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Lage im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew kündigt neue Offensive gegen Russlands Truppen an

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Verhandlungen in Davos. Hohe Verluste. Putin fährt die Drohnenproduktion massiv hoch.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker.

Update, 5:45 Uhr: Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine ‍Beilegung des Ukraine-Krieges weiterführen. „Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in ‌Davos fortzusetzen“, schrieb der ‌ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow im Messengerdienst Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem ‌Krieg beraten.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Oberbefehlshaber Syrskyj kündigt neue Offensive an

Update, 19. Januar, 5:05 Uhr: Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt. Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals LB.ua. Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle. Schon jetzt seien die Verluste der Russen bei den Kämpfen höher als auf ukrainischer Seite. Der Ukraine sei es gelungen, ihre Verluste weiter zu reduzieren, sagte Syrskyj.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (rechts) und der Befehlshaber der Streitkräfte, General Oleksandr Syrskyj (links), hören sich am 4. November 2025 in der Nähe von Pokrowsk einen Lagebericht über die Verteidigungsoperationen im Sektor Dobropillia an.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin fährt Drohnenproduktion massiv hoch

Update, 20:22 Uhr: Russland hat seine Drohnenproduktion massiv hochgefahren und plant den Einsatz von bis zu 1.000 Angriffsdrohnen täglich gegen die Ukraine. Das gab der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi in einem Interview mit dem ukrainischen Nachrichtenportal LB.ua bekannt. Derzeit produziere Russland bereits 404 Shahed-Drohnen verschiedener Typen pro Tag, so Syrskyi weiter. Im Ukraine-Krieg wolle Moskau zudem 2026 mindestens elf neue Divisionen aufstellen und 409.000 Soldaten einziehen. „Der Feind plant, die Produktion erheblich zu steigern, um bis zu 1.000 Drohnen pro Tag einzusetzen“, sagte Syrskyi der Quelle.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland soll Hafen in Mariupol illegal übernommen haben

Update, 16:47 Uhr: Der ukrainische Auslandsgeheimdienst wirft Russland vor, den Hafen Mariupol illegal zu übernehmen und in das russische Logistiksystem zu integrieren. Russland stelle dies fälschlicherweise als „Wiederaufbau“ dar. Russland ersetze ukrainische Standards durch russische und hebe damit die ukrainische Gerichtsbarkeit auf. „Tatsächlich handelt es sich um eine illegale Aneignung ukrainischer Infrastruktur und deren Integration in das Logistiksystem des Aggressorstaates“, erklärte der Geheimdienst laut Ukrinform.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Die Öffnung des Hafens für ausländische Schiffe ziele darauf ab, „Legalität“ vorzutäuschen und Sanktionen zu umgehen. Geplant sind Kanalvertiefung und Ausbau des Güterumschlags. Dies bestätige Russlands Absicht, Mariupol zu einem zentralen Logistikzentrum für die besetzten Gebiete zu entwickeln.

Grönland-Konflikt spielt Putin in die Karten

Update, 13:19 Uhr: Trumps Anspruch auf Grönland könnte leider ein Glücksfall für Putin im Ukraine-Krieg werden – denn er schreckt die Europäer auf. Statt um Sicherheitsgarantien für Kiew geht es auf einmal um einen Konflikt in der NATO. „Manche Russen hoffen, dass die US-Ansprüche die transatlantischen Beziehungen weiter spalten“, schrieb die Russland-Expertin Hanna Notte auf X.

Moskau sehe den Grönland-Konflikt mit Schadenfreude und ahne eine günstige Gelegenheit in Sachen Ukraine. Die anderen Akteure seien abgelenkt. Der Außenpolitiker Grigori Karassin vom Föderationsrat in Moskau hoffte, dass „die paranoide politisch-militärische Unterstützung der ‚Koalition der Willigen‘ für Wolodymyr Selenskyj in den Hintergrund rückt“. 

Update, 12:01 Uhr: Die Ukraine hat nach russischen Angaben Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in den besetzten Gebieten durchgeführt und dabei mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom gelassen. Wegen eines „feindlichen Angriffs“ seien in weiten Teilen der Region Saporischschja sowie in 14 Städten und 450 Dörfern in der Region Cherson die Lichter ausgegangen, erklärten die von Moskau eingesetzten Regionalgouverneure.

Russland selbst greift die ukrainische Energieversorgung seit Wochen massiv an – Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits am Freitag (16. Januar) den Energie-Notstand für die Hauptstadtregion ausgerufen, nachdem russische Angriffe mit 201 Drohnen zwei Todesopfer gefordert hatten.

