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Update, 22. Januar, 6:42 Uhr: Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind heute wieder zu Gesprächen in Moskau. Dabei soll es um eine Lösung für den Ukraine-Krieg gehen, wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Kremlchef Wladimir Putin melden. Zudem wolle Putin mit den US-Vertretern über eine mögliche Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für den Wiederaufbau in den Kriegsgebieten sprechen, wie Reuters meldet.
Zuletzt hatte Putin die beiden Anfang Dezember in Moskau empfangen. Seit Monaten laufen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Auf dem Tisch liegt eine überarbeitete Fassung eines ursprünglich von den USA vorgelegten Friedensplans – wichtige Fragen sind jedoch noch offen, darunter Gebietsansprüche und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 16:15 Uhr: Die Ukraine hat erneut eine Ölraffinerie in Russland mit Drohnen angegriffen. Die Raffinerie ist in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel solcher Angriffe gewesen. Die hauptsächlich auf den Export ausgerichtete Anlage Afipsky verarbeitete 2024 rund 7,2 Millionen Tonnen Rohöl. Zudem trafen ukrainische Drohnen weitere Städte in Südrussland. Dabei wurden örtlichen Behörden zufolge insgesamt elf Menschen verletzt.
Update, 15:30 Uhr: Während seiner Rede in Davos ist US-Präsident Donald Trump auch auf den Ukraine-Krieg eingegangen. Dabei sprach er von einem „Blutbad“. Und das sei es, „was ich beenden möchte“, betonte Trump. Er werde mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin weiter beraten, noch heute könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, sagte Trump weiter.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew weiter ohne Fernwärme und Strom
Update, 14:45 Uhr: Nach russischen Raketen- und Drohnenschlägen sind weiter große Teile der ukrainischen Hauptstadt Kiew ohne Fernwärme und Strom. „Zum Stand heute früh waren etwa 4000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung, fast 60 Prozent der Hauptstadt sind ohne Elektrizität“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Er rügte dabei erneut die Stadtregierung und verlangte, die Reparaturarbeiten zu beschleunigen.
Update, 14:05 Uhr: Mitten in der Grönland-Krise hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte den Ukraine-Krieg als Kernpunkt der Bündnispolitik bezeichnet. „Das Hauptproblem ist nicht Grönland. Das Hauptproblem ist jetzt die Ukraine“, sagte Rutte beim Weltwirtschaftsforum in Davos laut The Guardian. Er sei „etwas besorgt, dass wir durch die starke Konzentration auf diese anderen Themen den Faden verlieren könnten.“
Update, 13:31 Uhr: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff plant nach seinem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin auch Gespräche mit der ukrainischen Seite. Das kündigte er laut Reuters in Davos an. „Wir planen, über Frieden, die Ukraine und Russland zu sprechen“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur. „Ich bin zuversichtlich ... wir brauchen Frieden“, betonte Witkoff.
Ukraine-Krieg aktuell: Witkoff sieht in Bitte um Putin-Treffen „wichtiges Signal“
Update, 13:13 Uhr: Der Kreml erwartet ein Treffen mit US-Gesandtem am Donnerstag (22. Januar). Die russische Seite habe um ein Treffen gebeten, sagte der US-Sondergesandte Steve Witkoff US-Medien. „Ich denke, das ist ein wichtiges Signal ihrerseits“, sagte er weiter. Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner waren zuletzt im Dezember 2025 in Moskau gewesen.
Zuvor war bekanntgeworden, dass Vertreter Russlands und der USA am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine gesprochen haben. An dem Treffen am Dienstagabend nahmen nach Moskauer Medienberichten Witkoff, Kushner und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teil.
Update, 12:24 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin plant nach Angaben Moskaus für Donnerstag (22. Januar) ein Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Die Zusammenkunft stehe „für morgen auf dem Terminkalender des Präsidenten“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der russischen Nachrichtenagentur Tass, ohne den Ort des geplanten Treffens zu nennen.
