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Bab al-Mandab im Roten Meer

Huthi-Seeblockade gegen Saudi-Arabien: Droht die nächste Katastrophe für die Weltschifffahrt?

Die Huthis haben eine Seeblockade im Roten Meer gegen Saudi-Arabien angekündigt. Damit ist die Arabische Halbinsel faktisch eingekesselt. Die Folgen wären verheerend.

Eine Quelle der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz hat gegenüber Newsweek die Motivation hinter dem jüngsten Eingreifen der Gruppe im Iran-Krieg erläutert. Die auch als Ansar Allah bekannte Gruppe warnte vor weiteren Aktionen gegen das Nachbarland Saudi-Arabien. Am Montag (20. Juli) hatten die Huthi eine „Seeblockade“ gegen die saudische Schifffahrt durch die Straße von Bab al-Mandab angekündigt. Die Meerenge verbindet den Golf von Aden im Pazifik mit dem Roten Meer. Die Gruppe erklärte, der Schritt sei als Reaktion auf saudische Beschränkungen für Schifffahrt und Reisen in von den Huthis kontrollierte Gebiete im Jemen erfolgt. Diese Begründung wurde am Dienstag (21. Juli) gegenüber Newsweek bekräftigt.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel von Frances Mao und Dave Siminoff entstand in Kooperation mit newsweek.com.

„Unsere Operationen dienen dazu, dem saudischen Feind eine Blockade aufzuerlegen, als Antwort auf seine jahrelange Blockade des Jemen und die dadurch verursachten furchtbaren Leiden für unser Volk“, sagte die Quelle der Huthi-Miliz. „Es ist eine Blockade als Antwort auf die Blockade gegen unser Land und unser Volk.“ Sollte Riad zurückschlagen, warnte die Quelle vor noch härteren Maßnahmen. Die Quelle stellte zugleich klar, dass die Strategie der Gruppe sich gezielt gegen saudische Schiffe und die saudische Politik richte. Sie sei nicht direkt mit den breiteren regionalen Unruhen verknüpft, die durch den von den USA und Israel im Februar begonnenen Krieg gegen Iran ausgelöst wurden.

Die Huthi-Miliz droht mit der Blockade saudi-arabischer Schiffe im Roten Meer.

„Unsere Marineoperationen richten sich derzeit nur gegen Saudi-Arabien, und jede Eskalation ihrerseits wird mit einer ähnlichen Eskalation und verheerenden Schlägen beantwortet werden“, sagte die Quelle der Huthi. „Unsere Position ist gerecht: die Aufhebung der Blockade gegen unser Land und unser Volk, die Wiedererlangung unseres Reichtums und das Ende jeder saudischen Einmischung in unser Land.“

Huthis drohen im Iran-Krieg mit Blockade der Straße von Bab al-Mandab im Roten Meer

Die Huthis hatten die mächtige Waffe, internationale Wasserstraßen zu bedrohen, bereits vor der faktischen Blockade der Straße von Hormus durch Iran demonstriert. Die Blockade der für Öl- und Gastransport wichtigen Wasserstraße wurde als Reaktion auf den US-israelischen Krieg verhängt. Während Teherans Schritt die globalen Energiemärkte durcheinandergebracht hat, hatte die erste Kampagne der Huthis tektonische Auswirkungen auf die internationale Schifffahrt. Die Miliz griff im Zuge des israelischen Kriegs gegen die Hamas nach dem Angriff der palästinensischen Gruppe im Oktober 2023 Handelsschiffe an, die das Rote Meer durchquerten.

Der Suezkanal verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer, und die Drohungen der Huthis zwangen rund zwei Drittel der Containerschiffe dazu, stattdessen die wesentlich längere und kostspieligere Route um das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika zu nehmen. Die Huthi griffen außerdem Israel und US-Kriegsschiffe direkt mit Raketen und Drohnen an. Nachdem er Anfang vergangenen Jahres ins Amt zurückgekehrt war, ordnete US-Präsident Donald Trump eine kurze, aber heftige, mehrere Wochen andauernde Kampagne intensiver Angriffe gegen die Huthis an. Diese mündete im Mai 2025 in einem vom Weißen Haus verkündeten Waffenstillstand. Die Gruppe stellte ihre Angriffe jedoch erst dann wirklich ein, als im vergangenen Oktober ein von den USA unterstützter Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas unterzeichnet wurde.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Seit der Wiederaufnahme des regionalen Konflikts im Zuge des Iran-Kriegs haben die Huthis mehrere neue Angriffsserien gegen Israel gestartet und mit weiteren Angriffen gedroht, falls ihre Interessen direkt ins Visier genommen würden. Das erste Anzeichen für einen größeren Konflikt unter Beteiligung Saudi-Arabiens zeigte sich vergangene Woche, als die Huthis Riad beschuldigten, eine Startbahn des Flughafens Sanaa ins Visier genommen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt kehrte eine Delegation der Führung der Gruppe von der Beerdigung des getöteten iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei zurück, was die ersten direkten Angriffe aus dem Jemen auf Saudi-Arabien seit Jahren nach sich zog.

