News im Ticker
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Drohnen fliegen mit Starlink-Daten unter dem Radar
Putins Armee erobert Gebiete im Osten der Ukraine. Selenskyj zeigt sich zu direkten Gesprächen bereit. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker.
Update, 7:20 Uhr: In der südrussischen Stadt Slawjansk-na-Kubani sind örtlichen Angaben zufolge nach dem Absturz von Drohnenfragmenten Brände in zwei Betrieben ausgebrochen. Eine Person wurde dabei verletzt, wie das regionale Notfallzentrum mitteilt. Um welche Unternehmen es sich genau handelt, ließ die Behörde offen. In der Stadt befindet sich unter anderem eine private Raffinerie, die auch für den Export produziert.
Update, 6:30 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden ist es an der Front dem Generalstab der Ukraine zufolge zu 129 Gefechten gekommen. Die Lage an der Pokrowsk-Achse wird vom Militär laut Ukrinform weiter als höchst angespannt gewertet. Die russischen Truppen haben dort nach ukrainischen Angaben bis Sonntagabend 90 Soldaten verloren.
Update, 26. Januar, 4:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja haben sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius getroffen. Selenskyj habe sie bei dem Treffen zu einem Besuch nach Kiew eingeladen, schrieb die im Exil lebende Tichanowskaja bei Telegram. Ihren Angaben nach war es das erste bilaterale Treffen der beiden. Tichanowskaja dankte dem ukrainischen Präsidenten für die Aufnahme freigelassener politischer Häftlinge aus Belarus. Selenskyj schrieb zunächst nichts über das Treffen in sozialen Medien.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland nutzt Starlink für Drohnen
Update, 21.28 Uhr: Die Truppen von Wladimir Putin haben erstmals im Ukraine-Krieg Schahed-Drohnen über Starlink-Satelliten gesteuert. Die Drohnen sollen ukrainische Hubschrauber nahe der Stadt Kropywnyzkyj angegriffen haben. Das sagte der ukrainische Militärexperte Serhii Beskrestnov gegenüber der Ukrainska Pravda. Die manuell gesteuerten Drohnen seien nahe am Boden geflogen, um dem Radar der ukrainischen Luftabwehr zu entgehen, so Beskrestnov. Die Starlink-Satelliten gehören zu SpaceX und liefern weltweit Internet. Genutzt werden die Daten der Firma von Elon Musk auch von den ukrainischen Streitkräften.
Update, 20:07 Uhr: Mindestens eine Person kam bei russischen Angriffen auf die Ukraine in der Nacht auf Sonntag ums Leben. Neun weitere wurden verletzt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland in der Nacht 102 Drohnen sowie zwei Iskander-Raketen auf das ukrainische Territorium ab. Die ukrainische Luftabwehr konnte 87 der Drohnen abfangen. Mindestens 15 Drohnen durchbrachen jedoch die Verteidigung und trafen zehn verschiedene Ziele. Zu den ballistischen Iskander-Raketen äußerten sich die Behörden zunächst nicht.
Update, 19:38 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, dass auch die Vereinigten Staaten zu Zugeständnissen bei den Friedensgesprächen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts bereit sein müssten. Diese Aussage machte er am Sonntag während einer Pressekonferenz mit den Regierungschefs von Litauen und Polen in Vilnius. Selenskyj verwies auf die trilateralen Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei denen ein „20-Punkte-Plan und problematische Fragen diskutiert wurden“.
Er hob hervor: „Ja, das sind zwei unterschiedliche grundsätzliche Positionen: die russische und die ukrainische. Die Amerikaner versuchen, einen Kompromiss zu finden. Wir sind bereit, in einem trilateralen Format zu kommunizieren. Das sind vielleicht die ersten Schritte in Richtung dieses Kompromisses.“ Selenskyj ergänzte: „Aber für einen Kompromiss müssen alle Seiten kompromissbereit sein. Übrigens muss auch die amerikanische Seite dazu bereit sein“, fügte er hinzu.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 18:52 Uhr: In Kiew haben russische Angriffe erhebliche Schäden an der kritischen Infrastruktur hinterlassen, die die Wärmeversorgung stark beeinträchtigt haben. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte am Sonntag, dass etwa 1330 Wohngebäude, was rund 15 Prozent des gesamten Wohnungsbestands der Stadt ausmacht, weiterhin ohne Heizung seien.
Die ukrainische Hauptstadt, in der über drei Millionen Menschen leben, bemüht sich seit den jüngsten russischen Angriffen im Ukraine-Krieg am 9., 20. und 24. Januar um die Wiederherstellung von Strom, Heizung und Wasserversorgung. Nach dem Angriff am 24. Januar waren fast 6000 der insgesamt etwa 12.000 Wohngebäude ohne Heizung.
