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Aktuelle News im Live-Ticker

Ukraine-Krieg: USA verkaufen Waffen – riesiges Raketen-Paket stärkt Kiew

Ein Ende vom Ukraine-Krieg ist nicht abzusehen: Kiew erhält US-Hilfe. Russland verstärkt weiter seine Raketenangriffe. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 8.15 Uhr: In der Nacht haben die Trümmer einer Drohne aus der Ukraine an der russischen Schwarzmeerküste einen Waldbrand ausgelöst. Das gaben die Behörden in Russland bekannt. Demnach brach das Feuer nur rund zehn Kilometer von der als „Putins Palast“ bekannten Residenz des russischen Präsidenten bei Gelendschik aus. Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort.

Update, 7.05 Uhr: Das US-Außenministerium hat den Verkauf von Waffen im Wert von geschätzt 825 Millionen US-Dollar (etwa 710 Millionen Euro) an die Ukraine genehmigt. Es gehe um Raketen mit größerer Reichweite und dazugehörige Ausrüstung, die die Ukraine angefragt habe, teilte die zuständige Behörde Defense Security Cooperation am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit. Der Kongress sei darüber informiert worden – wie beim Verkauf solcher Rüstungsgüter ins Ausland üblich. Für den Waffenkauf bekommt die Ukraine den Angaben zufolge Finanzierungshilfe aus den USA, Dänemark, den Niederlanden und Norwegen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert von Europa konkrete Sicherheitsgarantien

Update, 6.30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj fordert laut seiner offiziellen Internetseite von den europäischen Verbündeten konkrete Sicherheitsgarantien für sein Land. Bei einer Videoschalte mit dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki und den Staats- und Regierungschefs von Estland, Lettland, Litauen und Dänemark sagte der ukrainische Präsident demnach, es brauche klare Antworten darauf, wer der Ukraine bei einem erneuten russischen Angriff „zu Lande, in der Luft und zur See“ helfen werde. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehe es weiterhin nur darum, den Krieg fortzusetzen. Es sei wichtig, dass Trump die gemeinsame Entschlossenheit Europas sehe, den Ukraine-Krieg zu beenden.

Update vom 29. August, 5.30 Uhr: Bei dem verheerenden russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens 23 Menschen gestorben. Die Rettungskräfte suchten in der Nacht zum Freitag weiterhin nach verschütteten Menschen. Auch in der Nacht herrschte in Teilen der Ostukraine Luftalarm.

Update, 22.27 Uhr: Wolodymyr Selenskyj glaubt nach den nächtlichen Angriffen auf Kiew nicht daran, dass Russland den Ukraine-Krieg beenden wolle. „Dieser Schlag zeigt ganz klar, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert haben“, erklärte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Laut Ukrainska Pravda stieg die Zahl der Todesopfer durch die Drohnen- und Raketenangriffe auf 22.

Bei den russischen Angriffen kommt es teils zu massiven Schäden.

„Russland greift derzeit alle Menschen auf der Welt an, die sich nach Frieden sehnen. Dies ist ein Schlag gegen die Ukraine. Dies ist ein Schlag gegen Europa“, sagte der ukrainische Präsident. „Dies ist auch ein Schlag Russlands gegen Präsident Trump und andere globale Akteure.“

