Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

News im Ticker

Iran-Krieg: Teheran schlägt Waffenruhe vor – Trump zweifelt an Aufrichtigkeit des Regimes

Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker. Die Verhandlungen sind gescheitert. Die Sorge vor den Folgen wächst. Teherans Außenminister reist zu Putin.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Iran-Krieg.

Update, 28. April, 6:19 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die New York Times berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden. 

Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor - über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden. 

Update, 22:20 Uhr: Vertreter der USA und des Iran sind bei einer Konferenz des Atomwaffenrats der Vereinten Nationen aneinander geraten. Auslöser war die Wahl eines Vertreters des Mullah-Regimes zu einem der 34 Vizepräsidenten der Konferenz. Der Kandidat aus dem Iran wurde von den blockfreien Staaten unterstützt, denen insgesamt 121 Länder, darunter vorwiegend Entwicklungsländer, angehören. Neben den USA äußerten auch Australien, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland ihre „Besorgnis“.

Marco Rubio (rechts) und Donald Trump (Mitte) schließen ein Einreiseverbot für Iran nicht aus. (Archivbild)

Der US‑Vertreter auf der Konferenz sagte, die Trump-Regierung sei „zutiefst schockiert“, dass ein Land, das „Verachtung“ für den Vertrag gezeigt habe, nun einen Vizepräsidenten stelle. Reza Najafi, Irans Botschafter bei den Vereinten Nationen in Wien, wies die Erklärung der USA kategorisch zurück und bezeichnete die Vorwürfe als „unbegründet und politisch motiviert“.

Update, 20:30 Uhr: Inmitten des Iran-Kriegs hat der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez, eindringlich auf das Schicksal Zehntausender Menschen aufmerksam gemacht. Nach einem Auftritt vor dem UN-Sicherheitsrat erklärte er, das Hauptanliegen der Organisation sei „die Sicherheit und das Wohlergehen der unschuldigen Seeleute, die aufgrund des Konflikts im Golf festsitzen“.

Laut Dominguez sind rund 2000 Schiffe mit insgesamt 20.000 Besatzungsmitgliedern im Persischen Golf blockiert. Er betonte zudem, es gebe „keine Rechtsgrundlage für irgendein Land, Zahlungen einzuführen oder Gebühren auf internationalen Meerengen zu erheben“.

News zum Iran-Krieg: Rubio sieht weiter Chancen auf diplomatische Lösung

Update, 18:42 Uhr: Im Iran-Krieg sieht US-Außenminister Marco Rubio Chancen auf eine diplomatische Lösung – stellt aber klare Bedingungen. Iran sei „ernst“ bei dem Versuch, einen Deal zu erzielen, sagte Rubio in einem Interview mit Fox News, verwies jedoch auf die wirtschaftliche Notlage Teherans durch Inflation, Lohnprobleme und Sanktionen.

Zur Frage der Straße von Hormus legte Rubio nach: „Diese Länder können es nicht normalisieren, und wir können nicht dulden, dass sie versuchen, ein System zu normalisieren, in dem die Iraner entscheiden, wer eine internationale Wasserstraße nutzen darf.“ Eine Einigung müsse zudem verhindern, dass Iran jemals eine Atomwaffe entwickle, so der Außenminister.

Update, 18:42 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat Iran im Iran-Krieg davor gewarnt, internationale Wasserstraßen als Druckmittel zu nutzen. Gegenüber Fox News machte er deutlich, dass Washington keine Transitgebühren auf der Straße von Hormus akzeptieren werde: „Das ist keine Öffnung der Meerenge.“ Gleichzeitig zeigte sich Rubio vorsichtig optimistisch: Iran sei „ernst daran interessiert, sich aus dem Schlamassel herauszuziehen“, in dem es stecke – doch jede Einigung müsse sicherstellen, dass Teheran keine Atomwaffe entwickeln kann.

Update, 18:04 Uhr: Im Zuge des Iran-Kriegs will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron persönlich bei iranischen Stellen auf eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus drängen. Bei einem Griechenland-Besuch hatte Macron das Ziel seiner Koalition klar formuliert: „Eine vollständige Wiedereröffnung in den kommenden Tagen und Wochen, im Einklang mit dem Völkerrecht, die die Freiheit der Schifffahrt ohne Mautgebühren auf der Straße von Hormus garantiert.“

Update, 17:14 Uhr: Russland positioniert sich als möglicher Brückenbauer im Konflikt zwischen dem Iran und den USA: Außenminister Lawrow habe in Gesprächen mit dem iranischen Chefdiplomat Araghchi „Bereitschaft gezeigt, Botschaften zu übermitteln oder Lücken zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu überbrücken“, so CNN-Reporter Ali Hashem aus Teheran. Araghchi reiste zudem mit einer persönlichen Botschaft von Ayatollah Mojtaba Chamenei an Kreml-Chef Wladimir Putin nach Moskau.

