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Stopp von Lieferungen

Hegseth will Munition für Ukraine sparen – Analysen widersprechen

Signierte Granaten liegen am 28. Juli 2022 auf dem Boden der Stellungen der ukrainischen Streitkräfte in der Region Charkiw.
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Feuer erloschen: Signierte Granaten liegen am 28. Juli 2022 auf dem Boden der Stellungen der ukrainischen Streitkräfte in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine. Australien, Kanada und die USA haben der Ukraine mehr als 100 M777-Haubitzen und 300.000 Schuss 155-mm-Munition geliefert. Jetzt gehen die Reserven der Spender vermeintlich zur Neige.

Die Ukraine zittert: Kanonenrohre und Raketencontainer bleiben leer, wenn die USA weniger liefern. Sparzwang sagen die Einen, Heuchelei die Anderen.

Washington D.C. – „Sie stellen ein Eingeständnis dar, dass das US-Militär nicht darauf ausgelegt ist, einen längeren Konflikt zu führen oder zu unterstützen“, hat Mark F. Cancian geschrieben. Der Analyst des US-Thinktanks Center for Strategic and International (CSIS) Studies hatte sich die Frage gestellt, ob der USA die Waffen ausgehen könnten, wenn sie den Ukraine-Krieg mit Waffen gegen Wladimir Putins Invasionsarmee befeuern würde. Seine Analyse bestätigte seine These. Das war 2022 und der Krieg taufrisch. Jetzt ist der Krieg in die Jahre gekommen, aber die Frage bleibt aktuell. US-Präsident Donald Trump hat jetzt die Waffenlieferungen ausgesetzt, mit dem Verweis auf eigene endliche Ressourcen. Und hat damit einen Sturm der Entrüstung losgetreten.

Ganz oben auf den Barrikaden steht offenbar Adam Smith. Wie der US-Sender NBC meldet, halte der Demokrat und ranghöchste Vertreter des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses die Ankündigung der Trump-Regierung für reine Heuchelei. „Was unsere Vorräte angeht, sind wir heute nicht auf einem niedrigeren Stand als in den dreieinhalb Jahren des Ukraine-Konflikts“, urteilt Smith gegenüber NBC. Aufgrund der Zahlen, die ihm vorgelegen hätten, bestünde kein Hinweis auf einen Mangel, der eine Aussetzung der Hilfe für die Ukraine rechtfertigen würde, ergänzte er.

Selenskyj maßlos? Analyst fordert, die Ukraine von der Resterampe aus zu bedienen

Allerdings herrscht darüber eine geteilte Meinung. Vor mehr als einem Jahr hatte die Regierung unter Trumps Vorgänger Joe Biden schon gewarnt, dass auf die unbedingte Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf auch die Vergrößerung des Verteidigungshaltes folgen musste. Darüber hinaus sorgten sich US-Offizielle neben dem Geld um die US-amerikanischen Industriekapazitäten – eine Diskussion, die auch in anderen Unterstützerländern hitzig geführt wurde. Dazu kommt, dass Donald Trump sehr erratisch und unvorhersehbar Freund mit Feind vertauscht.

Wie James Hursch und Kristen Taylor im Februar formuliert haben, hängt sein Wohlergehen allerdings eng mit der Freundschaft zu seiner europäischen politischen Bezugsgruppe zusammen: Die Wiederbelebung der US-Rüstungsindustrie gelinge am besten mit europäischen Verbündeten, so die Analysten des Thinktanks Atlantic Council.

„Die unersättliche Nachfrage der Ukraine nach 155-Millimeter-Artilleriegeschossen hat die krassen Grenzen der US-amerikanischen Verteidigungsindustrie deutlich gemacht.“

David W. Barno, War on the Rocks

Noch komplexer wird das Thema unter dem Aspekt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj immer gern das Beste vom Besten geliefert bekommt – für Analyst Cancian läge ein Mittelweg darin, die Ukraine von der Resterampe aus zu bedienen: „Selbst wenn sinkende Lagerbestände die Transfers einschränken und die Neuproduktion nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann, könnten die USA und ihre Verbündeten ältere Ausrüstung oder Ausrüstung von Drittanbietern bereitstellen. Obwohl diese Waffen effektiv sein können, würde ein solcher Ansatz eine Abkehr von der bisherigen Praxis bedeuten, Spitzenausrüstung bereitzustellen, die der Ausrüstung der US- und Nato-Streitkräfte entspricht.“

