Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Russland bombardiert Odessa – Kiew erhält 35 neue Patriot-Systeme

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russlands Verluste steigen. Putin setzt Energie-Terror fort. Armee beschießt Odessa und Dnipro.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 7:09 Uhr: Die Lage im Ukraine-Krieg bleibt angespannt: Russische Truppen sollen an mehreren Frontabschnitten wichtige Geländegewinne erzielt haben. Wie die Militäranalysten von DeepState berichten, sind Moskaus Streitkräfte nahe der strategisch wichtigen Stadt Chasiv Jar in der Oblast Donezk vorgerückt. Zuvor hatten russische Einheiten bereits Geländegewinne in der Stadt Pokrowsk sowie nördlich des besetzten Dorfes Robotyne in der Oblast Saporischschja erzielt.

Die Abwehr des russischen Angriffskriegs fällt immer schwerer: Die Besatzung eines Gepard-Panzers sucht bei Odessa ihre neue Stellung.

Update, 6:15 Uhr: Die Ukraine hat für die Abwehr des russischen Angriffskrieges offenbar Zusagen für 35 neue Patriot-Abfangraketen erhalten, die bereits in wenigen Tagen geliefert werden sollen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius soll nach einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe am NATO-Hauptquartier angekündigt haben, dass Deutschland fünf zusätzliche PAC-3-Raketen bereitstellt, während 30 weitere von anderen Partnern kommen. Das berichtet die Ukrainska Pravda. „Es ist eine Frage von Tagen und nicht von Wochen oder Monaten“, sagte Pistorius laut der Zeitung. Die Zusage erfolgte im Rahmen der Ramstein-Gespräche, bei denen Verbündete insgesamt 35 Milliarden US-Dollar an Militärhilfe für die Ukraine im Jahr 2026 zugesagt haben.

Ukraine-Krieg: Russland attackiert Odessa mit Drohnen und Raketen

Update, 13. Februar, 5:16 Uhr: Während die Welt heute in München zur Sicherheitskonferenz (MSC) zusammenkommt, hat Russland seinen Angriffskrieg auf die Ukraine unvermindert fortgesetzt. In der Nacht startete die Armee von Präsident Wladimir Putin wieder viele Drohnen- und Raketenangriffe auf das Front-Hinterland. Unter anderem wurde die ukrainische Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer bombardiert, berichtet ntv. Dabei seien Wohnhäuser, Industrieanlagen sowie die Energieinfrastruktur beschädigt worden. Es war bereits die zweite Drohnenwelle binnen 24 Stunden, wie der regionale Gouverneur Oleh Kiper mitteilte. Die Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung der Stadt seien unterbrochen worden. Im südostukrainischen Dnipro wurden laut Gouverneur Olexandr Ganscha vier Menschen bei einem kombinierten Raketen- und Drohnenangriff verletzt – darunter ein Baby und ein vierjähriges Mädchen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21:31 Uhr: Die Ukraine hat ihre Strategie für dieses Jahr im Ukraine-Krieg vorgestellt und will die russischen Verluste auf mindestens 50.000 Soldaten pro Monat steigern. Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow kündigte vor dem Ramstein-Treffen in Brüssel an, dass Kiew systematisch Russlands Wirtschaft schwächen und die Luftverteidigung massiv ausbauen wolle.

Fedorow berichtete, dass Russland im Dezember bereits Rekordverluste von 35.000 Soldaten erlitten habe. Bei dem Treffen will er 18 strategische Projekte für 2026 vorstellen, darunter die Finanzierung ukrainischer Raketen und die Aufstellung von Drohnen-Einheiten. „Unser Ziel ist es, die Kosten dieses Krieges für Russland unerträglich zu machen“, schrieb der Minister auf X.

Update, 20:20 Uhr: Die in der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe organisierten Unterstützer des Landes haben ihre Zusagen an Militärhilfen für Kiew für das Jahr 2026 auf 35 Milliarden Euro erhöht. Das teilte der britische Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen der Gruppe in Brüssel mit. Die 35 Milliarden Euro setzen sich nach Angaben aus NATO-Kreisen aus bereits angekündigten und neuen Beiträgen zusammen.

So hatte die Bundesregierung bereits im vergangenen Jahr angekündigt, das deutsche Ukraine-Budget für 2026 liege bei rund 11,5 Milliarden Euro. Wie viele neue Zusagen am Donnerstag gemacht wurden, blieb zunächst unklar.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Armee attackiert weiterhin Energieanlagen

Update, 19:07 Uhr: Die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren trotz gestiegener Temperaturen weiter deutlich zu wenig Strom zur Versorgung der Bevölkerung. Das prognostizierte Verbrauchsmaximum liege aktuell bei 16,4 Gigawatt, bereitgestellt werden könnten nur 12,3 Gigawatt, sagte Energieminister Denys Schmyhal auf der Sitzung des parlamentarischen Energieausschusses gemäß einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Millionen Ukrainer haben länger als 20 Stunden täglich keinen Strom. Erst für den Frühling wird eine leichte Besserung erwartet. 

