News zum Ukraine-Krieg
Ende des Ukraine-Kriegs: Ukraine trifft erneut russische Öl-Infrastruktur
Ist ein Ende des Ukraine-Kriegs in Aussicht? In der Nacht zum Dienstag hat die Ukraine eine Ölraffinerie und eine Erdölpipeline angegriffen. Der Ticker.
Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Weitere Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.
Update, 15.45 Uhr: Wladimir Medinski, der Berater Wladimir Putins, hat den Austausch der ukrainischen und russischen Toten bestätigt. Auf Telegram schrieb er: „Heute haben wir der ukrainischen Seite 1.000 Leichen von Soldaten der ukrainischen Streitkräfte übergeben. Sie haben uns 19 gegeben“.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 14.26 Uhr: Russland hat der Ukraine 1.000 Leichen ukrainischer Soldaten überführt, die im Ukraine-Krieg gestorben sind. Das schrieb der ukrainische Koordinierungsrat für die Behandlung von Kriegsgefangenen in einer Erklärung. Nach dessen Angaben befinden sich unter den Toten auch Leichen von fünf Soldaten, die in Gefangenschaft ums Leben kamen. Sie stünden auf der Liste der Schwerverletzten, die nach den russisch-ukrainischen Gesprächen in Istanbul erstellt wurde.
Laut dem russischen Telegram-Kanal „Militärinformant“ hat die Ukraine 19 Leichen nach Russland überführt. Die gleiche Zahl hatte der russische Präsidentenberater Wladimir Medinski beim Austausch der Toten zwischen Moskau und Kiew Mitte Juli genannt. Die russischen Behörden haben den Austausch noch nicht bestätigt.
Ukraine setzt russische Ölraffinerie in Brand
Update, 13.16 Uhr: Nach ukrainischen Drohnenangriffen ist am Dienstagmorgen in einem Krankenhaus im russischen Wolgograd ein Brand ausgebrochen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur TASS. Zudem meldeten die Sender DW und BBC ein Feuer in der Wolgograder Ölraffinerie, die bereits vor wenigen Tagen Ziel eines Angriffs gewesen war. Nach Angaben des ukrainischen Militärs liefert die Anlage Erdölprodukte für die russischen Streitkräfte in der Ukraine. Zuletzt hatte die Ukraine die nach Ungarn und in die Slowakei führende russische Erdölpipeline „Druschba“ (Freundschaft) angegriffen.
Update, 11.47 Uhr: Bei dem russischen Luftangriff im Ukraine-Krieg auf die Region Poltawa ist ein 45-jähriger Mann getötet worden. Das berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf Viacheslav Chaus, den Leiter der Militärverwaltung in Tschernihiw. Der russische Luftangriff geschah in der Nacht zum Dienstag während der Gespräche zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj in Washington. Der Angriff sorgte für Stromausfälle in der betroffenen Region.
Tote in der Ukraine nach russischem Angriff im Ukraine-Krieg
Update, 10.47 Uhr: Bei russischen Angriffen im Ukraine-Krieg in der Region Donezk sind innerhalb von 24 Stunden fünf Menschen getötet worden. Das teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Wadym Filaschkin, am Dienstag auf Facebook mit. Demnach starben drei Menschen in Kostjantyniwka sowie jeweils eine Person in Dobropillja und Nowodonezk. Acht weitere Menschen seien verletzt worden.
Ende des Ukraine-Kriegs: 280 Luftangriffe von Russland in Poltawa
Update, 10.22 Uhr: Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe auf Telegram wurden bei den russischen Angriffen in der Nacht zum Dienstag, 19. August, in der Region Poltawa 280 Luftangriffe registriert. 44 von ihnen trafen den Boden, auch herabfallende Trümmerteile abgewehrter Geschosse verursachten Schäden. Infolge der Angriffe waren 1.471 Haushalte sowie 119 Betriebe ohne Strom. Einsatzkräfte arbeiten nach Behördenangaben an der Wiederherstellung der Versorgung.