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Alles begann mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Die Öffnung der Grenzen zunächst in Ungarn leitete das Ende der Sowjetunion ein. Der riesige Vielvölkerstaat zerfiel in seine Einzelteile. Am 25. August 1991 erreichte der Prozess die Ukraine. In Kiew feierten die Menschen das Ergebnis eines Referendums, in dem sich die Bevölkerung mit der klaren Mehrheit von 90 Prozent für die Unabhängigkeit von Moskau ausgesprochen hatte. Im Dezember desselben Jahres erklärte sich die Ukraine zum unabhängigen Staat. Seitdem schwelt der Konflikt mit Russland. © Anatoly Sapronenkov/afp
Budapester Memorandum
Doch Anfang der 1990er Jahre sah es nicht danach aus, als ob sich die neuen Staaten Russland und Ukraine rund 30 Jahre später auf dem Schlachtfeld wiederfinden würden. Ganz im Gegenteil. Im Jahr 1994 unterzeichneten Russland, das Vereinigte Königreich und die USA in Ungarn das „Budapester Memorandum“ – eine Vereinbarung, in der sie den neu gegründeten Staaten Kasachstan, Belarus und der Ukraine Sicherheitsgarantien gaben.  © Aleksander V. Chernykh/Imago
Ukrainedemo, München
Als Gegenleistung traten die drei Staaten dem Atomwaffensperrvertrag bei und beseitigten alle Nuklearwaffen von ihrem Territorium. Es sah danach aus, als ob der Ostblock tatsächlich einen Übergang zu einer friedlichen Koexistenz vieler Staaten schaffen würde. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs erinnern auch heute noch viele Menschen an das Budapester Memorandum von 1994. Ein Beispiel: Die Demonstration im Februar 2025 in München.  © Imago
Orangene Revolution in der Ukraine
Bereits 2004 wurde deutlich, dass der Wandel nicht ohne Konflikte vonstattengehen würde. In der Ukraine lösten Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen den Russland-treuen Präsidenten Wiktor Janukowytsch Proteste  © Mladen Antonov/afp
Ukraine proteste
Die Menschen der Ukraine erreichten vorübergehend ihr Ziel. Der Wahlsieg Janukowytschs wurde von einem Gericht für ungültig erklärt, bei der Wiederholung der Stichwahl setzte sich Wiktor Juschtschenko durch und wurde neuer Präsident der Ukraine. Die Revolution blieb friedlich und die Abspaltung von Russland schien endgültig gelungen. © Joe Klamar/AFP
Wiktor Juschtschenko ,Präsident der Ukraine
Als der Moskau kritisch gegenüberstehende Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 Präsident der Ukraine wurde, hatte er bereits einen Giftanschlag mit einer Dioxinvariante überlebt, die nur in wenigen Ländern produziert wird – darunter Russland. Juschtschenko überlebte dank einer Behandlung in einem Wiener Krankenhaus.  © Mladen Antonov/afp
Tymoschenko Putin
In den folgenden Jahren nach der Amtsübernahme hatte Juschtschenko vor allem mit Konflikten innerhalb des politischen Bündnisses zu kämpfen, das zuvor die demokratische Wahl in dem Land erzwungen hatte. Seine Partei „Unsere Ukraine“ zerstritt sich mit dem von Julija Tymoschenko geführten Parteienblock. Als Ministerpräsidentin der Ukraine hatte sie auch viel mit Wladimir Putin zu tun, so auch im April 2009 in Moskau. © Imago
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowitsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance.
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowytsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance. Er gewann die Wahl mit knappem Vorsprung vor Julija Tymoschenko. Amtsinhaber Wiktor Juschtschenko erhielt gerade mal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen.  © Yaroslav Debely/afp
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014
Präsident Wiktor Janukowytsch wollte die Ukraine wieder näher an Russland führen – auch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, den Russlands Präsident Wladimir Putin auf das Nachbarland ausüben ließ. Um die Ukraine wieder in den Einflussbereich Moskaus zu führen, setzte Janukowytsch im November 2013 das ein Jahr zuvor verhandelte Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union aus.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Maidan-Proteste Ukraine
Es folgten monatelange Massenproteste in vielen Teilen des Landes, deren Zentrum der Maidan-Platz in Kiew war. Organisiert wurden die Proteste von einem breiten Oppositionsbündnis, an dem neben Julija Tymoschenko auch die Partei des ehemaligen Boxweltmeisters und späteren Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, beteiligt waren. © Sandro Maddalena/AFP
