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Krankheiten frühzeitig erkennen

Echte Spürnasen: Hunde können Lungenkrebs erschnüffeln

Das Start-up Dogscan hat sich ein hohes Ziel gesetzt: Es will Lungenkrebs mithilfe von Hunden so früh wie möglich auf die Spur kommen.

Auch ein harter Schicksalsschlag kann neue Ideen und Innovationen hervorbringen. Das zeigt das Beispiel von Alexander Maßen aus Mönchengladbach. Er verlor seinen Vater an Lungenkrebs. Lungenkrebs ist bis heute eine Krebsart, die Ärzte bei Vorsorgeuntersuchungen häufig nur zufällig im frühen Stadium erkennen. Die frühzeitige Erkennung ist jedoch wichtig, denn sie erhöht die Heilungschancen der Betroffenen enorm. Alexander Maßen möchte das nach dem Tod seines Vaters ändern und eine Methode entwickeln, mit der sich Lungenkrebs problemlos und sicher auch im frühen Stadium erkennen lässt. Mit seinem Geschäftspartner Florian Wienen und dem gemeinsamen Start-up Dogscan versucht er es.

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Innerhalb von zwei Wochen kommt das Ergebnis

Eine trainierte Hundenase kann Leben retten. (Symbolbild)

Florian Wienen ist absoluter Hunde-Profi. Er bringt als Hundetrainer den Vierbeinern mit Spiel und Spaß Manieren bei und das schon seit vielen Jahren. Dass Hunde besonders mithilfe ihrer Nase Wunderwerke vollbringen können, lernte er schon als Ausbilder für Sprengstoffspürhunde und Diensthundeführer.

Maßen und Wienen trafen sich beim Hundetraining von Maßens jungem Welpen. Die beiden Männer kamen ins Gespräch und freundeten sich an. Als Alexander vom Tod seines Vaters durch Lungenkrebs erzählte, entstand mit der Zeit die Idee von Dogscan.

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Die Idee dahinter: Hunde sollen an benutzten Masken schnüffeln und so erkennen, ob die Person, die die Maske getragen hat, an Lungenkrebs erkrankt ist. Bei Dogscan lassen sich Boxen bestellen, in denen solch eine Maske enthalten ist. Die Testperson trägt sie fünf Minuten und schickt sie dann zurück an das Unternehmen. Dort schnüffeln dann ausgebildete Hunde an den Masken und innerhalb von zwei Wochen haben die Testpersonen ein Ergebnis zu Hause auf dem Tisch liegen. Im besten Fall sollen die Kosten für diesen Test von der Krankenkasse übernommen werden, damit sich jeder diese Art von Lungenkrebsvorsorge leisten könne, sagt Florian Wienen gegenüber der Neuen Ruhr Zeitung. Das sei jedoch bisher nur ein Plan und noch nicht Wirklichkeit.

Lungenkrebsvorsorge bisher schwierig

Für Krebsarten wie Brustkrebs oder Prostatakrebs gehören regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab einem bestimmten Alter zu den ärztlichen Pflichtterminen einer jeden Person. Für Lungenkrebs gibt es diese Vorsorgeuntersuchungen laut der Deutschen Krebsgesellschaft allerdings nicht. Lungenkrebs verursacht erst in einem sehr späten Stadium Schmerzen und Probleme. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Heilung aber schon fast unmöglich. Würde der Krebs jedoch in einem sehr frühen Stadium erkannt, wären die Heilungschancen sehr gut.