Update, 15:52 Uhr: Israel hat nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) neue Angriffe auf den Libanon gestartet und damit den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit der irangestützten Hisbollah auf eine erneute Probe gestellt. Die IDF erklärte, man habe begonnen, „Hisbollah-Infrastruktur“ im Süden des Landes zu bombardieren – betroffen sind das Bekaa-Tal sowie weitere Gebiete im Süden des Landes.

Update, 14:37 Uhr: Ein namentlich nicht genannter militärischer Hisbollah-Führer hat gegenüber Al Jazeera angekündigt, die Miliz werde „zu Taktiken aus den 1980er Jahren zurückkehren“ und Selbstmordkommandos einsetzen, um eine dauerhafte israelische Präsenz im Südlibanon zu verhindern. „Große Gruppen von Selbstmordattentätern werden gemäß vorab ausgearbeiteten Plänen im besetzten Gebiet eingesetzt“, sagte die Quelle mit Bezug auf die von Israel kontrollierten Gebiete. „Die Mission der Selbstmordattentäter besteht darin, feindliche Offiziere und Soldaten in den besetzten libanesischen Dörfern anzugreifen.“

News zum Iran-Krieg: Sanktionen gegen Teheran nicht vor Lockerung

Update, 13:45 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran klar abgelehnt. „Eine Aufhebung von Sanktionen wäre verfrüht, denn es gibt einen Grund, warum diese Sanktionen gegen den Iran verhängt wurden. Und dieser Grund ist das Verhalten des Regimes gegenüber der eigenen Bevölkerung“, sagte von der Leyen zum Auftakt der Klausurtagung der Unionsfraktion in Berlin. Die frühere CDU-Verteidigungsministerin verwies darauf, dass allein in diesem Jahr bereits 17.000 junge Menschen von der iranischen Führung getötet worden seien. Die Unterdrückung von Menschenrechten – insbesondere von Frauenrechten – habe zu den Sanktionen geführt. Bevor diese gelockert werden könnten, müsse es „eine grundlegende Veränderung“ geben.

Update, 12:55 Uhr: Die Nukleargespräche zwischen dem Iran und den USA befinden sich nach Einschätzung von Expertin Emma Shortis vom Australia Institute in einer Sackgasse. Trumps Absage der Pakistan-Reise seiner Gesandten am Wochenende habe die Lage weiter verschärft. Dennoch sei ein Durchbruch nicht völlig ausgeschlossen, so Shortis gegenüber Al Jazeera. „Aber auch das unterliegt sehr volatilen Führungspersönlichkeiten, die ihre eigenen Interessen verfolgen und von einer Minute auf die andere ihre Meinung ändern können“, warnte Shortis.

News zum Iran-Krieg: Wie geht es mit der Straße von Hormus weiter?

Update, 11:40 Uhr: Abbas Araghtschi hat sich in Russland auch zur Lage rund um die Straße von Hormus geäußert. Die sichere Durchfahrt durch die Meerenge sei ein „wichtiges globales Thema“, sagte Irans Außenminister nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist die für die weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Seestraße durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen und lassen dort keine Schiffe ein- und auslaufen.

News zum Iran-Krieg: Teheran macht die USA für Scheitern der Gespräche verantwortlich

Update, 10:45 Uhr: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die USA für das Scheitern der Friedensgespräche in Pakistan verantwortlich gemacht. „Die Vorgehensweise der USA hat dazu geführt, dass die letzte Verhandlungsrunde trotz einiger Fortschritte ihre Ziele aufgrund überzogener Forderungen nicht erreicht hat“, sagte Araghtschi nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens nach seiner Ankunft in Sankt Petersburg.

Update, 9:40 Uhr: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist für Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Iran-Krieges in Sankt Petersburg eingetroffen. Die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, bei Araghtschis Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern gehe es um „den Stand der Verhandlungen, die Waffenruhe und damit zusammenhängende Entwicklungen“.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

News zum Iran-Krieg: Stockende Verhandlungen hinterlassen Spuren

Teheran/Washington, DC – Die ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran um ein Ende des Iran-Krieges hinterlassen in der iranischen Bevölkerung tiefe Spuren. „Die Lage hier ist wirklich sehr, sehr kritisch“, sagte ein Bewohner Teherans. „Entweder gibt es wieder Krieg, oder es gibt keinen Krieg und das Regime bleibt. Oder am allerschlimmsten: Krieg und Regime bleiben trotz allem.“ Der Mann wollte aus Furcht vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen der Sicherheitsbehörden der Islamischen Republik nicht namentlich genannt werden. Seine Worte stehen stellvertretend für eine weit verbreitete Erschöpfung – und eine Hoffnung, die sich zunehmend als trügerisch erweist.

