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News-Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj warnt vor massiver anstehender Attacke aus Russland

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt vor einem weiteren schweren Angriff Russlands. Zeitgleich hofft er auf eine nahende Waffenruhe. Der News-Ticker.

Dieser Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie in unserem neuen Ukraine-Ticker auf dem Laufenden.

Update, 13. Januar, 5:46 Uhr: Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Das erklärte der Gouverneur der Region Charkiw am Morgen im Onlinedienst Telegram. Nach Angaben des Bürgermeisters von Charkiw traf eine russische Langstreckendrohne eine medizinische Einrichtung für Kinder und löste ein Feuer aus.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21:52 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat die Bevölkerung seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Russland wolle die Kälte ausnutzen. In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich. 

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Selenskyj vor einem neuen massiven Angriff Moskaus in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zu Freitag heftig und setzte dabei unter anderem nach eigenen Angaben die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik bei einem Angriff auf die westukrainische Region Lwiw ein. In der Hauptstadt Kiew kam es in der Folge des massiven Angriffs zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Vitali Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Selenskyj pocht auf russische „Rückmeldung“

Update, 18:30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sein Verhandlungsteam angewiesen, ein Dokument über Sicherheitsgarantien der USA fertigzustellen. Dies teilte der ukrainische Präsident auf X mit. Auch erwarte er von Russland „klare Rückmeldungen“ für ein Ende des Ukraine-Kriegs; andernfalls müsse der Druck auf Moskau erhöht werden.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine.

Update, 16:57 Uhr: Rheinmetall liefert fünf Schützenpanzer des Modells Lynx KF41 an die Ukraine. Laut Angaben des deutschen Rüstungsunternehmens sollen die ersten dieser Fahrzeuge Anfang 2026 eintreffen. Der Wert des Auftrags für die Panzer liege im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Finanzierung der Systeme erfolgt durch die Bundesrepublik Deutschland. „Als nächster Schritt ist die Beschaffung weiterer Lose einschließlich der Produktion in der Ukraine vorgesehen“, hieß es.

Update, 16:20 Uhr: Erstmals hat Russland öffentlich das mutmaßliche Ziel seines jüngsten Oreschnik-Raketenangriffs offengelegt. Am Montag erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau, dass in der Nacht zum 9. Januar eine ballistische Rakete ein Flugzeugreparaturwerk in der westukrainischen Region Lwiw getroffen habe. Das berichtet die russische Exil-Zeitung Moscow Times.

Das russische Militär gab an, der Angriff sei eine Reaktion auf einen angeblichen Drohnenangriff auf die Residenz von Präsident Wladimir Putin in Waldai im vergangenen Monat gewesen. Die Ukraine wies diese Vorwürfe zurück, und auch die USA äußerten Zweifel an dem behaupteten Anschlag auf Putin. Es handelte sich um den erst zweiten bekannten Einsatz der Oreschnik-Rakete im Ukraine-Krieg, die sowohl mit konventionellen als auch nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden kann.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Estland: Einreiseverbote gegen Russen die an der Front im Ukraine-Krieg gekämpft haben

Update, 15:48 Uhr: Estland hat gegen 261 Russen, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine teilgenommen haben und an der Front im Einsatz waren, Einreiseverbote erlassen. Diese Maßnahme begründete Innenminister Igor Taro mit den Worten: „Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um Personen mit einer feindseligen Haltung gegenüber Europa handelt. Sie verfügen über Kampferfahrung, militärische Ausbildung und oft auch über eine kriminelle Vergangenheit. Darüber hinaus sind sie psychisch traumatisiert.“

„Die von ihnen ausgehende Bedrohung ist nicht theoretischer Natur – sie umfasst sowohl die mögliche Ausführung von Aufträgen für russische Geheimdienste als auch die Beteiligung an organisierter Kriminalität“, erklärte Taro in einer Mitteilung. Auf die ersten Einreiseverbote sollen weitere folgen. Die Verbote seien unvermeidlich, da jene, die im Namen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin Gräueltaten in der Ukraine verübt hätten, keinen Platz in der freien Welt hätten.

