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Vor den Landtagswahlen
Wahlen in Ostdeutschland: Angriffe auf Grüne und Linke beim Anbringen von Wahlplakaten
Wahlkampfhelfer in Sachsen und Brandenburg wurden beim Plakatieren angegriffen. Die Gemüter kochen aufgrund der bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland über.
Chemnitz – Beim Anbringen von Wahlplakaten in Sachsen und Brandenburg sind am Wochenende mehrere Menschen angegriffen worden. Wie die Polizei am Sonntag (28. April) mitteilte, entriss in Sachsen ein bislang unbekannter Mann einem 37-jährigen Mitglied der Grünen am Samstag in Chemnitz eine Leiter und schlug mit ihr auf ein Plakat ein. Daraufhin habe der Mann die Flucht ergriffen. Der 37-Jährige wurde leicht verletzt und erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung.
Auch in Zwickau griff ein 22-Jähriger in der Nacht zum Samstag zwei Männer an, die in der Nähe des Westsachsenstadions Plakate der Grünen anbrachten. Nach Angaben der Polizei kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung. Daraufhin schlug der 22-Jährige einem der beiden Betroffenen das Handy aus der Hand und ergriff mit vier Plakaten die Flucht.
Gewalt gegen Grüne Wahlhelfer in Ostdeutschland
Er wurde wegen Diebstahl und Sachbeschädigung angezeigt. In einem Polizeibericht heißt es: „Als der 34-Jährige den Polizeinotruf wählte, schlug ihm einer der Männer das Telefon aus der Hand, drohte den beiden Wahlhelfern Schläge an und nötigte sie, eines der Plakate wieder abzunehmen, was sie auch taten. Danach zertrat er mehrere Plakate und nahm sie anschließend mit.“
In Leipzig wurde ein 25-Jähriger in der Nacht zum Samstag beim Anbringen von Wahlplakaten der Partei Volt von Unbekannten angegriffen und verletzt. Laut Polizei soll sich einer der unbekannten Männer zunächst abfällig über mehrere politische Parteien geäußert haben. Kurz darauf kam es den Angaben zufolge zu einem Gerangel, bei dem der 25-Jährige ins Gesicht geschlagen wurde. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung gegen Unbekannt.
Auch die Linke von Gewaltübergriffen vor den Landtagswahlen betroffen
In Brandenburg wurden beim Aufhängen von Wahlplakaten zwei Kandidaten der Linkspartei im Kommunalwahlkampf in Schöneiche im Oder-Spree-Kreis von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen. Ein angetrunkener 14-Jähriger wurde als Hauptverdächtiger festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Es sei auch „ein Slogan aus der rechten Szene“ gefallen. Die beiden Lokalpolitiker trugen Verletzungen davon, als sie wegliefen, wie es hieß.
Die AfD-Spitze im Wandel der Zeit: von Bernd Lucke bis Alice Weidel
Der Bundesvorsitzende der Linken, Martin Schirdewan, verurteilte den Angriff und sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, die Behörden sollten solche Vorfälle mit hoher Priorität aufklären und Schutzkonzepte für Menschen anbieten, die sich im Wahlkampf engagierten.
Am 9. Juni steht in Deutschland die Europawahl an. Gleichzeitig finden in Brandenburg Kommunalwahlen statt. Dort wird am 22. September ein neuer Landtag gewählt. Am 1. September finden zudem in Sachsen und Thüringen Landtagswahlen statt. Aktuell sieht sich die AfD in Ostdeutschland durch ihr Umfragehoch beflügelt. In Brandenburg, Thüringen und Sachsen führt die Alternative für Deutschland die Umfragen an und ist auf bestem Weg, die stärkste Kraft in den kommenden Landtagswahlen zu werden. (SiSchr/dpa)