Update, 17:54 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien nach einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs bereit zur Unterzeichnung sei. „Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort bestätigen, an dem wir es unterzeichnen werden.“ Bei einem Treffen mit dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda am Sonntag betonte Selenskyj: „Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten Staaten.“
USA loben Gespräche in Abu Dhabi: nächsten Sonntag weiteres Treffen geplant
Update, 16:33 Uhr: In den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi haben beide Seiten nach Angaben der USA „viel Arbeit“ geleistet. Sie beabsichtigen, den direkten Dialog fortzusetzen. Ein US-Regierungsvertreter teilte nach Abschluss der ersten trilateralen Gespräche in Abu Dhabi mit, dass die nächste Verhandlungsrunde am kommenden Sonntag stattfinden solle.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche. Allerdings wurden die Verhandlungen am Wochenende von erneuten intensiven russischen Angriffen auf verschiedene Regionen der Ukraine überschattet. Laut dem US-Regierungsvertreter sollen die nächsten Gespräche ebenfalls in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate abgehalten werden. Die Vereinbarung, weitere Gespräche zu führen, sei ein „gutes Zeichen“, fügte er hinzu. Während der zweitägigen Unterredungen sei bereits „viel Arbeit“ erledigt worden.
Update, 14:54 Uhr: Der Kapitän des Tankers „Grinch“, der mutmaßlich Teil der russischen Schattenflotte ist, wurde von Frankreich in Gewahrsam genommen. Das schreibt France 24, das sich auf die französische Staatsanwaltschaft beruft. Französische Spezialeinheiten beschlagnahmten den Öltanker am Donnerstag und eskortierten ihn anschließend in einen Hafen in der Nähe von Marseille. Der Kreml versucht mit der russischen Schattenflotte, die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt zu umgehen und weiterhin Öl zu exportieren.
Die Grünen fordern Taurus-Lieferung an die Ukraine
Update, 14:17 Uhr: Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat angesichts neuer russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine gefordert. „Wer Menschen im Winter die Wärme nimmt, führt keinen Krieg gegen Soldaten, sondern gegen Familien, Alte und Kinder“, sagte Brantner der Deutschen Presse-Agentur.
Kreml: Werden niemals mit EU-Chefdiplomatin Kallas reden
Update, 13:23 Uhr: Russland hat jegliche Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas kategorisch abgelehnt. „Wir werden niemals mit ihr etwas besprechen, und die Amerikaner auch nicht, das ist doch klar“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut Reuters im russischen Staatsfernsehen.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj meldet 1700 russische Drohnenangriffe binnen einer Woche
Update, 12:21 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat massive russische Angriffe der vergangenen Woche angeprangert. Allein in sieben Tagen habe Russland mehr als 1700 Angriffsdrohnen, über 1380 gelenkte Fliegerbomben und 69 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt, teilte Selenskyj laut Reuters auf X mit.
Ukraine-Krieg aktuell: Raketen beschädigen im Energie-Krieg Objekte in Russland
Update, 25. Januar, 11:22 Uhr: Trotz Gesprächen zur Beendigung des Kriegs wird in der Ukraine geschossen. Nachts gab es weitere Angriffe: Zum Einsatz gekommen seien 102 Kampfdrohnen und zwei Iskander-Raketen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 87 Drohnen wurden demnach abgewehrt, es gab aber auch Einschläge an zehn unterschiedlichen Orten.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland stößt in Charkiw vor – Trump-Gesandter kündigt weitere Gespräche an
Erstmeldung: Russland hat nach eigenen Angaben das Dorf Staryzja in der Region Charkiw eingenommen. Der ukrainische Generalstab bestätigt die Eroberung des Ortes in der nordostukrainischen Region nicht.
Wie Reuters berichtet, meldeten die ukrainischen Streitkräfte jedoch sechs russische Angriffe in dem Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium gab zudem nächtliche Attacken auf ukrainische Drohnen-Standorte und Energieanlagen bekannt. Die Angaben beider Seiten lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb Steve Witkoff, Sondergesandter von US-Präsident Donald Trump, auf der Plattform X, diese seien „sehr konstruktiv“ gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, „die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen.“
Bei den Verhandlungen geht es darum, einen Weg zur Beendigung des von Kremlchef Wladimir Putin im Februar 2022 befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu finden. Russland fordert von der Ukraine für ein Ende der Gewalt die Abtretung von Gebieten sowie den Verzicht auf einen NATO-Beitritt und eine schlagkräftige Armee. Vor allem einen weiteren Rückzug aus den bislang nicht von russischen Militärs besetzten Gebieten hat die Ukraine abgelehnt. Die USA wollen als Vermittler beide Seiten zu Kompromissen bewegen.
Russland hat derweil im Verlauf des vergangenen Tages 1020 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine berichtet, steigen Putins Verluste im Ukraine-Krieg damit auf etwa 1.234.040 Soldaten an. Seit Beginn der jüngsten Kämpfe am 24. Februar 2022 hat Russland zudem 11.605 Panzer, 23.950 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.612 Artilleriesysteme verloren. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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