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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nimmt erneut Russlands Wirtschaft ins Visier – Attacke auf Ölraffinerie

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker. Russlands Verluste steigen, Putin verliert weiter Soldaten. Kiew hat erneut Russlands Wirtschaft attackiert.

Dieser Ukraine-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem neuen News-Ticker.

Update, 27. Januar, 5:11 Uhr: Russland hat die ukrainische Großstadt Charkiw mit Drohnen und Raketen angegriffen. Bei 80 Prozent der Bevölkerung in der Stadt und der umliegenden Region ist nach offiziellen Angaben der Strom ausgefallen.

Getroffen wurden neben der Energie-Infrastruktur auch Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten, wie der Gouverneur der Region mitteilte. Zwei Menschen wurden verletzt. Auch aus der Stadt Krywyj Rih wurde der Einschlag einer Drohne in einem Hochhaus gemeldet, wie Reuters berichtet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Pistorius: Russische Angriffe auf Ukraine während Verhandlungen „besonders zynisch“

Update, 20:23 Uhr: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die fortwährenden russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur als „besonders zynisch“ bezeichnet. Während in Abu Dhabi über eine mögliche Waffenruhe verhandelt werde, setze Russland „mit unerbittlicher Härte und Brutalität in einem bitterkalten Winter“ seine Angriffe fort, um „völkerrechtswidrigen Terror gegen die ukrainische Bevölkerung auszuüben“, erklärte Pistorius am Montag bei einer Pressekonferenz in Berlin mit dem litauischen Verteidigungsminister Robertas Kaunas.

Pistorius ging auch auf die Forderungen aus Kiew nach zusätzlicher Munition für die Luftverteidigung ein. Er betonte, dass Deutschland bereits „überproportional viel“ geleistet habe, insbesondere durch die Bereitstellung von Patriot-Systemen. Dabei habe Deutschland „mehr als ein Drittel“ seiner eigenen Kapazitäten abgegeben. Weitere Lieferungen seien momentan nicht möglich, da die Bundeswehr auf Ersatz warte und ihre Ausbildungs- sowie Wartungsfähigkeit sicherstellen müsse.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Russische Angriffe: Selenskyj fordert Luftverteidigung auf schnellere zu reagieren

Update, 19:51 Uhr: Angesichts der erheblichen Schäden an der Energieinfrastruktur durch russische Angriffe forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine verstärkte Flugabwehr zum Schutz dieser Anlagen. In seiner abendlichen Videobotschaft betonte er: „Die Führung der Luftstreitkräfte muss beim Schutz deutlich schneller reagieren.“ Diese Forderung habe er auch bei einem Treffen mit dem Verteidigungsminister und dem Kommandeur der Luftstreitkräfte geäußert. Russische Angriffe haben im gesamten Land zu erheblichen Strom- und Heizungsausfällen geführt. Fast die gesamte Ukraine, einschließlich Kiew, leidet unter Notabschaltungen der Stromversorgung.

Update, 18:57 Uhr: Russische Angriffe im Ukraine-Krieg haben das Kiewer Höhlenkloster beschädigt. „Zum ersten Mal seit den Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde das Kiewer Höhlenkloster infolge militärischer Aktivitäten getroffen“, erklärte Maksym Ostapenko, der Generaldirektor des historischen Reservats, gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Am 24. Januar traf ein Luftangriff die UNESCO-Welterbestätte und bedeutende heilige Stätte der Ostorthodoxie. Eine Explosion beschädigte mehrere Fenster und die Gipswand an zwei der Gebäude.

Details zu Ukraine-Verhandlungen: Russland hinter verschlossenen Türen pragmatisch

Update, 18:21 Uhr: Der Kyiv Independent berichtet, dass US-Unterhändler bei Gesprächen über den Ukraine-Konflikt hinter verschlossenen Türen einen pragmatischeren Ton von russischen Vertretern wahrgenommen haben. Dies steht im Gegensatz zur scharfen öffentlichen Rhetorik Moskaus, wie zwei informierte Personen gegenüber dem Kyiv Independent erklärten. Ein US-Beamter sagte: „Sie äußern normalerweise ihre maximalistischen Forderungen, und dann erlauben sie ihren privaten Verhandlungsteams, flexibel zu arbeiten.“

Nach dem Besuch US-Gesandter in Moskau am 22. Januar bekräftigte Kreml-Berater Juri Uschakow öffentlich die territorialen Maximalforderungen Russlands an die Ukraine. Der US-Beamte erklärte, solche Äußerungen seien Teil der russischen Strategie, um Moskaus Position im Ukraine-Konflikt in der Öffentlichkeit zu festigen. Diese Aussagen würden jedoch nicht den Inhalt der Verhandlungen widerspiegeln.