Auch das stößt sowohl Demokraten als auch einzelnen Republikanern in den USA auf. Wie NBC aktuell berichtet, soll Verteidigungsminister Pete Hegseth sogar selbst dafür gesorgt haben, dass er sich in der eigenen Argumentation verfängt: Hegseth habe das Pentagon schriftlich aufgefordert, die Munitionsbestände zu prüfen. „Drei mit der Angelegenheit vertraute Offizielle sagten, die Untersuchung habe ergeben, dass einige Bestände an hochpräziser Munition zwar niedriger seien, aber noch nicht das kritische Minimum überschritten hätten“, schreiben die NBC-Autoren Gordon Lubold, Dan De Luce, Courtney Kube und Katherine Doyle.

Trump-Mitarbeiter kompromisslos: „Wir können nicht jedem auf der Welt Waffen geben“

Ihnen zufolge habe die Kommission ergeben, „dass die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine die US-Lieferungen nicht unter die zur Gewährleistung der militärischen Einsatzbereitschaft erforderliche Schwelle senken würde“, wie im Ergebnis offiziell formuliert wurde. NBC kolportiert die Äußerungen von Mitarbeitern des US-Kongresses, wonach die Entscheidung der Aussetzung allein von Hegseth initiiert worden war. Aber tatsächlich findet er unter den Abgeordneten und Regierungsvertretern auch Unterstützung. „Wir können nicht jedem auf der Welt Waffen geben“, zitiert NBC beispielsweise Sean Parnell. Der Pentagon-Sprecher verwies darauf, dass eine „Fähigkeitsüberprüfung“, wie er den Vorgang nannte, dem Präsidenten letztendlich Handlungs-, weil Entscheidungsfreiheit ermögliche.

Was auch schon unter dem 46. US-Präsidenten Joe Biden so gewesen war, sagte sein damaliger Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan gegenüber dem US-Sender PBS: „Präsident Biden kann nur einen Kurs und eine Vision dafür festlegen, was im Interesse der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten, im Interesse des transatlantischen Bündnisses und im Interesse unserer Partnerschaft mit der Ukraine liegt. Und dieser Ansatz hat Amerika in der Vergangenheit gute Dienste geleistet.“ Damals hatte sich der Zwist zwischen den USA und der Ukraine darum gedreht, ob die Verteidiger den Russen in deren eigenem Land mit US-Waffen hinterherschießen durften – was ihnen lange verwehrt worden war.

Auch in dem Punkt war die transatlantische Allianz gespalten; in der Rüstungsindustrie sowieso. Mit ihrer rüden Rhetorik haben Donald Trump und sein Adlatus J.D. Vance die europäische Rüstungsproduktion aus dem Koma aufgeschreckt. James Hursch und Kristen Taylor vertreten die These, dass sie auch durch gemeinschaftliche Produktion und daraus folgender Risikoverteilung gegen die Bedrohung durch Putins Russland eine Menge bewegen könnten – beispielsweise durch Bündelung der Munitionsproduktion.

Ukraine-Offizielle klagen: „Es wäre unmenschlich, die Lieferung von Raketen einzustellen“

Die beiden Autoren sprechen explizit von „globalen Bedrohungen“ der westlichen Lebensweise; allerdings hatte CNN jüngst gemutmaßt, der veröffentlichte Sparzwang bezüglich Munition begründe sich eben wiederum in der Prophylaxe gegen ein auftrumpfendes China, während Europa weiter am Ukraine-Krieg und einem möglichen Waffengang im Baltikum laboriert. „Es wäre sehr seltsam, es wäre unmenschlich, die Lieferung von Raketen einzustellen … insbesondere von Patriot-Systemen, die offensichtlich in großem Umfang die Zivilbevölkerung in der Ukraine schützen“, zitiert CNN Mychajlo Podoljak.

