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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: „Nutzen das Wetter“ – Russland will Ukraine in den Blackout bomben

News zum Ukraine-Krieg im Ticker. Offenbar hat Russland eine Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Trump spricht über Sanktionen gegen Putins Wirtschaft.

Dieser Ukraine-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem neuen News-Ticker.

Update, 10. Januar, 6:13 Uhr: Großbritannien hat 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) zur Vorbereitung eines Einsatzes britischer Truppen in der Ukraine im Falle einer Waffenruhe bereitgestellt. Mit dem Geld sollten die britischen Streitkräfte mit neuer Ausrüstung ausgestattet werden, damit sie im Rahmen einer multinationalen Truppe für die Ukraine einsatzbereit seien, erklärte das britische Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenagentur AFP. Großbritannien, Frankreich und die Ukraine hatten in dieser Woche eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Entsendung von Truppen auf ukrainischem Territorium nach einer Waffenruhe vorsieht.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland soll Frachtschiffe attackiert haben

Update, 22:48 Uhr: Laut ukrainischen Angaben hat Russland im Schwarzen Meer zwei Frachtschiffe angegriffen, wobei ein syrisches Besatzungsmitglied ums Leben kam. Dies berichtete die russische Exil-Zeitung Moscow Times. Ein Schiff war auf dem Weg zum Hafen Tschornomorsk, um Getreide zu laden, während das andere in der Nähe von Odessa Sojabohnen transportierte. Der ukrainische Minister Oleksij Kuleba erklärte: „Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Russland gezielt zivile Objekte, internationale Schifffahrt und Lebensmittellogistik angreift.“ Kiew beschuldigt Moskau, wiederholt Frachtschiffe mit Lebensmitteln im Schwarzen Meer anzugreifen. Bereits im letzten Monat warf die Ukraine Russland vor, zwei türkische Frachtfähren attackiert zu haben.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22:12 Uhr: Während einer Pressekonferenz in Washington mit den Führungskräften der größten US-Ölunternehmen äußerte sich US-Präsident Donald Trump zur Frage, ob er es für notwendig halte, den russischen Präsidenten Wladimir Putin gefangen zu nehmen. Ein Journalist bezog sich auf die erfolgreiche US-Operation in Venezuela und die Entführung Maduros und fragte Trump: „Würden Sie jemals einen Befehl geben, Wladimir Putin gefangen zu nehmen?“ Trump antwortete darauf: „Nun, ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird. (...) Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihm, ich bin sehr enttäuscht.“

Update, 21:44 Uhr: Lettland plant, aufgrund der jüngsten russischen Angriffe auf Städte in der Ukraine eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zu beantragen. Das schrieb die lettische Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X. Zuvor hatte Russland die Ukraine erneut mit heftigen Luftangriffen überzogen. Nach russischen Angaben kam dabei zum zweiten Mal seit Beginn des Krieges die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik zum Einsatz.

Selenskyj erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland: „Versuchen, Städte vollständige auszuschalten“

Update, 20.30 Uhr: Russland führt nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schwere Luftangriffe auf ukrainische Städte durch, um diese unbewohnbar zu machen. „Die Russen nutzen das Wetter – die Kältewelle – und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen“, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft aus Kiew. Betroffen waren zuletzt Kiew, zuvor Dnipro, Saporischschja, Krywyj Rih und Odessa.

„Die Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, Städte vollständig auszuschalten“, erklärte Selenskyj. Er forderte Stadtverwaltungen auf, Vorbereitungen zu treffen und Bürger zu schützen. In den angegriffenen Städten fiel die Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung größtenteils aus. Die Angriffe bewiesen, dass Moskau Diplomatie und US-Friedensbemühungen ignoriere, so Selenskyj. Der Einsatz der Mittelstreckenrakete Oreschnik in der Westukraine an der EU- und Nato-Außengrenze stelle „eine gleich große Herausforderung für Warschau, Bukarest, Budapest und viele andere Hauptstädte“ dar. Kein Land sei durch seine Beziehungen zu Russland geschützt.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

IAEA verhandelt über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja

Update, 19.05 Uhr: Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja zur Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in Wien mit.

Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk im Süden der Ukraine werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung versorgt. Nötig sei eine Kampfpause etwa zehn Kilometer vom Werk entfernt, damit ukrainische Techniker die Leitung reparieren könnten, sagte Grossi. Die IAEA habe in den vergangenen Monaten schon drei Mal solche Feuerpausen ausgehandelt.

