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Trump empfängt Putin

Ergebnisse des Alaska-Treffens im Überblick: Trump und Putin bleiben vage

US-Präsident Trump und Kremlchef Putin sprechen bei einem Gipfel in Alaska über den Ukraine-Krieg. Welche Ergebnisse am Ende zu Buche stehen.

Anchorage – Weit weg von Europa hat US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Alaska erstmals seit seiner Rückkehr ins Amt den russischen Staatschef Wladimir Putin empfangen. Der Kremlchef, der mit der Invasion am 24. Februar 2022 den Ukraine-Krieg ausgelöst hat, kann es auf jeden Fall als Erfolg verbuchen, dass Trump ihn wieder auf die Weltbühne geholt hat.

Schon vor dem Gipfel in Alaska ist nach Kremlangaben bereits ein Folgetreffen Trumps mit Putin in Russland vereinbart worden. Beide Seiten haben auch Fragen der atomaren Rüstung auf ihrer Agenda. Trump selbst hat angekündigt, nach dem Gipfel zunächst den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die europäischen Verbündeten der Ukraine zu informieren.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Ergebnisse des Alaska-Treffens zum Ukraine-Krieg: Worauf sich Trump und Putin geeinigt haben

Nach einem fast dreistündigen Gipfel traten Trump und Putin dann gemeinsam für zwölf Minuten vor die Presse – verkündeten dabei aber wenig Neues. Inhaltlich blieben beide sehr vage. Trump sprach von Einigungen in wichtigen Punkten, ohne Details zu nennen. „Es gibt keinen Deal, bis es einen Deal gibt“, sagte Trump nur. Auch Putin sprach von Vereinbarungen, die Ausgangspunkt für eine Lösung des Ukraine-Kriegs sein könnten. Details nannte auch er nicht. Der Konflikt sei aber eines der zentralen Themen gewesen. Trump sagte, dass der Krieg beendet werden müsse.  

Trump wollte sich in Kürze mit den Europäern besprechen. „Ich werde mit der Nato telefonieren, in Kürze werde ich die verschiedenen Personen anrufen, die ich für geeignet halte, und natürlich auch Präsident Selenskyj, um ihnen von dem heutigen Treffen zu berichten“, sagte Trump. „Letztlich liegt die Entscheidung bei ihnen.“ Auch Putin, der bei der Pressekonferenz zuerst das Wort erhielt, sagte, die Gespräche seien konstruktiv und inhaltsreich verlaufen. „Wir haben mit Herrn Trump gute direkte Kontakte aufgebaut“, sagte Putin.

Zu den Personen: Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich zum Gipfel in Alaska

Name: Donald John TrumpName: Wladimir Wladimirowitsch Putin
Geboren: 14. Juni 1946Geboren: 07.10.1952
Geburtsort: New York CityGeburtsort: Sankt Petersburg, Russland
Ehepartnerin: Melania Trump (verh. 2005), Marla Maples (verh. 1993–1999), Ivana Trump (verh. 1977–1992)Ehepartnerin: Ljudmila Alexandrowna Otscheretnaja (verh. 1983–2014)
Kinder: Ivanka Trump, Donald Trump Jr., Tiffany Trump, Barron Trump, Eric TrumpKinder: Mariya Putina, Katerina Tichonowa

Nur wenig Ergebnisse des Alaska-Treffens von Trump und Putin zum Ukraine-Krieg: Viele Fragen ungeklärt

Über neue Zölle gegen Russland oder deren Handelspartner sprach Trump nicht. Zum Austausch von Gefangenen sagte er genauso wenig wie zu möglichen Gebietsabtretungen. Nicht einmal das Wort „Waffenruhe“ nahm der US-Präsident in den Mund. Dabei war genau das der Kernpunkt, auf den Kiew und die europäischen Verbündeten gepocht hatten: Eine bedingungslose und Feuerpause gilt für sie als Voraussetzung, um überhaupt in weitere Verhandlungen mit dem Kreml einzutreten. Putin hingegen hat immer wieder klargemacht, eine solche kategorisch abzulehnen. Er verlangt für eine Waffenruhe etwa ein Ende der westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine und einen Stopp der Mobilmachung in dem Land.

