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Nach Waffenstillstand

Nahost-Krieg: Irans 10-Punkte-Friedensplan – und wie Trump reagiert

Der vorgeschlagene Deal im Nahost-Krieg sieht die Kontrolle Teherans über die Straße von Hormus und die Aufhebung aller Sanktionen gegen das Land vor.

Die USA, Israel und der Iran einigten sich in letzter Minute auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand, nachdem Donald Trump damit gedroht hatte, dass „eine ganze Zivilisation sterben wird“, falls keine Einigung erzielt werde. Eine erhebliche Eskalation des Krieges – einschließlich der Bombardierung iranischer Kraftwerke und Brücken – wurde am Dienstag dank des von Pakistan vermittelten Abkommens vorübergehend abgewendet.

Geht der Daumen bei allen Punkten von Irans Friedensplan hoch? US-Präsident Donald Trump will mit dem Mullah-Regime verhandeln.

Iran schlug einen 10-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vor, den der US-Präsident als „praktikabel“ bezeichnete. Abbas Araghchi, Irans Außenminister, bestätigte, dass Teheran während der zweiwöchigen Frist eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewähren werde, was den globalen Ölpreisen nach einem weltweiten Anstieg der Treibstoffkosten eine dringend benötigte Atempause verschaffen soll.

Der Waffenstillstand bleibt jedoch vorläufig, und eine dauerhafte Lösung des Konflikts scheint auf dem 10-Punkte-Vorschlag der iranischen Regierungsvertreter zu beruhen. Es sei, so sagt er, „eine praktikable Grundlage, auf der verhandelt werden kann“. Das Abkommen sei ein „totaler und vollständiger Sieg“ für Washington, fügte der US-Präsident hinzu, obwohl der Vorschlag mehrere Streitpunkte enthalte, die das Weiße Haus zuvor als undurchführbar bezeichnet hatte.

Waffenstillstand im Nahost-Krieg: Trump vor der Entscheidung über Irans Friedensplan

Mit zwei Wochen bis zur nächsten Frist – wenn der Waffenstillstand ausläuft – stellt sich die Frage, ob Amerika Irans Forderungen akzeptieren wird.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

1. Garantie, dass Iran nicht erneut angegriffen wird: Die iranische Führung behauptet, von den Angriffen überrascht worden zu sein, nachdem sie vor dem Konflikt in Gesprächen mit den USA stand. Teheran will Zusicherungen, dass es nicht erneut überrumpelt wird, sofern ähnliche diplomatische Kanäle offenbleiben. Dies ist ein zentraler Punkt des Friedensabkommens und sollte für Trump kein Hindernis darstellen. Er wird jedoch voraussichtlich Sicherungen einbauen wollen, sodass der Iran bestraft wird, falls er sich nicht an die Spielregeln hält.

Iran will Kontrolle der Straße von Hormus und Urananreicherung

2. Iranische Kontrolle über die Straße von Hormus: Die wichtige Wasserstraße ist ein zentrales Druckmittel für den Iran geblieben, das er genutzt hat, um globale Treibstofflieferungen zu blockieren und Druck auf die US-Regierung, Israel und die Golfstaaten mit US-Truppenpräsenz auszuüben. Teheran will die Kontrolle über die lebenswichtige Seepassage behalten, durch die rund 20 Prozent der globalen Ölexporte fließen. Es wurde berichtet, dass der zweiwöchige Waffenstillstandsplan zwischen Teheran und Washington Iran und Oman erlaube, Gebühren von Schiffen zu verlangen, die die Straße durchqueren. Es ist unklar, ob dies Teil einer dauerhaften Einigung wäre.

Die USA werden dem Iran kaum erlauben, die Straße allein zu kontrollieren, nicht zuletzt, weil dies Teheran um zig Milliarden US-Dollar pro Jahr bereichern würde. Die Golfverbündeten der USA würden das niemals zulassen. Eine Koordinierung zwischen Teheran und Washington erscheint jedoch möglich, auch wenn noch ausgearbeitet werden muss, wie dies praktisch aussehen könnte.

3. Akzeptanz von Irans Urananreicherung: Trump bestand darauf, dass Irans angereichertes Uran – von dem er behauptete, es hänge mit der Entwicklung von Atomwaffen zusammen – während der zweiwöchigen Feuerpause „perfekt geregelt“ werde.

Die iranische Führung hat jedoch erklärt, sie wolle sich das Recht auf Anreicherung des radioaktiven chemischen Elements vorbehalten. Trump hat den Krieg damit gerechtfertigt, dass er Teheran beschuldigte, Uran mit dem Ziel anzureichern, eine Atombombe zu bauen, eine Behauptung, die nicht von der UN-Atomaufsicht gestützt wird und die der Iran bestritten hat. Der US-Präsident wird voraussichtlich auf irgendeiner Form von Obergrenze bestehen. Während die Forderung nach Urananreicherung nicht in Teherans englischsprachiger Erklärung enthalten war, die bei der UN eingereicht wurde, war sie Teil der Farsi-Veröffentlichung, die von iranischen Staatsmedien verbreitet wurde.

Feuer nahe Teheran: Das Bild soll ein brennendes Öllager zeigen, das während des Kriegs im Juni 2025 getroffen wurde.

