Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Leinenführigkeit leicht gemacht

Hund zieht an der Leine: Hundetrainerin verrät 3-Minuten-Trick für entspannte Spaziergänge

Australian Shepherd an der Leine am Strand
+
Ein Hundetrainer empfiehlt eine „einfache Änderung“, die Spaziergänge viel weniger stressig machen wird. (Symbolbild)

Chaos an der Leine ist eines der häufigsten Probleme – mit einer kurzen, täglichen Routine von nur drei Minuten lässt sich das lösen. Einfach, effektiv und für jeden Halter umsetzbar.

Viele Hundehalter kennen das Problem nur zu gut: Der tägliche Spaziergang wird zur Nervenprobe, weil der Hund unaufhörlich an der Leine zieht. Die erfahrene Hundetrainerin Lisa Burton weiß, dass das eines der häufigsten Probleme im Alltag mit Hund ist – und sie hat einen überraschend einfachen Tipp, der nur drei Minuten pro Tag dauert und den Spaziergang grundlegend verändern kann.

Das Problem: Aufregung und Vorfreude schon vor dem Spaziergang

Laut der englischen Hundetrainerin Lisa Burton, gibt es zwei Hauptgründe, warum Hunde draußen stark an der Leine ziehen:

  • 1. Aufregung durch die Umgebung: „Sie werden taub und stumm für den Menschen, der sie an der Leine führt, weil sie nach vorne drängen und draußen unbedingt etwas Spannendes entdecken wollen“, sagt sie.
  • 2. Vorfreude beim Start: Schon bevor es losgeht, sind viele Hunde überdreht: „Wenn man die Schuhe anzieht, die Leine herausnimmt und über die Türschwelle tritt, schießen die Erregung und die Aufregung des Hundes in die Höhe“, so Burton. Das macht es fast unmöglich, dass der Hund ruhig neben seinem Menschen läuft.

Die 3-Minuten-Routine: So funktioniert das Hunde-Training

Die Lösung liegt laut der Trainerin, die regelmäßig Tipps und Tricks auf TikTok gibt, darin, die Aufregung vor dem eigentlichen Spaziergang gezielt zu bremsen – und zwar jeden Tag mit einer kurzen Routine, die nur drei Minuten dauert.

@listendogtraining Just 3 minutes per day ⬆️ to transform your dog from a lead pulling wildling to a calm & focused canine! 🙌😁 #dogtrainersoftiktok #looseleashwalking #dogtrainingtips #dogbehavior ♬ original sound - Listen Dog Training

Schritt 1: Ruhiger Start noch im Haus. Bevor die Tür überhaupt aufgeht, soll der Hund rund eine Minute lang eine einfache Übung machen, zum Beispiel „Sitz“ oder „Platz“. Das hilft, seine Aufmerksamkeit zurück zum Menschen zu lenken. Erst, wenn er ruhig ist, geht’s weiter.

Schritt 2: Draußen kurz konzentrieren. Sobald Sie draußen sind, folgen direkt zwei weitere leichte Aufgaben. Die Trainerin empfiehlt, jeweils eine Minute lang weitere einfache Übungen mit dem Hund zu machen: zum Beispiel „Pfote geben“ oder „Angucken“. „Sie sollen die Konzentration Ihres Hundes und seine Verbindung zu Ihnen wieder aktivieren“, erklärt Lisa Burton.

Schritt 3: Die Konzentration halten. Am Anfang reicht es, wenn der Hund 30 Sekunden bei der Sache bleibt – aber mit der Zeit wird er sich länger konzentrieren können. Wichtig ist, dass diese kleine Trainingseinheit täglich und ohne Ausnahme stattfindet. „Wenn Sie diese einfache Routine zu einem festen Bestandteil Ihres täglichen Spaziergangs machen, werden Sie spürbare Ergebnisse sehen.“

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Routine hilft – und der Hund lernt ständig dazu

