Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
250. Jahrestag
UFC-Käfig vorm Weißen Haus im Bau: Trump verkauft Tickets für Millionenbetrag
Ein „einzigartiger“ Kampf der Ultimate Fighting Championship auf dem South Lawn wird den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit Amerikas markieren.
Washington, D.C. – Die ersten Bilder, die zeigen, wie außerhalb des Weißen Hauses ein riesiger Käfig der Ultimate Fighting Championship (UFC) errichtet wird, sind veröffentlicht worden. Die Aufnahmen geben einen frühen Eindruck von den Vorbereitungen an einem Ort, der sonst für Staatsbesuche und Zeremonien steht, und nun zur Kulisse für einen großen Kampfabend werden soll.
Die Bauarbeiten laufen bereits vor dem Kampf, der am 14. Juni in der US-Hauptstadt stattfinden soll. Auf dem Gelände werden Strukturen aufgebaut und Flächen vorbereitet, damit die Veranstaltung planmäßig abgehalten werden kann. Der Termin ist Teil eines größeren Programms, das in Washington rund um dieses Datum organisiert wird. Donald Trump hatte zuvor gesagt, der Wettkampf auf dem South Lawn des Weißen Hauses werde das „größte Ereignis“ sein, das die UFC je veranstaltet habe. Damit unterstrich er die Bedeutung, die dem Event beigemessen wird, und stellte es in eine Reihe mit anderen zentralen Programmpunkten der anstehenden Feierlichkeiten.
UFC Freedom als Teil der Jubiläumsfeiern in den USA
Die Veranstaltung mit dem Titel UFC Freedom ist Teil von Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit Amerikas. Sie soll den Anlass mit einem Spektakel verbinden, das über den Sport hinaus Aufmerksamkeit erzeugt. Der Rahmen ist entsprechend außergewöhnlich, weil das Weiße Haus und sein Südgarten nur selten für derartige Großereignisse genutzt werden. Zu sehen sind Arbeiter mit Schutzhelmen und gelben, fluoreszierenden Jacken, die mit dem Bau des achteckigen Rings beginnen. Der Oktagon-Aufbau ist charakteristisch für die UFC und wird vor Ort zusammengesetzt, während das Umfeld abgesperrt und logistisch vorbereitet wird. Die Bilder zeigen die ersten Schritte, bevor weitere Elemente der Arena hinzukommen.
Trump hatte zunächst vorgeschlagen, der Kampf könne bis zu 25.000 Sitzplätze haben, doch Dana White, Präsident und Chief Executive der UFC, sagte später, die Besucherzahl werde wegen Sicherheitsbedenken bei etwa 5000 liegen. Die Differenz verdeutlicht, wie stark die Sicherheitsanforderungen die Planung begrenzen, auch wenn die Nachfrage offenbar hoch ist.
Pompös und protzig: Trump lässt Weißes Haus komplett umgestalten
Trump begeistert: Hohe Nachfrage an UFC-Tickets und enge Verbindung zu Dana White
„Ich habe noch nie erlebt, dass jemand etwas so sehr will, wie die Leute diese Tickets wollen“, sagte der US-Präsident kürzlich über die Nachfrage, an der Veranstaltung teilzunehmen. „Das ist eine einzigartige UFC.“ Die Aussagen sollen den besonderen Charakter des Abends betonen und zugleich den Ansturm auf die wenigen verfügbaren Plätze unterstreichen.
Der Präsident ist seit Langem ein Fan von Mixed Martial Arts und ein Freund von White. Die persönliche Beziehung der beiden wird im Umfeld der UFC immer wieder thematisiert und ist auch im Zusammenhang mit dem geplanten Event von Bedeutung. Damit wird das sportliche Ereignis zugleich in einen politischen und gesellschaftlichen Kontext gerückt.
White sprach beim Republican National Convention im Sommer 2024 und hielt eine Rede zur Primetime, in der er Trump lobte und die Menschen aufforderte, für ihn zu stimmen. Damit trat er öffentlich als Unterstützer auf und positionierte sich deutlich, was über den Sport hinaus für Aufmerksamkeit sorgte.
Politische Aussagen vor 250. Jahrestag und exklusive Ticketpakete
„Ich sage Ihnen, was ich weiß“, sagte er. „Ich weiß, Amerika braucht einen starken Anführer, und die Welt braucht ein starkes Amerika. Ich weiß, Donald J. Trump ist die beste Wahl für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten.“ Die Sätze wurden damals als klare Wahlempfehlung verstanden und werden nun im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Event erneut zitiert.
Die meisten Sitzplätze werden an Angehörige des Militärs vergeben. Außerdem soll es sogenannte „High Roller“-Pakete für einige VIP-Gäste geben, deren Preise Berichten zufolge mehr als 1,5 Millionen US-Dollar (1,2 Millionen Pfund) erreichen. Das Modell verbindet eine breite symbolische Vergabe mit einem stark exklusiven Angebot für ausgewählte Besucher. Die Veranstaltung wird zwei Titelkämpfe umfassen. Der Brasilianer Alex Pereira trifft auf den Franzosen Ciryl Gane um den Interims-UFC-Titel im Schwergewicht. Damit soll das sportliche Programm durch hochrangige Paarungen getragen werden, die auch unabhängig vom Austragungsort internationale Beachtung finden.
Titelkämpfe, Kosten und zusätzliche Zuschauerbereiche am Weißen Haus
Danach wird Ilia Topuria, der spanisch-georgische Leichtgewichts-Champion, gegen den Amerikaner Justin Gaethje kämpfen. Der zweite Kampf ergänzt das Programm um eine weitere prominente Begegnung, die unterschiedliche Fanlager ansprechen dürfte. Beide Duelle sollen dem Event sportliche Substanz geben, neben der außergewöhnlichen Kulisse am Sitz des Präsidenten.
Die UFC soll 60 Millionen US-Dollar (44,7 Millionen Pfund) für die Veranstaltung ausgegeben haben, und White hat gesagt, sie mache keinen Gewinn. Die Summe verdeutlicht den Aufwand für Logistik, Sicherheit und Produktion, der mit einem solchen Austragungsort verbunden ist. Nach Darstellung der Organisatoren steht der symbolische Wert im Vordergrund.
Zusätzliche Sitzplätze und große Bildschirme sollen auf der nahe gelegenen Ellipse installiert werden. Damit könnten weitere Zuschauer das Geschehen verfolgen, auch wenn der Zugang zum eigentlichen Veranstaltungsbereich begrenzt bleibt. Die Maßnahmen sollen Reichweite schaffen und die Atmosphäre eines Großereignisses in der Umgebung des Weißen Hauses ausweiten. (Dieser Artikel von Andrew Buncombe entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk)