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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Truppen attackieren Russland mit Drohnen-Schwärmen – Öllager brennt

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Putins Militär attackiert weiter Infrastruktureinrichtungen. Ukraine startet Großangriff auf Krasnodar.

Dieser Ukraine-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem neuen Newsticker.

Update, 15 Februar, 6:30 Uhr: Mit einer Großoffensive hat die Ukraine tief in Russland zugeschlagen. Hunderte Drohnen sollen einen Angriff auf die Region Krasnodar gestartet und die dortige Luftabwehr ausgeschaltet haben. Unter anderem sei ein Öltank, Lagerhäuser und Terminals beschädigt worden, berichtet die Ukrainska Pravda. Zwei Personen wurden demnach verletzt. Gouverneur Weniamin Kondratjew sprach von einem „massiven Angriff“. Besonders schwer betroffen war das Dorf Wolna im Bezirk Temryuk, wo ein Öltank durch herabfallende Drohnentrümmer in Brand geriet. Auch in Sotschi wurden Gebäude beschädigt. 126 Einsatzkräfte kämpften gegen mehrere Brände.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj nimmt Ewald-von-Kleist-Preis für Ukrainerinnen und Ukrainer entgegen

Update, 21:45 Uhr: Der Ewald-von-Kleist-Preis 2026 wurde an Wolodymyr Selenskyj verliehen, um den Mut und die Standhaftigkeit aller Ukrainer zu würdigen. Diese Ehrung erhielt der ukrainische Präsident während eines Empfangs in der Münchner Residenz, der am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz stattfand. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überreichte die Auszeichnung.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hielt die Laudatio. Er betonte, dass das ukrainische Volk den höchsten Respekt der gesamten freien Welt verdiene. Die Ukraine trage die schwersten Lasten im Kampf gegen den Aggressor, der eine Gefahr für Europa und die westliche Welt darstelle. Selenskyj sprach seinen Dank insbesondere den europäischen Staats- und Regierungschefs aus. Er erwähnte auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und NATO-Generalsekretär Mark Rutte namentlich. „Ich danke allen, die uns zur Seite stehen.“

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj warnt Frankreich vor Gesprächen mit Putin: „um Europa zu spalten“

Update, 19:45 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sich nicht gegen Gespräche von Emmanuel Macron mit Wladimir Putin ausgesprochen. Der ukrainische Präsident betonte bei der Münchner Sicherheitskonferenz jedoch die Notwendigkeit gemeinsamer europäischer Verhandlungen im Ukraine-Krieg. Selenskyj äußerte Vertrauen in die französische Unterstützung, warnte aber vor Putins Taktik: „Putin wird Spiele mit der einen Seite spielen, mit der anderen, dann mit der dritten und mit der vierten, um Europa zu spalten“, sagte er. Europa müsse koordiniert vorgehen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update, 19:12 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärt, dass die USA der Ukraine Sicherheitsgarantien für 15 Jahre angeboten haben – Kiew strebt jedoch eine Laufzeit von mindestens 20 bis 50 Jahren an. Der ukrainische Präsident betonte, längere Garantien seien entscheidend für das Vertrauen internationaler Investoren. „Heute liegt uns ein Vorschlag aus den USA für 15 Jahre vor. Wir möchten jedoch 20 Jahre oder mehr – 30, 50 … Wir werden sehen, worauf sich die Regierung und der Kongress einigen können“, so Selenskyj.

Update, 17:12 Uhr: Das unabhängige russische Medium Mediazona hat gemeinsam mit BBC Russian die Identitäten von 177.433 getöteten russischen Soldaten verifiziert. Die Journalisten berichteten, dass seit der letzten Aktualisierung Anfang Februar 9291 weitere Namen hinzugekommen seien. Die bestätigten Todesfälle umfassen mehr als 57.200 Freiwillige, 21.400 rekrutierte Gefangene und 17.000 mobilisierte Soldaten. Mediazona und BBC Russian gaben an, dass auch 6414 Offiziere ums Leben gekommen seien. Die tatsächlichen Verluste Russlands im Ukraine-Krieg liegen vermutlich deutlich höher.