Ukriane-Krieg aktuell: EU berät über weitere Militärhilfen für Kiew

Update, 17:28 Uhr: Bei einem Treffen berieten die EU-Verteidigungsminister am Donnerstag über weitere Militärhilfen für die Ukraine. NATO-Chef Mark Rutte sagte, er sei „absolut zuversichtlich“, dass die Ukraine die notwendige Ausrüstung erhalten werde, etwa durch den sogenannten PURL-Mechanismus für den Kauf von Waffenpaketen aus den USA. Großbritannien sagte der Ukraine derweil ein weiteres Luftverteidigungspaket im Wert von mehr als 500 Millionen Pfund (rund 570 Millionen Euro) zu. Auch Schweden kündigte weitere Beiträge an.

Ukraine-Krieg: Russland nutzt Epstein-Akten für anti-ukrainische Verschwörungsmythen

Update, 15:44 Uhr: Zahlreiche pro-russische Beiträge in Onlinediensten haben einer aktuellen Studie zufolge die Akten über den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein für die Verbreitung anti-ukrainischer Verschwörungserzählungen genutzt. Millionenfach aufgerufene Beiträge in den Onlinediensten Facebook, X und Tiktok zitierten Dokumente der Epstein-Akten als angebliche Beweise für die Falschbehauptung, Russland habe ukrainische Kinder durch „Evakuierungen“ vor einem Sexhandel-Netzwerk bewahrt, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Strategischen Dialog (ISD), einer Londoner Denkfabrik.

Die ukrainischen Behörden werfen Russland vor, seit Kriegsbeginn 2022 mehr als 20.000 ukrainische Kinder nach Russland verschleppt zu haben. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hatte wegen der Verschleppung der Kinder Haftbefehle gegen Russlands Präsident Wladimir Putin und die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa erlassen.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland nimmt Region Pokrowsk weiter ins Visier

Update, 13:29 Uhr: Wie DeepState mitteilt, rücken russische Truppen im Ukraine-Krieg gegenwärtig in der Region Pokrowsk vor. Dabei wurden wohl Geländegewinne erzielt. Derweil wurde bekannt, dass Russland in der Nacht zum 12. Februar insgesamt 24 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M/S-300, eine gelenkte Luft-Luft-Rakete vom Typ Kh-59/69 und 219 Drohnen bei Angriffen eingesetzt hat.

In Russland selbst tobt derweil eine Debatte um den Messenger-Dienst Whatsapp. Der Chatdienst wirft der russischen Regierung den Versuch einer Komplett-Blockade vor. Über 100 Millionen Nutzer von sicherer und privater Kommunikation auszuschließen, werde zu weniger Sicherheit für die Menschen in Russland führen, kritisierte eine Sprecherin der zum Facebook-Konzern Meta gehörenden App. Man werde alles Mögliche unternehmen, damit die Nutzer weiterhin verbunden blieben.

Aktuelle Angriffe im Ukraine-Krieg: Flamingo eingesetzt

Update, 11:34 Uhr: Am frühen Morgen des 12. Februar führte die Ukraine mehrere Fernschläge gegen militärische Ziele auf russischem Territorium durch. Nun gibt es weitere Details zur Attacke im Ukraine-Krieg. Nach Angaben ukrainischer Offizieller wurden dabei ein Munitionslager im Raum Wolgograd sowie eine Raketenproduktionsstätte in der Region Tambow getroffen. Der ukrainische Generalstab bestätigte den Angriff auf ein bedeutendes russisches Waffenarsenal in der Nähe des Dorfes Kotluban in der Region Wolgograd.

In der dortigen Anlage lagern Raketen, Munition und Sprengstoffe der Hauptdirektion für Raketen und Artillerie des russischen Verteidigungsministeriums. „Dieses Arsenal ist eines der größten Munitionslager der russischen Armee. Es wurde von ukrainischen Langstreckenwaffen des Typs FP-5 ‚Flamingo‘ getroffen“, erklärte der Generalstab in seiner Stellungnahme.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russlands Truppen eingekesselt

Update, 10:25 Uhr: In Kupjansk, Oblast Charkiw, ist eine kleine russische Truppeneinheit eingeschlossen, die nicht mehr kampffähig ist. Oberstleutnant Viktor Trehubov erklärte dazu: „Kupjansk steht unter ukrainischer Kontrolle. Eine kleine Gruppe Russen (man kann sagen, es ist jetzt die einzige) hält sich noch in mehreren Hochhäusern im Stadtzentrum auf. Sie leben, sind aber zu keinerlei aktiven Aktionen fähig, außer ihr eigenes Leben zu schützen“.