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine
Die Forderung der Menschen war eindeutig: Rücktritt der Regierung Janukowiysch und vorgezogene Neuwahlen um das Präsidentenamt. „Heute ist die ganze Ukraine gegen die Regierung aufgestanden, und wir werden bis zum Ende stehen“, so Vitali Klitschko damals. Die Protestbewegung errichtete mitten auf dem Maidan-Platz in Kiew ihr Lager. Janukowytsch schickte die Polizei, unterstützt von der gefürchteten Berkut-Spezialeinheit. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die über mehrere Monate andauerten. © Sergey Dolzhenko/dpa
Der Platz Euromaidan in Kiew, Hauptstadt der Ukraine, ist nach den Protesten verwüstet.
Die monatelangen Straßenkämpfe rund um den Maidan-Platz in Kiew forderten mehr als 100 Todesopfer. Etwa 300 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Berichte über den Einsatz von Scharfschützen machten die Runde, die sowohl auf die Protestierenden als auch auf die Polizei gefeuert haben sollen. Wer sie schickte, ist bis heute nicht geklärt. Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine von 2014 bis 2019, vertrat die These, Russland habe die Scharfschützen entsendet, um die Lage im Nachbarland weiter zu destabilisieren. Spricht man heute in der Ukraine über die Opfer des Maidan-Protests, nennt man sie ehrfürchtig „die Himmlischen Hundert“. © Sergey Dolzhenko/dpa
Demonstranten posieren in der Villa von Viktor Janukowitsch, ehemaliger Präsident der Ukraine
Nach rund drei Monaten erbittert geführter Kämpfe gelang dem Widerstand das kaum für möglich Gehaltene: Die Amtsenthebung Wiktor Janukowytschs. Der verhasste Präsident hatte zu diesem Zeitpunkt die UKraine bereits verlassen und war nach Russland geflohen. Die Menschen nutzten die Gelegenheit, um in der prunkvollen Residenz des Präsidenten für Erinnerungsfotos zu posieren. Am 26. Februar 2014 einigte sich der „Maidan-Rat“ auf eigene Kandidaten für ein Regierungskabinett. Präsidentschaftswahlen wurden für den 25. Mai anberaumt. Die Ukraine habe es geschafft, eine Diktatur zu stürzen, beschrieb zu diesem Zeitpunkt aus der Haft entlassene Julija Tymoschenko die historischen Ereignisse.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Ein Mann stellt sich in Sewastopol, eine Stadt im Süden der Krim-Halbinsel, den Truppen Russlands entgegen.
Doch der mutmaßliche Frieden hielt nicht lange. Vor allem im Osten der Ukraine blieb der Jubel über die Absetzung Janukowytschs aus. Gouverneure und Regionalabgeordnete im Donbass stellten die Autorität des Nationalparlaments in Kiew infrage. Wladimir Putin nannte den Umsturz „gut vorbereitet aus dem Ausland“. Am 1. März schickte Russlands Präsident dann seine Truppen in den Nachbarstaat. Wie Putin behauptete, um die russischstämmige Bevölkerung wie die auf der Krim stationierten eigenen Truppen zu schützen. In Sewastopol, ganz im Süden der Halbinsel gelegen, stellte sich ein unbewaffneter Mann den russischen Truppen entgegen. Aufhalten konnte er sie nicht. © Viktor Drachev/afp
Bürgerkrieg in Donezk, eine Stadt im Donbas, dem Osten der Ukraine
Am 18. März 2014 annektierte Russland die Halbinsel Krim. Kurz darauf brach im Donbass der Bürgerkrieg aus. Mit Russland verbündete und von Moskau ausgerüstete Separatisten kämpften gegen die Armee und Nationalgarde Kiews. Schauplatz der Schlachten waren vor allem die Großstädte im Osten der Ukraine wie Donezk (im Bild), Mariupol und Luhansk. © Chernyshev Aleksey/apf
Prorussische Separatisten kämpfen im Donbas gegen Einheiten der Ukraine
Der Bürgerkrieg erfasste nach und nach immer mehr Gebiete im Osten der Ukraine. Keine der Parteien konnte einen nachhaltigen Sieg erringen. Prorussische Separatisten errichteten Schützengräben, zum Beispiel nahe der Stadt Slawjansk. Bis November 2015 fielen den Kämpfen laut Zahlen der Vereinten Nationen 9100 Menschen zum Opfer, mehr als 20.000 wurden verletzt. Von 2016 an kamen internationalen Schätzungen zufolge jährlich bis zu 600 weitere Todesopfer dazu. © Michael Bunel/Imago
Trümmer von Flug 17 Malaysian Airlines nach dem Abschuss nahe Donezk im Osten der Ukraine
Aufmerksam auf den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine wurde die internationale Staatengemeinschaft vor allem am 17. Juli 2014, als ein ziviles Passagierflugzeug über einem Dorf nahe Donezk abstürzte. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine der Fluggesellschaft Malaysian Airlines war von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. Abgefeuert hatte die Rakete laut internationalen Untersuchungen die 53. Flugabwehrbrigade der Russischen Föderation. In den Tagen zuvor waren bereits zwei Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe in der Region abgeschossen worden. © ITAR-TASS/Imago
Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident Francois Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk
Die Ukraine wollte den Osten des eigenen Landes ebenso wenig aufgeben wie Russland seine Ansprüche darauf. Im September 2014 kamen deshalb auf internationalen Druck Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk zusammen. In der belarussischen Hauptstadt unterzeichneten sie das „Minsker Abkommen“, das einen sofortigen Waffenstillstand und eine schrittweise Demilitarisierung des Donbass vorsah. Die OSZE sollte die Umsetzung überwachen, zudem sollten humanitäre Korridore errichtet werden. Der Waffenstillstand hielt jedoch nicht lange und schon im Januar 2015 wurden aus zahlreichen Gebieten wieder Kämpfe gemeldet. © Mykola Lazarenko/afp
Wolodymyr Selenskyj feiert seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2019
Während die Ukraine im Osten zu zerfallen drohte, ereignete sich in Kiew ein historischer Machtwechsel. Wolodymyr Selenskyj gewann 2019 die Präsidentschaftswahl und löste Petro Poroschenko an der Spitze des Staates ab.  © Genya Savilov/afp
Wolodymyr Selenskyj
Selenskyj hatte sich bis dahin als Schauspieler und Komiker einen Namen gemacht. In der Comedy-Serie „Diener des Volkes“ spielte Selenskyj von 2015 bis 2017 bereits einen Lehrer, der zunächst Youtube-Star und schließlich Präsident der Ukraine wird. Zwei Jahre später wurde die Geschichte real. Selenskyj wurde am 20. Mai 2019 ins Amt eingeführt. Kurz darauf löste der bis dato parteilose Präsident das Parlament auf und kündigte Neuwahlen an. Seine neu gegründete Partei, die er nach seiner Fernsehserie benannte, erzielte die absolute Mehrheit.  © Sergii Kharchenko/Imago
Russische Separatisten in der Ost-Ukraine
Selenskyj wollte nach seinem Wahlsieg die zahlreichen innenpolitischen Probleme der Ukraine angehen: vor allem die Bekämpfung der Korruption und die Entmachtung der Oligarchen. Doch den neuen, russland-kritischen Präsidenten der Ukraine holten die außenpolitischen Konflikte mit dem Nachbarn ein. © Alexander Ryumin/Imago
Ukraine Militär
Im Herbst 2021 begann Russland, seine Truppen in den von Separatisten kontrollierte Regionen in der Ost-Ukraine zu verstärken. Auch an der Grenze im Norden zog Putin immer mehr Militär zusammen. Selenskyj warnte im November 2021 vor einem Staatsstreich, den Moskau in der Ukraine plane. Auch die Nato schätzte die Lage an der Grenze als höchst kritisch ein. In der Ukraine wurden die Militärübungen forciert. © Sergei Supinsky/AFP
Putin
Noch drei Tage bis zum Krieg: Am 21. Februar 2022 unterzeichnet der russische Präsident Wladimir Putin verschiedene Dekrete zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. © Alexey Nikolsky/AFP
Explosion in Kiew nach Beginn des Ukraine-Kriegs mit Russland
Am 24. Februar 2022 wurde der Ukraine-Konflikt endgültig zum Krieg. Russische Truppen überfielen das Land entlang der gesamten Grenze. Putins Plan sah eine kurze „militärische Spezialoperation“, wie die Invasion in Russland genannt wurde, vor. Die ukrainischen Streitkräfte sollten mit einem Blitzkrieg in die Knie gezwungen werden. Moskau konzentrierte die Attacken auf Kiew. Innerhalb weniger Tage sollte die Hauptstadt eingenommen und die Regierung Selenskyjs gestürzt werden. Doch der Plan scheiterte und nach Wochen intensiver Kämpfe und hoher Verluste in den eigenen Reihen musste sich die russische Armee aus dem Norden des Landes zurückziehen. Putin konzentrierte die eigene Streitmacht nun auf den Osten der Ukraine. © Ukrainian President‘s Office/Imago
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Fernsehansprache aus Kiew
Seit Februar 2022 tobt nun der Ukraine-Krieg. Gesicht des Widerstands gegen Russland wurde Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich zu Beginn des Konflikts weigerte, das Angebot der USA anzunehmen und das Land zu verlassen. „Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“, sagte Selenskyj. Die sollte er bekommen. Zahlreiche westliche Staaten lieferten Ausrüstung, Waffen und Kriegsgerät in die Ukraine. Hunderttausende Soldaten aus beiden Ländern sollen bereits gefallen sein, ebenso mehr als 10.000 Zivilpersonen. Ein Ende des Kriegs ist nach wie vor nicht in Sicht. © Ukraine Presidency/afp