Update, 16:43 Uhr: Die Friedensverhandlungen mit Russland scheitern nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht an der ukrainischen Verhandlungsbereitschaft. „Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa“, sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne. „Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren.“

Update, 14:40 Uhr: Vor den geplanten Friedensgesprächen in Genf kommende Woche hat der ukrainische Präsident Wolodymyr ⁠Selenskyj ‌den Druck auf sein Land beklagt. Die USA würden das Thema Zugeständnisse oft ‌nur im Zusammenhang mit der Ukraine diskutieren, nicht aber mit Russland, kritisierte Selenskyj ⁠am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Die Amerikaner kommen oft auf das Thema Zugeständnisse zurück“, sagte der Präsident. „Und zu oft werden diese Zugeständnisse nur im Kontext der Ukraine diskutiert, nicht Russlands.“

Mit Blick auf die für Dienstag und Mittwoch in Genf angesetzten, von den USA vermittelten Gespräche äußerte ​sich Selenskyj zwiegespalten. Er hoffe ⁠aufrichtig, dass die trilateralen Treffen ernsthaft und substanziell verliefen. „Aber ehrlich gesagt fühlt es sich manchmal so an, als würden die Seiten über völlig verschiedene Dinge sprechen.“ Er räumte ein, durch jüngste Äußerungen von ⁠US-Präsident Donald Trump „ein wenig“ Druck zu spüren. Die Regierung in Kiew wolle aber auch von Russland ​Kompromissbereitschaft sehen.

Selenskyj fordert raschere Waffenlieferungen

Update, 13:24 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz die westlichen Verbündeten zu rascheren Waffenlieferungen aufgefordert. „Manchmal gelingt es uns, neue Raketen für unsere Patriots oder Nasams erst kurz vor einem Angriff und manchmal sogar nur im allerletzten Moment bereitzustellen“, sagte er am Samstag unter Verweis auf zwei von Deutschland und Norwegen gelieferte Luftabwehrsysteme.

Selenskyj verwies in seiner Rede auf die Schäden, weche die fortgesetzten russischen Angriffe an der Energieinfrastruktur seines Landes anrichten. „Die meisten Angriffe zielen auf unsere Kraftwerke und andere wichtige Infrastrukturen ab, und es gibt kein einziges Kraftwerk in der Ukraine mehr, das nicht durch die russischen Angriffe beschädigt wurde“, sagte Selenskyj.

Ukraine und IWF einigen sich

Update, 11:00 Uhr: Die Ukraine und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf eine Lockerung von Bedingungen für ein neues Kreditprogramm im Volumen von 8,2 Milliarden Dollar geeinigt. Die Regierung erwarte, dass der IWF-Verwaltungsrat das Programm bei seiner ⁠nächsten Sitzung behandeln werde, erklärt die Regierungschefin. Die Zustimmung sei ein entscheidender Anker für weitere internationale Finanzhilfen für die Ukraine, darunter ein ​Darlehen der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden ⁠Euro.

Bereits mehr als 1,25 Millionen russische Soldaten im Ukraine-Krieg getötet

Update, 9:50 Uhr: Kiew hat heute neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1070 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,25 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Ukrainische Soldaten einer Spezialeinheit der Polizei nehmen an einem Training auf einem Übungsplatz in der Region Charkiw teil. Der Ukraine-Krieg geht demnächst ins fünfte Jahr.

Update, 7:30 Uhr: Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen. Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt. Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden.

Lage im Ukraine-Krieg: Russland meldet zwei Tote bei ukrainischem Angriff auf Belgorod

Update, 14. Februar, 6:20 Uhr: Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben ​des dortigen Gouverneurs ⁠Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow ⁠erklärte in einem auf Telegram geposteten ​Video, ⁠dass die Männer ‌Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und ​Stromnetze in der Stadt reparierten. ​Durch den Angriff seien auch Energieanlagen ⁠schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, ⁠Heizungs- und Wasserversorgung geführt ‌habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen ⁠Grenze entfernt.

Update, 22:16 Uhr: Martin Jäger, der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), äußerte Bedenken hinsichtlich der russischen Einflussnahme auf die bevorstehenden Landtagswahlen. Er betonte: „Wahlen in Moldau und Rumänien sind jüngste Beispiele, und wir rechnen mit weiteren hybriden Kampagnen im gesamten Wahljahr in Deutschland.“ Diese Aussage machte Jäger am Freitag während einer Diskussionsrunde auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Bundesregierung hatte bereits im Dezember Russland für einen Cyberangriff auf die Deutsche Flugsicherung sowie für systematische Desinformationskampagnen während der Bundestagswahl im Februar 2025 verantwortlich gemacht. Moskau wies diese Anschuldigungen als „absurd“ zurück.

