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News im Ticker

Ukraine-News: Russland bestätigt Angriff mit gefürchteter Oreschnik-Rakete nahe NATO-Grenze

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Bei einem Luftangriff auf die Westukraine kam Russlands neue Mittelstreckenrakete Oreschnik zum Einsatz.

Dieser Ukraine-Ticker ist beendet. Alle neuen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem neuen News-Ticker.

Update, 7:25 Uhr: Nach Angaben aus Moskau hat Russland bei dem Angriff auf die Westukraine die gefürchtete neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Es war der zweite Angriff mit einer Rakete dieses Typs auf die Ukraine.

Wladimir Putin setzt auf die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik.

Update, 5:45 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew sind ‍vier Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden. Dies berichtete der Bürgermeister Kiews, Vitali Klitschko, auf Telegram. Der Angriff habe zudem erhebliche Schäden an Wohnhäusern und der Infrastruktur verursacht und in einigen Bezirken zu ⁠Unterbrechungen der Wasserversorgung ​geführt. Klitschko zufolge war eines der Todesopfer ein Rettungssanitäter. Er sei bei einem Einsatz an einem von Drohnen getroffenen Wohnhaus getötet worden. Vier ⁠weitere Mitglieder seines Teams seien bei dem Vorfall verletzt worden. Seit fünf Stunden heulen in ⁠Kiew die Alarmsirenen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-News: Russland feuert ballistische Rakete an Grenze zu NATO-Gebiet

Update, 9. Dezember, 5:10 Uhr: Ungeachtet laufender Friedensbemühungen hat Russland eine schwere ballistische Rakete auf die Westukraine an der Grenze zu EU- und NATO-Gebiet abgefeuert. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, für das gesamte Land sei Luftalarm ausgelöst worden. Es habe die Gefahr des Starts einer ballistischen Waffe vom russischen Testgelände Kapustin Jar bestanden. Wenig später seien Einschläge im Gebiet Lwiw verzeichnet worden. Offizielle Bestätigungen, dass es sich um die neue russische Mittelstreckenrakete Oreschnik gehandelt hat, gab es nicht.

Update, 20:40 Uhr: Die Ukraine bereitet sich auf verstärkte russische Luftangriffe während der aktuellen Frostperiode vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew vor einem möglichen massiven russischen Angriff in der Nacht. Er forderte die Bürger auf, Luftalarm zu beachten und Schutzräume aufzusuchen.

„Russland setzt derzeit mehr auf den Winter als auf Diplomatie, auf ballistische Raketen gegen unsere Energieversorgung und nicht auf Arbeit mit Amerika und Vereinbarungen mit Präsident (Donald) Trump“, sagte Selenskyj. Ab Freitag sinken die Temperaturen in der Ukraine fast überall unter den Gefrierpunkt. In Kiew und im Norden werden zehn Grad Frost und mehr erwartet. Dies erhöht den Druck auf die bereits schwer beschädigte Strom-, Wärme- und Wasserversorgung. Das Gebiet Dnipropetrowsk erlebt nach einem nächtlichen Angriff den schwersten Blackout seit fast vier Kriegsjahren.

Russland droht westlichen Soldaten in der Ukraine mit Angriffen – „legitime Ziele“

Update, 18:22 Uhr: Russland droht westlichen Soldaten in der Ukraine mit Angriffen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte am Donnerstag in Moskau, ausländische Truppen würden als „legitime militärische Ziele“ betrachtet. Die Warnung erfolgte nach den Ukraine-Beratungen in Paris, bei denen Frankreich und Großbritannien ankündigten, im Fall eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe zur Absicherung in die Ukraine zu entsenden.

Russland droht westlichen Soldaten in der Ukraine mit Angriffen.

Sacharowa warf den westlichen Ukraine-Verbündeten Kriegstreiberei vor. „Die neuen militaristischen Erklärungen der sogenannten Koalition der Willigen und des Regimes in Kiew begründen eine echte ‚Kriegsachse‘“, sagte sie. Die Pläne bezeichnete sie als „gefährlich“ und „zerstörerisch“. Präsident Wladimir Putin hatte bereits im September erklärt, westliche Soldaten in der Ukraine nach einem Waffenstillstand seien „ein legitimes Ziel“.