Update, 17.10 Uhr: Nach dem schweren russischen Luftangriff auf Kiew hat Bürgermeister Vitali Klitschko den Einwohnern zum zeitweiligen Verlassen der Dreimillionenstadt geraten. 6.000 Wohnblocks, die Hälfte der Mehrfamilienhäuser der ukrainischen Hauptstadt, könnten derzeit nicht geheizt werden, schrieb Klitschko auf Telegram. „Die städtischen Dienste arbeiten im Notfallmodus.“ 

Der Angriff der vergangenen Nacht sei für die Infrastruktur von Kiew der bislang folgenschwerste des Krieges gewesen. Die Lage werde durch den strengen Winter verschärft. Wer anderswo Energie und Wärme finden könne, sollte die Hauptstadt vorübergehend verlassen, schrieb Klitschko. Dies war kein offizieller Aufruf zur Evakuierung, sondern als Ratschlag an die Kiewer gemeint, auf ihre ofengeheizten Datschen zu fahren oder sich bei Verwandten und Freunden in weniger betroffenen Orten einzuquartieren.

Ukraine-News: Bundesregierung verurteilt Oreshnik-Attacke Russlands

Update, 12.35 Uhr: Die Bundesregierung hat den russischen Angriff auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik verurteilt. „Während die Ukraine die USA und Europa sich in den vergangenen Tagen und Wochen sehr intensiv für einen Frieden in der Ukraine einsetzen, hat Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung verurteile dies „aufs Schärfste“.

Mit ihrem Angriff auf zivile ukrainische Energieinfrastruktur habe Russland den Konflikt „nochmals eskaliert“. Es handele sich um „symbolische Drohgebärden“, um weiter Angst zu verbreiten. „Russland eskaliert hier unprovoziert weiter“, sagte Meyer. „An unserer Entschlossenheit wird dies nichts ändern - im Gegenteil: Wir stehen weiter eng an der Seite der Ukraine und setzen unsere umfassende Unterstützung ungemindert fort.“

Update, 10.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den neuen massiven russischen Angriffen auf sein Land eine „klare“ internationale Reaktion verlangt. „Es bedarf einer klaren Reaktion der Weltgemeinschaft“, erklärte Selenskyj am Freitag im Onlinedienst X. Dies gelte vor allem für eine Reaktion seitens der USA, „deren Signalen Russland wirklich Beachtung schenkt“, fügte er hinzu.

Russland müsse signalisiert werden, „dass es seine Pflicht ist, sich auf die Diplomatie zu konzentrieren“, fügte der ukrainische Staatschef hinzu. Moskau müsse „jedes Mal Konsequenzen spüren, wenn es sich erneut auf Tötungen und die Zerstörung von Infrastruktur konzentriert“.

Ukraine-Krieg aktuell: Belgorod in Russland ohne Strom und Wasser nach ukrainischem Angriff

Update, 9.35 Uhr:  Ein ukrainischer Angriff auf das westrussische Gebiet Belgorod hat nach Angaben der örtlichen Behörden einen großflächigen Ausfall der Strom-, Wärme und Wasserversorgung zur Folge. Der Beschuss eines Infrastrukturobjekts mit Raketen habe 556.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. „Ohne Wärmeversorgung ist fast die gleiche Anzahl, in erster Linie betrifft das 1.920 Mehrfamilienhäuser. Fast 200.000 Menschen sind ohne Wasser und Abwasser“, sagte er in dem Video.

Nach Angaben Gladkows sind die Reparaturarbeiten bereits angelaufen. „Die Situation ist sehr schwierig“, betonte er. Demnach wird versucht, Reservekapazitäten anzuschließen. Zur möglichen Dauer des Blackouts machte er keine Angaben. Am Nachmittag werde er neue Informationen geben, sagte er nur.

Update vom 9. Januar, 8:47 Uhr: Der Einsatz einer Oreschnik-Rakete im Ukraine-Krieg ist der zweite dieser Art. Der erste erfolgte im November 2024 auf die Großstadt Dnipro im Südosten des Landes. Damals begründete Putin den Einsatz als Vergeltung auf die Nutzung weitreichender westlicher Raketen durch Kiew gegen Militärobjekte im russischen Hinterland.  Damals war die Rakete ohne Gefechtssprengköpfe eingesetzt worden. Die Schäden wurden allein durch die hohe Geschwindigkeit der Rakete selbst erreicht. Die Oreschnik befand sich damals noch in der Testphase.