Jäger kritisierte die bisherigen Maßnahmen zur Abwehr hybrider russischer Angriffe als unzureichend. Er stellte fest: „Die Abschreckung funktioniert noch nicht.“ Dies führte zu der Überlegung: „Das wirft die Frage auf: Wollen wir diese Entwicklungen weiterhin einfach beobachten und dokumentieren, oder sind wir an einem Punkt, an dem wir handeln müssen – mit Gegenmaßnahmen?“ Abschließend äußerte der BND-Chef seine Überzeugung: „Ich bin zutiefst überzeugt, dass wir viel öfter beweisen sollten, dass wir zu sehr ähnlichen Dingen in der Lage wären, um auch der anderen Seite spürbare Schmerzen zuzufügen.“

EU-Beitritt der Ukraine im Fokus: Mitgliedschaft erst nach Reformen möglich

Update, 21:18 Uhr: Spekulationen über einen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine wurden von der EU zurückgewiesen. Am Donnerstag in Tallinn erklärte die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos, dass eine vollständige Mitgliedschaft erst nach dem Abschluss aller Reformen möglich sei. Das berichtet der Kyiv Independent.

Hintergrund sind Berichte über mögliche Pläne der EU, der Ukraine einen Beitritt vor dem Abschluss aller erforderlichen Reformen zu ermöglichen. Ende Januar äußerte Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass sein Land bis 2027 bereit für den Beitritt sein werde. Eine EU-Mitgliedschaft könne als wirtschaftliche Sicherheitsgarantie im Falle eines Friedensabkommens mit Russland dienen.

Merz sagt der Ukraine weitere Unterstützung zu – auf Deutschland sei Verlass

Update, 21:01 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine weitere Unterstützung im Krieg gegen Russland zugesagt. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei der Münchner Sicherheitskonferenz habe der Kanzler unterstrichen, „dass auf Deutschland als momentan größter Unterstützer der Ukraine weiter Verlass sein werde“, hieß es laut dpa aus deutschen Regierungskreisen. Im Zentrum des Gesprächs hätten die aktuelle Kriegssituation und der Stand der aktuellen Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs gestanden. Darüber hinaus hätten Merz und Selenskyj Fragen der Rüstungskooperation und der zivilen Hilfe für die Ukraine besprochen.

Nach dem Treffen habe sich ein Treffen von Partnern der Ukraine im sogenannten Berlin-Format angeschlossen. Hier hätten die Partner eine neue Anstrengung in der Energiehilfe für die Ukraine verabredet, um die Folgen der anhaltenden Luftschläge gegen die zivile Infrastruktur zu lindern. 

Update, 19:44 Uhr: Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs fordert US-Präsident Donald Trump vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj Bewegung: „Russland will eine Einigung erzielen, und Selenskyj muss sich bewegen. Sonst verpasst er eine große Chance. Er muss handeln“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Republikaner.

In der kommenden Woche sollen erneut Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland stattfinden. In zentralen Fragen für ein Ende des Krieges liegen Moskau und Kiew weiterhin weit auseinander. Russland will die Kontrolle über die gesamte Region Donezk im Osten der Ukraine erlangen; darunter auch Gebiete, die es bislang nicht erobert hat. Kiew lehnt einen einseitigen Rückzug entschieden ab und fordert westliche Sicherheitsgarantien. Russlands Präsident Wladimir Putin hält bislang an seinen Maximalforderungen fest, auch eine Waffenruhe scheiterte am Willen des russischen Präsidenten.

Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Oppositioneller rechnet nicht mit Kriegsende in diesem Jahr

Update, 18:47 Uhr: Der russische Exil-Oppositionelle Garri Kasparow erwartet kein Ende des Ukraine-Kriegs und auch keinen Waffenstillstand in diesem Jahr. „Für Putin ist der Krieg bereits eine Stütze des Regimes geworden. Das Regime kann nicht ohne Krieg existieren“, sagte der frühere Schachweltmeister der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian bei der Münchner Sicherheitskonferenz. In Putins Umgebung und der russischen Propaganda gebe es keine Anzeichen für ein Streben danach, den Krieg zu beenden. 

Auch ein Waffenstillstand stelle ein Problem für den Kreml dar. „Denn jede Einstellung der Kampfhandlungen bedeutet, dass Putin vor der Frage steht, wohin mit der Armee?“, sagte Kasparow. Die Rückkehr von etwa einer Million teils drogenabhängiger und Gewalt gewohnter Soldaten werde unvermeidlich zu einem Anstieg der Kriminalität führen, so Kasparow. Der Krieg werde daher so lange fortgesetzt, wie Moskau Ressourcen dafür habe. Die Verhandlungen über eine Friedenslösung seien „keine Friedensverhandlungen, sondern der Versuch eines Deals zwischen Trump und Putin“ gewesen.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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