Am Wochenende scheiterten erneut Vermittlungsbemühungen Pakistans, Vertreter beider Seiten an den Verhandlungstisch zu bringen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi war seit Freitag zweimal in Islamabad – doch US-Präsident Donald Trump sagte die geplante Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohnes Jared Kushner kurzfristig ab. Als Begründung nannte Trump unter anderem einen inakzeptablen Vorschlag des Irans. Araghtschi nutzte die Zeit für einen Kurzbesuch im Oman, bevor er am Sonntag erneut in der pakistanischen Hauptstadt erschien, um den Vermittlern die iranischen Bedingungen für eine Beendigung des Krieges zu übermitteln.

Diese Bedingungen sind weitreichend: Teheran fordert laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim unter anderem die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormus. Hinzu kommen Forderungen nach Kriegsentschädigungen und Garantien gegen eine erneute militärische Aggression. Den Atomstreit hingegen wolle der Iran nicht auf die Verhandlungsagenda setzen – gerade jener Punkt aber ist für Washington einer der zentralen Aspekte.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete zudem, der Iran habe über Pakistan „schriftliche Nachrichten“ an die US-Regierung übermittelt, in denen es um „rote Linien der Islamischen Republik Iran, darunter Atom-Fragen und die Straße von Hormus“ gehe. Diese Nachrichten seien jedoch nicht Gegenstand der offiziellen Verhandlungen.

Iran-Krieg: Vor neuen Verhandlungen schickt Teheran Vorschlag für Öffnung der Straße von Hormus

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am Sonntag unter Berufung auf einen US-Vertreter und mit den Vorgängen vertraute Kreise, Teheran habe einen neuen Vorschlag für eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Krieges an Washington übermittelt. Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen demnach auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die iranische Nachrichtenagentur Irna zitierte den Axios-Bericht, ohne ihn zu dementieren.

Die Straße von Hormus ist für die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung: Normalerweise verläuft durch sie ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen. Teheran hatte die Meerenge zu Beginn des Iran-Kriegs de facto gesperrt. Nach einer kurzzeitigen Öffnung für einen Tag schloss Teheran die Meerenge Mitte April erneut. Die US-Marine blockiert ihrerseits iranische Häfen in der Straße. Die Folge: ein sprunghafter Anstieg der Energiepreise mit globalen wirtschaftlichen Auswirkungen.

Nach Angaben des pakistanischen Außenministers Ishaq Dar wurden am späten Sonntagabend die Verkehrsbeschränkungen rund um das Hotel Serena – dem vorgesehenen Verhandlungsort – sowie in der sogenannten roten Zone, dem Regierungsviertel Islamabads, aufgehoben. Für lokale Medien war dies ein deutliches Signal: Die Chancen auf eine weitere Gesprächsrunde in dieser Woche gelten als gering. Weder aus Washington noch aus Teheran gab es konkrete Informationen darüber, welche weiteren Schritte geplant sind.

Beobachter beschreiben die Lage als Pattsituation, in der jede Seite hofft, die andere zu überdauern – mit drastischen Folgen für den Rest der Welt. „Der Iran weiß, dass er militärisch nicht gewinnen kann. Länger durchhalten ist das neue Siegen“, sagte Expertin Claudia Major vom German Marshall Fund am Sonntag in der ARD-Talksendung Caren Miosga. „Wir haben wirklich das, was man die Impotenz von Macht nennt“, fügte sie hinzu. Die Amerikaner seien militärisch enorm mächtig, schafften es aber trotzdem nicht, ihre Kriegsziele zu erreichen.

Iran-Minister reist zu Putin: Beratungen über Stand der Verhandlungen im Iran-Krieg

Araghtschi reiste nach Abschluss seiner Gespräche in Islamabad nach Moskau weiter. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass Präsident Wladimir Putin den iranischen Außenminister treffen wolle. Araghtschi traf laut der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Irna am frühen Montagmorgen in Sankt Petersburg ein. Der iranische Botschafter in Moskau, Kasem Dschalali, erklärte auf X, Araghtschi werde in seinem „diplomatischen Dschihad mit dem Ziel, die Interessen des Landes voranzubringen, und unter Bedrohungen von Außen“ mit Putin beraten.

Die Nachrichtenagentur führte aus, bei den Gesprächen gehe es um „den Stand der Verhandlungen, die Waffenruhe und damit zusammenhängende Entwicklungen“. Beobachter spekulierten zudem, die Reise nach Moskau könne auch dazu dienen, mit Russland im Speziellen über Atomfragen zu sprechen. Moskau und Teheran gelten als strategische Verbündete. Russland ist jedoch nicht bereit, den Iran im Konflikt mit den USA militärisch zu unterstützen. Der Kreml beschränkt sich auf diplomatische Rückendeckung. Begonnen hatte der Krieg mit Angriffen Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar. Derzeit gilt eine Waffenruhe. (fbu mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © ABACAPRESS /IMAGO

Kommentare