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Eskalation im Iran-Konflikt

Republikaner warnt: US-Bodentruppen im Iran könnten „unumgänglich“ sein

Ein Republikaner warnt vor einer Eskalation im Iran-Konflikt. US-Bodentruppen könnten laut Abgeordnetem Comer trotz Vorbehalten „unumgänglich“ werden.

Der republikanische Abgeordnete James Comer hat gewarnt, dass US-Bodentruppen im Iran möglicherweise unumgänglich sein könnten. Gleichzeitig betonte der Politiker aus Kentucky, dass die meisten Mitglieder des US-Kongresses keine amerikanischen Soldaten am Boden im Nahen Osten sehen wollten. Die Aussagen fallen in eine Phase zunehmender militärischer Spannungen im Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran.

US-Soldaten patrouillieren im Oktober 2020 nahe Qamishli in Nordsyrien im Einsatz gegen die Terrormiliz IS. In Washington schließt Präsident Donald Trump inzwischen auch den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Konflikt nicht aus.

Im Gespräch mit NewsNation sagte Comer am Mittwoch (4. März), dass Präsident Donald Trump eine solche Maßnahme bislang nicht ausgeschlossen habe. Viele Abgeordnete hofften zwar weiterhin, dass es nicht zu einem Einsatz von Bodentruppen komme. Dennoch bleibe diese Möglichkeit in einer Situation wie der aktuellen grundsätzlich bestehen.

Iran-Krieg: Republikaner Comer spricht über mögliche US-Bodentruppen im Iran

„Wenn es Bodentruppen gibt, hoffe ich, dass sie nicht länger am Boden sind, als die Bodentruppen in Venezuela am Boden waren“, sagte Comer. „Aber ich denke, das ist etwas, das der Präsident weiß, dass die Mitglieder des Kongresses sich sicherlich wünschen, dass es nicht passiert, aber manchmal ist das in einer Situation wie dieser unumgänglich“. Damit machte der Republikaner deutlich, dass ein solcher Schritt zwar politisch unerwünscht, militärisch aber nicht ausgeschlossen sein könnte.

Comer würdigte außerdem sechs Angehörige der US-Streitkräfte, die bei der am Samstag gestarteten Operation ums Leben gekommen seien. Die militärische Aktion führte laut Berichten zum Tod des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Der Einsatz markiert einen drastischen Wendepunkt in der aktuellen militärischen Auseinandersetzung.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Pentagon kündigt weitere militärische Schritte der USA im Iran an

Aus Washington kamen gleichzeitig Signale, dass der militärische Druck auf den Iran weiter steigen könnte. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am Mittwoch, die Vereinigten Staaten verlegten zusätzliche Kampfjets in die Region. Zugleich gelobte er, es werde „keine Pause“ bei den Angriffen geben.

Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, kündigte an, dass US-Streitkräfte beginnen würden, „schrittweise tiefer in iranisches Territorium“ vorzudringen. Die Vereinigten Staaten hätten die Lufthoheit hergestellt und bereiteten sich darauf vor, weiter ins Landesinnere vorzurücken. Ziel sei es, den operativen Handlungsspielraum der amerikanischen Streitkräfte zu erweitern.

Auch Trump schließt US-Bodentruppen im Iran nicht aus

Auch Präsident Donald Trump selbst hat einen Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen. In einem Interview mit der New York Post sagte er, er wolle sich in dieser Frage nicht festlegen. Damit wich er bewusst von Formulierungen früherer Präsidenten ab.

„Ich habe nicht die Panik in Bezug auf Bodentruppen – wie jeder Präsident sagt: ‚Es wird keine Bodentruppen geben.‘ Das sage ich nicht“, sagte Trump der Zeitung. „Ich sage: ‚Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht‘ [oder] ‚falls sie notwendig wären.‘“ Diese Aussagen nähren die Spekulationen über eine mögliche weitere Eskalation des Konflikts.

Weißes Haus betont Diplomatie – warnt Iran aber vor Konsequenzen

Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte gegenüber Newsweek zu Beginn der Woche, Trump habe deutlich gemacht, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen dürfe. Der Präsident setze grundsätzlich zunächst auf Diplomatie. Gleichzeitig habe seine Regierung über Monate versucht, ein Abkommen mit Teheran auszuhandeln.

„Der erste Instinkt des Präsidenten ist immer die Diplomatie, und seine Vertreter haben umfassend und in gutem Glauben daran gearbeitet, ein Abkommen zu schließen, das sicherstellen würde, dass die nuklearen und ballistischen Raketenfähigkeiten des Iran keine Bedrohung für unser Heimatland darstellen“, so der Sprecher. „Die Regierung hat den Iran gewarnt, dass es schwere Konsequenzen geben würde, wenn er kein Abkommen schließen würde.“

Streit im US-Kongress über Risiko eines neuen Nahostkriegs

Im US-Kongress wächst unterdessen die Sorge, dass die Vereinigten Staaten in einen weiteren langwierigen Konflikt im Nahen Osten hineingezogen werden könnten. Zwar unterstützen viele Republikaner grundsätzlich die Maßnahmen der Trump-Regierung. Gleichzeitig gibt es auch warnende Stimmen innerhalb der Partei.

Der republikanische Abgeordnete Eli Crane aus Arizona erklärte am Montag in der Charlie Kirk Show: „Ich hoffe, es geht gut aus. Militärische Operationen wie diese können so schnell aus dem Ruder laufen, dass es einem den Kopf verdreht.“ Andere Abgeordnete erklärten anonym gegenüber Politico, sie benötigten klarere Ziele der Regierung, um sich mit der US-Beteiligung wohler zu fühlen.

US-Demokraten warnen vor Eskalation im Iran-Konflikt

Auch Demokraten äußerten deutlichere Kritik an der militärischen Strategie der Regierung. Der Senator aus Virginia, Mark Warner, sagte gegenüber dem Sender PBS, er glaube nicht, dass die Amerikaner Bodentruppen im Iran sehen wollten, um Demonstranten zu unterstützen. Gleichzeitig warnte er vor möglichen Folgen einer weiteren Eskalation.

„Aber man kann diese Demonstranten nicht aus der Luft schützen“, erläuterte Warner. „Und was ich befürchte, ist – und lassen Sie mich als Erster einräumen, dass ich Demokrat bin –, dass unser Abzug aus Afghanistan in vielerlei Hinsicht ein Desaster war. Ich glaube, wir sehen nun in Trumps Krieg nach Wahl die Anfänge von etwas, das noch katastrophaler sein könnte.“

Forderungen nach Amtsenthebung von US-Präsident Trump wegen Iran-Angriffen

Einige Parlamentarier haben darüber hinaus erneut Forderungen nach einer Amtsenthebung des Präsidenten erhoben. Kritiker werfen Trump vor, den Kongress vor den Angriffen nicht im Voraus informiert zu haben. Damit verschärft sich die innenpolitische Debatte über die Rechtmäßigkeit der militärischen Operation.

Der Konflikt mit dem Iran droht damit nicht nur außenpolitisch zu eskalieren. Auch im politischen Washington wächst der Streit darüber, wie weit die Vereinigten Staaten militärisch gehen sollten – und ob aus Luftangriffen letztlich ein größerer Krieg entstehen könnte. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © Beide Fotos: IMAGO / ZUMA Press Wire

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