Witkoff hatte zuvor der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, er wolle zusammen mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, nach Moskau reisen.
Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern
Pro-russischer Terrorverdacht: Deutscher und Russe in Brandenburg festgenommen
Update, 11.54 Uhr: In Brandenburg sind ein Russe und ein Deutscher festgenommen worden, die jahrelang prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine unterstützt haben sollen. Sie sollen in herausgehobener Stellung in einem Verein gearbeitet haben, der unter anderem den Transport von Drohnen in die Donbass-Region organisierte, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ihnen wird demnach die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen zur Last gelegt.
Vorschlag zur „Koalition der Willigen“: Grünen-Chefin will „Fähigkeitskoalition“ als Plan B zu NATO
Update, 21. Januar, 10:42 Uhr: Grünen-Chefin Franziska Brantner hat angesichts des Konflikts mit den USA auf längere Sicht eine europäische Alternative zur NATO gefordert. Ein Ausgangspunkt könne die sogenannte Koalition der Willigen in der Ukraine-Unterstützung sein, sagte Brantner dem Handelsblatt.
Daraus könne eine „Fähigkeitskoalition“ werden, „eine Gruppe derjenigen, die vorangehen wollen“. Sie nannte neben Polen, Frankreich, Italien und dem Baltikum auch die Länder Großbritannien und Norwegen. „Europa ist zur Einigkeit verpflichtet und muss selbst verteidigungsfähig werden.“ Sie fügte hinzu: „Sonst werden wir verfrühstückt.“
Ukraine-Krieg aktuell: News zur Lage im Ticker
Erstmeldung: Kiew – Bei Minusgraden sind viele Menschen in Kiew nach russischen Angriffen ohne Heizung und Strom. Wolodymyr Selenskyj zufolge sind mehr als eine Million Menschen betroffen. Mehr als 4.000 Hochhäuser in der Dreimillionenstadt seien ohne Heizung, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft.
Er forderte den Energieversorger Ukrenergo, die Regierung, regionale Behörden und Stadtverwaltungen - dabei explizit die der Hauptstadt - auf, jede Stunde an der Energieversorgung zu arbeiten.
Selenskyj kritisierte außerdem erneut die Flugabwehr. Die Arbeit der Luftstreitkräfte gegen die Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed sei unbefriedigend, sagte er. Die Arbeit der Luftstreitkräfte müsse anders organisiert werden. Darüber sei mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gesprochen worden, führte er aus und kündigte Konsequenzen an.
Bereits am Vortag hatte Selenskyj die Neuorganisation der Flugabwehr angekündigt und den erfolgreichen Kommandeur einer Drohneneinheit, Pawlo Jelisarow, zum Vizekommandeur der Luftwaffe gemacht. Russland überzieht die Ukraine seit knapp vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
Großbritannien und Dänemark haben unterdessen als Reaktion auf die Grönland-Krise Verteidigungsgespräche für den heutigen Mittwoch (21. Januar) angekündigt. Der britische Verteidigungsminister John Healey wird nach Kopenhagen reisen, um über die Sicherheit in der Arktis zu beraten.
Die Gespräche sollen sich auf den Schutz kritischer Infrastruktur in der Ostsee und im „hohen Norden“ konzentrieren – auch die Ukraine-Unterstützung und Drohnenabwehr stehen auf der Agenda der Verteidigungsminister. Russlands Außenminister Sergej Lawrow nutzte den Konflikt unterdessen, um zu erklären, Grönland sei „kein natürlicher Teil Dänemarks“, wie Reuters berichtet.
Russland hat derweil im Verlauf des vergangenen Tages 1170 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine berichtet, steigen Putins Verluste im Ukraine-Krieg damit auf etwa 1.229.740 Soldaten an. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar 2022 hat Russland zudem 11.587 Panzer, 23.938 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.463 Artilleriesysteme in den Gefechten verloren. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)