„Raketen“ bedeuten für den Berater des ukrainischen Präsidentenbüros vor allem Patriot-Raketen, also die US-Luftabwehr im Gegensatz zur deutschen IRIS. Die Atlantic-Council-Autoren Hursch und Taylor sehen gerade dort Chancen für Synergien, die sich ergäben aus der Arbeit der Nato Support and Procurement Agency (NSPA), die eben als Knotenpunkt der Verteidigungsallianz ihre Kapazitäten in Logistik, Beschaffung, medizinischer sowie infrastruktureller Unterstützung bündeln soll. Patriot-Hersteller Raytheon hat Ende 2024 im Magazin Defense Post die Zusammenarbeit mit der NSPA gelobt, als durch deren Vermittlung und durch finanzielle Unterstützung anderer Nato-Partner die Lieferung von Patriots nach Deutschland ermöglicht worden war.

Damit nicht genug, schreiben Hursch und Taylor: „Die Supply and Procurement Agency der Nato unterstützt zudem die Bemühungen der Verbündeten, Patriot-Raketen gemeinsam in Deutschland zu produzieren.“ Eben dadurch könnten industrielle Kapazitäten der gesamten Nato zum gemeinsamen Nutzen vernetzt werden – „und dies erfordert oft den Abbau bürokratischer Hürden, die gemeinsame Ambitionen der Rüstungsindustrie behindern“, so die Autoren.

Durch Putins Angriff: „Die krassen Grenzen der US-amerikanischen Verteidigungsindustrie deutlich gemacht“

Mark F. Cancian wiederum macht deutlich, dass die Zeitspanne zwischen Absicht und Lieferung länger dauert, als das laufende Kriege erlaubten. Cancian allerdings betrachtet die Bestände einzelner Rüstungsgüter als scheinbar unerschöpflich: beispielsweise die der 155 mm Munition für Haubitzen. Dank des Nato-Standard-Kalibers kämen die USA um die Verantwortung des alleinigen Versorgers herum. Andere Nato-Partner könnten aushelfen oder haben das sogar schon getan.