Die USA greifen unterdessen erneut den Iran an und der Iran reagiert mit dem Beschuss von US-Militärstützpunkten und anderen strategischen Zielen in Ländern der Region. Eine Unterbrechung des Schiffsverkehrs über eine zweite lebenswichtige Meerenge würde die Kosten für die Weltwirtschaft mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit weiter in die Höhe treiben. Das wäre von Unternehmen und Verbrauchern weltweit zu spüren.

Saudi-Arabien verurteilt Huthi-Blockade „auf das Schärfste“

Die jüngsten Schritte der Huthis haben eine „Verurteilung auf das Schärfste“ durch das saudische Außenministerium ausgelöst. In einer am Montag (20. Juli) veröffentlichten Erklärung hieß es, Riad habe die Bemühungen um den Ausbau der jemenitischen Infrastruktur sowie die Deckung des Bedarfs und die Linderung von Leid unterstützt, anstatt sie zu sabotieren. Im „ersten Halbjahr 2026“ hätte Saudi-Arabien „mehr als 300 Schiffe mit verschiedenen Nahrungsmitteln, Waren, Treibstoff und Baumaterialien“ zu Huthi-kontrollierten Häfen im Norden des Jemen durchgeleitet.

Zugleich warf Saudi-Arabien der „terroristischen Huthi-Miliz“ vor, die Reisen jemenitischer Bürger zu behindern, Infrastruktur ins Visier zu nehmen und Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Dadurch wolle sie „die wirtschaftlichen Probleme, mit denen sie konfrontiert ist, sowie die Volksablehnung aufgrund ihrer Verbrechen und Verstöße exportieren, indem sie falsche Anschuldigungen fabriziert und gegen das Königreich richtet“.

Saudi-Arabien kämpft seit 2015 gegen die Huthis im Jemen

Saudi-Arabien unterstützt weiterhin die international anerkannte Regierung des Jemen, die 2015 von den Huthis aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben wurde. Das löste ein direktes Eingreifen einer von Riad geführten Koalition aus. Beide Seiten unterliegen seit April 2022 weitgehend einem Waffenstillstand, doch das Land steckt weiterhin in einer humanitären Krise und Unruhen, einschließlich jüngster Zusammenstöße zwischen Fraktionen, die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt werden. Sollten die Huthis ihre frühere Kampagne gegen die Schifffahrt im Roten Meer wiederaufnehmen oder eskalieren, fände sich Saudi-Arabien faktisch zwischen Blockaden an beiden Küsten wieder. Dies würde den Druck auf das Königreich in einer Phase erhöhen. Aktuell versucht es, seine Exporte in den am Roten Meer gelegenen Hafen Yanbu zu verlagern, um iranischen Angriffen zu entgehen.

In Reaktion auf die jüngsten Drohungen von der Huthi-Miliz erklärte das saudische Außenministerium, das Land bleibe dem Ziel einer friedlichen Lösung im Jemen verpflichtet, „bestätigt jedoch zugleich, dass das Königreich alle notwendigen Maßnahmen ergreifen wird, um seine Schiffe in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982 zu schützen“. Newsweek hat die saudische Botschaft in den Vereinigten Staaten um eine weitere Stellungnahme gebeten.

Trump gerät im Iran-Krieg durch steigende Benzinpreise und knappe Munition unter Druck

Trump steht derweil bereits unter Druck. Der faktische Zusammenbruch des im vergangenen Monat zwischen den USA und dem Iran geschlossenen „Memorandums of Understanding“ hat zu einem erneuten Anstieg der Benzinpreise, einer stärkeren Belastung der Munitionsbestände des Pentagons und wachsender innenpolitischer Frustration über die Kriegsanstrengungen geführt. Das U.S. Central Command (CENTCOM) lehnte eine Stellungnahme gegenüber Newsweek ab. Die Huthis haben seit Langem die Bereitschaft signalisiert, wenn nötig in eine direkte, umfassende Konfrontation mit den USA einzutreten. Die Miliz wird von der Trump-Regierung als Terrororganisation eingestuft, ähnlich wie andere von Iran geführte Fraktionen der Achse des Widerstands in dem Konflikt, darunter die libanesische Hisbollah und irakische Gruppen wie Kataib Hisbollah.

Die Huthi-Quelle, die mit Newsweek sprach, argumentierte, jede Eskalation würde sich auch auf eine erhebliche innenpolitische Unterstützung stützen können. Sie verwies auf Szenen des Jubels während einer Massenkundgebung zur Unterstützung der Gruppe am Montag. Die Quelle hob zudem die Rolle der USA bei der Unterstützung Saudi-Arabiens hervor.

„Unser Volk hat viel saudisches Unrecht ertragen, das von Amerika unterstützt wird, und ist in einem in der Geschichte des Jemen beispiellosen Ausmaß zu Millionen auf die Straße gegangen, um Angriffe auf Saudi-Arabien und die Aufhebung der Blockade gegen den Jemen zu fordern“, sagte die Quelle der Huthis. „Nachdem wir die Blockade gegen Saudi-Arabien mit dem Ziel angekündigt hatten, die Blockade gegen den Jemen aufzuheben, strömten die Menschen nachts in verschiedenen jemenitischen Städten in massiver und spontaner Weise auf die Straßen, wo sie feierten und Feuerwerk entzündeten, und ihre Feiern dauerten die ganze Nacht über auf den Straßen an“, fügte die Quelle hinzu.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Abdulnasser Alseddik

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