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Wer profitiert vom Militärschlag?
Neue Umfrage in den USA zu Trumps Angriff auf Venezuela zeigt gespaltene Meinung
Eine neue Umfrage zeigt, wie US-Bürger den Angriff auf Venezuela bewerten. Die Zustimmung fällt gering aus. Donald Trump profitiert dennoch.
Washington DC — Nur 31 Prozent der Amerikaner unterstützen den Militärschlag gegen Venezuela. Das ergab eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters. Das wiederum scheint US-Präsident Donald Trump aber nicht zu schaden. Die allgemeine Zustimmung zum US-Präsidenten steigt laut der aktuellen Umfrage auf 42 Prozent an – der höchste Wert Trumps seit Oktober 2025. Noch im Dezember hatte die Zustimmung zu Trump bei 39 Prozent gelegen.
Erstellt wurde die Umfrage zwischen dem 4. und 5. Januar 2026. Dafür wurden insgesamt 1248 US-amerikanische Erwachsene online befragt. Die Fehlerspanne der Umfrage wird mit drei Prozentpunkten angegeben. Die Einschätzung der militärischen Intervention der USA in Venezuela zeigt eine tiefe parteipolitische Spaltung innerhalb der US-Bevölkerung. Während nur elf Prozent der Befragten, die sich als Demokraten identifizieren, Donald Trumps Manöver unterstützen, liegt die Zahl bei den Anhängern der Republikaner bei 65 Prozent. Insgesamt 43 Prozent der Republikaner stimmten außerdem der Aussage zu, dass die USA die westliche Hemisphäre dominieren sollten. Bei den unabhängigen Wählerinnen und Wählern lag die Zustimmung zum Venezuela-Einsatz bei 23 Prozent.
Gleichzeitig geht im Großteil der amerikanischen Bevölkerung offenbar die Angst vor weiteren US-Interventionen in Südamerika um. 72 Prozent der Befragten befürchten laut der Umfrage, dass die USA zu stark in die Angelegenheiten des Kontinents verstrickt werden könnten. Die Sorge, dass es unter Trump nach Venezuela zu weiteren militärischen Interventionen in der westlichen Hemisphäre kommen könnte, beschäftigt laut der Umfrage Demokraten und Republikaner gleichermaßen. Trump selbst hatte nach dem Angriff auf Venezuela den Regierungen in Kolumbien, Mexiko und Kuba mit vergleichbaren Operationen gedroht, sollten sie nicht auf unterschiedliche Forderungen der US-Regierung eingehen.
Trump-Regierung rechtfertigt Angriff auf Venezuela
US-Präsident Trump hatte am Samstag (3. Januar 2026) einen Militärschlag gegen Venezuela durchführen lassen. Bei der Operation wurden Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores von einer Spezialeinheit gefangen genommen und in die USA verschleppt. Trump verkündete den Erfolg der militärischen Aktion bei einer Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida.
Von Maduro bis Milei: Die lange Liste der Populisten Lateinamerikas
Das Ehepaar ist mittlerweile in New York angekommen, wo sie vor Gericht gestellt wurden. Die USA werfen dem Machthaber Venezuelas Drogenhandel und Terrorismus vor. Während der ersten Anhörung beteuerten Maduro und seine Frau ihre Unschuld und beschuldigten die US-Regierung, die beiden aus ihrem Haus entführt zu haben. Beide plädierten auf nicht schuldig in Bezug auf die gegen sie erhobenen Drogen- und Waffenvorwürfe. Die nächste Anhörung in dem Fall ist laut dem US-Sender CNN für den 17. März angesetzt.
Der Militäraktion in Venezuela waren monatelange Vorbereitungen vorausgegangen. Die USA hatten Wirtschaftssanktionen verhängt, eine Blockade durchgesetzt und Militärschläge gegen mutmaßliche Drogenboote geführt. Diese schrittweise Eskalation sollte Venezuela unter Druck setzen. Die Trump-Administration hatte die Maßnahmen als notwendig zur Bekämpfung von Drogenhandel und Migrationswellen aus Venezuela dargestellt. (dil) (Verwendete Quellen: Ipsos, CNN, eigene Recherche)