Tote und Verletzte bei Angriff im Süden der Ukraine

Update, 16:49 Uhr: Mindestens vier Zivilisten verloren nach Angaben der Behörden bei einem russischen Angriff im Süden der Ukraine ihr Leben. Laut Gebietsgouverneur Olexander Prokudin starb ein Mann bei einem Drohnenangriff in der Nähe der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson. Eine weitere Person erlitt Verletzungen. Drei Menschen kamen bei einem russischen Angriff auf den zentralen Teil der Stadt Cherson ums Leben, während zwei weitere Personen verletzt wurden.

Merz äußert sich zu möglichem Bundeswehr-Einsatz in Ukraine bei Waffenstillstand mit Russland

Update, 16:23 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht keinen dringenden Handlungsbedarf in der Debatte über Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Bei der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon erklärte er am Donnerstag, dass zunächst ein langfristiges Abkommen mit Russland erforderlich sei. Merz betonte, dass man von einer Zustimmung Russlands zu einem solchen Abkommen „vermutlich immer noch ziemlich weit entfernt“ sei.

Friedrich Merz will bei einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine deutsche Soldaten nur nach Abstimmung mit dem Koalitionspartner SPD und dem Bundestag in die Ukraine schicken. (Archivbild)

Ein Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine zur Friedenssicherung könne erst nach einem Waffenstillstand und in Abstimmung mit dem Koalitionspartner SPD endgültig beschlossen werden. Der Kanzler fügte hinzu, dass die Entscheidung darüber nicht allein bei ihm liege. Es bedürfe einer Entscheidung der Bundesregierung und „gegebenenfalls“ auch der Zustimmung des Bundestags. Merz unterstrich: „Ich möchte, dass wir uns in der Koalition darüber verständigen, welchen Weg wir bereit sind gegebenenfalls zu gehen.“

Luftabwehrsysteme für die Ukraine: Großbritannien liefert 13 Raven-Systeme

Update, 16:01 Uhr: Die Ukraine hat von Großbritannien moderne Luftabwehrsysteme erhalten, um sich besser gegen russische Angriffe im Ukraine-Krieg zu verteidigen. Laut einem Bericht des UK Defence Journal seien bereits 13 Raven-Systeme bei den ukrainischen Streitkräften im Einsatz, wie der britische Abgeordnete Al Carns bestätigte.

Diese Raven-Systeme verwenden modifizierte AIM-132 ASRAAM-Raketen, um Drohnen und Flugzeuge an der Front abzuwehren. Weiterhin habe die Ukraine zwei Prototypen des neuen Gravehawk-Systems zum Schutz wichtiger Infrastrukturen erhalten – weitere 15 Systeme zur Lieferung sind in Planung. Der Nachschub ist Teil eines Winter-Luftabwehrpakets im Wert von 600 Millionen Pfund, das als Reaktion auf die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung bereitgestellt wurde.

Drohnenangriff auf Tanker der russischen Schattenflotte – Sicherheitsgarantien laut Selenskyj fast „fertig“

Update, 15:36 Uhr: Ein Drohnenangriff hat einen russischen Öltanker im Schwarzen Meer getroffen. Der Tanker „Elbus“, der unter der Flagge Palaus fährt, war auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossiysk, als er von einer unbemannten Seedrohne angegriffen wurde. Diese Informationen stammen von Reuters, das sich auf Lloyd‘s List Intelligence beruft.

Nach dem Vorfall steuerte das Schiff den türkischen Hafen İnebolu an. Alle 25 Crewmitglieder blieben unverletzt. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unbekannt. In den letzten Monaten hat die Ukraine jedoch wiederholt Schiffe der russischen Schattenflotte ins Visier genommen.

Update, 14:46 Uhr: Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist die Vereinbarung über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine nahezu „fertig“. „Das bilaterale Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten“, schrieb Selenskyj am Donnerstag auf der Plattform X. Zuvor hatten Vertreter der USA und der Ukraine in Paris über die Bedingungen im Falle eines Endes des Ukraine-Kriegs verhandelt.

Russland kritisiert Sicherheitsgarantien für die Ukraine scharf: „Achse des Krieges“

Update, 14:25 Uhr: Das russische Außenministerium hat die bei dem Pariser Gipfel beschlossenen Sicherheitsgarantien für die Ukraine heftig kritisiert. Sprecherin Maria Sacharowa bezeichnete die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer als „Achse des Krieges“. Sie nannte die Pläne zudem „gefährlich“ und „destruktiv“.

