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Vorfall in Stuttgart
Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf AfD-Politiker gegen Antifa-Mitglieder
Zwei AfD-Politiker werden vor dem Landtag in Stuttgart von Antifa-Mitgliedern konfrontiert. Auch Gewalt von rechts ist vor den Europa- und Landtagswahlen ein Thema.
Stuttgart – Das Antifaschistische Aktionsbündnis (Antifa) hat sich zu einem Angriff auf zwei AfD-Politiker bekannt. Vor dem Landtag in Stuttgart sollen zwei Politiker der AfD „verbal und körperlich angegangen“ worden sein, so die örtliche Polizei. Auf der Homepage der Antifa heißt es, man habe einen „AfD-Infostand gestört“.
Bei einer Veranstaltung anlässlich des 75. Jahrestags des Grundgesetzes waren auch vor dem Landtag einige Stände verschiedener Parteien vertreten. Dieses „Fest zur Festigung der Demokratie“ ermöglichte den Besuchern an verschiedenen Aktionen vor Ort am Opernvorplatz teilzunehmen und in Gespräche mit den Landtagsabgeordneten zu treten.
Handgemenge zwischen AfD-Abgeordneten und Antifa-Aktivisten
Laut Aussagen der Antifa-Bewegung kam es durch den dortigen Sicherheitsdienst und Abgeordneten der AfD aufgrund des Protestes der Bewegung zu einem „Handgemenge“. Die Darstellung der Polizei, es sei zu einem körperlichen Angriff gekommen, lässt die Antifa unkommentiert. Weiter äußerte sie sich, die AfD inszeniere sich als Opfer.
Außerdem kritisierte das Antifaschistische Aktionsbündnis die Baden-Württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras (die Grünen), die ihr Bedauern über den Vorfall ausgedrückt hatte. „Der offene Austausch und das Aushalten von unterschiedlichen Meinungen gehören in der Demokratie dazu. Ich verurteile jede Form von Gewalt, egal aus welcher Richtung sie kommt und gegen wen sie sich richtet“, kommentierte die Grünen-Politikerin den Zwischenfall.
Verletzte AfD-Politiker – auch zunehmend Gewalt gegen Grünen- und Linkspolitiker
Laut Informationen der Tagesschau ermittelt der Staatsschutz – zwei der mutmaßlich angegriffenen AfD-Politiker, Miguel Klauß und Hans-Jürgen Goßner, sind demnach leicht verletzt worden. Die AfD bezeichnete den Vorfall unterdessen als linksextremistischen Angriff und gab an, dass dem Abgeordneten Klauß gegen den Kopf geschlagen worden sei. Zwei mutmaßliche Täterinnen der Antifa im Alter von 19 und 23 Jahren sollen von der Polizei kontrolliert worden sein. Inwieweit sie an der Tat beteiligt gewesen waren, soll noch ermittelt werden.
Vor dem Handgemenge und dem daraus resultierenden Angriff rollten die AfD-Demonstranten ein Transparent aus, auf dem zu lesen war: „Keine Ruhe für rechte Hetzer, AfD & ihre Unterstützer“. Außerdem skandierten sie den Slogan „Ganz Stuttgart hasst die AfD“, wie Welt berichtet.
Lafontaine, Schäuble und Co.: Diese Angriffe auf Politiker schockierten Deutschland
AfD-Abgeordneter Klauß prangerte nach dem Vorfall außerdem die Medien für eine einseitige Berichterstattung an. So soll über den Angriff lediglich im regionalen Teil der Tagesschau berichtet worden sein, wohingegen der Angriff auf Franziska Giffey (SPD) prominent auf der Tagesschau-Website zu sehen war. Neben Giffey wurde zudem Grünen-Spitzenkandidatin für Dresdens Stadtrat, Yvonne Mosler bedrängt.
Gerade mit Blick auf die Europawahl und den kommenden Landtagswahlen scheinen sich die Gemüter auf beiden Seiten des politischen Spektrums zu erhitzen. Zuletzt wurden in Ostdeutschland zahlreiche links orientierte Politiker Opfer von rechten Gewalttaten. Beim Anbringen von Wahlplakaten wurden mehrere Grünen- und Linkenpolitiker Ende April tätlich angegriffen. Und bei den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg hat die AfD aktuell gute Chancen als Sieger aus den Wahlen hervorzugehen. (SiSchr)