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News-Ticker

Ukraine-Krieg: Grüne setzen Merz beim Thema Waffenlieferungen unter Druck

Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs dauert an. Nouripour fordert größere Unterstützung für Kiew. Selenskyj will mehr Gegenangriffe. Der Ticker.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Weitere Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 8.30 Uhr: Der Grünen-Politiker Omid Nouripour fordert eine stärkere deutsche Unterstützung der Ukraine. „Die Durchhaltefähigkeit der Ukraine hängt nicht zuletzt von unseren Waffenlieferungen ab“, sagte der er Vizepräsident des Bundestages den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Deshalb müssen wir die Ukraine mit allem, was wir haben, unterstützen – auch mit Marschflugkörpern.“ Eine mögliche Taurus-Lieferung wird schon länger diskutiert. Olaf Scholz hatte dies abgelehnt. Kanzler Friedrich Merz machte Ende Mai deutlich, dass er eine Lieferung nicht ausschließe. Inzwischen wurde allerdings verabredet, dass Deutschland der Ukraine beim Bau eigener weitreichender Waffen hilft.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ende des Ukraine-Kriegs: Neue Zahlen zu Russlands Verlusten

Update, 7.40 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 790 russische Soldaten verloren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der russischen Verluste auf rund 1.074.320 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Ende des Ukraine-Kriegs: Ungarn will Friedensgespräche ausrichten

Update, 6.30 Uhr: Ungarn hat erneut angeboten, Verhandlungsgespräche im Ukraine-Krieg auszurichten. Das Angebot bestehe weiterhin, sagte Außenminister Peter Szijjarto in einem auf Facebook veröffentlichten Podcast. „Wenn wir gebraucht werden, sind wir bereit, angemessen faire und sichere Bedingungen für solche Friedensverhandlungen zu schaffen“, erklärte er.

Update vom 22. August, 5.30 Uhr: Bei einem Angriff der Ukraine auf die von Russland besetzte Stadt Jenakijewe sind nach russischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Zudem seien 21 verletzt worden, schreibt der von der Regierung in Moskau eingesetzte Gouverneur der Region Donezk, Denis Puschilin, auf Telegram. Der Angriff sei mit Raketen und Drohnen erfolgt. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Ukraine-Verhandlungen in Washington: Trump-Gipfel mit Merz und Co. in Bildern

Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus.
Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus. Auf Einladung Donald Trumps verhandelt der ukrainische Präsident dort über einen möglichen Frieden im Krieg mit Russland. © afp
Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg
Der Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg wurde in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Noch vor wenigen Tagen war nichts über ein Treffen Trumps mit Selenskyj bekannt gewesen. © imago
Trump und Putin in Alaska
Dem Treffen Trumps mit Selenskyj ging der historische Gipfel des US-Präsidenten mit Russlands Machthaber Wladimir Putin in Alaska zuvor. Die beiden Staatsoberhäupter berieten im nördlichsten US-Bundesstaat über den Ukraine-Krieg und einen möglichen Frieden. © afp
Ukraine Gipfel in Washington
Die Erwartungen an den Ukraine-Gipfel sind so hoch wie die Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird. Ursache sind unter anderem Selenskyjs letzter Besuch im Weißen Haus und die Dynamik, die seit Trumps Treffen mit Putin in die Ukraine-Verhandlungen gekommen zu sein scheint. © dpa
Selenskyj bei Trump
Im Gegensatz zum letzten Treffen Trumps mit Selenskyj im Weißen Haus war die Atmosphäre diesmal deutlich besser. Endete der letzte Auftritt noch im hitzigen Wortgefecht und im diplomatischen Debakel, waren beide diesmal um eine freundliche Beziehung bemüht. © afp
Selensky und Trump im Oval Office
Brian Glenn, Journalist beim rechtsextremen Sender Real America, hatte Wolodymyr Selenskyj beim letzten Besuch noch für seine Kleidung kritisiert. Der ukrainische Präsident erschien damals in einem Millitär-Pullover. Diesmal trug Selenskyj Anzug und Hemd. „Sie sehen in diesem Anzug fantastisch aus“, kommentierte Glenn Selenskyjs Outfit. Mit seiner Antwort hatte der ukrainische Präsident die Lacher auf seiner Seite. „Sie tragen denselben Anzug. Ich habe mich umgezogen, Sie offenbar nicht“, so Selenskyj. © afp
Vance im Oval Office
Am Treffen mit Wolodymyr Selenskyj im Oval Office nahmen neben Trump US-Außenminister Marco Rubio (r.) und Vizepräsident JD Vance teil. Der hatte den ukrainischen Präsidenten beim letzten Besuch im Weißen Haus noch attackiert und ihm Undankbarkeit vorgeworfen. © afp
Pete Hegseth
Ein weiterer Vertreter der Regierung Trumps beim Besuch Wolodymyr Selenskyjs: Verteidigungsminister Pete Hegseth. © imago
Limousine von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Weißen Haus
Nicht nur Wolodymyr Selenskyj reiste spontan nach Washington, DC. Unterstützung erhielt er beim Treffen mit Donald Trump von einer großen Delegation aus Europa. Hier kommt die Limousine von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Weißen Haus an. © imago
Meloni bei Trump
Meloni gilt als politische Verbündete Donald Trumps. Wie der Rechtspopulist in den USA setzt Italiens Ministerpräsidentin und Chefin der rechtsextremen Partei „Fratelli d‘Italia“ auf harte Abschiebepolitik und geschlossene Grenzen. In Sachen Ukraine-Krieg steht Meloni aber fest an der Seite Selenskyjs und ihrer europäischen Begleiter. © afp
Emmanuel Macron in Washington
Donald Trumps Protokollchefin Monica Crowley begrüßt Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron an der Tür des Weißen Hauses. Diese Rolle hat in der Vergangenheit bei solchen Besuchen Melania Trump übernommen. Von der First Lady war beim heutigen Ukraine-Gipfel aber zunächst nichts zu sehen. © afp
Ukraine-Treffen in Washington
Hier begrüßt Crowley Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Weißen Haus. © dpa
Alexander Stubb in Washington
Der wohl überraschendste Name auf der Liste der europäischen Delegation bei Trumps Gipfel gehört wohl Alexander Stubb. Finnlands Präsident dürfte aber eine Schlüsselrolle beim Versuch zukommen, Trump von Europas Position im Ukraine-Krieg zu überzeugen. Sein Land teilt sich mehr als 1.300 Kilometer Landgrenze mit Russland. Stubb dürfte die Aufgabe zukommen, Trump davon zu überzeugen, dass bei den Verhandlungen mit Russland nicht nur die Zukunft der Ukraine, sondern die Sicherheit Europas auf dem Spiel steht. © afp
Merz bei Trump
Mit von der Partie in Washington, DC ist Friedrich Merz. Dem Bundeskanzler wurde nach seinem letzten Besuch bei Donald Trump ein guter Auftritt attestiert. Diesmal will der CDU-Chef Wolodymyr Selenskyj bei seinen Verhandlungen über Frieden im Ukrainekrieg unterstützen. © afp
Merz bei Trump in Washington
Gegenüber der ARD bezeichnete Merz, hier bei der Ankunft am Weißen Haus, die Entwicklungen nach dem Treffen Trumps und Putins als „Licht und Schatten“. Der Bundeskanzler übte geschickt verpackte Kritik am US-Präsidenten. „Die Presse in Russland jubelt. Ein bisschen weniger wäre auch gut gewesen“, so der CDU-Chef in der Tagesschau. © afp
Ukraine Trump
In ähnlicher Besetzung hatte eine Delegation aus Europa in Sachen Ukraine-Krieg schon einmal Kontakt zu Donald Trump aufgenommen. Damals waren Keir Starmer, Emmanuel Macron, Polens Ministerpräsident Donald Tusk und Friedrich Merz in die Ukraine gefahren. Gemeinsam mit Wolodymyr Selenskyj berieten sie telefonisch mit Trump © imago
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer scheint frohen Mutes, als er zum Ukraine-Gipfel bei Donald Trump eintrifft. © dpa
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg
Die Europäische Union (EU) vertritt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg in Washington, DC. Von der Leyens letzter Besuch bei Trump endete mit einem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. © dpa
Von der Leyen und Selenskyj
Kurz vor dem Ukraine-Gipfel mit Trump in Washington, DC empfing Ursula von der Leyen Wolodymyr Selenskyj in Brüssel. Dort beriet die EU-Kommissionspräsidentin sicherlich auch das gemeinsame Vorgehen mit dem Präsidenten der Ukraine. © imago
Ukraine Gipfel in Washigton
Die große Runde in Washington, DC zum Ukraine-Gipfel versammelt: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premier Keir Starmer, die Präsidenten Alexander Stubb (Finnland), Wolodymyr Selenskyj (Ukraine), Donald Trump (USA), Emmanuel Macron (Frankreich) stellen sich mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte (v.l.n.r.) zum Gruppenbild auf. © afp
Macron und Trump in Washington
Bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz verteilte Donald Trump Komplimente in alle Richtungen. Sein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj sei wunderbar gewesen. Friedrich Merz als Freund zu haben, sei eine „große Ehre“ für ihn, so der US-Präsident. Über Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (im Bild) sagte Trump: „Ich mag ihn seit dem ersten Tag. Und ich mag ihn immer noch. Das ist ungewöhnlich.“ © afp
Meloni bei Trump in Washington
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte Donald Trump „eine großartige Führungspersönlichkeit, die viele inspiriert“. Sie habe „trotz ihres jungen Alters schon viel erreicht“, so Trump über die Rechtspopulistin. „Sie regiert auch schon eine ganze Zeit lang. Andere haben nicht so lange durchgehalten wie sie“, scherzte der US-Präsident über seine Kollegin aus Italien, das berühmt ist für seine häufigen Regierungswechsel. © afp
Vance und Starmer
JD Vance im Gespräch mit dem britischen Premier Keir Starmer. Der Vizepräsident war erst vor kurzem zum Urlaub auf den britischen Inseln. Sein Besuch im südenglischen Cotswolds löste Protest der heimischen Bevölkerung aus. © afp
Merz nach Treffen mit Trump
Nach dem ersten Gespräch mit Donald Trump beim spontanen Ukraine-Gipfel im Weißen Haus zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz sich optimistisch. Der Weg sei „offen für komplizierte Verhandlungen“. Vom US-Präsidenten forderte Merz, den Druck auf Wladimir Putin zu erhöhen. Der Kanzler wiederholte außerdem die Forderung der europäischen Vertreter nach einer Waffenruhe. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein weiteres Treffen ohne eine Waffenruhe stattfinden kann“, stellte Merz klar. © dpa
Selenskyj und Trump nach Treffen im Weißen Haus
Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den vorangegangenen Austausch mit Donald Trump als „sehr gute Unterhaltung“. Man habe über „viele sensible Dinge“ gesprochen, so der ukrainische Präsident. Trump wiederum kündigte bereits ein Dreiertreffen zwischen ihm, Selenskyj und Russlands Präsidenten Wladimir Putin an. Die Frage sei „nicht, ob, sondern wann“ ein solcher Gipfel stattfinden würde. © afp

Update, 22.03 Uhr: Im diplomatischen Bemühen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Wolodymyr Selenskyj Russland beschuldigt, ein direktes Gespräch zu vermeiden. Der ukrainische Präsident erklärte in seiner abendlichen Ansprache, Wladimir Putin versuche, sich der „Notwendigkeit“ eines persönlichen Treffens für Friedensverhandlungen zu entziehen. „Die jüngsten Signale aus Russland sind, um ehrlich zu sein, unanständig“, fügte Selenskyj hinzu. Er betonte außerdem, dass Moskau „kein Interesse daran habe, diesen Krieg zu beenden“.

Für ein Ende des Ukraine-Kriegs: Selenskyj will mehr Druck auf Russland und Putin

Update, 20.18 Uhr: Die Ukraine muss nach Präsident Wolodymyr Selenskyjs Worten von der Verteidigung zum Angriff übergehen. „Dieser Krieg muss beendet werden, wir müssen Druck auf Russland ausüben“, erklärte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Kremlchef Putin verstehe „nichts außer Macht und Druck“. Die Ukraine solle sich aus der ständigen Verteidigung lösen. US-Präsident Trump äußerte sich ähnlich auf seiner Plattform Truth Social.

Update, 19.32 Uhr: Russland hat eine US-Fabrik im Westen der Ukraine angegriffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff scharf. „Das war eine gewöhnliche zivile Anlage mit amerikanischer Investition. Dort wurden alltägliche Haushaltsgegenstände wie Kaffeemaschinen hergestellt“, sagte Selenskyj laut Kyiv Independent. Außenminister Sybiha betonte, die Fabrik habe nichts mit „Verteidigung oder Militär“ zu tun gehabt. Ein Mitarbeiter des US-Unternehmens Flex bestätigte der Nachrichtenseite den zivilen Charakter der Anlage.

Update, 18.18 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin verlangt von der Ukraine die Aufgabe der gesamten östlichen Donbass-Region. Das berichtete Reuters unter Berufung auf drei Kreml-Insider. Zusätzlich solle die Ukraine eine neutrale Haltung einnehmen, einen Nato-Beitritt ablehnen und auf westliche Friedenstruppen verzichten. Diese Forderungen gingen auf Gespräche zwischen Donald Trump und Putin in Alaska zurück.

Die Überlegungen weichen von den Kreml-Forderungen vom Juni 2024 ab. Damals forderte Putin noch die Abtretung der Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja. Donezk und Luhansk bilden gemeinsam die Region Donbass.

Bei einem Gebietsabtritt wäre der Kreml bereit, die aktuellen Frontlinien in Saporischschja und Cherson zu akzeptieren, so Reuters. Die derzeit unter russischer Kontrolle stehenden Teile von Charkiw, Sumy und Dniprotowsk würden zurückgegeben.

Update, 16.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat einen Sport-Vergleich im Ukraine-Krieg gezogen – und die Notwendigkeit für die Ukraine hervorgehoben, Russland effektiv angreifen zu können. „Es ist sehr schwer, wenn nicht unmöglich, einen Krieg zu gewinnen, ohne ein Invasorenland anzugreifen“, so Trump auf Truth Social. „Es ist wie eine großartige Sportmannschaft, die eine fantastische Verteidigung hat, aber nicht angreifen darf. Es gibt keine Chance, zu gewinnen! Ähnlich verhält es sich mit der Ukraine und Russland.“

Der ehemalige US-Präsident Joe Biden habe dies nicht erkannt und der Ukraine lediglich eine verteidigende Haltung ermöglicht. Trump fügte hinzu: „Wie konnte das nur funktionieren? Unabhängig davon wäre dieser Krieg nie ausgebrochen, wenn ich Präsident wäre – KEINE CHANCE. Interessante Zeiten stehen bevor!!!“

USA und EU entwickeln militärische Aktionen für die Ukraine im Krieg gegen Russland

Update, 16.22 Uhr: Die USA und mehrere europäische Staaten haben militärische Optionen für die Ukraine entwickelt. Dies berichtete Reuters unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Die von Militärchefs der Länder erarbeiteten Optionen sollen den jeweiligen nationalen Sicherheitsberatern zur Prüfung vorgelegt werden. Dies geschehe im Rahmen aktueller diplomatischer Beziehungen.

