Aktuelle Lage im Ticker
Kein Ende des Ukraine-Kriegs: Verluste für Russland bei Angriff auf die Krim
Kein Ende des Ukraine-Kriegs in Sicht. Kiew zerstört Militärgerät auf der Krim. Russland setzt seine Angriffe fort. Der News-Ticker.
Update, 12.15 Uhr: Ukrainische Drohnen haben am Morgen russische Militäreinrichtungen nahe Simferopol auf der Krim angegriffen. Nach Angaben des Kyiv Independent, der sich auf Telegramgruppen der Atesh-Partisanen beruft, entstanden durch „präzise Treffer“ Schäden an „wertvoller Ausrüstung“, darunter „wahrscheinlich ein Flugabwehrraketensystem“. Die Angriffe verursachten auch Verluste unter den russischen Truppen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Russland ist im Ukraine-Krieg offenbar weiter auf dem Vormarsch
Update, 10.50 Uhr: Nach Angaben des Instituts für Kriegsstudien (ISW) haben russische Truppen die Grenze zur ukrainischen Region Dnipropetrowsk überschritten. Demnach sollen russische Streitkräfte die Grenze zwischen den Oblasten Donezk und Dnipropetrowsk nordwestlich von Nowoukrainka überschritten und die Orte Nowoukrainka, Zelenyi Kut, Oleksiivka und Bahatyr erobert haben. Die Ukraine hat sich bisher nicht zu den aktuellen Berichten geäußert.
Update, 8.35 Uhr: Auf der Krim ist es in der Nacht offenbar zu neuen Explosionen gekommen. Der Ukrainska Pravda zufolge berichteten mehrere Telegram-Kanäle, dass Simferopol und die umliegende Gegend einem Drohnenangriff ausgesetzt seien. Nach Angaben von Anwohnern waren danach mehrere Explosionen zu hören.
Russland greift Ukraine erneut aus der Luft an
Update vom 13. Juni, 5.45 Uhr: Russische Kampfdrohnen haben auch in dieser Nacht wieder Ziele in der Ukraine angegriffen. Im Osten des Landes herrschte Luftalarm. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe bombardierten russische Kampfflugzeuge mit Gleitbomben die Gebiete Sumy und Donezk. Angaben zu Treffern und Schäden wurden bislang nicht gemacht.
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Update, 22.07 Uhr: In der Türkei ist das Wrack einer vermutlich ukrainischen Drohne entdeckt worden. Nach Angaben von Ukrainska Pravda fanden Personen die zerstörte Drohne am Mittwoch an einem Strand in Istanbul.
Ukraine drängt wohl russische Soldaten „allmählich“ aus Sumy zurück
Update, 19.46 Uhr: Nach ukrainischen Angaben drängen Kiews Streitkräfte die russischen Truppen „allmählich“ aus der Region Sumy zurück. Das berichtete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Oberbefehlshaber über die Lage an der Front im Ukraine-Krieg. „Ich danke jedem unserer Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere für dieses Ergebnis“, sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache.
Update, 18.48 Uhr: Nach der ukrainischen „Spinnennetz“-Operation soll Russland Dutzende von Langstreckenbombern auf abgelegenere Stützpunkte des Landes verlegt haben. Das berichten ukrainische Medien unter Berufung auf den OSINT-Analysten AviVector. Demnach wurden alle Tu-160-Bomber vom Flugplatz Belaja im Gebiet Irkutsk und vom Flugplatz Olenja im Gebiet Murmansk evakuiert. Einige seien nach Anadyr in Tschukotka, Jelisowo in Kamtschatka und Borisoglebsk in Tatarstan verlegt worden.
Anfang Juni hatte die Ukraine eine Sonderoperation mit dem Codenamen „Pavutyna“ (Spinnennetz) durchgeführt und russische strategische Jets auf vier Flugplätzen auf russischem Boden angegriffen. Die Ukraine gab an, die Mission habe 41 Bomber getroffen, mindestens 13 seien völlig zerstört.
Für Ende des Ukraine-Kriegs: Selenskyj will mit Trump über US-Sanktionen gegen Russland sprechen
Update, 17.45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft bei einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel herauszufinden, wie nah die USA an Sanktionen gegen Russland sind. Das sagte Selenskyj laut Ukrinform-Bericht bei einem Briefing nach Gesprächen mit dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius in Kiew.
