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Israel-Iran-Krieg

Letzte Chance vor Nahost-Eskalation: Wadephul vermittelt im Iran-Israel-Konflikt

Wadephul und europäische Vertreter führen am Freitag Gespräche mit Irans Außenminister in Genf. Ziel ist, eine Eskalation im Nahen Osten zu verhindern.

Genf – Die Welt blickt besorgt auf den Nahen Osten und Israels Krieg. Vor allem seit der Eskalation der Angriffe zwischen den beiden Atommächten Israel und Iran hält die Welt den Atem an und hofft auf Entspannung im Nahost-Konflikt.

Vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation zwischen dem Iran und Israel planen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kollegen aus Frankreich und Großbritannien für Freitag ein Treffen mit dem iranischen Chefdiplomaten Abbas Araghtschi. An dem Gespräch in Genf solle auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teilnehmen, hieß es am Donnerstag aus europäischen Diplomatenkreisen.

Verhandlungen sollen Iran-Israel-Konflikt bremsen

Araghtschi bestätigte das Treffen. „Wir werden uns am Freitag mit der europäischen Delegation in Genf treffen“, erklärte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur der Islamische Republik Iran, Irna. Wadephul, sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und der britische Außenminister David Lamy hatten am Montag mit Araghtschi telefoniert und dabei ihre Besorgnis über die „anhaltende Eskalation von Spannungen“ in der Region ausgedrückt.

Sie kündigten an, sich weiter um eine Verhandlungslösung für das iranische Atomprogramm zu bemühen. Nach Angaben aus französischen Diplomatenkreisen riefen sie den Iran auf, „so bald wie möglich und ohne Vorbedingungen“ an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Angesichts der Angriffe Israels auf hochrangige iranische Politiker und Atomanlagen rufen die Europäer auch die Gegenseite zur Zurückhaltung auf. Doch ihre diplomatischen Bemühungen stoßen in Washington und Israel bislang offenbar auf taube Ohren.

Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran? Trump bisher tatenlos

Deutschland, Frankreich und Großbritannien bilden im Rahmen der Atomverhandlungen mit dem Iran die sogenannte E3-Gruppe. Israel hatte sein am vergangenen Freitag begonnenes militärisches Vorgehen gegen den Iran mit dem Ziel begründet, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten. Die israelische Armee bombardiert seitdem Militär- und Atomanlagen im Iran. Als Reaktion greift der Iran seinerseits Ziele in Israel mit Raketen an.

Während des G7-Gipfels in Kanada Anfang dieser Woche sagte Macron laut Politico, es sei US-Präsident Donald Trump ein Angebot unterbreitet worden, das die Aussicht auf einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran beinhaltete. Trump wies die Bemerkung des französischen Präsidenten jedoch umgehend zurück und sagte, Macron liege „Emmanuel liegt immer falsch“.

Emmanuel liegt immer falsch

Donald Trump über den französischen Staatschef Emmanuel Macron

Israel greift Iran wegen Atomwaffen an – hat aber selbst ein geheimes Nuklearprogramm

Der französische Präsident habe „seine Besorgnis über die derzeitige Eskalation zum Ausdruck gebracht, da die israelischen Angriffe immer mehr Ziele anvisieren, die nichts mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm zu tun haben“, hieß es aus dem französischen Präsidentenamt. Israels Staatschef Benjamin Netanyahu begründet seine Angriffe auf den Iran mit dessen nuklearen Ambitionen gegen Israel.

Doch anders als der Iran hat Israel selbst den Atomwaffensperrvertrag nie unterzeichnet und lenkt sein Nuklearprogramm im Geheimen. Das bedeutet, dass die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA keine Möglichkeit hat, Israels Atomwaffenarsenal zu überwachen oder zu überprüfen, wie etwa Middle East Eye berichtet. Neben Indien, Pakistan und Nordkorea gehörte Israel damit zu den vier Staaten der Welt, die über Kernwaffen, aber dem Atomwaffensperrvertrag (NVV) nicht beigetreten sind.

Über das israelische Atomprogramm ist wenig bekannt; das Land verfolgt die Politik, es weder zu bestätigen noch zu dementieren. Experten gehen davon aus, dass Israel über 90 Kernsprengköpfe verfügt.

Johann Wadephul will eine Eskalation im Nahen Osten vermeiden.

2018 kündigte Trump das Atomabkommen mit dem Iran

Westliche Staaten werfen auf der anderen Seite dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. 2015 hatte der Iran ein internationales Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsah.

2018 zogen sich die Vereinigten Staaten jedoch einseitig aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen gegen den Iran. Daraufhin zog sich Teheran seinerseits schrittweise von seinen in dem Abkommen festgehaltenen Verpflichtungen zurück und fuhr die Anreicherung von Uran hoch. (lm/afp)

Rubriklistenbild: © Balilty/Kausche/dpa

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