Zehn Hunderassen mit dem stärksten Biss

Malinois werden auch als belgische Schäferhunde bezeichnet. Durch ihre hohe Aufmerksamkeit eignen sie sich als Wachhunde und werden auch als Diensthunde bei Polizei und Militär eingesetzt. Weil sie viel Energie besitzen, müssen sie entsprechend ausgelastet werden. (Symbolbild)
Platz 10: Der Malinois oder auch belgische Schäferhund hat eine Beißkraft von 200 PSI. Die Rasse ist sehr aufmerksam und eignet sich deswegen auch als Wachhund. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Wegen ihres üppigen Fells, werden Chow-Chows auch als „Löwenhunde“ bezeichnet. Sie sind zwar sehr ausgeglichene Tiere, aber auch etwas eigensinnig. In der Regel werden sie bis zu 56 Zentimeter groß. (Symbolbild)
Platz 9: Die flauschigen und ausgeglichenen Chow-Chows können mit bis zu 220 PSI zubeißen. Die Rasse kommt aus China und wird dort auch „Löwenhund“ genannt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Weil Holländische Schäferhunde so athletisch und lernwillig sind, werden sie häufig als Diensthunde bei Polizei, Militär und Zoll eingesetzt. Ihre Vorfahren sind die gleichen, wie die der Mallinois, den belgischen Schäferhunden. (Symbolbild)
Platz 8: Holländische Schäferhunde beißen mit 225 PSI zu. Sie sind sehr lernwillig und sportlich. Mit den Mallinois sind sie verwandt. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Mit einer Beißkraft von 235 PSI sind American Pit Bull Terrier früher oft in Hundekämpfen zum Einsatz gekommen. Die Rasse ist dadurch als äußerst aggressiv in Verruf geraten. Bei guter Erziehung aber, sind auch sie sehr freundliche Hunde. (Symbolbild)
Platz 7: American Pit Bull Terrier haben eine Beißkraft von 235 PSI. Durch Hundekämpfe sind sie in Verruf geraten. Doch bei guter Erziehung sind sie sehr menschenfreundlich. Deswegen werden sie heute auch, trotz ihres Stigmas, als Assistenz- und Therapiehunde eingesetzt. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. Ihr Gebiss ist in erster Linie auf das Fangen, Festhalten, Zerreißen und das Zerkleinern der Beute spezialisiert. (Symbolbild)
Platz 6: Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse American Bulldog sind loyal und freundlich. Ihre Statue ist klein, aber kräftig. So auch ihr Kiefer, mit dem sie eine Beißkraft von 300 PSI erreichen können. (Symbolbild)
Platz 5: Der American Bulldog ist klein und muskulös. Sein breiter, kräftiger Kiefer kommt auf eine Beißkraft von 300 PSI. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Rottweiler sind sehr aufmerksam und können auch ein ausgeprägtes Schutzverhalten an den Tag legen. Mit ihrem kräftigen Gebiss erreichen sie Kräfte von bis zu 330 PSI. (Symbolbild)
Platz 4: Rottweiler können mit 330 PSI zubeißen. Sie sind bekannt für ihr freundliches und tapferes Wesen. Doch auch für ihre Körperkraft und ihren starken Kiefer. (Symbolbild) © teamwork/Imago
Der English Mastiff gilt als ruhig und würdevoll, aber auch tapfer und beschützend. Rüden können bis zu 100 Kilogramm schwer werden. Mit einer Beißkraft von 560 PSI ist auch ihr Kiefer besonders kräftig. (Symbolbild)
Platz 3: Den drittstärksten Hundekiefer besitzt der English Mastiff. Mit 560 PSI kann er zupacken. Sein Wesen ist ruhig und beschützend, weswegen er sich auch sehr gut als Wachhund eignet. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der Dobermann gilt als sensibel und oft wird ihm ein aggressiver Charakter nachgesagt. Auch wenn sie nicht so schwer werden, haben sie dennoch eine Beißkraft von bis zu 600 PSI. (Symbolbild)
Platz 2: Auch wenn der Dobermann gerade mal bis zu 45 Kilogramm schwer wird, hat er dennoch eine sehr große Beißkraft von 600 PSI. (Symbolbild) © Zoonar/Imago
Der Kangal-Hirtenhund kann mit 740 PSI kräftiger als ein Löwe zubeißen. Der Kangal ist ein Herdenschutzhund und wird zur Überwachung von Nutztieren eingesetzt. (Symbolbild)
Platz 1: Den stärksten Kiefer unter den Hunderassen hat der Kangal-Hirtenhund. Mit ganzen 740 PSI kann er zubeißen und ist damit sogar kräftiger als ein Löwe, der auf 691 PSI kommt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Dass die Lungenkrebsvorsorge bisher so schlecht ist, hat unterschiedliche Gründe. Zum einen sind Bluttest zu unzuverlässig, zum anderen ist der Nutzen von Screenings via Röntgenstrahlung beispielsweise bisher nicht belegt. Jede Röntgenuntersuchung bedeutet zeitgleich auch eine Strahlenbelastung, der sich Menschen nicht in zu hohen Dosen aussetzen sollten. Das Start-up Dogscan will nun mit seinen schnüffelnden Krebsexperten auf vier Beinen diese Versorgungslücke schließen.

Hundenasen sind wahre Wunder

Dabei können Hunde nicht nur Lungenkrebs erschnüffeln, sondern sind auch auf vielen anderen Gebieten absolute Nasen-Experten. So kamen sie neben der Suche nach Drogen und Minen auch zur Erkennung von Covid-Infizierten zum Einsatz. Daneben helfen sie beispielsweise auch Diabetikern: Die Hunde erschnüffeln unter anderem gefährliche Schwankungen des Blutzuckerspiegels und können dann Alarm schlagen.

Hundenasen kommen aber nicht nur im medizinischen und militärischen Bereich zum Einsatz. Die Hunderasse Lagotto Romagnolo ist beispielsweise bekannt für ihre gute Trüffelnase. Die Tiere graben mit Vorliebe den schwarzen, wertvollen Pilz aus dem Boden und liefern die Delikatesse bei ihren Herrchen ab. Welche Tricks Hunde außerdem erlernen können, erfahren Sie hier.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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