„Ich freue mich auf das Gespräch mit ihm während des G7-Gipfels. Ich hoffe, dass ich, selbst wenn die entsprechenden Entscheidungen bis dahin nicht getroffen sind, zumindest ein Verständnis dafür erlangen kann, wie nah wir an dieser Entscheidung sind“, sagte der ukrainische Präsident mit Blick auf die Verabschiedung eines neuen Sanktionspakets gegen Russland.
Update, 16.31 Uhr: Deutschland erwägt keine Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Das erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. „Sie haben mich gefragt, ob wir darüber nachdenken? Ich sage Ihnen: Nein!“, sagte Pistorius laut Unian-Bericht auf die Frage eines Journalisten nach möglichen Taurus-Lieferungen.
Ukraine-Krieg aktuell: Pistorius stellt in Kiew weitere Milliarden-Hilfe in Aussicht
Update, 16.05 Uhr: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine für den Krieg gegen Russland weitere 1,9 Milliarden Euro Militärhilfe in Aussicht gestellt. Bei seinem Besuch in Kiew erklärte Pistorius, mit dem Geld könne die Ukraine unter anderem Raketen mit großer Reichweite finanzieren. Die zusätzliche Hilfe müsse noch beschlossen werden, stehe aber in Aussicht. Das Geld werde „dann in den nächsten Wochen und Monaten, wenn der Beschluss im Parlament gefasst ist, zur Verfügung stehen“.
Deutschland sei bereit, die Finanzierung von „Long-Range-Fire-Systeme mitzuübernehmen“, die in der Ukraine produziert werden. „Und die ersten Systeme dürften noch in den nächsten Monaten zur Verfügung stehen“, kündigte Pistorius an. „Und zweitens werden wir Geld zur Verfügung stellen, damit die ukrainische Regierung, die ukrainischen Streitkräfte Material kaufen können, bei der ukrainischen Rüstungsindustrie, deren Kapazitäten dadurch besser ausgelastet werden können.“
Ukrainischer Außenminister: Kiew will Ende des Ukraine-Kriegs in diesem Jahr
Update, 15.46 Uhr: Kiew strebt ein Ende des Ukraine-Kriegs noch in diesem Jahr an: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha pochte am Donnerstag bei einem Weimar-Plus-Treffen in Rom darauf, dass eine Politik der Zugeständnisse gegenüber Russland keine Lösung darstelle. „Die Zeit der Diplomatie des Drucks ist gekommen“, erklärte Sybiha: „Wir wollen, dass der Krieg in diesem Jahr endet.“
Bei dem Treffen in Rom beriet Sybiha mit den Außenministern aus Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Großbritannien und Spanien sowie der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und Nato-Generalsekretär Mark Rutte unter anderem über die weitere Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland.
Für Ende des Ukraine-Kriegs: Neue EU-Sanktionen gegen Russland
Update, 14.51: Die EU wird zusätzliche Zölle auf Dünger und Nahrungsmittel aus Russland und Belarus einführen. Eine Mehrheit der EU-Staaten hat das Vorhaben bei einer Sitzung in Luxemburg endgültig beschlossen. Zuvor hatte bereits das Europaparlament grünes Licht gegeben. Ziel ist es, Russland die Finanzierung seines Angriffskriegs gegen die Ukraine zu erschweren.
Update, 14.28 Uhr: Die Ukraine und Russland haben im Ukraine-Krieg eine weitere Gruppe Kriegsgefangener ausgetauscht. „Das ist bereits die zweite Etappe der Rückkehr von schwerkranken und schwerverletzten Kämpfern“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Auch das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass Gefangene ausgetauscht worden seien, wie Anfang des Monats in Istanbul vereinbart. Konkrete Zahlen nannten beide Seiten auch diesmal nicht – beim mittlerweile dritten Austausch in dieser Woche.
Ukraine-Krieg: Russland setzt Drohnenangriffe fort
Update, 9.45 Uhr: Bei neuen russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind in der grenznahem Stadt Charkiw mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Oleh Synjehubow sprach am Morgen von 15 Verletzten, darunter vier Kinder. Die gesamte Region Charkiw sei mit Dutzenden Drohnen und auch mit Gleitbomben angegriffen worden. „Zivile Infrastruktur wurde beschädigt und zerstört“, sagte er. Allein in Charkiw seien unter anderem elf Wohnblocks, zahlreiche Autos und zwei Schulen beschädigt worden.