Update, 15.28 Uhr: Die Ukraine plant ab dem kommenden Winter die Massenproduktion ihrer Langstreckenrakete „Flamingo“. Dies gab Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch (20. August) bekannt, wie der Kyiv Independent berichtete. Mit Langstreckenwaffen könnte die Ukraine Ziele tief in Russland erreichen und die dortige Kriegsmaschinerie angreifen.

Russlands Präsident Wladimir Putins (l.) Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs sickern durch. Kiew müsste herbe Gebietsverluste einstecken.

China soll „aktive Rolle“ für Ende des Ukraine-Kriegs einnehmen – Wadephul stellt Forderungen an Peking

Update, 14.40 Uhr: Deutschlands Außenminister Johann Wadephul forderte China auf, mehr Druck auf Putin für einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg auszuüben. Das mit Russland verbündete Land müsse „eine aktive Rolle bei der Beendigung dieses Konfliktes spielen“, sagte Wadephul nach einem Treffen mit dem Generalsekretär des Verbandes Südostasiatischer Nationen (Asean) in Jakarta. China habe dies „bedauerlicherweise nicht gemacht, obwohl es mehrfach dazu aufgefordert worden ist“.

Peking müsse „politischen Druck, aber auch wirtschaftlichen Druck“ ausüben. „Bisher sehen wir ja eher Ausweichbewegungen Russlands, wenn ich auf die jüngsten Erklärungen des Außenministers Sergej Lawrow blicke“, kritisierte Wadephul. Er fügte hinzu: „Aber wenn China diese Strategie ändern sollte - und dafür ist es ja bekanntlich nie zu spät -, dann kann ich mir auch für die Zukunft eine konstruktive Rolle Chinas vorstellen.“

Update, 14.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump überlässt die Planung eines möglichen Treffens zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin zunächst den beiden Staatschefs. Trump will nach Angaben von Regierungsbeamten gegenüber dem Guardian außerdem erst nach einem bilateralen Treffen zu einem Dreiergespräch hinzustoßen.

Update, 13.47 Uhr: Bei einem nächtlichen russischen Raketenangriff auf die ukrainische Oblast Transkarpatien wurde nach Angaben des regionalen Verwaltungschefs Myroslaw Biletsky ein Werk des US-Tech-Unternehmens Flex getroffen. Mindestens 19 Menschen wurden verletzt, berichtete Ukrainska Pravda.

Update, 13.11 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine Stationierung von europäischen Streitkräften in der Ukraine als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. Mit Blick auf mögliche Sicherheitsgarantien europäischer Staaten für die Ukraine sprach Lawrow am Donnerstag von „ausländischer Intervention in Teilen der Ukraine“. Dies wäre für Russland „völlig inakzeptabel“, sagte er bei einem Besuch seines indischen Kollegen in Moskau.

Lawrow sagte weiter, „das ukrainische Regime und seine Vertreter“ seien „nicht interessiert“ an einer „nachhaltigen, fairen, langfristigen“ Friedensvereinbarung. Derzeit laufen die diplomatischen Bemühungen für eine Friedenslösung im Ukraine-Konflikt unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump auf Hochtouren.

Ende des Ukraine-Krieges: Selenskyj nennt mögliche Orte für Treffen mit Putin

Update, 11.52 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin an eine Vereinbarung zu Sicherheitsgarantien für sein Land geknüpft. „Wir wollen innerhalb von sieben bis zehn Tagen eine Übereinkunft zur Architektur der Sicherheitsgarantien erreichen“, erklärte Selenskyj. Darauf aufbauend könne ein trilaterales Treffen mit US-Präsident Donald Trump und Putin abgehalten werden. China dürfe bei den Sicherheitsgarantien nach einem möglichen Friedensabkommen mit Russland allerdings keine Rolle spielen, forderte er.