Update, 22.05 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte Russlands Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew scharf. „Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur sind inakzeptabel und müssen sofort beendet werden“, erklärte Guterres auf X. Er forderte eine vollständige, sofortige und bedingungslose Waffenruhe, „die zu einem gerechten, umfassenden und nachhaltigen Frieden in der Ukraine führt“. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte dem UN-Generalsekretär für dessen Unterstützung.

Kein Treffen zwischen Selenskyj und Putin? Merz ist skeptisch

Update, 20.51 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet nicht mit einem baldigen Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das erklärt Merz bei einer Zusammenkunft mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in dessen Sommerresidenz Fort de Brégançon an der Côte d‘Azur.

Zu den diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs sagte der Kanzler: „Wir müssen uns mit diesem Thema heute erneut beschäftigen und dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es offensichtlich nicht zu einem Treffen zwischen Präsident Selenskyj und Präsident Putin kommen wird.“ Das sei „anders, als es zwischen Präsident Trump und Präsident Putin in der letzten Woche verabredet war, als wir gemeinsam in Washington waren“, sagte Merz.

Update, 20.25 Uhr: Nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew im Ukraine-Krieg ist US-Präsident Donald Trump „nicht glücklich über die Nachricht, aber auch nicht überrascht“, erklärt Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses. Trump werde sich im Laufe des Tages dazu äußern. Während die Sprecherin von dem russischen Angriff sprach, betonte sie auch ukrainische Angriffe auf eine russische Ölraffinerien. Trump beobachte diese Entwicklungen „aufmerksam“, so Leavitt: Vielleicht seien beide Seiten nicht bereit, den Krieg zu beenden, erklärte sie weiter.