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Der Posten der Pressesprecherin des Weißen Hauses war in der ersten Amtszeit Donald Trumps ein regelrechter Schleudersitz. Gleich viermal wechselte die Besetzung. Seit 2025 bekleidet Karoline Leavitt das Amt. Zum Zeitpunkt ihrer Ernennung war Leavitt gerade mal 27 Jahre alt und ist damit die jüngste Pressesprecherin, die das Weiße Haus jemals hatte. © CHIP SOMODEVILLA/AFP
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.) und seinem Sohn sowie First Lady Melania Trump (r.), leitete zu Beginn in der neuen Regierung von Donald Trump eine Abteilung für effizientes Regieren: das „Department of Government Efficiency“ (DOGE). Der Milliardär und mutmaßlich reichste Mensch der Welt sollte nach den Vorstellungen Trumps „den Weg ebnen, um die Regierungsbürokratie abzubauen, überflüssige Vorschriften zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und die Bundesbehörden umzustrukturieren“. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange. Nach Musks Ausscheiden aus DOGE kam es öffentlich zum Streit. © Alex Brandon/dpa
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Unterstützung sollte Elon Musk dabei von Vivek Ramaswamy erhalten. Der 39 Jahre alte Geschäftsmann hatte sich bei den Vorwahlen in den USA noch als Präsidentschaftskandidat der Republikaner beworben und war damals gegen Donald Trump angetreten. Nun sollen Musk und Ramaswamy zu zweit einen Posten besetzen und die Regierung effizienter gestalten. Trump nannte sie beide „wunderbare Amerikaner“. © IMAGO/MATT MARTON
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk rückt dessen größter Konkurrent näher an den US-Präsidenten heran: Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig. Der Amazon-Gründer ist auch Chef der Weltraumfirma Blue Origin, die Musks SpaceX im Kampf um Regierungsaufträge gerne den Rang ablaufen möchte. Wohl auch deshalb telefonierte Bezos in den vergangenen Wochen gleich mehrfach mit Trump. © imago
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps und seit mehreren Jahren schwer aktiv in Politik und Medien. Die Ehefrau von Eric Trump tritt regelmäßig bei rechten TV-Sendern auf und ist seit 2024 Vorsitzende der Partei der Republikaner. Im Wahlkampf spielte die 42 Jahre alte, zweifache Mutter eine große Rolle und auch im Übergangsteam Donald Trumps soll sie eingebunden sein. Ob sie ein offizielles Amt übernehmen wird, ist bislang unklar. © IMAGO/Robin Rayne
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump hatte beim Wahlsieg seines Vaters 2016 keine herausragende Rolle im Übergangsteam inne. Das soll laut US-Medien diesmal anders sein. Eric Trump soll wie seine Frau Lara bei Personalentscheidungen eingebunden sein und laut dem Rolling Stone Magazine sogar eine offizielles Amt im Weißen Haus anstreben. © Matt Freed/dpa
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden. Der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner saß zwei Jahre im Gefängnis, ehe Trump ihn am Ende seiner ersten Amtszeit begnadigte. Kushner soll Steuern hinterzogen und Familienmitglieder bedroht und erpresst haben. © CHRIS HONDROS/AFP
Donald Trumps Tochter Tiffany Trump
Gerüchten zufolge könnte Tiffany Trump in Zukunft die Rolle Ivankas im Gefolge des gemeinsamen Vaters übernehmen. Die jüngste Tochter Donald Trumps trat im Wahlkampf 2024 deutlich häufiger als noch 2016 oder 2020 auf. Eine Position im Kabinett oder eine prestigeträchtige Funktion als Präsidentenberaterin in Washington DC kommt für die 31-Jährige aber wohl zu früh. © imago
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen. Die 40 Jahre alte Anwältin vertrat Donald Trump unter anderem in dessen Prozess wegen Schweigegeldzahlung in New York. Bei den wochenlangen Verhandlungen stellte sich Habba regelmäßig vor dem Gerichtssaal der Presse und verteidigte ihren Mandanten. Den Prozess verlor Trump zwar, seiner Anwältin scheint er aber weiter zu vertrauen. © ANDREW HARNIK/AFP
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon, war bereits in der ersten Administration von Donald Trump als Berater und Redenschreiber des Präsidenten tätig. Der 39 Jahre alte Jungpolitiker ist ein absoluter Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Er gilt als geistiger Vater des Einreiseverbots für Muslime, das Trump 2017 erlassen hatte und warb im Vorfeld der US-Wahl 2024 für eine „100-prozentige Abschiebungspolitik“. Man werde „all diese kriminellen Migranten, die ins Land geströmt sind, als erstes abschieben“. Im neuen Weißen Haus Donald Trumps könnte Miller stellvertretender Stabschef werden. © Evan Vucci/dpa