Update, 17:46 Uhr: Laut einer Umfrage ist die deutsche Wirtschaft nicht ausreichend auf einen Kriegsfall vorbereitet. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft befragte über 1000 Unternehmen in Deutschland und stellte fest, dass nur etwas mehr als ein Fünftel von ihnen Vorkehrungen für den Ausfall von Infrastruktur getroffen hat.

Nur etwa fünf Prozent der Unternehmen hätten Maßnahmen für den Fall von kriegsbedingten Personalausfällen, wie die Einberufung von Reservisten, ergriffen. Zudem seien viele Unternehmen nicht auf Störungen in den Lieferketten vorbereitet. Positiv sei jedoch, dass die meisten Unternehmen Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe implementiert haben, was rund 86 Prozent der Befragten angaben.

NATO-Chef Rutte wirbt bei EU für Flexibilität im Umgang mit Ukraine-Kredit

Update, 17:10 Uhr: EU-Staaten sollen laut NATO-Chef Mark Rutte flexibel mit dem Ukraine-Kredit umgehen. Die EU solle nicht zwingend darauf bestehen, dass die Ukraine die 90 Milliarden Euro ausschließlich für Rüstungsgüter aus der EU verwendet, erklärte er gegenüber EU-Abgeordneten, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Derzeit sei die Europäische Union nicht in der Lage, Kiew in ausreichendem Maße mit dem zu versorgen, was es „heute zur Verteidigung und morgen zur Abschreckung“ benötigt.

Update, 16:26 Uhr: Das russische Außenministerium äußerte heftige Kritik an der Entscheidung der EU ein Importverbot für russisches Erdgas zu verhängen. Maria Sacharowa, die Sprecherin des Ministeriums, sagte am Montag im russischen Sender Zvezda: „Es lässt sich schwer sagen, ob sie nun glückliche Vasallen oder unglückliche Sklaven sind – die Zeit wird es zeigen. Aber in jedem Fall haben sie ihre Freiheit aufgegeben.“

Die EU plant, bis Ende 2026 den Import von Flüssigerdgas (LNG) aus Russland einzustellen. Ab Oktober 2027 soll auch der Import von Pipeline-Gas aus Russland in die EU unterbunden werden.

Bayerischer Ministerpräsident Söder skeptisch über möglichen EU-Beitritt der Ukraine

Update, 15:38 Uhr: Die CSU zeigt sich skeptisch gegenüber einem möglichen EU-Beitritt der Ukraine. Parteichef Markus Söder äußerte nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München: „Wir sind da zurückhaltend, weil wir natürlich sehen, dass es den Charakter der EU völlig verändert“.

Sollte die Ukraine institutionell stärker an Europa gebunden werden, sei ein grundlegender und völlig neuer Reformvertrag für Europa erforderlich. Söder ist der Ansicht, dass die derzeitigen EU-Strukturen nicht ausreichen würden, um eine Erweiterung mit der Ukraine zu realisieren. Er führte die Landwirtschaft als Beispiel an und betonte, dass es auch in anderen Bereichen nicht passen würde – „deswegen große Zurückhaltung“. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Tür für die Ukraine generell verschlossen werde. In einem solchen Fall müsste sich Europa jedoch selbst völlig neu organisieren.

Selenskyj über neue Gespräche mit Russland: „Vorbereitung für trilaterale Treffen“ laufen

Update, 15:14 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass bei dem Treffen in Abu Dhabi hauptsächlich militärische Angelegenheiten erörtert worden seien. Am Wochenende seien jedoch auch politische Themen zur Sprache gekommen, fügte der Präsident hinzu. Selenskyj äußerte sich auf X mit den Worten: „Die Vorbereitungen für neue trilaterale Treffen in dieser Woche laufen jetzt.“

Update, 14:29 Uhr: Angesichts zunehmender Bedrohungen im Ostseeraum forderte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) eine stärkere länderübergreifende Widerstandsfähigkeit. Der Ostseeraum werde vermehrt Ziel hybrider Angriffe aus Russland, wie etwa durch beschädigte Unterseekabel, Schiffe der Schattenflotte und Attacken auf Offshore-Windparks, erklärte Wadephul am Montag während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der lettischen Außenministerin Baiba Braze in Riga. „Da braucht es besseren Austausch zwischen uns Ostseeländern.“

