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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj nennt Datum für nächste Friedensverhandlungen

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Selenskyj spricht von weiteren Friedensverhandlungen. Neuwahlen sind zunächst nicht geplant.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere aktuelle News zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 12. Februar, 6:25 Uhr: Kiew ist von einem massiven russischen Raketenangriff getroffen worden. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet von Einschlägen in Wohn- und Geschäftsgebäuden auf beiden Seiten des Flusses Dnipro.

Der Angriff auf die ukrainische Hauptstadt dauere weiter an, teilte Klitschko mit. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters hörten Explosionen in der Stadt, wie die Agentur berichtet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21:31 Uhr: Wolodymyr Selenskyj pocht weiter auf schnelle Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs. In einer Online-Pressekonferenz betonte der ukrainische Präsident jedoch, dass er dafür nicht nach Moskau reisen werde. „Ich kann nicht zu Gesprächen mit Putin nach Moskau reisen, der Hauptstadt des Landes, das in diesem Krieg der Aggressor ist“, sagte Selenskyj. Er sei aber bereit, sich „auf jedem beliebigen Territorium zu treffen“. Dabei sei egal ob in den USA, in Europa oder auf neutralem Boden. „Alle Staaten außer Russland und Belarus“.

Ukraine-Krieg aktuell: Wagenknecht kritisiert erhöhte Ukraine-Hilfen

Update, 19:22 Uhr: Europas militärische Hilfe für die Ukraine lag 2025 inflationsbereinigt 67 Prozent über dem Schnitt der Jahre 2022 bis 2024. Die finanzielle und humanitäre Unterstützung nahm um 59 Prozent zu. Das geht aus einer Auswertung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft hervor. Die frühere BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kritisiert die Entwicklung scharf. „Die Bundesregierung macht den deutschen Steuerzahler zum Kriegsfinanzier Nr. 1“, sagte Wagenknecht gegenüber dem Müncher Merkur von IPPEN.MEDIA. Die Gelder würden „keinen Frieden bringen“, sondern den Ukraine-Krieg nur „verlängern“, behauptete Wagenknecht.

Ukraine-Krieg aktuell: Neuwahlen erst, „wenn die Sicherheitslage dies zulässt“

Update, 18:16 Uhr: Die Ukraine macht eine Verbesserung der Sicherheitslage im Land zur Voraussetzung für das Abhalten von Wahlen. „Es sollte so schnell wie möglich Wahlen geben, aber erst, wenn die Sicherheitslage dies zulässt“, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. „Im Moment geht der russische Terror weiter, und nichts weist darauf hin, dass Russland ein Interesse daran hat, den Krieg zu beenden“, hieß es weiter.

Zuvor hatte die britische Zeitung Financial Times berichtet, dass die Ukraine im Hinblick auf die Friedensgespräche mit den USA und Russland erwäge, im Mai Präsidentschaftswahlen und ein Referendum über ein mögliches Abkommen abzuhalten. Die USA hatten dahingehend zuletzt den Druck auf Kiew erhöht.

Ukraine-Krieg aktuell: Russische Verluste steigen laut NATO-Einschätzung weiter drastisch

Update, 17:10 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg sind nach NATO-Einschätzung zuletzt weiter erheblich gestiegen. Ein ranghoher Nato-Beamter bezifferte die Zahl der im vergangenen Jahr getöteten oder verletzten russischen Soldaten auf etwa 400.000. Insgesamt summiere sich die Zahl der Verluste damit auf rund 1,3 Millionen. Darunter seien schätzungsweise 350.000 getötete russische Soldaten. „Moskau opfert damit mehr Männer und Frauen als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er.

Die Lage für die ukrainischen Streitkräfte bezeichnet der Nato-Beamte dennoch als „weiter schwierig“. Russische Kräfte machten entlang mehrerer Abschnitte der Front weiterhin schrittweise Geländegewinne, erklärte er. Zu den begrenzten russischen Erfolgen im vergangenen Monat habe neben dem für Russland günstigen Kräfteverhältnis sehr wahrscheinlich auch das schlechte Wetter beigetragen. Dieses habe die Wirksamkeit der ukrainischen Abwehrdrohnen reduziert.

Russland erhöht den Druck an der Front: Präsident Wolodymyr Selenskyj während eines Briefings zur Lage in Pokrowsk.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj nennt Datum für nächste Friedensverhandlungen

Update, 16:35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben ein US-Angebot zu einer weiteren Verhandlungsrunde über ein Ende des Ukraine-Kriegs zugestimmt. Die nächsten Gespräche sollen am Dienstag oder Mittwoch der kommenden Woche stattfinden, sagte Selenskyj gegenüber Bloomberg News. Noch sei unklar, ob Russland den Gesprächen in den USA zustimmt.