Berichte: Kreml entlässt im Ukraine-Krieg hochrangigen General

Update, 10:33 Uhr: Weitere Entlassungen im Ukraine-Krieg: Ein hochrangiger russischer General ist laut Medienberichten nach vier Jahren Einsatz in den Gefechten entlassen worden: Generalmajor Suchrab Achmedow. Die Kyiv Post beschreibt ihn in einer aktuellen Meldung als „einst vom Kreml bevorzugt“, aber wegen seiner brutalen Frontalangriffe „bei den Soldaten unbeliebt“.

Bei Auswechselungen in der russischen Militärführung im Jahr 2024 war Achmedow noch „glimpflich davongekommen“, wie die Frankfurter Rundschau damals berichtete. Ihm wurde nur das Kommando über die 20. Armee entzogen – die Zeitung betonte aber ebenfalls, Achmedow habe „nur“ Negativschlagzeilen als Befehlshaber gemacht, der seine Soldaten gern verheizt.

Ukraine-Krieg aktuell: 20-Jährige bei russischem Angriff auf Charkiw getötet

Update, 10:07 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf Charkiw – zweitgrößte Stadt der Ukraine – ist eine 20-jährige Frau getötet worden. Sie sei nach den vorliegenden Informationen durch einen Drohnenangriff auf ein privates Haus gestorben, erklärte der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, auf Telegram. Regionalgouverneur Oleh Synehubow erklärte später, das Opfer sei erst 20 Jahre alt gewesen.

Ukraine-Krieg aktuell: Armee von Putin greift in der Nacht mit mehr als 200 Drohnen an

Update, 9:16 Uhr: In der Nacht zu heute (18. Januar) hat die russische Armee die Ukraine mit etwa 201 Drohnen angegriffen. 167 von ihnen konnte die ukrainische Luftwaffe nach eigenen Angaben abwehren. Dennoch trafen 30 Kampfdrohnen etwa 15 Ziele, hieß es. Aktuell befänden sich noch mehrere russische Drohnen im ukrainischen Luftraum.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg aktuell: neue Details zu Opferzahlen

Update, 8:42 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Binnen eines Tages wurden etwa 830 russische Soldaten in den Gefechten entweder getötet oder verletzt. Damit steigt ihre Gesamtzahl seit Kriegsbeginn auf etwa 1.226.420, wie der ukrainische Generalstab auf Facebook mitteilte.

Ukraine-Krieg aktuell: Geheimdienst warnt vor russischem Anschlag auf Atomkraftwerke

Update, 18. Januar, 7:17 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst (GUR) warnt, dass Russland einen Angriff auf Umspannwerke ukrainischer Atomkraftwerke erwäge, „um die Ukraine zur Unterzeichnung inakzeptabler Kapitulationsforderungen zur Beendigung des Krieges zu zwingen“. Das berichtet die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf einen GUR-Facebook-Eintrag.

GUR betonte außerdem, Moskau plane im Rahmen einer Kampagne auch, die Einschüchterung europäischer Länder und des Westens im Allgemeinen zu verstärken, um die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben, hieß es.

Update, 22:05 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben von Kiews Generalstab im Ukraine-Krieg eine russische Nebo-U-Radarstation und ein selbstfahrendes Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 auf der russisch besetzten Krim angegriffen. Zudem meldete der ukrainische Generalstab laut Ukrainska Pravda, dass Kiews Streitkräfte in der Nähe der Stadt Donezk ein russisches Drohnenlager getroffen haben sollen. „Das Ausmaß der Schäden wird derzeit bestätigt. Wir machen weiter damit, den Feind und seine Fähigkeiten auszuschalten. Es wird noch mehr kommen“, heißt es in einer Erklärung des Generalstabs.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew weist russischen Bericht über Einnahme von Prywillja zurück

Update, 20:36 Uhr: Das ukrainische Militär weist russische Darstellungen einer Einnahme des Ortes Prywillja in der ukrainischen Region Donezk im Ukraine-Krieg zurück. Nach Angaben der Militärgruppe „Ost“ auf Facebook sei der Ort nach wie vor unter der Kontrolle ukrainischer Streitkräfte, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Zudem heißt es in dem Beitrag, dass ukrainische Einheiten nach wie vor in der Region Pokrowsk-Myrnohrad aktiv seien. Russland erleide dort erhebliche Verluste.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland plant laut Selenskyj weitere Angriffe auf Energiesektor