Angriffe während Gespräche über das Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 6.57 Uhr: Inmitten der diplomatischen Bemühungen im Ukraine-Krieg überziehen sich Russland und die Ukraine weiter mit Drohnenangriffen. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von 23 Drohnen über verschiedenen russischen Regionen. Ukrainischen Medien zufolge schlug in Sumy eine russische Drohne in ein Wohnhaus ein und verletzte mehrere Zivilisten.
Update vom 19. August, 0.13 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die nach Ungarn und in die Slowakei führende russische Erdölpipeline „Druschba“ (Freundschaft) angegriffen. Die Attacke sei bereits in der Nacht zum Montag auf die Ölpumpstation Nikolskoje im zentralrussischen Gebiet Tambow erfolgt, teilte der ukrainische Generalstab bei Telegram mit. Das Durchpumpen von Erdöl sei komplett eingestellt worden.
Später informierte der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, darüber, dass für die Attacke Drohnen eingesetzt worden seien. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Die Pumpstation ist gut 320 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Zuvor hatte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto Kiew „Angriffe auf die Energiesicherheit“ vorgeworfen. Sein ukrainischer Kollege Andrij Sybiha entgegnete ihm, dass Ungarn trotz Warnungen seine „Abhängigkeit von Russland“ beibehalten habe.
Update, 17.26 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister, Denys Shmyhal, will die ukrainische Armee nach dem Ukraine-Krieg nicht sofort reduzieren. Gegenüber Interfax-Ukraine machte er klar: „Russland wird für die Ukraine noch lange Zeit eine existenzielle Bedrohung bleiben, möglicherweise für immer.“ Eine Verkleinerung der Truppen werde deswegen nur unter vertraglichen Absicherungen möglich sein und „vorsichtig geplant, kalkuliert und langsam“ geschehen. Die faktische Entmilitarisierung der Ukraine ist eine zentrale Forderung Putins für ein Ende des russischen Angriffskriegs. Diese hat er auch vor seinem Treffen mit Donald Trump in Alaska wieder gestellt.
Ukraine-Kriegsfront in Belarus? Russische Militärausrüstung geliefert
Update, 16.49 Uhr: Die ersten Wagenladungen mit russischer Militärausrüstung sind in Belarus angekommen. Das sagte heute Oberst Andrii Demchenko, Sprecher des ukrainischen staatlichen Grenzschutzdienstes. Russland und Belarus planen eine gemeinsame Militärübung vom 12. bis 16. September. Die Ukraine befürchtet einen Angriff von Belarus im Ukraine-Krieg. „Solange Belarus Russland unterstützt, kann die Möglichkeit einer Bedrohung von dessen Territorium nicht ausgeschlossen werden“, so Demchenko. Die Entwicklungen an der Grenze zur Ukraine würden beobachtet.
Russischer Offizier im Ukraine-Krieg schwer verwundet
Update, 16.10 Uhr: Ein ranghoher russischer Offizier ist bei einem Angriff im Ukraine-Krieg schwer verletzt worden. Das wurde nun nach Angaben von Kyiv Independent von russischer Seite bestätigt. Es handele sich um Generalleutnant Essedoulla Abatchev, den stellvertretenden Kommandeur des russischen Militärbezirks Leningrad. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hatte am Sonntag berichtet, dass Abachev bei einem Angriff des ukrainischen Militärs auf einen russischen Konvoi im Gebiet Kursk verletzt worden sei. Abachev sei ein Arm und ein Bein amputiert worden.
Ukraine-Krieg aktuell: Russisches Video zeigt Panzer mit USA-Flagge
Update, 14.30 Uhr: Der russische Sender RT hat ein Video veröffentlicht, in dem ein gepanzertes Fahrzeug mit gehisster russischer und amerikanischer Flagge im Kampfgebiet von Saporischschja zu sehen ist. Nach Angaben von RT handelt es sich dabei um einen erbeuteten US-amerikanischen gepanzerten Truppentransporter vom Typ M113. Ob die Aufnahmen authentisch sind, ist bislang unklar. RT gilt seit 2022 in der EU als Propagandamedium und ist dort gesperrt.
