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Reif für die Bühne

Hunden Tricks beibringen: Ideen für zu Hause und ob sie wirklich Handstand lernen können

Neben Sitz und Platz haben einige Hunde noch viel mehr auf Lager. Wie sich die individuellen Talente der Vierbeiner finden und fördern lassen, verrät Tiertrainer Leonid Beljakov.

Tiertrainer Leonid Beljakov, bekannt für seine spektakulären Hunde-Shows, enthüllt die Geheimnisse hinter den beeindruckenden Kunststücken seiner vierbeinigen Darsteller. Von balancierenden Hunden auf sich drehenden Regenschirmen bis hin zum Handstand auf den Händen ihres Herrchens – Beljakov ist überzeugt, dass jeder neugierige und nicht ängstliche Hund Kunststücke erlernen kann. Die Grundvoraussetzungen sind Geduld und Zeit.

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Geduld ist der Schlüssel, um Talente zu fördern

Beljakov berichtet gegenüber dpa, dass es ungefähr zwei Jahre dauert, bis die Hunde bereit sind, in Shows aufzutreten. In dieser Zeit spielt und spaziert er viel mit den Tieren, um ihre Stärken und Talente zu entdecken. Das Training mit jungen Hunden erfolgt viermal am Tag, allerdings nicht länger als zehn Minuten pro Einheit, da Hunde sich nicht so lange konzentrieren können. Das Wichtigste ist dabei, dass die Tiere Spaß am Training haben und keinesfalls leiden sollen.

Der Artist und Hundetrainer betont, dass nicht jeder Hund für derart außergewöhnliche Tricks wie Handstände geeignet sei. „Sie haben andere Stärken, wie Seilspringen oder Yoga-Übungen im Duett beispielsweise“. Wer es aber erst einmal mit weniger ausgefallenen Tricks probieren möchte, für den gibt es zahlreiche andere Ideen, um den eigenen Vierbeiner zu beschäftigen. Hier fünf Tricks zum Ausprobieren und Üben.

Tiertrainer Leonid Beljakov hat seiner Hündin Dolly einen Handstand beigebracht.

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Nicht jeder Hund kann Handstand – fünf Tricks für zu Hause

  1. High Five oder Winken: Das Abklatschen mit den Händen, auch als „High Five“ bekannt, kann relativ einfach erlernt werden. Zunächst sollte der Vierbeiner das Pfötchengeben beherrschen. Dann wird die Hand senkrecht gehalten, und das Kommando „Gib Pfötchen“ gegeben. Später kann das Kommando auf „Gib mir fünf“ oder „High Five“ umgestellt werden.
  2. Männchen machen: Ein beliebter Trick, bei dem der Hund aus dem Sitz heraus beide Vorderpfoten nach oben hebt. Das Kommando „Mach Männchen“ wird gegeben, während der Hund sich aufrichtet. Das Training beginnt idealerweise mit dem Hund nah an einer Wand, um ihm beim Finden der Balance zu helfen.
  3. „Roll dich“: Der Hund rollt sich auf Kommando über den Rücken, bis er wieder in der Ausgangsposition „Platz“ liegt. Leckerli werden als Belohnung verwendet, und die Hand des Hundehalters wird genutzt, um den Hund in die gewünschte Seitenlage zu bringen.
  4. Kriechen oder Robben: Ein lustiger Trick, bei dem der Hund tief gebeugt über den Boden kriecht. Das Kommando „Kriech“ wird verwendet, und der Hund wird mit einem Leckerli dazu motiviert, sich nach vorne zu robben. Die Hand des Besitzers liegt dabei sanft auf dem Rücken des Hundes.
  5. Leckerli balancieren und fangen: Ein anspruchsvoller Trick, der das Fangen und Balancieren eines Leckerlis kombiniert. Der Hund wird zunächst dazu gebracht, das Leckerli zu fangen, und dann wird ihm beigebracht, es auf der Nase zu balancieren. Halten Sie dafür vorsichtig den Fang Ihres Hundes fest, legen Sie ein Leckerli auf seine Nase und sagen Sie ein Kommando wie „halten“. Entfernen Sie langsam die Hand, belohnen Sie, wenn ihr Hund das Leckerli balanciert. Kombinieren Sie später beide Tricks: Legen Sie das Leckerli auf die Nase, geben Sie das Balancieren-Kommando und rufen Sie dann „Fang“. Üben Sie geduldig und motivieren Sie Ihren Hund bei jedem Versuch. Falls nötig, kehren Sie zu einfachen Übungen zurück.

Trick für Fortgeschrittene – so lernt Ihr Hund Handstand an der Wand

Sie glauben, Ihr Vierbeiner ist bereit für mehr? Dann ist der Handstand an der Wand vielleicht Ihre neue gemeinsame Herausforderung. Doch Vorsicht: Beim Erlernen des Handstands ist Geduld gefragt, da Muskeln beansprucht werden, die sonst kaum trainiert werden. Von daher sollten Sie die Trainingseinheiten kurz halten und den Vierbeiner behutsam an die ungewohnte Belastung heranführen. Mit jüngeren und schweren Hunden oder Hunden mit Bewegungsproblemen sollten nur die Anfangsschritte geübt werden. Der Handstand am Hindernis ist nur für gesunde, erwachsene Hunde geeignet.

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

Um dem Hund den Handstand beizubringen, starten Sie mit dem Rückwärtsgehen. Anschließend bringen Sie ihm bei, rückwärts mit den Hinterpfoten auf einen niedrigen Gegenstand zu treten. Falls nötig, führen Sie ihn von vorne über das Hindernis und belohnen die richtige „Grundposition“. Sobald der Hund die Hinterpfoten auf den Gegenstand setzen kann, geht es weiter, indem Sie den Gegenstand erhöhen – beachten Sie, dass dieser Schritt nur bei gesunden und erwachsenen Hunden erfolgen sollte. Klappt dies, können Sie das Hochwandern mit den Hinterpfoten an der Wand oder einem anderen Gegenstand ausprobieren.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/ picture alliance dpa

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