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„The Claw“ sorgt für Ärger

Käfigkämpfe zum Geburtstag: Trumps Spektakel stößt auf wenig Gegenliebe

Trump feiert seinen 80. Geburtstag mit UFC-Kämpfen vor dem Weißen Haus – doch 51 Prozent der Amerikaner finden das gar nicht feierlich.

Am 14. Juni wird auf dem Südrasen des Weißen Hauses Blut gekämpft. Donald Trump feiert seinen 80. Geburtstag mit einem UFC-Kampfabend direkt vor seiner Haustür. Sechs Profiduelle, etwa 4.000 Zuschauer, Sponsoring-Pakete mit Ringside-Tickets für eine Million Dollar oder mehr. Doch die Mehrheit der Amerikaner findet das gar nicht großartig.

Der Käfig vor dem Weißen Haus wird installiert.

Laut einer YouGov-Umfrage, die am Freitag veröffentlicht wurde, lehnen 51 Prozent der US-Bürger das Kampfevent auf dem Gelände des Weißen Hauses ab – nur 17 Prozent befürworten es. Unter unabhängigen Wählern liegt die Ablehnung sogar bei 55 Prozent. Noch deutlicher fällt das Urteil über die eigens errichtete Arena aus, die den Namen „The Claw“ trägt: 57 Prozent der Befragten sprechen sich gegen den Bau des temporären Stadions auf dem Südrasen aus. Unter Unabhängigen sind es 60 Prozent, berichtet The Daily Beast.

Weißes Haus schlägt zurück: „Trump Derangement Syndrome“

Besonders brisant: Trump hatte in dieser Woche angedeutet, die Konstruktion dauerhaft stehen zu lassen – ein Vergleich mit dem Eiffelturm inklusive. 73 Prozent der Befragten lehnten das ab, selbst 59 Prozent der Republikaner. Später ruderte Trump zurück und erklärte, er habe das nur „im Scherz“ gesagt.

Das Weiße Haus sieht das naturgemäß anders. Sprecher Davis Ingle ließ gegenüber The Daily Beast verlauten: „Das wird eines der größten und historischsten Sportereignisse aller Zeiten sein. Wer damit ein Problem hat, leidet offensichtlich an einer schweren und unheilbaren Krankheit namens Trump Derangement Syndrome.“

Trump protzt weiter: Nach Ballsaal gönnt er dem Weißen Haus einen Prunk-Lokus – Bilder zeigen die Pracht

Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. So sah das Bad zuvor aus. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Jetzt strahlt alles in Marmor und Gold. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Ein Kristall-Lüster hängt an der Decke. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Auch die Wände sind über und über mit Marmor vertäfelt. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Gold blitzt bei jedem Detail auf. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Ein Blick aus dem prachtvollen Raum aus dem Fenster. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Marmor und Gold auch in der Dusche. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Praktisch: Auch ein Regal aus Marmor wurde eingebaut. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Goldene Details überall. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. Neben der Dusche gibt es auch eine prunkvolle Badewanne. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert. © Donald Trump/The White House
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.
Donald Trump hat das Lincoln-Badezimmer im Weißen Haus renoviert.  © Donald Trump/The White House

Das Event trägt den Namen „UFC Freedom 250“ und soll offiziell den 250. Geburtstag der USA feiern – dass es gleichzeitig auf Trumps Geburtstag fällt, ist wohl kein Zufall. Der Hauptkampf: Leichtgewichts-Champion Ilia Topuria gegen Interims-Champion Justin Gaethje. Podcaster, Kampfsportexperte und UFC-Kommentator Joe Rogan – der Trump 2024 öffentlich unterstützt hatte – bezeichnete das ganze Spektakel laut The Daily Beast schlicht als „Gimmick“. UFC-Mittelgewichtsweltmeister Sean Strickland rief zum Protest gegen UFC 250 auf.

Im Hintergrund brodelt die Stimmung. Die Inflation stieg im April auf 3,8 Prozent – den höchsten Stand seit 2023, so The Independent. Die Energiepreise zogen ebenfalls an, auch wegen des anhaltenden Konflikts mit dem Iran. 68 Prozent der Wähler glauben laut einer Quinnipiac-Umfrage, Trump kümmere sich nicht genug um ihre alltäglichen Probleme. Analyst Tim Malloy fasste es so zusammen: „Hat der Präsident die innenpolitischen Probleme aus den Augen verloren? Die Wähler signalisieren: Es ist Zeit, den Blick nach Hause zu richten.“ (Quellen: The Independent, The Daily Beast, YouGov, Quinnipac University Poll) (cgsc)

Rubriklistenbild: © BRENDAN SMIALOWSKI / afp

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