnahmen, habe Selenskyj die russischen Darstellungen über Geländegewinne zurückgewiesen. Doch Trump, schreibt Axios, habe klar gemacht, dass er es für Sache der Ukraine halte, „den Deal zu machen“. Für Kiew ist das ein gefährliches Signal, denn Moskau könnte während laufender Gespräche weiter militärisch Druck ausüben.

Wichtiger Draht der EU zu Trump: Wer ist Alexander Stubb?

Das ist Finnlands Präsident Alexander Stubb
NameCai-Göran Alexander „Alex“ Stubb
AmtPräsident Finnlands seit 1. März 2024; in Stichwahl mit gut 51 % gewählt
Geboren1. April 1968 in Helsinki
Politische Laufbahn2004–2008 EU-Abgeordneter, 2008–2011 Außenminister, 2014–2015 Premierminister, später u.a. Finanzminister; seit 2024 Präsident
ParteiKonservative Nationale Sammlungspartei (KOK) – pro-EU, pro-Nato
USA-BezugStudium an der Furman University (South Carolina) mit Golf-Stipendium, Abschluss BA; Mitglied des finnischen Golf-Nationalkaders
SportlichesPassionierter Triathlet, Ironman-Finisher; Sport prägt seinen Lebensstil
Russland-ErfahrungFamilie teils aus Gebieten, die Finnland nach 1940 an die Sowjetunion abtreten musste; prägt seine harte Haltung gegenüber Moskau
SprachenMindestens fünf: Finnisch, Schwedisch, Englisch, Deutsch, Französisch

Europäische Regierungschefs nach Putin-Trump-Treffen in Alaska im Krisenmodus

Um Selenskyjs Position zu stärken, wollen sich am Sonntag, so AP News, auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premier Keir Starmer mit weiteren europäischen Partnern zusammenschalten. Sie führen die sogenannte „Koalition der Willigen“, die sich für robuste Sicherheitsgarantien für die Ukraine einsetzen will.

Selenskyj selbst betonte vorab, es sei „wichtig, dass Europäer in jeder Phase einbezogen sind, um verlässliche Sicherheitsgarantien zusammen mit Amerika zu gewährleisten“. Die Hoffnung vieler europäischer Hauptstädte: Mit Stubb an Trumps Seite könnte verhindert werden, dass Washington Kiew zu untragbaren Zugeständnissen drängt.

Nach Alaska-Gipfel: Alexander Stubb begleitet Selenskyj zu Trump

Stubb ist seit 2024 finnischer Präsident. Der 57-Jährige ist Triathlet, ehemaliger EU-Abgeordneter, Ex-Premierminister und langjähriger Russlandkenner. Seine familiäre Geschichte ist geprägt von den Folgen des Zweiten Weltkriegs: Sowohl sein Großvater als auch sein Vater stammten aus Städten, die Finnland an die Sowjetunion abtreten musste.

Er studierte in den USA, spielte dort Golf auf Stipendium und pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zu Amerika. Nach seiner Rückkehr nach Helsinki setzte er sich früh für einen Nato-Beitritt Finnlands ein, was nach dem russischen Angriff auf die Ukraine schließlich Realität wurde. „Weil wir Finnen keine Illusionen über Russland haben, können wir Klartext reden“, sagte Außenministerin Elina Valtonen gemäß dem WSJ über Stubbs Rolle.

Treffen in Washington als Schlüsselmoment für den Ukraine-Krieg? Merz und Selenskyj dabei

Das Treffen in den USA am Montag gilt nun als entscheidender Test: Wird es Akexander Stubb und den europäischen Verbündeten gelingen, Trump auf eine Linie hinsichtlich des Ukraine-Kriegs zu bringen, die nicht ausschließlich Putins Interessen entspricht?

Denn während Putin den Gipfel in Alaska als „sehr offen“ lobte, rätseln in Kiew und Europa viele, warum Trump plötzlich auf die Forderung nach einem Waffenstillstand verzichtet hat. Selenskyj will in Washington Klarheit – und Europa setzt auf einen finnischen Golfspieler im Präsidentenamt, um Trump nicht allein mit Putins Narrativ zu lassen. (chnnn)

Rubriklistenbild: © Foto links: IMAGO / APAimages | Foto rechts: X (Screenshot)/@SprinterObserver

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