Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Blockade im Roten Meer

Huthis rüsten für Teherans Strategie: Bab al-Mandab soll zur zweiten Hormus-Falle werden

Iran will mittels der Huthi-Miliz das Rote Meer sperren. Was die doppelte Blockade mit der Straße von Hormus für den Welthandel bedeuten würde.

Die Huthi-Rebellen bereiten sich darauf vor, die Meerenge von Bab al-Mandab im Auftrag des Iran zu schließen. Eine Quelle sprach gegenüber The Telegraph von einem gezielten Versuch Teherans, „die andere Seite des Roten Meeres“ zu kontrollieren und ein Szenario zu schaffen, das seiner Kontrolle über die Straße von Hormus ähnelt. Die Straße von Bab al-Mandab liegt auf der Westseite der Arabischen Halbinsel gegenüber von Hormus und bildet einen Engpass zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean. Sie trennt den Jemen von der Küste Ostafrikas.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel von Akhtar Makoii entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk

Die schiitisch-islamistische Huthi-Miliz im Jemen ist ein regionaler Stellvertreter des Mullah-Regimes. Die Miliz bereitet nach Angaben aus dem Jemen eine Schließung der Meerenge vor und baut dabei ihren Einfluss am Horn von Afrika aus. Die Huthis, die im Jemen an der Küste der Meerenge sitzen, arbeiteten nach den Angaben mit der somalischen Miliz al-Schabab zusammen, um beide Seiten der Wasserstraße zu kontrollieren. Ziel sei es, der Weltwirtschaft weiteren Schaden zuzufügen und den Druck auf Donald Trump zu erhöhen.

Iran will durch die Huthi-Miliz die Meerenge von Bab al-Mandab kontrollieren.

Die Quelle sagte: „Es gibt viele Hinweise auf eine Koordinierung zwischen den Huthis und al-Schabab. Diese Koordinierung zielt darauf ab, die Straße von Bab al-Mandab vollständig zu kontrollieren und zu blockieren, wenn der Iran dies künftig entscheidet. Die Huthis übertragen im Auftrag des Iran Drohnentechnologie an al-Schabab, sodass die Huthis zu den Führern der Region werden.“ Beide Meerengen sind entscheidende Wasserwege für die globale Energieversorgung.

Iran plant im Krieg Blockade des Roten Meeres mit der Huthi-Miliz

Rund 10 bis 12 Prozent des jährlichen Seeverkehrs verlaufen durch die Straße von Bab al-Mandab, die der einzige Ein- und Ausgang zum Suezkanal bei Ägypten ist. Der Suezkanal verbindet das Rote Meer und damit auch den Indischen Ozean mit dem Mittelmeer und den Häfen in Europa. Als die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begannen, schloss Teheran die Straße von Hormus faktisch für den Schiffsverkehr. Die Blockade der Straße von Hormus trieb die Preise für Öl, Dünger und viele andere Güter weit über die Region hinaus in die Höhe und verschaffte dem Iran erheblichen Einfluss in den Verhandlungen mit der Trump-Regierung.

„Dies ist Teil der Strategie des Iran und der Huthis“, fügte die Quelle hinzu, „Bab al-Mandab vollständig zu kontrollieren – wie Hormus.“ Vorerst halten sich die Huthis zurück. Die Quelle sagte: „Es ist keine kluge Idee für den Iran, alle seine Karten gleich zu Beginn gleichzeitig auszuspielen.“ Die Huthis haben beim Iran gelernt, wie sie den Enthauptungsschlägen widerstehen können, die einen Großteil der iranischen Führung im Krieg töteten, und benennen nun für jeden hohen Posten mehrere Nachfolger und bereiten sich auf einen langen Kampf vor.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Abdul-Malik al-Huthi, der Anführer der Gruppe, hat ein Familienmitglied bestimmt, das ihn im Falle seines Todes ersetzen soll, Teil eines Systems von „Schattenführern“. Jede Schließung der Straße von Bab al-Mandab würde die Weltwirtschaft in einem bisher ungekannten Ausmaß stören. Frachtschiffe wären zu einem wochenlangen Umweg um die Südspitze Afrikas gezwungen, was die Kosten weltweit in die Höhe treiben würde. Beide Meerengen – Bab al-Mandab und Hormus – sind noch nie gleichzeitig geschlossen worden.