Update, 13.30 Uhr: Offensive an der Ukraine-Front trotz Friedensverhandlung: Nach Informationen des ukrainischen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyi verlegt Russland aktuell einige Truppen in die Region Saporischschja. „Das Ziel ist es, unsere Verteidigungslinien zu durchbrechen und tief in (unser) Gebiet vorzudringen. Ihr Ziel ist natürlich die (Besetzung) der gesamten Region“, sagte Syrski dem Sender RBC. Den Angaben zufolge ist die Region derzeit zu 70 Prozent von Russland besetzt, die Hauptstadt Saporischschja ist allerdings unter ukrainischer Kontrolle. Aktuell fokussiert Russlands Armee seine Attacken an diesem Frontabschnitt vor allem auf den Ort Pokrovsk.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland startet vor Selenskyj-Trump-Gipfel neue Offensiven
Erstmeldung: Charkiw – Vor den heutigen Spitzengesprächen in den USA über ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Russland die Ukraine erneut massiv angegriffen. Das russische Militär feuerte nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe vier Raketen und 140 Drohnen ab. Die ukrainische Luftabwehr schoss 88 Drohnen ab. In sechs ukrainischen Regionen wurden an 25 Orten Einschläge registriert.
Bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw starben mindestens fünf Menschen, darunter ein zweijähriger Junge. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Den Angaben zufolge hatten vier russische Kampfdrohnen ein mehrgeschossiges Wohnhaus getroffen.
Unter den Opfern war auch ein Kleinkind. Ein zweijähriger Junge sei bei einem Drohnenangriff am frühen Morgen getötet worden, erklärte Regionalgouverneur Oleh Synehubow. Unter den Verletzten befinden sich laut Terechow auch sechs Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren.
Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks




Ende des Ukraine-Kriegs weiter nicht in Sicht: Großbrand in Odessa nach Angriff aus Russland
Nahe der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer traf ein Luftangriff eine Anlage der Kraftstoff- und Energieinfrastruktur. Die Feuerwehr habe den entstandenen Großbrand löschen können, teilte Gouverneur Oleh Kiper mit. Nach vorläufigen Erkenntnissen habe es keine Verletzten gegeben, erklärte der staatliche ukrainische Rettungsdienst. Welche Anlage betroffen war, wurde nicht bekannt gegeben.
Auch im Gebiet Sumy im Nordosten der Ukraine gab es neue russische Angriffe. Nach regionalen Behördenangaben hat Russland die Region mit sogenannten Gleitbomben attackiert. Den Behörden zufolge wurden zwei Menschen verletzt. Raketen trafen auch die Großstadt Saporischschja. Ziel sei die Infrastruktur der Stadt gewesen, teilte der Militärgouverneur des Gebietes, Iwan Fedorow, mit. Er sprach von sechs Verletzten.
Ukraine-Krieg vor dem Ende? Daten und Fakten zum Konflikt
| Annexion der Krim | 18. März 2014 |
|---|---|
| Kriegsbeginn im Donbass | 13. April 2014 |
| Russische Invasion | 24. Februar 2022 |
| Konfliktparteien | Russland, Ukraine |
| Befehlshaber | Wladimir Putin, Wolodymyr Selenskyj |
Kiew hat derweil am Morgen aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte am vergangenen Tag etwa 940 russische Soldaten verloren. Die Gesamtzahl der russischen Verluste beträgt damit rund 1,07 Millionen Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Ende des Ukraine-Kriegs? Selenskyj spricht mit Europäern bei Trump vor
Seit fast dreieinhalb Jahren überzieht Russland die Ukraine mit einem verheerenden Krieg. Heute empfängt US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj und europäische Spitzenpolitiker, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dabei geht es um Pläne für ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs, die Trump von seinem Gipfel mit Russlands Staatschef Wladimir Putin am vergangenen Freitag in Alaska mitgebracht hat. (red mit Agenturen)
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