Besonders wichtig sei es, zu klären, wer die Verantwortung für die Verteidigung in internationalen Gewässern trage. Dies sei „eine große gemeinsame Aufgabe“, für die „wir uns jetzt schnell an die Arbeit machen müssen“, betonte der Bundesaußenminister. Zudem müsse die „Überwachungsfähigkeit verstärkt“ und die Abschreckungsmaßnahmen erweitert werden.

Wadephul prangert fehlendes Entgegenkommen Russlands bei Ukraine-Verhandlungen an

Update, 13:34 Uhr: Johann Wadephul (CDU) kritisiert die mangelnde Kompromissbereitschaft Russlands in den Friedensverhandlungen zum Ukraine-Konflikt. Bei einem Besuch in Riga äußerte der Bundesaußenminister, dass er nach den Gesprächen am Wochenende in Abu Dhabi vor allem „ein stures Beharren Russlands in der entscheidenden territorialen Frage“ wahrgenommen habe.

Ein stabiler Frieden im Ukraine-Konflikt setze voraus, „dass Russland überhaupt eine Bereitschaft zum Friedensschluss“ zeige. Wadephul befürchtet, dass die Verhandlungen sich in die Länge ziehen könnten, falls Russland weiterhin „keine Beweglichkeit“ zeige. Er betonte zudem: „Deswegen müssen wir in Europa uns jetzt darauf einstellen, dass wir weiter gefordert sind, die Ukraine zu unterstützen.“

Lage im Ukraine-Krieg: Front bei Pokrowsk wieder unter Druck durch Russland

Update, 12:59 Uhr: Im Ukraine-Krieg haben russische Truppen ihren Druck auf die Fronten bei Pokrowsk und Otscheretyne erhöht. Dabei setzten sie auf Taktiken mit kleinen Infanterieeinheiten. Das ukrainische Militär berichtete in einem Update, dass allein in der letzten Woche etwa 400 Gefechte in diesen Regionen stattfanden.

Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj betonte, der Angreifer habe seine Bemühungen um einen Durchbruch nicht eingestellt und ziehe weiterhin Reserven heran. „Unsere Hauptaufgabe ist es, dem Feind maximale Verluste zuzufügen, seine Reserven zu zerstören und sein Angriffspotenzial konsequent zu reduzieren“, äußerte Syrskyj in sozialen Netzwerken.

Update, 12:25 Uhr: Das ukrainische Militär hat ⁠nach eigenen Angaben in der Nacht die Ölraffinerie Slawjansk Eko ‍in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen, teilte die Armee über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Im Zielgebiet seien Explosionen zu hören gewesen. Ersten Informationen zufolge seien Teile einer Ölverarbeitungsanlage getroffen worden.

Russische Soldaten an der Front im Ukraine-Krieg. (Archivbild)

Update, 11:45 Uhr: Die Friedensgespräche in Abu Dhabi haben nach Auffassung Russlands in einem „konstruktiven Geist“ stattgefunden. Zugleich sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut Reuters vor der Presse, dass es ein Fehler wäre, „von diesen ersten Kontakten bedeutende Ergebnisse zu erwarten“. Es liege noch viel Arbeit vor allen Beteiligten. „Aber wenn man durch Verhandlungen etwas erreichen will, muss man konstruktiv miteinander sprechen“, fügte er hinzu.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Gebietsfrage für Russland von grundlegender Bedeutung

Update, 10:55 Uhr: Die ukrainische Luftabwehr hat in der Nacht 110 von 138 russischen Drohnen abgeschossen. Bei dem massiven Angriff auf die Ukraine kamen überwiegend Schahed-Kampfdrohnen zum Einsatz. Treffer wurden an elf Orten registriert. An der Abwehr beteiligten sich Flugzeuge, Flugabwehrraketen-Einheiten, elektronische Kampfführung und mobile Feuergruppen.