Bei einem möglichen Treffen solle ein Vorschlag der USA diskutiert werden, eine Freihandelszone als Puffer in der östlichen Donbass-Region einzurichten. „Keine der beiden Seiten ist von der Idee einer Freihandelszone begeistert – weder die Russen noch wir“, sagte Selenskyj. „Wir haben unterschiedliche Ansichten dazu. Und die Vereinbarungen lauteten wie folgt: Lasst uns mit einer Vorstellung davon, wie das aussehen könnte, zum nächsten Treffen zurückkommen.“

Update, 15:12 Uhr: Das ukrainische Militär meldet einen Angriff auf die Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der südrussischen Oblast Wolgograd. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs habe Kiews Militär die Raffinerie in der Nacht zu Mittwoch mit Drohnen beschossen und getroffen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Vier Menschen bei russischem Angriff in Charkiw getötet

Update, 14:12 Uhr: Durch einen russischen Drohneneinschlag im Ukraine-Krieg sind im ukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Drei Kleinkinder und ein 34-jähriger Mann seien tot aus den Trümmern eines Hauses geborgen worden, teilte Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Außerdem seien eine schwangere Frau (35) und eine 73-Jährige verletzt worden.

In der Großstadt Saporischschja trafen russische Drohnen nach Angaben der Regionalverwaltung Teile des Stromnetzes. Für 11.000 Haushalte sei der Strom ausgefallen. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 120 russische Drohnen, von denen 112 ausgeschaltet worden seien.

Ukraine-Krieg aktuell: Europäisches Parlament stimmt für neues Ukraine-Darlehen

Update, 13:28 Uhr: Das Europäische Parlament hat den Plänen für ein neues Darlehen in Milliardenhöhe an die Ukraine zugestimmt. Es sieht vor, der Ukraine über zwei Jahre bis zu 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. 60 Milliarden davon sind für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Damit die ersten Gelder ausgezahlt werden können, muss nun nur noch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmen. Dies gilt als Formalie, weil sich die Regierungen bereits auf die Konditionen für das Darlehen geeinigt hatten. 

Der Beschluss sieht vor, dass die Ukraine mit dem Geld nur dann Rüstungsgüter in Ländern wie den USA kaufen darf, wenn diese auf dem europäischen Binnenmarkt und in der Ukraine entweder gar nicht oder nicht zeitnah verfügbar sind. Für das Nicht-EU-Land Großbritannien ist eine Sonderregelung geplant. 

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland greift laut Kiew erneut Eisenbahninfrastruktur an

Update, 12:37 Uhr: Kiew meldet einen erneuten russischen Angriff auf die ukrainische Eisenbahninfrastruktur im Ukraine-Krieg. „Heute Morgen griff der Feind einen Bahnhof in der Region Dnipropetrowsk an. Lokomotiven, Waggons und die Infrastruktur wurden beschädigt. Ein Feuer brach aus, konnte aber schnell gelöscht werden“, berichtete der stellvertretende Ministerpräsident für den Wiederaufbau der Ukraine, Oleksii Kuleba, auf Telegram. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor wenigen Tagen greift Russland aktuell fast täglich die ukrainische Eisenbahninfrastruktur an.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew streitet Bericht über Neuwahlen ab

Update, 11:42 Uhr: Aus dem ukrainischen Präsidialamt heißt es, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht plant, am 24. Februar einen Plan für Präsidentschaftswahlen und ein Referendum vorzustellen, wie Kyiv Independent berichtet. Zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass Kiew Wahlen und ein Referendum für den 15. Mai plane. Diese Pläne sollten laut Bericht am 24. Februar – dem Jahrestag des Beginns des Ukraine-Kriegs – bekanntgegeben werden.

Die Quelle aus dem ukrainischen Präsidialamt widerspricht der Darstellung gegenüber Kyiv Independent: „Wenn es keine Sicherheit gibt, gibt es nichts anderes.“ Weiter heißt es: „Wenn die Russen jeden Tag Menschen töten, wie können wir dann Wahlen in den kommenden Wochen ankündigen oder ernsthaft in Betracht ziehen?“ Niemand sei gegen Wahlen: „Aber es muss Sicherheit herrschen.“

Update, 10:43 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán wirft der Ukraine und der EU vor, seinem Land den Krieg zu erklären. In einem Post auf der Online-Plattform X bezieht sich Orban auf einen Politico-Bericht, wonach Brüssel an Plänen arbeite, der Ukraine bereits im Jahr 2027 eine EU-Teilmitgliedschaft zu ermöglichen. Auch soll an Möglichkeiten gearbeitet werden, Orbáns Veto zu umgehen. Politico hatte sich auf Angaben von Beamten und Diplomaten berufen.