Update, 15:18 Uhr: Der Gouverneur von Belgorod in Russland hat eine intensivere Suche nach „inneren Feinden“ angekündigt, die angeblich Spannungen in der Grenzregion hervorrufen wollen. Dies berichtet der Kyiv Independent. Wjatscheslaw Gladkow erklärte, dass auch die anhaltenden Stromausfälle nach ukrainischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Grund dafür seien. Nach einem Angriff am 9. Januar seien mehr als 550.000 Menschen ohne Strom gewesen, so Gladkow während einer Regierungssitzung.

Die Energieversorgung sei weiterhin „extrem schlecht“. Zudem hätten die Energieverluste „praktisch katastrophale Ausmaße“ erreicht, zitiert Kyiv Independent den Gouverneur. Gladkow sprach auch von zunehmenden „Informationsangriffen“ und forderte „Überwachungsmaßnahmen“ gegen Versuche, die Bevölkerung zu destabilisieren. Das Gebiet Belgorod dient regelmäßig als Ausgangspunkt für russische Luftangriffe auf die Ukraine und ist daher häufig Ziel ukrainischer Gegenschläge im Ukraine-Krieg.

Starlink nicht nur in der Ukraine wichtig: Einzige Verbindung zur Außenwelt im Iran

Update, 14:40 Uhr: Die iranischen Behörden haben eine dreitägige Internetsperre verhängt, um die anhaltenden Proteste gegen die Staatsführung zu unterdrücken. Demonstranten können die Blockade jedoch über das Satellitennetzwerk Starlink von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX umgehen.

Die Organisation Netblocks bestätigte, dass Starlink als Alternative zur gesperrten Internetinfrastruktur funktioniert, wie AFP berichtet. Das Satellitensystem hatte bereits in der Ukraine nach dem russischen Überfall eine entscheidende Rolle gespielt, um die Kommunikation trotz Angriffen auf die Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

Ukraine-Krieg als Werbung: Moskau meldet Auftragsrekord für Waffen

Update, 14:05 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben einen neuen Auftragsrekord bei Waffenexporten erreicht. Vizeregierungschef Denis Manturow meldete unterschriebene Verträge im Wert von 70 Milliarden Dollar – 15 Milliarden mehr als der bisherige Höchstwert von 55 Milliarden Dollar bis 2022.

Manturow führte die gestiegene Nachfrage auch auf den Ukraine-Krieg zurück. „Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst“, sagte er. Besonders gefragt seien Flugabwehrkomplexe, Flugzeuge und Mehrfachraketenwerfer. Allerdings müssten Exportaufträge hinter der Nachfrage der russischen Armee zurückstehen.

Update, 13:33 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat eine neue russische Drohnen-Modifikation aufgedeckt. Die weiterentwickelte Shahed-Drohne „Geran-2“ der E-Serie könne nun gleichzeitig ein tragbares Luftverteidigungssystem und einen konventionellen Sprengkopf transportieren. Somit könne die Waffe sowohl Luft- als auch Bodenziele angreifen.

Die Modifikation zeige Russlands Anpassung an die erfolgreiche ukrainische Luftabwehr, erklärte der Geheimdienst auf dem Portal War&Sanctions. Die Kyiv Post griff den Bericht auf. Die Drohne wird manuell in Echtzeit gesteuert, und verwendet eine optische Kamera aus China, hieß es.

Selenskyj möchte im Ukraine-Krieg aktuell wieder das Kriegsrecht verlängern

Update, 12:55 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem ukrainischen Parlament einen Gesetzentwurf zur Verlängerung des Kriegsrechts und zur Mobilmachung in der Ukraine zur Prüfung vorgelegt, wie die Ukrajinska Prawda berichtet. Demnach soll das Kriegsrecht ab dem 3. Februar für weitere 90 Tage verlängert werden.

Projekt „Nightfall“ soll im Ukraine-Krieg Putins „Oreschnik“ kontern

Update, 12:01 Uhr: Großbritannien hat die Entwicklung einer neuen ballistischen Kurzstreckenrakete für die Ukraine angekündigt. Das Projekt „Nightfall“ soll binnen eines Jahres erste Prototypen liefern und mit über 500 Kilometern Reichweite sowie 200 Kilogramm Sprengkraft ukrainischen Streitkräften schnelle Schläge auf militärische Ziele ermöglichen.