Iran-Forderungen an Trump: Sanktionen, UN-Resolutionen und Atomaufsicht

4. Aufhebung aller Primärsanktionen gegen Iran: Die USA verhängen seit der Iranischen Revolution von 1979 in irgendeiner Form Primärsanktionen – direkte Beschränkungen für Handel und Finanztransaktionen mit dem Land. Teheran will, dass diese Embargos beendet werden. Die USA werden voraussichtlich die Aufhebung einiger Sanktionen zulassen, insbesondere solcher, die den Ölsektor betreffen.

5. Aufhebung aller Sekundärsanktionen: Sekundärsanktionen – die Bestrafung von Drittstaaten, die mit dem sanktionierten Land Handel treiben – sind ebenfalls ein Problem für Iran. Die Führung des Landes hat gefordert, sie aufzuheben. Auch dies sollte ein geringeres Hindernis darstellen, wenngleich die USA ihre Partner – darunter jene am Golf – davon überzeugen müssen, dass das Abkommen fair ist.

6. Beendigung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Iran: Der UN-Sicherheitsrat hat überwiegend Resolutionen gegen Iran im Zusammenhang mit angeblicher nuklearer Proliferation verabschiedet. Teheran will, dass diese Resolutionen aufgehoben werden. Die USA verfügen nicht über die direkte Macht, dies allein zu tun, könnten jedoch Druck auf ihre Verbündeten ausüben.

7. Aufhebung aller Resolutionen des Gouverneursrats der IAEO: Im Juni vergangenen Jahres stellte die Internationale Atomenergiebehörde erstmals seit 20 Jahren fest, dass Iran gegen seine Verpflichtungen zur Nichtverbreitung verstoßen habe. Die iranische Führung fordert, dass die vom Gouverneursrat der Organisation verabschiedeten Resolutionen aufgehoben werden. Auch dies liegt nicht direkt in der Kontrolle der USA; allgemein gilt, dass die IAEO als weltweite Atomaufsicht im Blick behalten sollte, was Iran mit seinem Uran tut, und es gegebenenfalls sanktionieren kann.

10-Punkte-Plan vom Iran: Reparationen, Truppenabzug und regionale Fronten

8. Zahlung von Reparationen an Iran: Die iranische Führung hat nach dem 39-tägigen Krieg, der in der Islamischen Republik erhebliche Schäden verursacht hat, finanzielle Reparationen von den USA und Israel gefordert. Es ist unklar, welche Summe Teheran verlangt. Die USA werden vermutlich keine direkten Reparationen zahlen, doch falls sie Iran erlauben, von Schiffen zu profitieren, die durch die Straße von Hormus fahren, könnten diese Gelder in den Wiederaufbau fließen.

9. Abzug der US-Truppen aus der Region: Iran hat gefordert, dass die USA nicht nur aus der Islamischen Republik, sondern aus dem gesamten Nahen Osten abziehen. Die USA werden dies nicht akzeptieren.

10. Ende des Krieges an allen Fronten, einschließlich Libanon: Teheran hat gefordert, den Konflikt in der gesamten Region zu beenden, einschließlich Israels Angriffen auf die Hisbollah im Libanon. Israel erklärte, es unterstütze Trumps Entscheidung, die Bombardierung Irans auszusetzen, beharrte aber darauf, dass der Waffenstillstand „nicht den Libanon einschließt“.

Hält der Waffenstillstand? Libanon, Israel und die Zukunft der Verhandlungen

Damit wird der 10. Punkt in Frage gestellt. Shehbaz Sharif, der pakistanische Premierminister, erklärte zuvor, die Waffenstillstandsvereinbarung gelte „überall, einschließlich Libanon“. Dies würde bedeuten, enormen Druck auf Benjamin Netanyahu, den israelischen Premierminister, auszuüben. Dieser Waffenstillstand umfasst Israels Feldzug gegen die Hisbollah im Libanon nicht.

Trump müsste Israel etwas Bedeutendes anbieten, damit es seine Operationen jenseits der Grenze einstellt. Wie geht es weiter? Sharif sagte, der Waffenstillstand werde sofort in Kraft treten und Islamabad, die pakistanische Hauptstadt, werde Delegierte beider Länder empfangen, um Gespräche zu führen, die am Freitag beginnen sollen.

Die Gespräche sollen darauf abzielen, eine „abschließende Vereinbarung“ zu erzielen, sagte er. Iran erklärte, es werde für die Verhandlungen zwei Wochen einräumen. Das Weiße Haus erwäge Gespräche in Pakistan, aber die Pläne seien noch nicht abgeschlossen, sagte Karoline Leavitt, die Sprecherin des Weißen Hauses.

Am Mittwoch stürzten die Öl- und Gaspreise nach der Ankündigung, dass die Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe wieder geöffnet werde, stark ab, nachdem das globale Angebot angespannt gewesen war, seit der Iran die Wasserstraße faktisch geschlossen hatte. Die Blockade der Straße aufzuheben, könnte Ländern, die auf Ölimporte angewiesen sind, vorübergehend Erleichterung verschaffen. (Dieser Artikel von Robert White entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana

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