Die Wirkung zeigt sich laut der Hundetrainerin oft schon nach kurzer Zeit: „Sobald diese ruhige und aufmerksame Phase der Konzentration mit dem Beginn Ihres Spaziergangs verbunden ist, wird es Ihnen immer leichter fallen, einen ruhigen und aufmerksamen Hund zu führen.“ Mit der Zeit kann man die Übungen sogar bis zur nächsten Straßenecke ausdehnen – oder unterwegs kurze Pausen machen, um die Verbindung zu stärken. „Manchmal bleibe ich stehen und fordere den Hund auf, sich zu setzen, und locke ihn ein wenig, bis wir die halbe Straße entlanggegangen sind.“

Warum das Prinzip so gut funktioniert

Je öfter der Vierbeiner erlebt, dass sich seine Aufmerksamkeit und Ruhe lohnen, desto eher wird er von selbst Kontakt zum Menschen aufnehmen. „Ihr Hund wird Sie häufiger spontan anschauen, weil er sich fragt, ob Sie sich auf ihn einlassen werden“, sagt Lisa Burton. Sie rät außerdem, auch abseits vom Spaziergang neue Tricks einzuüben: „Drehen“, „Pfötchen geben“ oder „mit der Nase etwas berühren“ – all das lässt sich später gut in den Spaziergang integrieren. „Je größer die Vielfalt an Hinweisen oder Aufgaben ist, die Sie beide haben, desto abwechslungsreicher ist es für Ihren Hund – und desto mehr muss er sich darauf konzentrieren, wie er seine nächste Belohnung bekommen kann.“ Die Methode von Lisa Burton zeigt: Ein entspannter Spaziergang beginnt nicht erst draußen, sondern schon vor der Haustür. Wer bereit ist, jeden Tag drei Minuten zu investieren, kann das an der Leine ziehen langfristig deutlich verbessern – ganz ohne Druck oder Stress.