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter und gern gesehener Gast in rechten Podcast-Formaten wie dem „War Room“ von Steve Bannon. Trump ernannte den 44 Jahre alten Anwalt mit indischen Wurzeln zum Direktor des FBI. © IMAGO/Brett Johnsen
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Mediensprektrum
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Medienspektrum. Der 62 Jahre alte Politiker gilt als der Architekt hinter der Entscheidung der ersten Administration von Donald Trump, Migrantenfamilien in Käfige zu stecken und Kinder von ihren Eltern zu trennen. Mit Blick auf die neue Regierung Donald Trumps sagte Homan: „Illegalle Einwanderer sollten es jetzt mit der Angst zu tun haben.“ Trump gab bekannt, dass Homan als sogenannter „Grenz-Zar“ die Grenzsicherung und Abschiebepolitik koordinieren soll. © Lev Radin/Imago
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken.
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken. Der 69 Jahre alte Ex-Gouverneur war noch nie als Diplomat tätig, gilt aber als loyaler Verbündeter des künftigen Präsidenten. „Mike ist seit vielen Jahren ein großartiger Staatsdiener, Gouverneur und religiöser Führer“, sagte Trump in einer Erklärung. „Er liebt Israel und das israelische Volk, und ebenso liebt das israelische Volk ihn. Mike wird unermüdlich daran arbeiten, Frieden im Nahen Osten zu schaffen.“ Huckabee war einst Pastor einer baptistischen Kirche und wird der erste US-Botschafter in Israel sein, der nicht jüdischen Glaubens ist. © John Taggart/AFP
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz, hat beste Chancen darauf, Sicherheitsberater in der neuen Administration von Donald Trump zu werden. Der 50 Jahre alte ehemalige Offizier gilt als ausgewiesener Sicherheitsexperte der Republikaner. 2018 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. In der Vergangenheit machte sich Waltz für Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg stark. Er gilt außerdem als scharfer Kritiker der Chinas und steht für einen konfrontativen Kurs im Umgang mit der Volksrepublik. © Ted Shaffrey/dpa
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA. Sie warnte nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris vor „20.000 kannibalistischen Haitianern, die Haustiere in den Straßen von Ohio jagen und töten“. Donald Trump suchte die Nähe zu der 31 Jahre alten Influencerin, musste sich aber nach mehreren Skandalen rund um Loomer distanzieren. US-Medien vermuten, dass sich Trump nach seinem deutlichem Wahlsieg sicher genug fühlen würde, Loomer in seiner Arbeit im Weißen Haus einzubinden - entweder als Beraterin oder sogar ausgestattet mit einem offiziellem Amt. © IMAGO/Gray Adam/ABACA
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard, wurde 2023 als erfolgreichster Kommentator des Senders von Fox News gefeuert. Seitdem ist er unabhängiger Moderator. Seine Rolle als wichtiger Einflüsterer des kommenden Präsidenten konnte er aber halten. Laut US-Medien soll der 55 Jahre alte Fernsehstar eine wichtige Rolle im Übergangsteam Trumps einnehmen. © IMAGO/Jen Golbeck
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr. Er soll nach den Wünschen von Donald Trump Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC werden. © IMAGO/Stefani Reynolds
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung. Nachdem John Kelly aber das Amt des Stabschefs übernahm, wurde Gorka aus der Administration gedrängt. Nun soll der gebürtige Brite mit ungarischen Wurzeln zum leitenden Direktor für Terrorismusbekämpfung aufsteigen. Gorka gilt als enger Vertrauter von Trumps ehemaligen Berater, Steve Bannon. © CHANDAN KHANNA/AFP
Dr. Mehmet Oz ist Kardiologe und Fernsehmoderator
Dr. Mehmet Oz soll Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützen. Der Kardiologe und Fernsehmoderator erlangte als Gesundheitsexperte in der Oprah Winfrey Show landesweite Berühmtheit. 2009 erhielt er seine eigene Fernsehshow: eine pseudowissenschaftliche Sendung über Gesundheitsthemen mit dem Namen „Dr. Oz Show“. 2022 trat Oz als Kandidat der Republikaner bei den Zwischenwahlen an, doch scheiterte beim Versuch, Senator des Bundesstaates Pennsylvania zu werden. Nun will Donald Trump den Fernsehmoderator doch noch nach Washington DC bringen. Der designierte Präsident nominierte Oz für den Posten des Administrators für das „Center for Medicare and Medicaid Services“. © IMAGO/Diannie Chavez/The Republic
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat. Die zweifach approbierte Ärztin tritt regelmäßig bei Fox News auf. Sie soll den Posten des „Surgeon general“ übernehmen und damit eine wichtige Leitungsfunktion im öffentlichen Gesundheitsdienst der Vereinigten Staaten von Amerika.  © TERRY WYATT/AFP