Verteidigungsminister John Healey bezeichnete die Ankündigung als Antwort auf Russlands Einsatz der Oreschnik-Rakete gegen zivile Infrastruktur. „Wir werden das nicht hinnehmen. Deshalb sind wir entschlossen, den Ukrainern modernste Waffen an die Hand zu geben, um sich zu verteidigen“, sagte Healey laut Ministeriumsmitteilung. Die Raketen sollen mobil einsetzbar sein und mit einem Höchstpreis von 800.000 Pfund pro Stück eine kosteneffiziente Lösung darstellen.

Ukraine-Krieg: 33.500 Familien in Region Odessa aktuell vom Stromnetz abgeschnitten

Update, 11:14 Uhr: Infolge der jüngsten russischen Angriffe auf Odessa sind 33.500 Familien in der Region weiterhin ohne Strom. Das teilte der Stromversorger DTEK mit und sprach von einem schweren Schaden. „Die Wiederherstellung der Versorgung braucht Zeit“, hieß es in der Mitteilung. 

Die Energieversorger arbeiten mit Hochdruck daran, die Folgen des Angriffs so schnell wie möglich zu beseitigen und die Stromversorgung der Verbraucher wiederherzustellen. Wegen der schweren Luftangriffe der vergangenen Tage gibt es in der Hauptstadt Kiew, in Dnipro, Odessa und anderen Städten der Ukraine so gut wie keinen Strom. Deshalb fallen auch Heizung und Wasser aus. Zugleich herrscht strenger Frost mit Nachttemperaturen bis minus 18 Grad. Die Lage ist für Millionen Menschen äußerst angespannt.

Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Geheimdienst will Anschlag vereitelt haben

Update, 9:50 Uhr: Beamte des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB haben einen geplanten Anschlag auf eine Eisenbahnbrücke in der russischen Region Perm vereitelt, wie sie der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mitteilten. Ein russischer Staatsbürger, der im Verdacht steht, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein, sei festgenommen worden. Der FSB wirft der Ukraine vor, den mutmaßlich geplanten Anschlag in die Wege geleitet zu haben.

Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Angriff auf Odessa – Wohnhaus zerstört

Update, 8:50 Uhr: Neben Kiew (siehe vorheriges Update) hat Russlands Armee im Zuge seiner Winter-Offensive in der Nacht auch Odessa angegriffen. Es gab zwei Verletzte, berichtet die Kyiv Post, ein Stadtteil ist aktuell ohne Strom. Ein Wohnhaus wurde komplett zerstört, während vier weitere beschädigt wurden.

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Luftwaffe greift in Kiew an – Feuer ausgelöst

Update, 7:58 Uhr: Russland hat Kiew erneut aus der Luft angegriffen und dabei Brände in einem Stadtteil ausgelöst. Die ukrainische Luftabwehr versucht zur Stunde, den Angriff abzuwehren, wie der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Timur Tkatschenko, auf Telegram mitteilte.

Der Angriff erfolgte nach ukrainischen Militärangaben vom Himmel aus, wie Reuters berichtet. Tkatschenko informierte über die sofortigen Abwehrmaßnahmen der ukrainischen Streitkräfte gegen die russische Offensive auf die Hauptstadt. Wie die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe berichtet, brach in einem Kiewer Stadtteil Feuer aus.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Statistik veröffentlicht

Update, 7:05 Uhr: Der Ukraine-Krieg dauert inzwischen genauso lange wie der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen Hitler-Deutschland. Auf diese Statistik verwies neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die oppositionelle russische Website Meduza. Die Sowjetarmee habe 1418 Tage gebraucht, errechnete die Website, um nach den ersten Rückschlägen gegen die Wehrmacht bis nach Berlin vorzustoßen und die Kapitulation Deutschlands zusammen mit den Alliierten zu erzwingen. Dagegen stecke die russische Armee nach 1418 Tagen Krieg in der Ukraine „seit Jahren in denselben Dörfern und Städten des Donbass fest“.

