Aktuelle Lage
Venezuela-Krise: Wieder Schüsse in Caracas - Flugabwehr beteiligt
News zum US-Angriff in Venezuela: Nach seiner Verschleppung durch US-Spezialkräfte aus Caracas wurde Maduro am Montag erstmals einem Richter vorgeführt.
Update, 8:42 Uhr: Bei den Schüssen, die in der Nacht aus Caracas gemeldet wurden, soll es sich laut CNN-Informationen über das Feuer von Flugabwehrkanonen gehandelt haben. Ein venezolanisches Ministerium erklärte später, die Polizei habe auf Drohnen geschossen, die „ohne Erlaubnis flogen“.
Update, 8:24 Uhr: Eine neue Umfrage zeigt, dass Donald Trump trotz niedriger Zustimmung zum Militäreinsatz in Venezuela bei der US-Bevölkerung offenbar punkten konnte. Zwar gaben nur etwa ein Drittel der Befragten US-Bürger an, dass sie hinter der Militäroperation stünden. Gleichzeitig stieg die allgemeine Zustimmung zu Trump aber von 39 auf 42 Prozent an - der höchste Wert, den Trump seit Oktober 2025 in der vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführten Umfrage erzielen konnte.
Update, 7:00 Uhr: Auch in der Nacht von Montag auf Dienstag soll es in Caracas zu Schusswechseln gekommen sein. Dabei habe es sich aber nicht um einen erneuten Angriff der USA gehandelt, sondern um Auseinandersetzungen verschiedener paramilitärischer Gruppen. Das berichtet der US-Sender CNN. „Es gab ein Missverständnis“, sagte demnach ein Mitglied paramilitärischer Gruppen in abgehörten Gesprächen. Das venezolanische Kommunikationsministerium erklärte, Polizisten hätten auf Drohnen geschossen, die „ohne Erlaubnis flogen“.
Update, 6:04 Uhr: Die Polizei in Venezuela fahndet nach Kollaborateuren, die bei der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen geholfen haben sollen. Ein am Montag veröffentlichtes Dekret zum Ausnahmezustand ordnet die Suche auf allen Polizeiebenen an. US-Medien hatten hzuvor berichtet, das amerikanische Militär habe beim Angriff am Wochenende örtliche Unterstützung erhalten. Eine Person aus Maduros direktem Umfeld soll kontinuierlich dessen Aufenthaltsort übermittelt haben.
Update, 6. Januar, 5:07 Uhr: In Venezuela wird es nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den nächsten 30 Tagen keine Neuwahl geben. „Wir müssen das Land zuerst wieder in Ordnung bringen. Man kann keine Wahlen abhalten“, sagte er dem US-Sender NBC News.
Venezuelas Regierung betrachtet den von den USA festgenommenen Staatschef Nicolás Maduro weiter als legitimen Präsidenten. Laut Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen eine Neuwahl an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar. Die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde inzwischen als geschäftsführende Präsidentin vereidigt.
Update, 19:41 Uhr: Nicolas Maduro hat im Bundesgericht in Manhatten bekräftigt, dass er sich weiterhin als legitimer Präsident Venezuelas betrachtet. „Ich bin unschuldig, ich bin nicht schuldig“, sagte Maduro am Montag den Berichten zufolge in dem Gerichtssaal in Manhattan. Er sei von den USA aus Venezuela „entführt“ worden. „Ich bin immer noch der Präsident meines Landes“, betonte er. Wie die New York Times berichtet, sagte Maduro beim Verlassen des Gerichtssaals auf Spanisch er sei ein „Kriegsgefangener“.
Update, 18:45 Uhr: Die erste Anhörung von Veneuelas Präsident Nicolas Maduro vor einem Bundesgericht in New York City ist beendet. Richter Hellerstein setzte die nächste Anhörung von Maduro für den 17. März an. Maduro, der am 3. Januar von US-Spezialkräften aus der venezolanischen Hauptstadt Caracas verschleppt wurde, plädierte auf nicht schuldig. Richter Hellerstein gab dem Staatschef bei der ersten Anhörung nicht die Möglichkeit, sich ausführlich zu den Ereignissen zu äußern.
Wie die New York Times aus dem Gerichtssaal berichtet, soll es sich bei dem ersten Termin um ein routinemäßiges Gerichtsverfahren gehandelt haben, das keine Hinweise auf die außergewöhnlichen Umstände der Verhaftung Maduros erkennen ließ. Zahlreiche Experten haben das Vorgehen der USA scharf kritisiert. „Die gewaltsame Gefangennahme eines Staatschefs eines anderen Staates auf dem Gebiet dieses Staates stellt völkerrechtlich einen Verstoß gegen die UN-Charta dar“, sagte Völkerrechtsexperte Christoph Safferling bereits am Wochenende der Tagesschau.