Ebenfalls unter einem möglichen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten
Ebenfalls unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten. Donald Trump will, dass der Chirurg die Bundesarzneimittelbehörde der USA leitet. Wie Kennedy vertrat auch Makary, aktuell als Arzt an der Johns-Hopkins-Universität tätig, konträre Ansichten zur Corona-Pandemie. © NOAM GALAI/AFP
der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon
Er gilt vielen als der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon. Der heute 71 Jahre alte Kommentator und Stratege folgte Trump nach dessen Wahlsieg 2016 als Chefberater kurzzeitig ins Weiße Haus. Die Beziehung der beiden, die bereits 2011 begann, kühlte ab. Im Umfeld Trumps blieb Bannon eine einflussreiche Stimme, wie sein Auftritt auf der rechtskonservativen Konferenz CPAC im Jahr 2025 beweist, auf der unter anderem J.D. Vance eine Rede hielt. © STEVEN HIRSCH/AFP
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps.
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps. Die 58 Jahre alte, zweimal geschiedene und dreimal verheiratete TV-Predigerin vertritt die Lehre des sogenannten Wohlstandsevangeliums, nach dem finanzieller Erfolg als sichtbarer Beweis für die Gunst Gottes gilt. Im Klartext: Wer reich ist, muss sich dafür nicht schämen oder gar fürchten, deshalb nicht ins Himmelreich eingehen zu können – egal, was Jesus Christius laut Bibel im Gleichnis vom Nadelöhr erzählt. © IMAGO/CNP / MediaPunch
Paula White ist „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“
Seit dem 7. Februar 2025 ist White, hier ganz in weiß gekleidet, „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“. Trump selbst hatte dieses Büro kurz zuvor ins Leben gerufen. Seine Aufgaben sind laut Bekanntmachung des Weißen Hauses „religiöse Einrichtungen, Gemeindeorganisationen und Gotteshäuser in ihren Bemühungen zu unterstützen, amerikanische Familien zu stärken, Arbeit und Selbstversorgung zu fördern und die Religionsfreiheit zu schützen“. Über ihre persönliche Verbindung zu Gott lässt White, die hier den Segen des Allvaters für Trump einholt, keine Zweifel aufkommen. „Wenn ich über den Rasen vor dem Weißen Haus laufe, dann wird der Boden unter meinen Füßen zu heiligem Boden“, so White in einer ihrer TV-Predigen. © IMAGO/White House Handout/White House
Peter Thiel ist seit langem Unterstützer Donald Trumps
Peter Thiel, hier in Begleitung der Publizistin Amy Chua, ist seit langem Unterstützer Donald Trumps. Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in den USA und Südafrika auf. Seine Karriere als Tech-Unternehmer begann mit der Gründung des Bezahldienstes Paypal. Der Multimilliardär unterstützte Trump bereits bei seinem ersten Wahlkampf 2016 mit großzügigen Spenden und gilt außerdem als enger Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. © LEIGH VOGEL
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC,
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC, ist seit Jahrzehnten ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der hatte sich das Vertrauen Whites verdient, als er zu Beginn der UFC deren Veranstaltungen in seinen Casinos in Atlantic City genehmigte. White unterstützte Trump Jahre später bei dessen Wahlkampf 2016 und war geladener Gast bei der Amtseinfühung 2025. © IAN MAULE/AFP
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk.
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk. Sacks wird als Donald Trumps „KI- und Krypto-Zar“ fungieren. Vor der US-Wahl trieb Sacks im Silicon Valley Spendengelder für Trumps Kampagne ein und gabin seinem Podcast „All In“ mehrfach Wahlempfehlungen für Trump ab. Die Wahlnacht verbrachte Sacks an der Seite Trumps in dessen Wohnsitz Mar-a-Lago. © KAYLA BARTKOWSKI

Allerdings ist die Thematik aus Sicht der Militärs komplexer, als sich das sowohl Analysten als auch Politiker vorzustellen bereit sind, wie Generalleutnant David W. Barno am Beispiel gerade der 155 mm-Granaten verdeutlicht: Vor der Invasion der Ukraine hätten die USA jeden Monat 14.000 dieser Geschosse produziert, so der Professor an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies. Nach Kriegsbeginn habe die Ukraine bis zu 8.000 Granaten verschossen. Täglich; und hätte wahrscheinlich noch weit mehr verbraucht, wenn sie verfügbar gewesen wären, wie Barno im Magazin War on the Rocks notiert hat.

„Die unersättliche Nachfrage der Ukraine nach 155-Millimeter-Artilleriegeschossen hat die krassen Grenzen der US-amerikanischen Verteidigungsindustrie deutlich gemacht.“

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