Kiew erklärt sich bereit, direkt über ein Ende des Krieges zu verhandeln; Russland zögert ein solches Treffen hinaus und beharrt auf seinen Maximalforderungen. Mit der Ausführung scheint die Trump-Regierung Moskau und Kiew erneut auf eine Stufe zu stellen: unabhängig von Aggressor und Verteidiger, von Angriffen auf Zivilisten oder Energie-Anlagen.

Kiews Geheimdienst zerstört im Ukraine-Krieg russische Infrastruktur

Update, 18.53 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst soll am Donnerstagmorgen die Infrastruktur des Eisenbahnknotenpunkts Twer in Russland zerstört haben. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur ukrinform unter Berufung auf eine Geheimdienst-Quelle. Demnach sei unter dem Eisenbahnkesselwagen Sprengstoff angebracht worden – diese seien offenbar mit Treibstoff gefüllt gewesen. Durch eine Fernzündung sei eine gewaltige Explosion ausgelöst worden.

Der Angriff sei laut Bericht der Nachrichtenagentur Teil einer Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, die logistischen Möglichkeiten Russlands zur Versorgung seiner Truppen mit Treibstoff, Munition und Personal im Ukraine-Krieg zu zerstören.

Attacke im Ukraine-Krieg: von der Leyen nach Kiew-Angriff mit Forderung nach „stählernem Stachelschwein“

Update, 17.21 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und später mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das teilte von der Leyen in einem Post auf der Plattform X mit. Die Gespräche folgten auf die massiven russischen Angriffe auf Kiew: Bei den russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt wurden nach Angaben der Kommissionspräsidentin auch EU-Büros getroffen. Für ein Ende des Ukraine-Kriegs fordert von der Leyen: „Putin muss an den Verhandlungstisch kommen.“ Auch wiederholte sie ihre Forderung, dass die Ukraine mit Sicherheitsgarantien zu einem „stählernen Stachelschwein“ gemacht werden müsse.

Ukraine-Krieg aktuell: Ungarn erteilt Einreiseverbot gegen Chef der ukrainischen Drohnentruppen

Update, 16.17 Uhr: Spannungen zwischen Ungarn und der Ukraine: Ungarn hat den Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, mit einem dreijährigen Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt. Hintergrund: Die ukrainische Armee hatte vor anderthalb Wochen eigenen Angaben zufolge die Ölpumpstation Nikolskoje im zentralrussischen Gebiet Tambow mit Drohnen angegriffen. Ungarn und die Slowakei erhalten russisches Erdöl durch die betroffene Pipeline. Ungarischen Angaben zufolge traf erst am Donnerstag wieder russisches Erdöl über die „Druschba“-Pipeline in Ungarn ein. 

„Der jüngste schwere Luftangriff auf die Erdölpipeline ‚Druschba‘ war ein Angriff auf die Souveränität Ungarns“, teilte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto in einer Erklärung mit, die die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI veröffentlichte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft ungarischen Politikern unterdessen vor, „für den andauernden Krieg auf die Ukraine abzuwälzen“. Mit Blick auf das Einreiseverbot erklärt Selenskyj, er habe das Außenministerium angewiesen, „alle Fakten zu klären und entsprechend zu reagieren“.

Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg: Russland späht wohl Transporte in Deutschland aus

Update, 15.16 Uhr: Laut Bericht der New York Times sollen russische Drohnen Waffentransporte in Deutschland ausspähen: Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigt sich wenig überrascht. Die Bundeswehr sei nicht zuständig für die Überwachung von zivilem Territorium oder Straßenverbindungen in Deutschland, was Drohnen angehe, sagte der SPD-Politiker auf Nachfrage nach einem Treffen mit seiner spanischen Amtskollegin Margarita Robles in Berlin.