Das Ministerium warnte, dass alle Friedenstruppen als legitime militärische Ziele angesehen würden. Die Sicherheitsgarantien umfassen einen von den USA geleiteten Überwachungsmechanismus sowie eine europäische multinationale Truppe, die im Falle eines Waffenstillstands im Ukraine-Krieg eingesetzt werden könnte.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update, 13:49 Uhr: Der republikanische Senator Lindsey Graham äußerte, dass der US-Senat möglicherweise schon in der nächsten Woche über Sanktionen gegen Russland abstimmen könnte. Am Mittwoch (7. Januar) sagte Graham, der US-Präsident habe den Republikanern seine Zustimmung erteilt. „Nach einem sehr produktiven Treffen mit Präsident Trump heute, bei dem wir verschiedene Themen besprochen haben, hat er grünes Licht für den parteiübergreifenden Gesetzentwurf zu Sanktionen gegen Russland gegeben, an dem ich seit Monaten gemeinsam mit Senator Blumenthal und vielen anderen gearbeitet habe.“

Verfassungsschutz warnt: Russland könnte Waffen verdeckt in Deutschland beschaffen

Update, 12:50 Uhr: Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat auf eine verdeckte Beschaffung von Rüstungsgütern durch Russland in Deutschland hingewiesen. In einer Analyse, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, warnt der Verfassungsschutz vor verstärkten russischen Bemühungen, militärisch nutzbare Technologien in Deutschland zu erwerben. Der Krieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern und an „proliferationsrelevanten Produkten“, also Technologien für Massenvernichtungswaffen, gesteigert. Dabei umgehe Russland die EU-Sanktionen.

Russland suche trotz der Sanktionen und strenger Exportkontrollen kontinuierlich nach neuen Wegen, um die Schutzmaßnahmen zu unterlaufen. Dies geschehe oft verdeckt, über geheime Netzwerke und mit Unterstützung der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde. Der Verfassungsschutz nennt auch China, Iran, Nordkorea und Pakistan als weitere Länder, die ähnlich vorgehen.

Update, 11:43 Uhr: Inzwischen gibt es weitere Informationen zu den jüngsten Auswirkungen der russischen Attacken im Ukraine-Krieg. Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast vollständig von der Stromversorgung getrennt. Noch etwa 800.000 Verbraucher waren demnach am Morgen im Gebiet Dnipropetrowsk weiterhin davon abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauerten den Angaben nach an. Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängerte die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage. 

Neben den russischen Angriffen macht auch das Wetter der Energieversorgung der Ukraine zu schaffen. Dadurch seien Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom, hieß es vom Energieministerium.

Aktuelle Vorstöße im Ukraine-Krieg: Verteidiger halten weiter Andriivka

Update, 11:06 Uhr: „Offiziell und mit voller Verantwortung können wir bestätigen, dass Andriivka vollständig unter der Kontrolle der Kursker Streitkräftegruppe [der Ukraine] steht. Eine Besetzung zu irgendeinem Zeitpunkt ist ausgeschlossen“, teilte die Kursker Streitkräftegruppe auf Facebook mit. Das Dorf in der Oblast Sumy könne trotz russischer Vorstöße gehalten werden. DeepState berichtete Ende Dezember, dass die Truppen von Wladimir Putin drei Siedlungen im Bezirk Bachmut in der Oblast Donezk besetzt und in der Nähe von Andrijiwka und in Myrnohrad vorgerückt seien.

Update, 10:27 Uhr: Wie die Kyiv Post berichtet, laufen in Kiew Ermittlungen gegen eine „geheime“ prorussische Schule, die Lehrbücher aus der Sowjetzeit verwendet haben soll. Die Institution, die mit der Moskauer ukrainisch-orthodoxen Kirche verbunden ist, wurde von investigativen Journalisten des ukrainischen Portals Slidstvo.info in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht entlarvt. Den Informationen nach ermittelt nun der oberste Sicherheitsdienst der Ukraine in dem Fall.

„Wir müssen die Untersuchung des ukrainischen Sicherheitsdienstes abwarten, um alle relevanten Fakten zu ermitteln, die Umstände des Falles zu verstehen, was an diesem Ort geschehen ist, wer dies zugelassen hat, um seitens des Staates eine begründete Entscheidung treffen zu können“, teilte Tetiana Berezhna, die stellvertretende Ministerpräsidentin der Ukraine für humanitäre Politik, mit. „Wenn dies geschehen würde, dann wären solche Auswirkungen auf ukrainische Kinder, auf die junge Generation der Ukraine eine große Bedrohung für unseren Staat, für die Menschen in unserem Staat.“ Die ukrainische Bildungsbeauftragte Nadia Leshchyk sagte: „Die Existenz einer derart illegalen Schule in der ukrainischen Hauptstadt ist ein Zeichen für die Zerstörung der ukrainischen Identität.“

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: 275 Kampfhandlungen gemeldet

Update, 9:14 Uhr: Im Verlauf des vergangenen Tages kam es im Ukraine-Krieg zu 275 Kampfhandlungen, wie der ukrainische Generalstab mitteilt. An zwei Fronten waren die Angriffe am häufigsten: in Pokrowsk und in Huliaipole. Zudem griffen russische Streitkräfte in der Nacht zum 8. Januar mit knapp 100 Drohnen an. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Abschuss von 70 Drohnen, während 27 unbemannte Luftfahrzeuge ihre Ziele trafen.