Ukraine greift Ölplattformen im Kaspischen Meer an

Update, 15:26 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben drei Bohrplattformen des russischen Ölkonzerns Lukoil im Kaspischen Meer angegriffen. Die ⁠Anlagen W. Filanowski, Juri Kortschagin und Waleri Graifer seien getroffen worden, teilt das Militär mit. „Diese Anlagen dienen der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee. ‍Es wurden direkte Treffer registriert. Das Ausmaß der Schäden wird derzeit ermittelt.“

Ukraine-Krieg aktuell: Russland setzt neue Kampfdrohne erstmals ein

Update, 10:34 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst berichtet auf Telegram, dass Russland erstmals eine neue Kampfdrohne in der Ukraine eingesetzt habe. Die Geran-5-Drohne weise Ähnlichkeiten mit der iranischen Karrar-Drohne auf. Sie sei rund sechs Meter lang und habe eine Spannweite von 5,5 Metern. Die russische Kampfdrohne fliege fast 1000 Kilometer weit und könne einen 90-Kilo-Sprengkopf transportieren.

Laut dem Ukraine-Geheimdienst erwäge der Kreml, russische Kampfjets wie die Su-25 mit den neuen Geran-5-Drohnen aufzurüsten, um deren Reichweite zu erhöhen. Auch zur Abwehr ukrainischer Kampfflugzeuge könne sie eingesetzt werden. Russland nutzt Drohnen derzeit massiv gegen Attacken auf die ukrainische Energie- und Stromversorgung. Hunderttausende Ukrainer haben bei klirrender Kälte weder Heizung noch Strom. Bürgermeister Vitali Klitschko forderte die Einwohner Kiews aus diesem Grund auf, die Hauptstadt zu verlassen und Zuflucht bei Freunden oder Verwandten in anderen Regionen zu suchen. 6000 Wohnblocks in Kiew können derzeit nicht beheizt werden.

Ziel von Putins Oreschnik-Angriff im Ukraine-Krieg aufgedeckt 

Update, 8:31 Uhr: Russland feuerte in der Nacht auf den 9. Januar eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete auf die Ukraine ab und traf dabei offenbar auch eine Waffenfabrik. Dies berichtet das „Institute for the Study of War“ und beruft sich dabei auf eine Auswertung von geolokalisiertem Videomaterial. Demnach schlug die Rakete in ein staatliches Flugzeugreparaturwerk am Rand der westukrainischen Stadt Lwiw ein. Zuvor war spekuliert worden, dass die Oreschnik-Rakete eine unterirdische Gasanlage getroffen habe.

Die US-Analysten des Instituts berichten weiter, dass Putins Offizielle den Oreschnik-Angriff gezielt nutzten: Sie wollten westliche Staaten davon abhalten, Truppen in die Ukraine zu entsenden. Der Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, drohte gestern auf seinem englischsprachigen X-Account, Russland könne Oreschnik-Raketen gegen europäische oder NATO-Truppen einsetzen, die im Rahmen von Sicherheitsgarantien in die Ukraine entsandt würden.

Putins wirkliches Ziel: Russlands Raketenangriff mit Oreschnik als Einschüchterungsversuch gegen Westen

Update, 16:19 Uhr: Russland hat mit seinem Raketenangriff auf die Oblast Lwiw am Freitag gezielt westliche Regierungen einschüchtern wollen. Das schreiben die Analysten des amerikanischen „Institute for the Study of War“ (ISW). Demnach sollte der Einsatz der Orechnik-Rakete die militärischen Fähigkeiten Moskaus demonstrieren und als direkte Drohung gegen die sogenannte Koalition der Willigen dienen.

Der Angriff sei Teil einer umfassenderen „nuklearen Säbelrasselei“ im Ukraine-Krieg gewesen, um westliche Länder von einer Truppenstationierung abzuhalten. Die Koalition hatte bei einem Pariser Treffen am Dienstag erwogen, nach einem Waffenstillstand eigene Soldaten als Sicherheitsgarantien zu entsenden – was der Kreml als „inakzeptabel“ bezeichnet.

Rubriklistenbild: © Danylo Antoniuk/dpa

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