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Krieg in Nahost

Iran-Israel-Krieg: Trump mobilisiert Flugzeug des „Jüngsten Gerichts“ im US-Luftraum

Das sogenannte „Doomsday Plane“, die Boeing 747 E-4B (Archivbild).
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Das sogenannte „Doomsday Plane“, die Boeing 747 E-4B (Archivbild).

Diverse Hinweise lassen vermuten, dass die USA bald in den Iran-Krieg eingreifen könnten. In den letzten Tagen und Wochen wurde die Militärpräsenz in der Region massiv ausgebaut.

Washington, D.C. - Am Dienstagmorgen hob die E-4B Nightwatch von der Offutt Air Force Base in Sarpy County, Nebraska ab. Sie flog Richtung Südwesten, über Kensas, Colorado, New Mexico, Arizona, erneut New Mexico, Texas und landete schließlich in Louisiana.

Am selben Tag gegen Nachmittag verließ das Flugzeug die Barksdale Air Force Base 16 Kilometer östlich von Shreveport, Louisiana. Es flog über den Golf von Mexiko, seit wenigen Monaten in den USA als Golf von Amerika bekannt, und einige weitere Staaten. Schließlich landete es am späten Abend in der Nähe der US-Hauptstadt Washington, D.C. auf dem Regierungsflughafen, der Joint Base Andrews Naval Air Facility - rund 20 Kilometer entfernt vom Weißen Haus, dem Sitz von US-Präsident Donald Trump.

Doomsday Plane kreist über den USA: Trump bereitet US-Militär auf Eingreifen im Iran vor

Von Interesse ist das vor allem, weil die E-4B Nightwatch die US-amerikanische Kommandozentrale für Notfälle ist. Im Volksmund wird sie auch „Doomsday Plane“, zu Deutsch in etwa Weltuntergangsflugzeug oder „Flugzeug des jüngsten Gerichts“, genannt. Die modifizierte Boeing 747 dient den USA als nationales luftgestütztes Operationszentrum, also eine Art Kommandoverbindung für den US-Präsidenten, den Verteidigungsminister und die Generalstabschefs. Im Fall eines nationalen Notstands oder des Verlusts der Befehlsgewalt am Boden soll das Flugzeug weiterhin die Kontrolle über die Streitkräfte ermöglichen. Im Ernstfall sollen so weiter Kriegsbefehle kommuniziert werden können. Die Nightwatch wurde beispielsweise während der Anschläge vom 11. September 2001 eingesetzt. Das Flugzeug wurde gebaut, um einen Atomkrieg zu überstehen.

Dass das „Doomsday Plane“ nun über den USA kreist und schlussendlich in die Hauptstadt verlegt wurde, schürt Spekulationen über die Pläne von US-Präsident Donald Trump. Mit dem Flugzeug werden zwar regelmäßig Trainingsflüge durchgeführt. Doch vor der Verlegung nach Washington soll es im Situation Room im Weißen Haus eine Krisensitzung zum Thema Nahostkonflikt gegeben haben. Israel hatte die USA um militärische Unterstützung im Krieg gegen die Islamische Republik Iran gebeten.

Krieg im Nahen Osten: US-Militär erhöht Präsenz in der Region

Das US-Magazin Newsweek spekuliert nun in einem am Mittwoch veröffentlichten Artikel über zahlreiche weitere Indizien, die auf ein Eintreten der USA in den Iran-Israel-Konflikt hindeuten. Verteidigungsminister Pete Hegseth stärkte unlängst die Stützpunkte in der Region militärisch, angeblich aus dem Grund, die Verteidigungsposition in der Region zu sichern. Dabei ist die Liste der neu entsendeten Flugzeuge und Kampfschiffe ungewöhnlich lang.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass das US-Militär seine Luftstreitkräfte im Nahen Osten massiv ausweiten will. F-16, F-22 und F-35 Kampfjets sollen in unterschiedlichen Basen stationiert werden. Hierzu passt die Meldung, wonach mehrere Luftbetankungsflugzeuge auf dem Weg in den Nahen Osten sind. Solche Flugzeugtypen werden vor allem bei längeren Einsätzen benötigt. Sprecher des US-Militärs beschwichtigten: Die Tankflugzeuge sollen möglicherweise lediglich bei einem Nato-Manöver eingesetzt werden.

Israel im Krieg: USA könnten mit Bunkerbrecher-Munition iranische Nuklearanlagen angreifen

Gleichzeitig wurden auf der im indischen Ozean gelegenen Insel Diego Garcia, auf der unter anderem US-Bomberstreitkräfte stationiert sind, eine zunehmende Zahl an Tarnkappenbombern des Typs B-2 Spirit gesichtet. Diese Flugzeuge könnten bei eventuellen Angriffen auf die iranischen Nuklearanlagen mit Bunkerbrecher-Munition eingesetzt werden. Israels Militär kann nach eigenen Angaben einen solchen Angriff nicht selbst ausführen.

Ein weiterer Anhaltspunkt für einen baldigen Eingriff von US-Truppen ist, dass mehrere Kampfschiffe der US-Marine den Hafen von Manama in Bahrein verlassen haben. Darunter sollen sich laut Satellitenbildern Küstenkampfschiffe und Minenabwehrschiffe befinden, zudem die M/V Ocean Trader, ein Mutterschiff für Spezialeinsätze.

Krieg im Nahen Osten: USA verstärken Militärbasen in der Region

Außerdem befindet sich laut Newsweek bereits eine Flugzeugträger-Kampfgruppe im Nahen Osten, eine weitere sei auf dem Weg. Die USS Carl Vinson operiert seit kurzem im Arabischen Meer, sie war an Angriffen gegen die jemenitischen Houtis beteiligt. Seit Anfang Mai gilt allerdings ein Waffenstillstand mit den vom Iran unterstützten Milizen. Die USS Nimitz befand sich kürzlich noch in Südostasien, ist nun aber ebenfalls auf dem Weg in die Region.

US-Militärgerät im Einsatz rund um den Nahostkonflikt

GattungTyp
KampfjetsF-16 Fighting Falcon, F-22 Raptor und F-35 Lightning II
TankflugzeugeKC-135R Stratotankers und KC-46A Pegasus
Strategische BomberNorthrop B-2 und B-52 zum Militärstützpunkt Diego Garcia
SchiffeKüstenkampfschiffe und Minenabwehrschiffe
FlugzeugträgerUSS Carl Vinson, USS Nimitz
FlugabwehrPatriot-Systeme

Im vergangenen April verlegten das US-Militär außerdem Patriot-Abwehrsysteme aus der Pazifikregion in den Nahen Osten. Das Patriot-System gilt als führende bodengestützte Luftverteidigungsanlage, die unter anderem dafür bekannt ist, auch bestimmte Hyperschallraketen abfangen zu können. Der Iran verfügt über mehrere Typen solcher Raketen-Systeme - und hat Vergeltung angekündigt, sollten die USA in den Krieg eingreifen. (fmü)

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