Auch in Alaska blieb Putin hart bei seinem Kurs, zunächst die „Ursachen“ des Konflikts beseitigen wollen. Der Kremlchef gab sich dankbar, dass Trump versuche, zu diesen Wurzeln vorzudringen. Wie sein Gastgeber ging auch Putin mit keinem Wort auf die von Selenskyj, den Europäern – und vor dem Treffen auch von Trump – geforderte umfassende Waffenruhe ein. Er beteuerte zugleich, den Krieg beenden zu wollen. Immerhin räumte er dabei ein, dass auch die Sicherheit der Ukraine berücksichtigt werden müsse. 

Was nach dem Alaska-Treffen von Trump und Putin zum Ukraine-Krieg bekannt ist

  • Die Verhandlungen dauerten nach Angaben des Kreml 2 Stunden und 45 Minuten.
  • Die anschließende Pressekonferenz von Trump und Putin dauerte zwölf Minuten.
  • Putin und Trump lobten die Gespräche als konstruktiv und produktiv.
  • Trump will in Kürze die Nato-Partner anrufen und über den Austausch mit Putin informieren – ebenso den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
  • Putin sieht eine Chance für einen stärkeren wirtschaftlichen Austausch mit den USA.
  • Trump hält nach dem Gespräch mit Putin einige Punkte für ungeklärt, man habe sich aber in vielen Punkten geeinigt.
  • Es gab in der gemeinsamen Pressekonferenz von Putin und Trump keine Aussagen über eine mögliche Waffenruhe.
  • Putin sprach von Vereinbarungen, die Ausgangspunkt für eine Lösung des Ukraine-Konflikts sein könnten.
  • Auf der Pressekonferenz wurden keine Fragen beantwortet.

Was nach dem Alaska-Treffen von Trump und Putin zum Ukraine-Krieg nicht bekannt ist

  • Was ist der Inhalt der von Putin erwähnten Vereinbarungen, die Ausgangspunkt für eine Lösung des Ukraine-Konflikts sein könnten?
  • Trump sprach davon, dass es noch sehr wenige offene Punkte gebe, darunter vielleicht der wichtigste – worum geht es da?
  • Wurde konkret über eine mögliche Waffenruhe gesprochen und wenn ja, mit welchen Voraussetzungen?
  • Wurde über Gebietsfragen gesprochen?
  • Trump und Putin sprachen unverbindlich über ein weiteres Treffen. Ob Putin Trump offiziell nach Moskau eingeladen hat, blieb unklar.
  • Trump hatte vor dem Gipfel erklärt, dass es ein mögliches zweites Treffen unter Einbeziehung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj geben solle – bleibt es dabei?
Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska. Welche Ergebnisse brachte ihr Treffen zum Ukraine-Krieg?

Ergebnisse vor dem Treffen von Trump und Putin in Alaska zum Ukraine-Krieg völlig offen

Trump will, wie er immer wieder angekündigt hat, den Ukraine-Krieg so rasch wie möglich beenden. Er fordert eine Waffenruhe. Nach mehreren Telefonaten mit Putin wollte er sich nun auch unter vier Augen einen Eindruck verschaffen, ob der Kremlchef bereit ist zu einem Frieden – und unter welchen Bedingungen. Das Treffen zwischen Trump und Putin fand in der Stadt Anchorage im US-Bundesstaat Alaska statt – und zwar auf dem Militärstützpunkt Elmendorf-Richardson. 

Für Putin war das ein idealer Ort, weil Russland im äußersten Osten eine gemeinsame Grenze mit den USA hat – und er schon aus Sicherheitsgründen gern auf die Einbindung von Drittstaaten verzichtet. Zudem drohte ihm keine Vollstreckung des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, weil die USA die Instanz nicht anerkennen. Und: Alaska ist früheres russisches Gebiet, verkauft zu Zarenzeiten an die USA – also historisch vertraut.