Update, 18:24 Uhr: Auf Nachfrage von Richter Alvin Hellerstein plädierte Maduro mit Blick auf die Vorwürfe gegen ihn auf nicht schuldig. „Ich bin unschuldig, ich bin nicht schuldig. Ich bin ein anständiger Mann”, sagte Maduro. Das berichtet die New York Times aus dem Gerichtssaal. Die USA werfen Maduro unter anderem „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ und Kokainhandel vor.
Update, 18:09 Uhr: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ist am Montag erstmals seit seiner Gefangenennahme durch die USA vor einem Bundesgericht in New York erschienen. Auf Nachfrage des Richters indentifizierte sich Maduro auf spanisch selbst und erklärte anschließend, er sei hier, weil er gekidnappt wurde. Das berichtet die New York Times.
Update, 17:26 Uhr: Russland und China haben die USA zur Freilassung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores aufgefordert. Der russische UN-Vertreter erklärte, es gebe keine Rechtfertigung für die „Verbrechen der USA“ in dem lateinamerikanischen Land. Chinas Vize-Botschafter bei den Vereinten Nationen zeigte sich „zutiefst schockiert“ über den illegalen US-Militäreinsatz in Venezuela. Die Kritik richtet sich gegen die Trump-Administration, die am 3. Januar Angriffe auf die venezolanische Hauptstadt Caracas ausgeführt und Maduro gefangen genommen hatte.
UN-General „zutiefst besorgt“ über US-Einsatz gegen Maduro
Update, 16:45 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat sich „zutiefst besorgt“ über den US-Militäreinsatz in Venezuela und dessen mögliche Auswirkungen auf die Stabilität des Landes geäußert. Die Operation zur Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro habe die Regeln des Völkerrechts nicht respektiert, heißt es in einer dem UN-Sicherheitsrat übermittelten Erklärung. Guterres rief alle Akteure in Venezuela zu einem Dialog auf und erklärte sich bereit, Bemühungen um eine friedliche Lösung zu unterstützen. Der UN-Chef warnte vor einer möglichen Zunahme der Instabilität in dem südamerikanischen Land.
Update, 16:03 Uhr: Nicolás Maduro wird bei seinem ersten Auftritt vor dem Bundesgericht in Manhattan wohl zunächst von einem Pflichtverteidiger vertreten. Das berichtet die New York Times. Dabei soll es sich um den langjährigen Strafverteidiger David Wikstrom handeln. Es wird jedoch erwartet, dass Maduro zusätzlich noch einen privaten Anwalt beauftragen wird. Maduro und seine Frau Cilia sollen gegen 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr deutscher Zeit) angeklagt werden.
Nach US-Einsatz gegen Maduro – Wadephul fordert Erklärung von Trump-Regierung
Update, 15:40 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat von den USA eine rechtliche Begründung für ihre Militärintervention in Venezuela gefordert. Die US-Regierung müsse „der Weltöffentlichkeit erklären, auf welcher rechtlichen Basis das geschehen ist“, sagte Wadephul dem Deutschlandfunk. Das sei bisher nicht geschehen. Wadephul bezeichnete die Situation um die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro als „außerordentlich komplex“ und schloss sich damit der Wortwahl von Kanzler Merz an.
In der Frage, ob die US-Intervention als Völkerrechtsbruch einzustufen sei, erklärte sich der Bundesaußenminister in dem Interview für nicht zuständig: „Ich leite nicht das Institut für Internationales Recht, sondern das Außenministerium.“ Deutsche Völkerrechtler hatten die US-Intervention bereits als eindeutigen Verstoß gegen internationales Recht eingestuft.
Nach US-Einsatu in Venezuela – Maduro erstmals vor Gericht in Manhatten
Update, 14:10 Uhr: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wird in diesen Momenten von einem Gefängnis in Brooklyn zum Bundesgericht in Manhattan gebracht. Der Staatschef soll dort erstmals vor einem US-Richter erscheinen. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Maduro aus der Haftanstalt eskortiert und per Hubschrauber zum Daniel Patrick Manhattan United States Courthouse transportiert wurde.
US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi hatte am Samstag erklärt, gegen den Präsidenten Venezuelas lägen Anklagen wegen Narco-Terrorismus und Kokain-Einfuhr vor. Auch seine Ehefrau Cilia Flores soll vor Gericht erscheinen.
Update, 13:00 Uhr: Die Bundesregierung will vor einer abschließenden Bewertung des US-Militäreinsatzes in Venezuela zunächst die Begründung der US-Regierung im UN-Sicherheitsrat abwarten. „Der Bundeskanzler hat unterstrichen, dass alle, auch die USA, das Völkerrecht achten müssen“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille laut Reuters. „Dies gilt ausdrücklich für staatliche Souveränität und territoriale Integrität.“ Die Regierung sehe aber, dass es sich um eine komplexe Lage handele. Er verwies darauf, dass die Wahlen in Venezuela manipuliert gewesen seien, weshalb Maduro nicht anerkannt worden sei. Ob es sich um einen völkerrechtswidrigen Einsatz der USA gehandelt hat, wollen er und die Sprecherin des Auswärtigen Amtes nicht sagen.
