Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Wie zu erwarten, steht nach dem ersten Wahldurchgang eine Stichwahl in der Slowakei an. Korcok verspricht Gegengewicht zu linker Regierung. Der News-Ticker.
Dieser News-Ticker zu den Präsidentschaftswahlen in der Slowakei wird fortlaufend aktualisiert.
Update vom 24. März, 9.00 Uhr: In einer in der Nacht zu Sonntag vom slowakischen Statistikamt nach Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen veröffentlichten Ergebnissen zufolge gingen im ersten Durchgang 42,44 Prozent der Stimmen an Korcok und 37,1 Prozent an Pellegrini. Die Stichwahl findet am 6. April statt.
Eine solche wird laut slowakischem Wahlgesetz nötig, wenn keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit gewinnt. Erste Teilergebnisse hatten zunächst auf einen Vorsprung Pellegrinis im ersten Wahldurchgang gedeutet.
Pellegrini ist ein Verbündeter des seit dem Herbst 2023 amtierenden russlandfreundlichen Regierungschefs Robert Fico, welcher der Ukraine militärische Hilfe zur Verteidigung gegen Russland verwehrt. Der 48-Jährige hat unter anderem die Souveränität der Ukraine infrage gestellt und Kiew zum Friedensschluss mit Russland aufgerufen.
Update vom 23. März, 23.01 Uhr: Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in der Slowakei endet wie erwartet in einer Stichwahl. Als klare Favoriten haben sich der sozialdemokratische Parlamentspräsident Peter Pellegrini und der von der liberalen Opposition unterstützte Ex-Außenminister und Diplomat Ivan Korcok hervorgetan, berichtete die dpa. Die beiden Kandidaten werden am 6. April in einer Stichwahl gegeneinander antreten.
Korcok hatte angekündigt, ein Gegengewicht zur linken Regierung von Ministerpräsident Robert Fico, darzustellen, sollte er gewinnen. Er wolle für die Unterstützung der Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland eintreten. Sein Gegenkandidat Pellegrini mahnt bei Waffenlieferungen dagegen zur Vorsicht. Er wolle sich mehr um die innenpolitische Spaltung kümmern.
Wahlen in der Slowakei: Volk bestimmt neuen Präsidenten mitten im Ukraine-Krieg
Update vom 23. März, 12.55 Uhr: In der Slowakei hat am Samstagmorgen die Präsidentschaftswahl begonnen. Es wird mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem populistischen Parlamentspräsidenten Peter Pellegrini und dem liberalen Diplomaten Ivan Korcok gerechnet. Insgesamt bewerben sich neun Kandidaten um das Amt in dem Nato- und EU-Staat mit 5,4 Millionen Einwohnern. Erreicht keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, fällt die Entscheidung in einer Stichwahl am 6. April.
Pellegrini ist ein Verbündeter des russlandfreundlichen Regierungschefs Robert Fico, welcher der Ukraine militärische Hilfe zur Verteidigung gegen Russland verwehrt. Ex-Außenminister Korcok ist hingegen ein entschiedener Unterstützer der Ukraine und vertritt ähnliche Ansichten wie die scheidende Präsidentin Zuzana Caputova, die nicht für eine zweite Amtszeit kandidiert.
„Korcok ist die einzige brauchbare Variante, da Pellegrini im Grunde ein Fico 2.0 ist“, sagte der Software-Entwickler Tomas Gubala der Nachrichtenagentur AFP, als er in der Hauptstadt Bratislava seine Stimme abgab. Der Unternehmer Roman Gejdos hingegen nannte Pellegrini „mit Sicherheit den bestmöglichen Kandidaten“. „Ich habe vollstes Vertrauen in ihn“, fuhr er fort. Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten habe Pellegrini Erfahrung in der Verwaltung eines Landes.
„Wenn Pellegrini gewinnt, könnte die Slowakei den ‚Orban-Weg‘ einschlagen“, sagte der Politikwissenschaftler Tomas Koziak von der Universität ISM Slovakia. Der pro-westliche Korcok würde hingegen gegenüber Russland eine „kompromisslose“ Haltung einnehmen, sagte Koziak.
Erstmeldung vom 22. März: Bratislava – Rund 4,4 Millionen slowakische Wahlberechtigte dürfen ein neues Staatsoberhaupt wählen – und der Ausgang der Wahl wird die Haltung Bratislavas zum Krieg in der benachbarten Ukraine beeinflussen.
Zehn Kandidaten treten an, nach Umfragen zur Slowakei-Wahl gibt es zwei klare Favoriten: Der liberale Ex-Außenminister Ivan Korcok verspricht ein Gegengewicht zur linksnationalistischen Regierung, der zur Regierungskoalition gehörende Sozialdemokrat Peter Pellegrini wirbt für ein Überwinden der politischen Spaltung. Die Wahllokale sind von 7.00 Uhr bis mindestens 22.00 Uhr geöffnet.
Slowakei-Wahl 2024: Vom Kaiserreich in die Eurozone
Die Slowaken wählen am Samstag (23. März) ihr neues Staatsoberhaupt. Voraussichtlich fällt die Entscheidung erst im April in einer Stichwahl Pellegrini und Korcok. Pellegrini ist ein Verbündeter des russlandfreundlichen Regierungschefs Robert Fico, der der Ukraine militärische Hilfe verwehrt.
Der Präsident hat in dem kleinen Nato- und EU-Staat mit 5,4 Millionen Einwohnern vor allem eine repräsentative Rolle. Er ratifiziert internationale Verträge, ernennt die wichtigsten Richter und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er kann auch sein Veto gegen vom Parlament verabschiedete Gesetze einlegen.
Nato: Die wichtigsten Kampfeinsätze des Verteidigungsbündnisses
Auch in der Bevölkerung änderte sich die Haltung: Zu Beginn des Krieges nahmen viele Slowaken ukrainische Flüchtlinge auf. In einer Umfrage der Denkfabrik Globsec gaben nun mehr als die Hälfte der Teilnehmer dem Westen oder der Ukraine selbst die Schuld am Krieg. Analysten gehen davon aus, dass solche Einstellungen auf massive Desinformation zurückzuführen sind, die auch die Parlamentswahl vergangenes Jahr stark beeinflusste.
Proteste in der Slowakei gegen Medienpolitik unter Robert Fico
Fico hat überdies mit Gesetzesplänen für einen Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens RTVS Proteste ausgelöst. Die liberale und konservative Opposition warf der Koalition aus zwei sozialdemokratischen und einer rechtspopulistischen Partei schon seit Tagen vor, einen Propagandasender der Regierung schaffen zu wollen.
Am Donnerstag (14. März) kritisierte auch Präsidentin Zuzana Čaputová das Vorhaben. Mehrere Nichtregierungsorganisationen kündigten an, die EU-Kommission einschalten zu wollen. Mehr als Tausend RTVS-Mitarbeiter unterschrieben bis zu dem Tag einen Protestaufruf und schlossen einen Streik nicht aus. (Redaktion mit Nachrichtenagenturmaterial)