Hilfe, mein Hund jagt! Häufige Macken von Hunden und was Sie tun können

Hund springt Frau bei Regenwetter an
Ihr Hund springt Sie oder andere Menschen ständig an? Häufig wird dieses Verhalten als Zuneigung missverstanden. Dabei geht es meist darum, dass sich Bello Aufmerksamkeit wünscht. Besonders lästig ist es, wenn der Hund schmutzig ist und überschwänglich an der hellen Kleidung hochspringt.  © IMAGO
Golden Retriever im Haus
Kommandos helfen in diesem Fall nicht viel weiter. Besser ist es, den Hund konsequent zu ignorieren, bis er ruhiger wird. Schenken Sie ihm erst dann Ihre Aufmerksamkeit. Auch andere Personen sollten sich daran halten.  © IMAGO/Laura Webb
Bellender Shiba Inu
Ständiges Bellen bei Hunden kann zum Problem werden. Einige Vierbeiner schlagen bei jedem Geräusch an, was nicht nur die Nachbarn stört. Manche Rassen wie Deutscher Schäferhund, Jack Russel Terrier und Dackel sind besonders bellfreudig.  © IMAGO
Jack Russell Terrier schnappt nach Leckerli
Hinter dem Bellen können viele verschiedene Gründe stecken wie Angst, Frust und Langeweile. Möglicherweise will der Vierbeiner auch Eindringlinge abwehren. Es ist also wichtig, zunächst die Ursache herauszufinden. Bestrafen sollten Sie Ihren Hund nicht, wenn er bellt. Besser: Belohnen Sie Ihren Fellfreund mit Lob oder Leckerlis, wenn er das Bellen einstellt. So gewöhnt er sich das übermäßige Bellen nach und nach ab. © IMAGO
Staffordshire Bullterrier Welpe knabbert an Holzkranz
Hunde knabbern gerne – in manchen Fällen vergreifen sie sich allerdings an Möbeln, Teppichen und Schuhen. Bei erwachsenen Tieren ist ein übermäßiger Hang zum Kauen ein Warnsignal und bedeutet, dass sie einsam, gelangweilt oder gestresst sind.  © IMAGOSofiia Potanina
Junger Dackel knabbert an Kauspielzeug
Umso wichtiger ist es, dass Halter ihrem Vierbeiner genügend Aufmerksamkeit schenken. Hinter seinem Verhalten steckt nämlich keine böse Absicht – er braucht einfach Beschäftigung und spielerische Zuwendung. Kaufen Sie ihm Kauspielzeug, an dem er nach Lust und Laune knabbern kann.  © IMAGO
Hund blickt Halterin während Essen an
Betteln am Tisch ist ein normales Verhalten bei Hunden. Für Halter, die in Ruhe ihre Mahlzeit genießen möchten, kann das aber ganz schön nervig sein. Manche knicken unter dem flehenden Blick ihres Hundes ein und geben ihm etwas von ihrem eigenen Teller.  © IMAGO
Hund blickt Halter unter Tisch beim Essen zu
Genau das sollte man aber nicht machen. Der Hund lernt dann nämlich, dass das Betteln mit Futter belohnt wird, und wird es immer weiter tun. Selbst Zurechtweisungen wie „Du bekommst nichts“ führen dazu, dass sich der Hund positiv bestärkt fühlt – denn er hat Aufmerksamkeit bekommen. Auch wenn es Ihnen vermutlich schwer fällt: Ignorieren Sie Ihren Vierbeiner. Zur Ablenkung können Sie ihn während der Mahlzeit mit einem Kauknochen beschäftigen.  © IMAGO
Akita Inu Welpe zieht T-Shirt aus der Schublade
Manche Hunde schnappen sich Gegenstände wie Socken oder Kissen und wollen sie anschließend nicht mehr hergeben. Die diebischen Elstern genießen die Aufmerksamkeit, die sie dadurch von ihren Menschen bekommen. Besonders viel Spaß macht ihnen eine wilde Verfolgungsjagd mit Tauziehen.  © IMAGO
Malteser Hund wurde beim Stehlen eines Schuhs erwischt
Mit den Grundkommandos „Nein“ oder „Aus“ lernen Hunde, dieses unerwünschte Verhalten zu unterlassen. Auch Vorbeugung ist eine gute Strategie. Räumen Sie die bevorzugten Gegenstände Ihres Vierbeiners außer Reichweite, so dass er keinen Zugriff mehr darauf hat.  © IMAGO
Golden Retriever hat Loch in Garten gebuddelt
Für manche Hunde gibt es nichts Vergnüglicheres, als im Garten herumzulaufen und Löcher zu buddeln. Als Besitzer finden Sie die Buddelstellen vermutlich deutlich weniger lustig – vor allem, wenn Sie gerade erst sorgfältig das neue Beet bepflanzt haben und jetzt alles verwüstet ist. © IMAGO
American Staffordshire Terrier gräbt Loch im Garten