Als Ort für einen möglichen Dreier-Gipfel kämen für ihn die Schweiz, Österreich oder auch die Türkei infrage, erklärte Selenskyj weiter. Budapest halte er als Gipfelort angesichts der Annäherung zwischen Ungarn und Russland für „nicht einfach“, fügte er hinzu. Die Ukraine befürworte einen Treffpunkt an einem neutralen Ort.

Update, 10.15 Uhr: Die Ukraine hat nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine neue Rakete mit 3000 Kilometern Reichweite getestet. Die Tests an der als Flamingo bezeichneten Rakete seien erfolgreich gewesen, sagte Selenskyj in am Donnerstag zur Veröffentlichung freigegebenen Bemerkungen zu Reportern. „Sie ist derzeit unsere erfolgreichste Rakete – sie kann 3000 Kilometer weit fliegen, was bedeutend ist“, fuhr Selenskyj fort. Die Massenproduktion könne spätestens im Februar beginnen.

Ende des Ukraine-Krieges: Massive russische Angriffe gegen ukrainisches Territorium

Update, 9.05 Uhr: Russland hat die Ukraine nach ukrainischen Angaben in der Nacht zum Donnerstag mit hunderten Drohnen und Raketen angegriffen. Die russischen Streitkräfte hätten 574 Drohnen und 40 Raketen gestartet, erklärte die ukrainische Luftwaffe am Donnerstag. 546 Drohnen und 31 Raketen seien von der Luftabwehr abgeschossen worden. Es handelt sich um den heftigsten russischen Angriff seit Wochen.

Update, 7.25 Uhr: Die Ukraine arbeitet eigenen Angaben zufolge an einem Sicherheitskonzept für die Zeit nach einem Ende des russischen Angriffskrieges auf ihr Land. „Unsere Teams, vor allem das Militär, haben bereits mit der aktiven Arbeit an der militärischen Komponente der Sicherheitsgarantien begonnen“, schrieb der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andryj Jermak, auf der Plattform X. Es werde auch ein Plan mit notwendigen Maßnahmen für den Fall entwickelt, dass Russland den Krieg weiter verlängere.

Jermak hatte sich zuvor mit nationalen Sicherheitsberatern Deutschlands, Italiens, Frankreichs, des Vereinigten Königreichs, Finnlands sowie der EU und der Nato abgestimmt. Die Ukraine sei zu jedem Dialogformat über eine faire Beendigung des Krieges bereit, schrieb er weiter. „Die Russen müssen entweder die notwendigen Schritte unternehmen – oder sich auf zusätzlichen, wirklich schmerzhaften Druck seitens der Welt gefasst machen.“ Man habe mit den Partnern vereinbart, „unsere Positionen täglich abzustimmen“.

Erstmeldung: Trotz der laufenden Friedensbemühungen lassen die russischen Angriffe auf die Ukraine nicht nach. In der Nacht sei eine Reihe von Kampfdrohnen und Raketen in Richtung ukrainischer Städte gefeuert worden, schrieb das Portal „The Kyiv Independent“. Nach Angaben der Nachrichtenagentur RBK-Ukraine waren Explosionen etwa in der Hauptstadt Kiew und in der westukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg) zu hören. 

RBK-Ukraine schrieb unter Berufung auf Gebietsgouverneur Maksym Kosyzkyj, in der Region Lwiw sei die Luftabwehr im Einsatz. In Kiew sei bereits am Mittwochabend Luftalarm ausgegeben worden - die Drohnenangriffe hätten dort über Nacht angehalten. Auch hier sei die Luftabwehr aktiv. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben, schrieb die Nachrichtenagentur unter Berufung auf Kiews Militärverwaltung. Zu Verletzten und Schäden gab es zunächst keine genauen Angaben.

Rubriklistenbild: © Christian Lademann/Bernd von Jutrczenka/dpa(2)/Montage

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