Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Mamdani bleibt Favorit
Bürgermeisterwahl in New York: Neue Umfragen enthüllen Trend – Trump-Widersacher vorne
Wer wird neuer Bürgermeister in New York? Kurz vor der Wahl am 4. November erscheinen zwei neue Umfragen. Die Ergebnisse fallen eindeutig aus.
New York – Zohran Mamdani ist ein echter Senkrechtstarter. Noch vor wenigen Monaten war er quasi ein unbeschriebenes Blatt. Doch das hat sich gründlich geändert. Bei der Bürgermeisterwahl in New York City am 4. November geht er inzwischen als klarer Favorit ins Rennen. Damit hatte noch Anfang Juni wohl niemand ernsthaft gerechnet.
Kurz vor der Wahl in der Ostküstenmetropole sprechen die Daten jedenfalls nach wie vor deutlich für Mamdani. Seit seinem überraschenden Sieg bei den Vorwahlen der Demokraten im Juni liegt der 34-Jährige konstant an der Spitze der Umfragen. Auch zwei neue Erhebungen, die fünf Tage vor der Wahl veröffentlicht wurden, haben diesen Trend erneut bestätigt.
Umfragen vor Bürgermeisterwahl in New York sprechen für Mamdani
Eine Umfrage des Emerson College sieht Mamdami jedenfalls weit vor seinen Konkurrenten. Sein Vorsprung auf den früheren Gouverneur Andrew Cuomo, der nach seiner Niederlage gegen Mamdani in den Vorwahlen als unabhängiger Kandidat antritt, beträgt demnach glatte 25 Punkte. An dritter Stelle liegt der Republikaner Curtis Sliwa. Für Mamdani bedeutet dies einen Zuwachs von sieben Punkten seit der letzten Emerson-Umfrage im September.
Eine weitere Umfrage der Marist University ergab einen etwas kleineren Abstand zwischen Mamdani und Cuomo. Dennoch liegen auch hier 16 Punkte zwischen den beiden Kandidaten. Cuomo hat deshalb den Republikaner Sliwa wiederholt aufgefordert, seine Kandidatur aufzugeben und die Kräfte gegen Mamdani zu bündeln. Sliwas Antwort? In den TV-Debatten und Kundgebungen hat er Cuomo immer wieder scharf angegriffen. Auf einen Rückzug Sliwas kann Cuomo deshalb wohl nicht hoffen.
Kandidat
Emerson
Marist
Zohran Mamdani
50 %
48 %
Andrew Cuomo
25 %
32 %
Curtis Sliwa
21 %
16 %
Bürgermeisterwahl in New York: Mamdani will Geschichte schreiben - Trump droht
Bürgermeisterwahl in New York läuft bereits: Wie die Umfrage zur vorzeitigen Stimmabgabe ausfällt
Noch ein anderer Faktor spricht für Mamdani. Seit dem vergangenen Samstag läuft in New York bereits die vorzeitige Stimmabgabe. Die Zahlen zeigen, dass das Interesse an der Wahl sehr hoch ist. Der Wahlbehörde zufolge haben bis Mittwochabend (29. Oktober) insgesamt 372.111 Menschen ihre Stimme bereits abgegeben.
Doch wer kann davon am meisten profitieren? Das bleibt vorerst Spekulation. Einen Hinweis gibt es dennoch: In einer Emerson-Umfrage gaben die Befragten auch an, wem sie in dieser Frühwahlphase ihre Stimme gegeben haben. 58 Prozent haben demnach für Mamdani gestimmt. Cuomo und Sliwa müssen demnach auf ein Comeback am eigentlichen Wahltag hoffen.
Wer ist Zohran Mamdani?
Mamdani wurde 1991 als Sohn indischstämmiger Eltern in Uganda geboren. Seine Mutter ist Filmemacherin, sein Vater ein renommierter Politikprofessor. Als er sieben war, zog die Familie nach New York; 2018 wurde Mamdani US-Staatsbürger. Während seines Studiums engagierte er sich politisch, danach arbeitete er mit Menschen in prekären Wohnsituationen. Als Aktivist forderte er Kürzungen bei der New Yorker Polizei, wofür er sich jüngst öffentlich entschuldigte. Unter den Künstlernamen Young Cardamom und Mr. Cardamom veröffentlichte er außerdem einige Rap-Songs.
2021 zog Mamdani für seinen Wahlkreis im Stadtteil Queens ins Parlament des Bundesstaats New York ein. Als Mitglied der „Democratic Socialists of America“ gehört er zum linken Flügel der Demokraten. Etwas Aufmerksamkeit erregte der junge Abgeordnete mit einem Hungerstreik, um auf die Lage von New Yorker Taxifahrern hinzuweisen, die nach einem drastischen Wertverfall ihrer teuren Lizenzen in existenzielle Not geraten waren.
Umfragen sehen Trump-Gegenspieler Mamdani vor Bürgermeisterwahl in New York vorn
Mamdani gilt schon jetzt als einer der prominentesten Gegenspieler von Präsident Donald Trump. Der US-Präsident nennt ihn einen „Kommunisten“ und droht, weitere Bundesmittel für New York zu streichen. Doch Mamdani hat auch das Establishment der Demokraten erschüttert. Nur ein Beispiel: Chuck Schumer, der Minderheitsführer im US-Senat, hat sich bis heute geweigert, Mamdani im Wahlkampf zu unterstützen (Stand: 30. Oktober).
Bejubelt wird Mamdani dagegen vom linken Lager in den USA. So haben ihn die bekannte Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und der unabhängige Senator Bernie Sanders bei einer Kundgebung vor rund 13.000 Menschen im New Yorker Stadtteil Queens mit kämpferischen Reden unterstützt. Der Tenor des Abends war eindeutig: Die Bürgermeisterwahl solle autoritären Tendenzen unter der Trump-Regierung etwas entgegensetzen und zugleich ein Signal an das politische „Establishment“ senden. Ist das möglich? Die Umfragen sprechen jedenfalls dafür. (Quellen: Emerson College, Marist University, NY Times, NYC Board of Elections, dpa, AFP) (cs)