Insgesamt seien neun Orte des Gebiets Charkiw von den Angriffen betroffen gewesen, teilt der Gouverneur bei Telegram mit. Insgesamt habe es 16 Verletzte gegeben. Russland greift die nahe an seiner Grenze gelegene Region Charkiw seit Tagen massiv an. Es gab bereits zahlreiche Tote und Dutzende Verletzte sowie schwere Zerstörungen.
Update, 6.15 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius ist zu politischen Gesprächen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Der SPD-Politiker will sich über die Lage in der Ukraine informieren und mit Vertretern der Regierung über weitere Militärhilfe für das von Russland angegriffene Land sprechen. Vor seiner Reise hatte er erklärt: „Wir setzen alles daran, die Ukraine so zu unterstützen, dass sie sich verteidigen kann und in eine Position kommt, in der Russland zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist.“
Erstmeldung vom 11. Juni 2025: Kiew – Im Ukraine-Krieg hat Russland erneut Angriffe auf die Großstadt Charkiw geflogen. Bei der Drohnenattacke seien mehrere Menschen gestorben und dutzende weitere verletzt worden. Das teilten die ukrainischen Behörden gegenüber dem Nachrichtenportal Kyiv Independent mit. Unter den Verletzten sollen sich demnach auch mehrere Kinder befunden haben.
Aufgrund der anhaltenden Angriffe der Armee von Russlands Präsident Wladimir Putin ist ein Ende des Ukraine-Kriegs aktuell nicht in Sicht. Stattdessen scheint Russland gewillt, weiter hohe Verluste für geringe Gebietsgewinne an der Front zu bezahlen. Nach Angaben der ukrainischen Behörden konzentriert sich der Kreml aktuell vor allem auf die Region rund um Charkiw. Als Reaktion sei in sieben Gemeinden in der Region eine Zwangsevakuierung angeordnet worden. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda.
Mehrheit hofft auf Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland
Der nunmehr seit drei Jahren laufende Ukraine-Krieg sorgt auch in der Ukraine selbst offenbar für eine steigende Kriegsmüdigkeit. Das zumindest lässt eine aktuelle Umfrage aus der Ukraine vermuten. Demnach seien etwa 43 Prozent der Befragten bereit, für ein Ende der Kämpfe im Ukraine-Krieg vorübergehende Gebietsabtretungen an Russland zu akzeptieren. Konkret seien dabei die von Russland seit Wochen und Monaten besetzten Gebiete im Osten des Landes sowie die Halbinsel Krim gemeint. Eine offizielle Anerkennung der Besetzung oder die endültige Übergabe der Gebiete an Russland lehnt eine Mehrheit weiterhin ab. Durchgeführt hat die Umfrage das Kiewer Institut für Soziologie.
Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über Kriegsende
Ob Verhandlungen zu einem Ende des Ukraine-Kriegs oder zumindest einer vorübergehenden Waffenruhe führen können, ist weiterhin unklar. Hoffnung macht ein weiterer Gefangenenaustausch. Eine zweite Gruppe von Kriegsgefangenen sei gemäß den Vereinbarungen von Istanbul ausgetauscht, gaben beide Seiten bekannt. Es seien vor allem schwerkranke oder -verletzte Soldaten, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Allen werde sofort medizinische Hilfe zuteil. Unter den Ausgetauschten seien Angehörige der Armee, der Nationalgarde, des Grenzschutzes und der Transportdienste.
Ende des Ukaine-Kriegs: Selenskyj kündigt weitere Verhandlungen an
Selenskyj kündigte an, man werde die Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg fortsetzen. Dabei gehe es zunächst aber vor allem um den weiteren Austausch von Kriegsgefangenen. Ob und wann wieder über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandelt werden kann, darüber machten weder Selenskyj noch Putin irgendwelche Angaben.
Dafür kam aus dem Kreml zumindest die Meldung, man sei bereit, mit den USA weiter über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs zu sprechen. Man habe eine weitere Gesprächsrunde nach den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg in Istanbul vereinbart, sagte Alexander Darchiew, Russlands Botschafter in Washington DC, laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS. Die nächste Runde der Gespräche soll demnach „in naher Zukunft“ in Moskau stattfinden.
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