Die Huthis haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, die Wasserstraße zu blockieren. Während des Gaza-Krieges beschossen sie monatelang Handelsschiffe im Roten Meer und vertrieben dadurch einen Großteil der weltweiten Schifffahrt von der Route. Damals versuchte eine von den USA geführte Marinekoalition vergeblich, sie aufzuhalten. Die Rebellenorganisation ist inzwischen das gefährlichste und autonomste Mitglied der iranischen „Achse des Widerstands“, seitdem israelische Angriffe die Hisbollah im Libanon schwer getroffen und einen Großteil der iranischen Führung getötet haben.

Was sind die Ziele der iranischen Stellvertretermiliz Huthi?

Doch die Huthis sind Partner, keine Marionetten. Sie unterstehen ihrer eigenen Führung in Sanaa, verfolgen ihren eigenen Krieg mit Saudi-Arabien und wählen ihre eigenen Zeitpunkte. Experten erklärten, die aus dem Iran stammenden Drohnen, die die Huthis angeblich mit al-Schabab teilen, würden die Reichweite der Gruppe unabhängig von Teheran vergrößern – selbst wenn die Miliz zugleich den Interessen des Iran dient.

Diese Autonomie verschafft dem Iran Abstreitbarkeit, bedeutet aber auch, dass Teheran das Timing oder die Bedingungen nicht vollständig kontrollieren kann. Und sie fügt sich in eine Strategie ein, die der Iran bereits formuliert hat. Eine von der iranischen Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte Doktrin bezeichnete Bab al-Mandab als die vorgesehene zweite Front in einem größeren Krieg. Fars steht den Islamischen Revolutionsgarden nahe.

Zweite Front im Iran Krieg: Saudi Arabien greift Huthi-Stellungen an

Darin hieß es, die Meerenge solle gemeinsam mit Hormus geschlossen werden, um die „Finanzierung und Logistik“ der Feinde des Iran zu unterbrechen und den Welthandel zu würgen. Analysten betonten, dass die Interessen der Huthis nicht vollständig mit denen des Iran übereinstimmen. Eine Schließung von Bab al-Mandab würde zwar Teherans Zielen dienen, zugleich aber den Huthis ermöglichen, Saudi-Arabien, ihren langjährigen Feind, zu bestrafen und ihre eigenen regionalen Ambitionen voranzutreiben.

Die Gruppe könnte aus eigenen Motiven handeln, die sich lediglich mit denen des Iran überschneiden. Diese Spannungen entzünden sich bereits. Saudi-Arabien hat den alten Konflikt mit den Huthis faktisch neu eröffnet, indem es am Montag (13. Juli) die Start- und Landebahn des internationalen Flughafens von Sanaa bombardierte. Damit sollte die Landung eines iranischen Passagierflugzeugs in der von den Huthis kontrollierten jemenitischen Hauptstadt verhindert werden. Die Spannungen könnten zu einer neuen Front des Iran-Kriegs werden.

Der Angriff wurde von der international anerkannten jemenitischen Regierung für sich beansprucht. Diese wird allerdings von Saudi-Arabien unterstützt und verfügt über keine funktionsfähige Luftwaffe. Ein Sprecher der Huthis machte daher Saudi-Arabien direkt verantwortlich. Als Reaktion feuerten die Huthis Raketen auf den Süden Saudi-Arabiens ab, die das Königreich nach eigenen Angaben abfing, und brachen damit einen Waffenstillstand, der weitgehend seit März 2022 gehalten hatte. Der Waffenstillstand war einem zehnjährigen Krieg gefolgt, in dem nach Schätzungen der UN rund 377.000 Menschen starben, die meisten von ihnen durch Hunger und den Zusammenbruch der Infrastruktur.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mohammed Mohammed

Kommentare