Alaska

Im 18. Jahrhundert entdeckte der Däne Vitus Bering auf einer Expedition im Auftrag des Zarenreichs die Meerenge zwischen Asien und Amerika, die später nach ihm benannte Beringstraße. So erfuhr der Westen von der Existenz Alaskas. Menschen aus Russland siedelten zunächst auf der Insel Kodiak, um Robben zu jagen und ihr Fell zu verkaufen. Zar Paul I. gründete 1799 die Russisch-Amerikanische-Kompanie, die den Pelzhandel ohne Rücksicht auf die Ureinwohner organisierte. Doch die übermäßige Jagd ließ die Bestände der Robben und Seeotter schrumpfen, die Wirtschaft brach zusammen. 1867 verkaufte Moskau das Gebiet für 7,2 Millionen Dollar an Washington – viel Geld für das unwirtliche, abgelegene Gebiet, kritisierten damals viele. Erst 1959 wurde Alaska ein Bundesstaat der USA.

Gibt es Ergebnisse im Ukraine-Krieg? Wie es zu dem Treffen zwischen Putin und Trump in Alaska kam

Vor der US-Wahl 2024 hatte Trump versprochen, er werde den Ukraine-Krieg sofort beenden: Er werde dies „in 24 Stunden schaffen“, sagte er zum Beispiel im Mai 2023. Kurz nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 fuhr Trump scharfe Attacken gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dann kam es zum Eklat: Bei Selenskyjs Besuch im Weißen Haus am 28. Februar warfen Trump und Vizepräsident JD Vance dem ukrainischen Präsidenten vor, „überhaupt nicht dankbar“ für die US-Militärhilfen zu sein und Russland zu provozieren. „Sie spielen mit dem Dritten Weltkrieg“, herrschte Trump seinen Amtskollegen an.

Zwischendurch sah es dann so aus, als würde sich Trump mit Putin auf Kosten der Ukraine einigen. Doch dazu kam es nicht. Nach einem Treffen mit Selenskyj am Rande der Beerdigung von Papst Franziskus am 26. April in Rom machte sich bei Trump ein Stimmungswandel bemerkbar. Er äußerte Zweifel, dass Putin „den Krieg vielleicht gar nicht beenden, sondern mich nur hinhalten will“. Trump ließ erkennen, dass er wegen der fortgesetzten russischen Angriffe auf die Ukraine die Geduld mit Putin verliert. Der Kreml-Chef sei „völlig verrückt geworden“, schrieb Trump am 25. Mai nach intensiven diplomatischen Friedensbemühungen.

Trump will die Ergebnisse des Alaska-Treffens zum Ukraine-Krieg forcieren und setzt Putin ein Ultimatum

Trump zeigte sich zunehmend frustriert angesichts der Lage. Nach einem erneuten Telefonat mit Putin erklärte der Präsident am 4. Juni, das Gespräch werde nicht „zu einem sofortigen Frieden führen“. Der Kreml betont, Russland werde seine Ziele in der Ukraine „nicht aufgeben“. Wochen später beklagte sich Trump vor der Presse: „Wir bekommen von Putin eine Menge Mist erzählt.“ Der russische Präsident sei „immer sehr nett, aber es stellt sich heraus, dass es bedeutungslos ist“, sagte er am 8. Juli.

Trump äußerte sich am 15. Juli bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus „sehr, sehr unzufrieden“ mit Russland. Er stellte der Ukraine weitere Patriot-Luftabwehrsysteme in Aussicht, bezahlen sollen allerdings Deutschland und andere Nato-Länder. Zugleich setzte Trump dem russischen Präsidenten ein Ultimatum von 50 Tagen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, Ende Juli reduzierte er es auf zehn Tage. Nach dessen Auslaufen verkündete der Präsident jedoch nur höhere Zölle gegen Indien, das weiter Öl aus Russland bezieht. Dafür kündigte er einen Gipfel mit Putin am 15. August in Alaska an. Kurz vorher zeigte sich Trump entschlossen: Entweder gibt es Ergebnisse oder ernste Konsequenzen für Putin. Nach dem Alaska-Treffen gab es von beiden Staatschefs allerdings nichts Konkretes zu hören. (cs/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

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