Laut Trehubov haben die ukrainischen Streitkräfte russische Einheiten bereits aus den Randbezirken der Stadt verdrängt. Darüber hinaus wies ein Sprecher darauf hin, dass die Kreml-Propaganda fälschlicherweise die Einnahme von Kupjansk-Wuslowi durch russische Soldaten verkündet habe – tatsächlich hätten deren Truppen die Verwaltungsgrenze der Siedlung jedoch noch gar nicht erreicht.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nach Angriffen ohne Heizung

Update, 9:36 Uhr: Nach den jüngsten Angriffen im Ukraine-Krieg sind fast 2600 Wohnblöcke in Kiew ohne Heizung. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, dass Hochhäuser sowohl am linken als auch am rechten Ufer des Kiewer Flusses betroffen seien, insbesondere in den Bezirken Desnianskyi, Dniprovskyi, Pecherskyi und Solomianskyi.

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Russland hat in der vergangenen Nacht erneut mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Wie aus offiziellen Angaben hervorgeht, gab es schwere Schäden und Verletzte in Kiew und Odessa. Zwei Menschen seien bei dem Raketenangriff auf Kiew verletzt worden, einer davon schwer, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit.

Nach Klitschkos Angaben waren erneut Infrastrukturobjekte Ziel der Raketenangriffe. Es habe aber auch Einschläge in privaten Wohnhäusern gegeben. Kiew kämpft wegen der ständigen russischen Luftangriffe seit Wochen mit Problemen bei der Energieversorgung – sowohl beim Strom als auch bei der Heizung.

„Der Feind hat Odessa erneut angegriffen. In einem der Stadtteile wurde eine Infrastruktureinrichtung beschädigt“, informierte der Leiter der Militärverwaltung über die aktuellen Attacken. Russland griff im Ukraine-Krieg auch die Städte Dnipro und Pawlohrad mit Raketen an. „Ballistische Raketen fliegen Richtung Dnipro!!! Pawlohrad“, schrieb die ukrainische Luftwaffe bei Telegram. Zudem steuerte eine Gruppe russischer Drohnen aus westlicher und südlicher Richtung auf Dnipro zu.

Bereits seit Monaten nimmt Russland die Energie-Infrastruktur im Nachbarland ins Visier. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Mittwoch, der Kreml sei „nicht bereit“ für einen Energiewaffenstillstand. „Wir haben von den Russen keine Antwort bezüglich des Energiewaffenstillstands erhalten. Wahrscheinlich im Gegenteil: Wir haben eine Antwort in Form von Drohnen- und Raketenangriffen erhalten“, sagte Selenskyj.

Zugleich betonte Selenskyj, dass Kiew mit Blick auf den Ukraine-Krieg weiter an Friedensverhandlungen bereit sei. „Es ist uns egal, ob wir uns in Miami oder in Abu Dhabi treffen. Hauptsache, es gibt ein Ergebnis“, fügte Selenskyj hinzu. Man habe einen US-Vorschlag für weitere Gespräche sofort angenommen, Russland bleibe jedoch „zögerlich“. Der ukrainische Präsident sagte gegenüber Bloomberg , dass die von den USA ausgerichteten Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs höchstwahrscheinlich am 17. und 18. Februar stattfinden würden.

In der Nacht zum 12. Februar hat auch die Ukraine erneut Ziele in Russland angegriffen. Wie Kyiv Independent berichtet, haben Drohnen ein russisches Militärwerk in Michurinsk (Oblast Tambow) und einen Standort des Verteidigungsministeriums in Kotluban (Oblast Wolgograd) getroffen. Astra berichtet, dass das Werk der JSC Progress in der Stadt Michurinsk in der Oblast Tambow und nahegelegene Gebäude in der Nacht beschossen wurden. JSC Progress produziert Hightech-Systeme zur Steuerung von Flugzeugen und Raketen sowie Ausrüstung für Gas- und Ölpipelines.

Derweil gibt es neue Einschätzungen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg. Wie ein ehemaliger britischer Geheimdienstchef am 10. Februar sagte, könnte Wladimir Putin im Dezember 2025 in der Ukraine etwa doppelt so viele Soldaten verloren haben wie die Sowjetunion im sowjetisch-afghanischen Krieg. Gegenüber Sky News führte der ehemalige Chef des MI6, Sir Richard Moore, aus, dass im Dezember etwa 30.000 Russen in der Ukraine getötet wurden und bezeichnete diese Zahl als „erstaunlich“.

„Die Verluste sind furchtbar, und selbst die Russen werden Schwierigkeiten haben, diese Verluste auszugleichen. Sie schneiden also auf dem Schlachtfeld weiterhin erschreckend schlecht ab“, sagte Moore. Der Ex-Geheimdienstchef verglich Russlands Verluste im Ukraine-Krieg mit den Opferzahlen im sowjetisch-afghanischen Krieg, der 10 Jahre (1979-1989) dauerte und zum Tod von etwa 15.000 sowjetischen Soldaten führte.

Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine gab derweil auf Facebook bekannt, dass Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter steigen. Putins Armee hat im Verlauf des vergangenen Tages 770 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die Gesamtzahl der Verluste steigt damit seit Kriegsbeginn auf etwa 1.250.150 Soldaten. Zudem hat Putin 11.662 Panzer, 24.025 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 37.213 Artilleriesysteme verloren. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

Kommentare