„Aber ja, dass Drohnen auch irgendwo über den Häfen, über den Eisenbahnanlagen unterwegs sind, dürfte niemanden überraschen. Es gibt aber nicht so furchtbar viel Handhabe dagegen.“ Russische Drohnen würden laut Bericht der US-Zeitung möglicherweise über Ostdeutschland Nachschubwege für westliche Militärgüter für Kiew im Ukraine-Krieg auskundschaften. Pistorius erklärte, die Zuordnung, von wo aus Drohnen gesteuert werden, sei oft sehr schwierig.

Attacke im Ukraine-Krieg: Putins Marine gelingt wohl folgenschwerer Schlag

Update, 14.07 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben ein ukrainisches Aufklärungsschiff im Donaudelta mithilfe einer Seedrohne versenkt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium handelt es sich dabei um das Schiff „Simferopol“. Dies wäre der erste dokumentierte Einsatz einer Seedrohne durch Russland im Ukraine-Krieg. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt bislang nicht vor.

Bei der „Simferopol“ soll es sich nach öffentlich zugänglichen Informationen um ein mittelgroßes Aufklärungsschiff in der Erprobungsphase handeln. Die ukrainische Marine wurde nach der Annexion der Krim durch Russland und dem Beginn der seit dreieinhalb Jahren andauernden Invasion größtenteils zerstört.

Russland rechtfertigt massive Raketenangriffe auf die Ukraine

Update, 12.58 Uhr: Der Kreml hat seinen nächtlichen Großangriff auf die Ukraine als Schlag gegen militärische Ziele gerechtfertigt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass richtete sich die Attacke gegen „Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Militärflugplätze in der Ukraine“. Russische Streitkräfte trafen jedoch auch die EU-Vertretung und den British Council in Kiew. Die Ukraine erlebte mit über 600 Drohnen und Raketen einen der massivsten Angriffe seit Kriegsbeginn.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin lässt Raketen auch auf den British Council abfeuern

Update, 12.05: Nach dem heftigen Beschuss der Ukraine mit russischen Raketen wird das Ausmaß der Schäden immer klarer: Offenbar traf ein Geschoss auch das Kulturinstitut British Council in Kiew. Dies teilte der britische Premierminister Keir Starmer laut Reuters mit. Zuvor war bereits die EU-Vertretung von der russischen Offensive beschädigt worden. „Meine Gedanken sind bei all jenen, die von den sinnlosen russischen Angriffen auf Kiew betroffen sind“, schrieb Starmer auf X. „Dieses Blutvergießen muss ein Ende haben.“

Update, 11.09: Bilanz zu Putins Raketen-Offensive im Ukraine-Krieg: Russland hat in der Nacht insgesamt mit 598 Drohnen und über 30 Raketen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete laut ntv, dass 563 Drohnen abgefangen wurden. In Kiew entstanden Gebäudeschäden. Am Vormittag stieg die Zahl der Todesopfer weiter an. Insgesamt sollen bislang 14 Menschen gestorben sein, viele wurden verletzt, darunter Kinder.

Ukraine-Krieg: Putin feuert Raketenhagel auf Kiew ab – EU-Vertretung beschädigt

Update, 9.31 Uhr: Folgenschwerer Russland-Attacke: Bei der Offensive der russischen Armee auf Kiew ist auch die EU-Vertretung beschädigt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos verurteilte demnach die „brutalen Angriffe“ auf X als „klares Zeichen, dass Russland Frieden ablehnt & den Terror wählt“. Das russische Militär verwendete bei den nächtlichen Angriffen Drohnen, ballistische Raketen, Marschflugkörper und Hyperschallraketen vom Typ Kinschal.

Update, 5.21 Uhr: Die Kampfhandlungen im Ukraine-Krieg setzen sich unvermindert fort. In der Nacht zu Donnerstag (28. August) führten beide Seiten Luftangriffe durch. Russische Streitkräfte griffen Kiew an, wobei nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in den sozialen Medien Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt zu hören waren. Zeitgleich lösten ukrainische Drohnen im russischen Gebiet Lipezk Luftalarm aus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete.