Update, 9:45 Uhr: Russland hat die Gebietsfrage als zentralen Punkt bei ‍den Friedensgesprächen mit der Ukraine und den USA bezeichnet. Das Thema sei für Russland von grundlegender Bedeutung, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA. Zugleich bewertete er demnach ⁠den bisherigen Verlauf ​der Verhandlungen positiv und sprach von „konstruktiven Gesprächen“. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Gespräche in Abu Dhabi als konstruktiv bezeichnet und ein baldiges Folgetreffen in Aussicht gestellt. Ein Hauptstreitpunkt ist ⁠der russische Anspruch auf ⁠Gebiete in der Ostukraine.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland greift Saporischschja an

Erstmeldung: Moskau/Kiew – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt auch am 26. Januar angespannt. Wie der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja berichtet, haben russische Streitkräfte in der Nacht zu Montag die Stadt erneut angegriffen. „Der Feind hat Saporischschja angegriffen. Am Ort des Geschehens ist ein Feuer ausgebrochen. Ersten Berichten zufolge gab es keine Opfer“, schrieb Ivan Fedorov auf Telegram zur jüngsten Eskalation im Ukraine-Krieg.

Derweil wurde bekannt, dass sich Präsident Wolodymyr Selenskyj am 25. Januar die im Exil lebende belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in Vilnius getroffen hat. Swetlana Tichanowskaja gilt weithin als Gewinnerin der belarussischen Präsidentschaftswahlen 2020, bei denen sie den langjährigen Machthaber Alexander Lukaschenko herausfordert hat. „Im Namen der Belarussen habe ich meine volle Solidarität mit dem ukrainischen Volk im Kampf für die Freiheit und meinen tiefen Respekt vor der außergewöhnlichen Führungsrolle von Präsident Selenskyj zum Ausdruck gebracht“, schrieb Tichanowskaja nach dem Treffen.

Selenskyj hat sich derweil zu den Fortschritten beim Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. Wie der ukrainische Präsident erklärte, müssten auch die USA bereit sein, bei den Verhandlungen Kompromisse einzugehen. Wie Ukrainska Pravda schreibt, sagte Selenskyj während einer Pressekonferenz am Sonntag, dass während der trilateralen Gespräche ein „20-Punkte-Plan und problematische Fragen erörtert wurde, es gab viele problematische Fragen, jetzt gibt es weniger“.

Zudem sagte er, dass sich Russland im Ukraine-Krieg weiter daran interessiert sei, die Ziele von Wladimir Putin zu erreichen. „Auf dem Schlachtfeld sind sie dazu noch nicht in der Lage. Unsere Position zu unserem Territorium, zur territorialen Integrität der Ukraine, die respektiert werden muss – jeder kennt unsere Position: Wir kämpfen für unseren Staat, für uns selbst, wir kämpfen nicht auf dem Territorium eines anderen Landes.“

Während weiter über eine Lösung des Ukraine-Kriegs debattiert wird, setzt Russland weiter seine Angriffe fort. Wie die ukrainische Luftwaffe schreibt, kam es in der Nacht zum 26. Januar zu Angriffen mit insgesamt 138 Drohnen. Die Attacken dauerten am Morgen noch an, da sich noch immer mehrere russische Drohnen im ukrainischen Luftraum befanden.

In der Nacht zum 26. Januar hat die Ukraine erneut Russlands Wirtschaft angegriffen. Wie unter anderem der Telegram-Kanal Exilenova+ schreibt, griffen Drohnen die Stadt Slawjansk an und setzten eine Öl-Raffinerie in Brand. Demnach berichteten Anwohner von einer Reihe heftiger Explosionen. Das regionale Einsatzkommando gab an, dass Drohnenteile auf das Gelände zweier Unternehmen gefallen seien, ohne die Art der Unternehmen zu spezifizieren.

Im Ukraine-Krieg setzt Kiew schon länger auf eine gezielte Taktik gegen Russlands Wirtschaft. Immer wieder wird die Öl- und Gasinfrastruktur angegriffen, um die wichtige Einnahmequelle Moskaus hart zu treffen. Reuters berichtete am 19. Januar unter Berufung auf eigene Berechnungen, dass die Steuereinnahmen des russischen Bundeshaushalts aus Öl und Gas in diesem Monat im Vergleich zum Januar 2025 voraussichtlich um 46 Prozent sinken werden.

Im Verlauf des vergangenen Tages hat Russland im Ukraine-Krieg 1020 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs am 26. Februar 2022 sind Russlands Verluste damit auf etwa 1.235.060 Soldaten angestiegen. Zudem hat Wladimir Putin 11.608 Panzer, 23.951 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.644 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)

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