Venezuela-Intervention der USA – Maduro-Tanzvideos trugen laut Bericht zu US-Militäreinsatz bei.
Update, 12:00 Uhr: Warum hat Donald Trump den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus dem Amt entfernen lassen? Berichte der New York Times deuten darauf hin, dass hinter der Entscheidung auch bizarre Gründe stehen. So soll sich das Team des US-Präsidenten durch Maduros Tänze verspottet gefühlt haben, wie die Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet. Maduros „regelmäßige öffentliche Tanzeinlagen“ und andere „Zurschaustellungen seiner Gelassenheit“ in den vergangenen Wochen „bestärkten einige Mitglieder von Trumps Team in der Annahme, der venezolanische Präsident verhöhne sie“, heißt es in dem Bericht. Die Tanzeinlagen auf sozialen Medien, die das Weiße Haus routinemäßig überwacht, sollen letztlich zur militärischen Intervention in Venezuela beigetragen haben.
US-Militäreinsatz in Venezuela: China und Iran reagieren auf Maduro-Entführung
Update, 11:10 Uhr: Der Iran hat als enger Verbündeter Venezuelas nach der US-Militärintervention die Freilassung von Nicolás Maduro gefordert. „Der Präsident eines Landes und seine Ehefrau sind entführt worden. Es gibt keinen Grund, stolz zu sein, das ist ein illegaler Akt“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, laut der Nachrichtenagentur AFP in Teheran. „Wie die venezolanische Bevölkerung betont hat, muss ihr Präsident freigelassen werden“, fügte er hinzu.
USA greifen Venezuela an: Bilder zeigen Zerstörung und Maduro in Gefangenschaft




Nach US-Militäreinsatz in Venezuela: Maduro soll heute vor einem Bundesgericht in New York erscheinen
Erstmeldung: Caracas/New York – Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll heute erstmals vor einem Bundesgericht in New York erscheinen. Dort sitzt der 63-Jährige in Haft. Maduro würden um 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte offiziell eröffnet, teilte das Gericht in Manhattan mit. Maduro soll unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ und der Einfuhr von Kokain in die Vereinigten Staaten der Prozess gemacht werden.
Der linksnationalistische Staatschef war am Samstag während eines Blitzeinsatzes des US-Militärs zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores festgesetzt und außer Landes gebracht worden. Ein vom Weißen Haus im Onlinedienst X veröffentlichtes Video zeigte, wie der 63-Jährige in Handschellen und Sandalen von Beamten in eine Einrichtung der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA in New York gebracht wurde.
Maduro steht heute vor Gericht – wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt
Maduro soll sein aus Sicht der USA illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben. Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Nun gibt es eine aktualisierte Anklage.
Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister. Ebenfalls in der Ostküstenmetropole wird sich der UN-Sicherheitsrat heute in einer Dringlichkeitssitzung mit dem US-Angriff auf Venezuela befassen. Sie findet um 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) auf Bitten Venezuelas statt.
Venezuelas Interimspräsidentin ernennt Kommission zur Freilassung von Maduro
Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat unterdessen eine Kommission ins Leben gerufen, die sich für die Freilassung der Maduros einsetzen soll. Rodríguez ernannte ihren Bruder Jorge Rodríguez, den Präsidenten der Nationalversammlung, sowie Außenminister Iván Gil zu Vorsitzenden des neu geschaffenen Gremiums. Auch Informationsminister Freddy Ñáñez werde der Kommission angehören.
Nach Einschätzung ihrer Regierung bleibt Maduro rechtmäßiger Präsident. „In Venezuela gibt es einen verfassungsmäßigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist“, sagte Außenminister Yván Gil laut dem regierungsnahen Sender Telesur. „Trotz des Angriffs herrscht in Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren uneingeschränkt“, sagte er auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac).
| Name | Nicolás Maduro Moros |
|---|---|
| Geboren | 23. November 1962 |
| Geburtsort | Caracas |
| Ehepartnerin | Cilia Flores (verh. 2013) |
| Kinder | Nicolás Maduro Guerra |
| Amt | Staatspräsident Venezuelas |
US-Angriff in Venezuela – Trump droht Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Rodríguez
Unterdessen signalisierte Rodríguez Bereitschaft zur Kooperation. „Wir laden die US-Regierung dazu ein, gemeinsam an einem Programm für die Zusammenarbeit zu arbeiten“, erklärte die Interimspräsidentin im Onlinedienst Telegram. Auf Instagram ließ sie verlauten, dass es um „Frieden und Dialog“ gehe, nicht um einen Krieg. „Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.“
US-Präsident Donald Trump warnte derweil die neue Führung in Caracas. Mit Blick auf den künftigen Kurs des ölreichen Landes hat er der geschäftsführenden Präsidentin unverhohlen gedroht. Rodríguez könne eine noch „schlimmere Situation“ drohen, sagte er während eines Flugs nach Washington, DC. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben. „Er hat seine Hände gehoben. Er hat aufgegeben“, so Trump. (Quellen: dpa, AFP, Reuters) (red)
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