Dieses Mal hingegen war die Rakete mit konventionellen Sprengköpfen geladen. Nach Angaben des Militärs war der Einsatz jetzt erfolgreich. Das Ziel des Schlags sei erreicht worden. „Es wurden Objekte zur Produktion von Drohnen getroffen, die bei der terroristischen Attacke (auf die Präsidentenresidenz) eingesetzt wurden, und Energieinfrastruktur, die die Arbeit des Rüstungskomplexes der Ukraine ermöglicht“, heißt es. Moskau werde auch künftig auf Terrorangriffe antworten, drohte das Militär.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland setzt Mittelstreckenrakete Oreschnik ein

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Im Ukraine-Krieg ist es offenbar zum Einsatz einer Mittelstreckenrakete gekommen. Nach Angaben aus Moskau hat Russland bei dem Angriff auf die Westukraine die gefürchtete neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Es war der zweite Angriff mit einer Rakete dieses Typs auf die Ukraine.

Russland hat zum zweiten Mal eine Oreschnik auf die Ukraine abgefeuert. (Archivbild)

Bereits am Donnerstagabend teilte das ukrainische Lufwaffenkommando Zakhid auf Facebook mit, dass es im Ukraine-Krieg aktuell wohl zu einem Einsatz einer ballistischen Rakete gekommen sei. „Am 8. Januar um 23:47 Uhr führte der Feind einen Raketenangriff auf Infrastruktureinrichtungen in Lwiw mit einer ballistischen Rakete durch. Das Flugobjekt bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 13.000 km/h auf einer ballistischen Flugbahn“, hieß es in einer Erklärung zum jüngsten Angriff im Ukraine-Krieg. Lwiw liegt unweit der polnischen Grenze und damit nahe am NATO-Gebiet, Luftlinie um die 60 Kilometer.

Ob es im Ukraine-Krieg tatsächlich zum Einsatz der Oreshnik-Rakete gekommen ist, bleibt bislang unklar. Bisher liegen nur die Bestätigungen aus Russland vor. Noch in der Nacht schrieb der Bürgermeister von Lwiw auf Telegram: „Ein Update zum Angriff. Es ist unklar, ob es sich um einen Oreschnik handelte. Das Militär wird die Informationen bereitstellen.“ Auch das Luftwaffenkommando teilte mit, dass der genaue Raketentyp, der bei dem Angriff eingesetzt wurde, erst nach der Untersuchung aller Komponenten ermittelt werden könne.

Wie die Kyiv Post berichtet, rechtfertigt das russische Verteidigungsministerium den Einsatz der Mittelstreckenrakete mit dem „terroristischen Anschlag“ der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Als Reaktion auf den Terroranschlag des Kiewer Regimes auf die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation in der Region Nowgorod haben die russischen Streitkräfte heute einen massiven Angriff mit land- und seegestützten Präzisionswaffen mit großer Reichweite, darunter das mobile Mittelstreckenraketensystem Oreschnik, gestartet“, hieß es in der Erklärung.

In der Nacht zum Freitag berichtete Ukrainska Pravda, dass nach dem russischen Raketenangriff im Ukraine-Krieg die Strahlungs- und Schadstoffwerte in Lwiw im Normbereich liegen würden. „Am Ort des Raketenangriffs in Lwiw wurden Laboruntersuchungen durchgeführt. Die Strahlungswerte liegen im Normbereich. Es wurden keine Überschreitungen der Schadstoffkonzentrationen in der Luft festgestellt“, teilte Maksym Kozytskyi, der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Lwiw, auf Telegram mit.

Während die Einzelheiten beim Raketenangriff im Ukraine-Krieg noch aufgearbeitet werden, hat US-Präsident Donald Trump Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland wegen des andauernden Ukraine-Kriegs signalisiert. „Ich unterstütze es“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Weiter sagte er aber: „Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen.“ Man habe bereits „große Sanktionen gegen Russland“ verhängt, die russische Wirtschaft sei „sehr schlecht“, sagte Trump. Russland sei jedoch größer als die Ukraine und ein einflussreicheres Land.

In den vergangenen Monaten hatte Trump wegen des seit fast vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine mehrere Maßnahmen gegen die russische Wirtschaft verhängt. Darunter sind Strafmaßnahmen gegen die beiden größten russischen Öl-Firmen sowie Strafzölle gegen Indien wegen dessen Handelsbeziehungen mit Russland.

Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine hat sich derweil zu den aktuellen Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg geäußert. Demnach hat die Armee von Wladimir Putin im Verlauf der vergangenen 24 Stunden 1030 Soldaten verloren. Seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 steigt die Zahl damit auf etwa 1.216.930 Soldaten, die auf den Schlachtfeldern des Konflikts entweder getötet oder verwundet wurden. Ferner hat Russland 11.526 Panzer, 23.882 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 35.892 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)

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