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Vor einem Treffen der EU-Außen- und Verteidigungsminister ab Donnerstag (28. August) in Kopenhagen hat sich die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas für „glaubwürdige und robuste“ Sicherheitsgarantien zur Sicherung eines künftigen Friedens in der Ukraine ausgesprochen. „Zur Rückversicherung für die Ukraine müssten die westlichen Friedenstruppen gut ausgerüstet und in der Lage sein, sich verteidigen zu können“, sagte Kallas der Welt.

Westen will glaubwürdige Sicherheitsgarantien für Ukraine

Die Sicherheitsgarantien müssten stark genug sein, um Russland von einem weiteren Angriff auf die Ukraine abzuhalten. „2022 darf sich nicht wiederholen“, sagte Kallas mit Blick auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022. Es reiche darum künftig nicht, dass der Westen die Einhaltung eines Waffenstillstandes nur überwache. „Die Ukraine muss sich bei der Sicherung von Frieden auf den Westen verlassen können. Und der Kreml muss wissen, dass eine Verletzung der Waffenruhe auch zu ernsthaften Reaktionen der Verbündeten der Ukraine führen könnte“, sagte Kallas weiter.

Die vorderste Front zur Absicherung eines Waffenstillstandes sollte allerdings nicht der Westen, sondern Kiew bilden: „Die erste Verteidigungslinie für einen Waffenstillstand wäre eine starke ukrainische Armee. Darum müssen wir alles tun, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine weiter zu stärken“, sagte Kallas.

Welche Sicherheitsgarantien für die Ukraine es im Falle einer Waffenruhe mit Russland geben könne, ist seit Monaten Gegenstand von Diskussionen. Am Sonntag, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut die Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine nach einem Ende des Krieges gefordert.

Zuvor hatte bereits Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Kiew „robuste Sicherheitsgarantien“ der westlichen Verbündeten für die Ukraine gefordert. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt dazu bereit erklärt, europäische Friedenstruppen aus der Luft abzusichern. Russland lehnt die Stationierung europäischer Truppen in der Ukraine strikt ab.

Ende des Ukraine-Krieges: Putins Armee marschiert trotz Verhandlungen in neue Region ein

Russische Truppen sind im Ukraine-Krieg indes erstmals in die ukrainische Region Dnipropetrowsk vorgedrungen. Die Ukraine bestätigte am Dienstag den Einmarsch russischer Soldaten in das Gebiet. Bereits im Juni gab es Berichte über Kämpfe in der Region, doch eine offizielle Bestätigung fehlte bisher. Viktor Tregubow, Sprecher der ukrainischen Streitkräfte in Dnipro, erklärte gegenüber ukrainischen Medien: „Ja, sie sind eingedrungen und die Kämpfe dauern derzeit an.“

Russland meldete bereits die Eroberung der Dörfer Saporischke und Nowogeorgiiwkja in Dnipropetrowsk. Der ukrainische Generalstab widersprach den russischen Militärangaben. Militärnahe ukrainische Quellen bewerten die Lage anders. Die Beobachtungsgruppe DeepState berichtete, Russland habe die beiden Dörfer tatsächlich „besetzt“. Das russische Militär „konsolidiere“ nun die Stellungen dort und sammle „Infanterie für einen weiteren Vormarsch“ an.

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Cherson ist derweil nach ukrainischen Angaben eine 81-jährige Frau getötet worden. Eine 53-Jährige sei bei dem Artillerieangriff in den frühen Morgenstunden verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Facebook mit. Die Frau wurde demnach in ein Krankenhaus eingeliefert. Zudem wurde nach Angaben der Militärverwaltung ein 56-Jähriger bei einem Drohnenangriff im Zentrum von Cherson verletzt. Die Staatsanwaltschaft eröffnete nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen möglicher Kriegsverbrechen. (bb mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Efrem Lukatsky/AP/dpa

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