Orbán bezeichnet den Plan als „neuesten Kriegsplan Brüssels und Kiews“. Weiter schreibt er: „Dieser neue Plan ist eine offene Kriegserklärung an Ungarn.“ Der EU und der Ukraine wirft er vor, die „Entscheidung des ungarischen Volkes zu missachten“ und die ungarische Regierung stürzen zu wollen.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj plant laut Bericht Termin für Wahlen und Referendum

Update, 9:43 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj plant, am 24. Februar einen Plan für Präsidentschaftswahlen und ein Referendum vorzustellen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf ukrainische und europäische Beamte.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters zuvor berichtet hatte, würde derzeit ein Rahmenabkommen zwischen Unterhändlern der USA und der Ukraine diskutiert, wonach jedes Friedensabkommen im Ukraine-Krieg einem Referendum der ukrainischen Bevölkerung unterzogen werden soll. In diesem Zuge sollen auch Wahlen stattfinden. Beamte hätten die Möglichkeit diskutiert, die Wahlen und das Referendum im Mai abzuhalten, berichtete die Nachrichtenagentur.

Ukraine-Krieg aktuell: „Größte Bedrohung seit Kaltem Krieg“ - Putin rüstet massiv auf

Erstmeldung: Kiew – Der estnische Auslandsgeheimdienst hat erklärt, Russland habe seine Munitionsproduktion in einem solchen Ausmaß gesteigert, dass eine Vermutung sehr naheliege: Der Kreml bereite sich faktisch auf einen weiteren Krieg außerhalb der Ukraine vor. Das berichtet die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf einen aktuellen estnischen Geheimdienstbericht.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland hat Munitionsproduktion massiv gesteigert

Nach Schätzungen des estnischen Geheimdienstes haben russische Fabriken im Jahr 2025 mehr als sieben Millionen Granaten, Mörser und Raketen produziert, gegenüber 4,5 Millionen im Jahr 2024. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs habe sich die Munitionsproduktion in Russland um das 17-fache erhöht, vor allem aufgrund des Baus neuer Produktionsanlagen.

„Für den Kreml ist die Aufrechterhaltung dieser Vorräte mit ziemlicher Sicherheit ein entscheidender Bestandteil der Planung für potenzielle zukünftige Konflikte“, heißt es in dem Bericht mit Blick auf die Waffenbestände. Russland verfolgt im Ukraine-Krieg „langfristige operative“ Ziele. Die jüngsten Friedensgespräche seien „lediglich eine Taktik, um Zeit zu gewinnen“, zitierte die Pradwa aus dem estnischen Geheimdienstbericht.

Um besseren Schutz der Arktis und des hohen Nordens will Großbritannien die Zahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten innerhalb von drei Jahren von aktuell rund 1.000 auf 2.000 verdoppeln. Das werde Verteidigungsminister John Healey am heutigen Mittwoch (11. Februar) bei einem Besuch eines britischen Stützpunkts in Norwegen nördlich des Polarkreises ankündigen, wie die Regierung in London mitteilte. Großbritannien werde sich auch an der geplanten NATO-Mission „Arctic Sentry“ (deutsch etwa: Wächter der Arktis) beteiligen. 

Ukraine-Krieg aktuell: Russland laut London „größte Bedrohung der Arktis“

„Die Anforderung an die Verteidigung steigen und Russland stellt die größte Bedrohung der Arktis und des hohen Nordens dar, die wir seit dem Kalten Krieg gesehen haben“, erklärte Healey. Der russische Präsident Wladimir Putin baue die militärische Präsenz in der Region schnell aus, „inklusive der Wiedereröffnung alter Stützpunkte aus dem Kalten Krieg“. 

Im Ukraine-Krieg steigen derweil Russlands Verluste weiter. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook schreibt, hat Putins Armee im Verlauf des vergangenen Tages 820 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die gesamten Verluste Russlands belaufen sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs demnach auf 1.249.380. Zudem hat Putin 11.661 Panzer, 24.020 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 37.148 Artilleriesysteme verloren. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

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