Halter können ihren Hund vom Garten fernhalten, indem Sie viel Zeit draußen mit ihm verbringen. Laufen, spielen, Stöckchen holen: All das hilft Hunden dabei, ihre nervöse Energie abzubauen. Es könnte auch eine Überlegung wert sein, Ihrem Hund eine abgetrennte Ecke im Garten zu geben – möglicherweise mit einem Sandkasten, so dass er nach Belieben buddeln kann. © IMAGO
Verängstigter Hund wird von Halter beruhigt
Hunde haben ein sehr feines Gehör. Manche Vierbeiner leiden an einer Geräuschangst, weshalb sie bei plötzlichem Lärm erschrecken und weglaufen. Oft fangen sie zu zittern an. Besonders Gewitter und Feuerwerk setzten Hunde unter Stress. Aber auch Verkehrslärm oder Flugzeuge können für Hunde belastend sein.  © IMAGO
Verängstigter Hund
Zunächst sollten Sie herausfinden, welche Geräusche Ihrem Hund Angst einjagen. Wenn diese während des Spaziergangs auftreten, dann wählen Sie ruhigere Wege. Bleiben Sie verständnisvoll und zeigen Sie Ihrem Vierbeiner, dass er sich nicht fürchten muss. Schaffen Sie zu Hause eine sichere Umgebung, in der sich Ihr Hund zurückziehen kann.  © IMAGO
Hund zieht an der Leine
Eigentlich sollten die täglichen Gassirunden für Hund und Halter entspannend sein. Aber was, wenn der Vierbeiner ständig an der Leine zieht? Viele Besitzer verlieren in diesem Fall den Spaß am Spazierengehen, was sehr schade ist. © IMAGO
Hund zieht an der Leine
Möglicherweise kann sich der Hund nicht mit der Leine anfreunden oder sein Geh-Tempo weicht zu sehr von dem des Halters ab. Bei großen Hunden kann es helfen, eine längere Leine zu kaufen. Auch das Stop-and-Go-Training ist eine gute Idee: Sobald der Hund zieht, bleiben Sie wortlos stehen. Wenn er nun auf Sie zuläuft, belohnen Sie ihn. Nutzen Sie diese Strategie, bis der Hund nicht mehr zieht.  © IMAGO
Pekingese blickt Ente im Teich an
Viele Hunderassen wurden für die Jagd gezüchtet und haben dementsprechend noch immer einen angeborenen Jagdinstinkt. Dieser wird aktiviert, wenn sie auf Vögel, Enten oder die Nachbarskatze treffen: Plötzlich rennen die Hunde wie wild auf diese Tiere los. Was kann man als Halter tun? © IMAGO
Brauner Hund springt über Hindernis im Park
Die Grundkommandos „Aus“, „Platz“, „Bei Fuß“ und „Bleib“ sind in diesem Fall unverzichtbar. Am besten lernen Hunde sie schon im Welpenalter. Doch auch als erwachsene Tiere können sie gehorsam werden. Wichtig ist, dass Besitzer geduldig bleiben. Manche Hunde jagen als Langeweile. Wer seinen Fellfreund anderweitig beschäftigt – etwa mit Agility oder Suchspielen –, lässt die Gedanken an Enten und Co. schnell verschwinden.  © IMAGO
Hund rennt hinter Junge auf Fahrrad hinterher
Radfahrer oder Jogger sind für manche Hunde ein rotes Tuch: Sie rennen den Sportlern bellend hinterher und wollen mitlaufen. Das kann durchaus gefährlich werden. © IMAGO
Halterin beugt sich draußen zu ihrem Hund herunter
Hundehalter sollten ihren Vierbeiner in dieser Situation mit den gängigen Kommandos abrufen. Hört er nicht auf Sie, dann bitten Sie den Jogger oder Radfahrer zum Anhalten und gehen Sie schnell auf Ihren Hund zu. Bestrafungen sind in diesem Fall nicht angebracht: Der Hund lernt daraus nichts. Legen Sie Ihren Fellfreund künftig an die Leine, so dass es zu keinem weiteren Zwischenfall kommen kann. Auch das Erlernen eines sicheren Rückrufs ist wichtig. © IMAGO

Kleine Übung, große Wirkung – TikTok-User kommentieren begeistert

Viele Hundehalter reagieren auf das TikTok-Video und zeigen sich begeistert: Einer schreibt: „Ich dachte, mein Hund ist einfach nur aufgeregt, von A nach B zu kommen – aber Sie haben recht. Er ist schon vor dem Spaziergang völlig überdreht.“ Ein anderer berichtet: „Toller Ratschlag. Ich werde das auf jeden Fall mit unserem 10 Monate alten Cockapoo ausprobieren. Der wird ganz wild, wenn wir versuchen, das Geschirr oder die Leine anzulegen.“

Lesen Sie auch:

Hund bellt andere Tiere an: So bringen Sie Ihrem Hund bei, ruhig zu bleiben

Der einfache Rückruf-Trick: So kommt Ihr Hund, wenn Sie ihn rufen

Hundetraining leicht gemacht: Diese drei Kommandos machen den Unterschied

Kommentare