Update, 17:01 Uhr: Der ukrainische Präsident rechnet im Ukraine-Krieg mit weiteren russischen Angriffen auf den Energiesektor seines Landes. Von russischer Seite sehe man keine Bereitschaft, den Krieg zu beenden, schreibt Selenskyj in einem Post auf der Online-Plattform X: „Stattdessen gibt es zahlreiche Informationen über Vorbereitungen für weitere russische Angriffe auf unseren Energiesektor und unsere Infrastruktur, einschließlich Anlagen und Netze, die unsere Kernkraftwerke versorgen“, erklärt Selenskyj nach einem Bericht des Leiters des Verteidigungsnachrichtendienstes Oleh Ivashchenko.

Aktuelle Gespräche im Ukraine-Krieg: Selenskyj appelliert nach russischen Angriffen an Trump-Regierung

Update, 16:11 Uhr: Ukrainische Unterhändler sind zu den angekündigten Gesprächen über den Ukraine-Krieg in den USA eingetroffen. Das teilte Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, auf Telegram mit. Das Treffen soll in Miami im US-Bundesstaat Florida stattfinden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei die Hauptaufgabe der ukrainischen Delegation, „ein vollständiges und genaues Bild davon zu vermitteln, was die russischen Angriffe anrichten“.

In einem Post auf der Plattform X schreibt er: „Zu den Folgen dieses Terrors gehört auch die Diskreditierung des diplomatischen Prozesses.“ Die US-Seite müsse dies verstehen. Zudem seien Fortschritte bei den Dokumenten erforderlich, an denen derzeit gearbeitet werde: „Die Ukraine war nie ein Hindernis für den Frieden und wird es auch nie sein. Nun liegt es an unseren Partnern zu entscheiden, ob die Diplomatie vorankommt.“

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj ordnet wegen russischer Angriffe Ausbau der Stromimporte an

Update, 14.42 Uhr: Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj ordnete den sofortigen Ausbau der Stromimporte und den Import zusätzlicher Energieausrüstung an. Grund sind die anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung.

„Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern.

Ukraine-Krieg aktuell: Brände in der Umgebung von Moskau sorgen für Aufsehen

Update, 10:33 Uhr: Zwei Brände haben in der Umgebung von Moskau für Aufsehen gesorgt. Im Vorort Woskresensk ist ein Feuer in einem der größten Chemiewerke Russlands ausgebrochen, wo Sprengstoffe für die Armee hergestellt werden – in den umliegenden Gebieten ist ein starker chemischer Brandgeruch wahrnehmbar. Das meldet unter anderem der russische Telegram-Kanal Astra.

Einen zweiten Brand meldet Ukrainska Pravda aus einem Umspannwerk knapp 100 Kilometer von Moskau entfernt. Teile der Großstadt Serpuchow seien dadurch ohne Strom. Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs, in dem Angriffe auf russische Infrastruktur zunehmen. Die ukrainischen Streitkräfte haben sich bislang jedoch nicht zu einem Angriff bekannt.

Offensive im Krieg: Russland startet Angriffe auf Ukraine-Wirtschaft

Erstmeldung: Kiew – Kurz vor Beginn des fünften Jahres des Ukraine-Kriegs durchlebt das Land den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven Angriffe von Putins Armee mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung – und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern.

Wolodymyr Selenskyj hat vom Ministerkabinett Lösungen innerhalb eines Tages gefordert. „Vor allem damit der Import von Strom und aller Möglichkeiten für die Reserveversorgung erhöht wird“, sagte der ukrainische Präsident am Donnerstagabend (15. Januar). Dafür sei auch eine stärkere Kooperation zwischen den örtlichen Regierungsorganen und den Energieunternehmen notwendig.

Gesondert habe es zudem eine Beratung mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und dem Chef der Luftstreitkräfte Anatolij Krywonoschko zum Schutz der Energieanlagen im Ukraine-Krieg gegeben. Schwer sei die Lage auch im Grenzgebiet zu Russland und in den Frontabschnitten rund um die Gebiete Dnipropetrowsk und Odessa.

Selenskyj kündigte neue Gespräche mit Verbündeten an, um eine Stärkung der Flugabwehr zu erreichen. Dabei habe er bereits mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über den Kauf von Raketen für Flugabwehrsysteme gesprochen. (red mit Agenturen)

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