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Zuletzt haben die Truppen von Wladimir Putin erneut die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes ins Visier genommen. In der Folge kam es zu flächendeckenden Stromausfällen. Betroffen waren die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja, wie Ukrainska Pravda berichtete.

Derweil sagte US-Senator Lindsey Graham, US-Präsident Donald Trump habe grünes Licht für ein parteiübergreifendes Sanktionsgesetz gegen Russland gegeben. „Nach einem sehr produktiven Treffen heute mit Präsident Trump zu einer Vielzahl von Themen hat er dem parteiübergreifenden Russland-Sanktionsgesetz zugestimmt, an dem ich seit Monaten mit Senator Blumenthal und vielen anderen gearbeitet habe“, schrieb der Politiker zur Lage im Ukraine-Krieg auf X.

Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch, er warte noch immer auf eine klare Garantie der europäischen Verbündeten, dass sie eingreifen würden, sollte Russland gegen die Bestimmungen eines Friedensabkommens verstoßen. Während des Ukraine-Gipfels in Paris der „Koalition der Willigen“ unterzeichneten Großbritannien und Frankreich am Dienstag eine Absichtserklärung zur Entsendung von Truppen in die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens mit Russland.

Selenskyj führte jedoch aus, dass er sich noch nicht sicher sein könne, ob seine europäischen Verbündeten im Falle einer neuen russischen Aggression eingreifen würden. Laut AFP sagte er: „Ich persönlich wünsche mir eine ganz einfache Antwort: Ja, sollte es erneut zu Aggressionen kommen, werden alle Partner den Russen entschieden entgegentreten. Genau diese Frage habe ich all unseren Partnern gestellt. Bislang habe ich jedoch keine klare, eindeutige Antwort erhalten.“

Am Dienstag hatten Großbritannien und Frankreich die Einrichtung von „Militärstützpunkten“ in der gesamten Ukraine angekündigt, um den Wiederaufbau nach dem Ende des Ukraine-Kriegs zu unterstützen und die Truppen vor Ort im Falle einer erneuten russischen Invasion zu koordinieren.

Während das Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs weitergeht, hat Selenskyj einen brisanten Vorschlag vorgebracht. Der ukrainische Präsident forderte zusätzlichen Druck durch die Regierung von Donald Trump, um Putin zu Fortschritten bei den Verhandlungen zu bewegen. „(Die Amerikaner) müssen Druck auf Russland ausüben. Sie haben die Mittel dazu; sie wissen, wie es geht. Und wenn sie es wirklich wollen, finden sie einen Weg“, sagte Selenskyj gegenüber Reportern und erinnerte im nächsten Satz an die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten.

„Hier ist ein Beispiel mit Maduro, nicht wahr? Sie haben eine Operation durchgeführt … Jeder sieht das Ergebnis – die ganze Welt. Sie haben es schnell erledigt. Sollen sie doch mal so eine Operation mit diesem – wie heißt er doch gleich – Kadyrow durchführen. Mit diesem Mörder. Vielleicht sieht Putin das dann und überlegt es sich zweimal“, sagte Selenskyj im Scherz. Kadyrow gilt im Ukraine-Krieg als „Putins Bluthund“. Der Anführer von Tschetschenien steht bereits länger auf den Sanktionslisten der USA und anderer Staaten.

Ein russischer Soldat der Truppen­gruppe „Zentr“ an einer Stellung im Frontabschnitt Krasnoarmeisk in Pokrowsk (Aufnahme vom 2. Dezember 2025).

Im Ukraine-Krieg steigen Russlands Verluste derweil weiter. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mitteilte, hat die Armee von Wladimir Putin innerhalb von 24 Stunden 1400 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 steigen die gesamten Verluste damit auf etwa 1.215.900 Soldaten an. Zudem hat Russland im Krieg 11.521 Panzer, 23.874 gepanzerte Fahrzeuge und 35.874 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Kristina Kormilitsyna/SNA

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