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Verhaltensweisen und Tipps

Daran bemerken Sie, ob Ihr Hund Sie vermisst

Eine Golden Retriever Hündin liegt in der Wohnung mit dem Kopf auf dem Boden und schaut traurig nach oben.
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Ist die Bindung zwischen Halter und Hund stark, kann eine Trennung schmerzen. (Symbolbild)

Hunde sind soziale Wesen und können Trennungsschmerz empfinden. Die Vierbeiner zeigen dann auffällige Verhaltensweisen. Tipps, wie Halter damit umgehen.

Hunde sind hoch soziale Lebewesen, die eng mit ihren Besitzern verbunden sind. Diese Bindung ist so stark, dass viele Vierbeiner Trennungsstress empfinden, wenn sie von ihren Bezugspersonen getrennt sind. Laut dem Tierschutzverein Tasso e.V. ist der Trennungsstress ein völlig normales Verhalten bei sozial gebundenen Tieren, das jedoch individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Doch wie äußert sich dieser Stress bei unseren Fellnasen?

Typische Verhaltensweisen bei Trennungsschmerz

Ein Hund, der seinen Besitzer vermisst, zeigt oft auffällige Verhaltensweisen. Dazu gehören Jaulen, Winseln und Bellen, wenn der Hund allein gelassen wird. Manche Hunde zerstören Möbel oder werden unsauber, indem sie in der Wohnung ihr Geschäft verrichten. Unruhiges Verhalten, wie ständiges Auf- und Ablaufen, ist ebenfalls ein Zeichen von Trennungsstress sowie das Lecken, Knabbern und Beißen eigener Körperteile. Diese Verhaltensweisen sind Ausdruck des Bedürfnisses nach sozialer Nähe und Sicherheit.

Die psychologischen Hintergründe liegen in der engen Bindung, die Hunde zu ihren Menschen aufbauen. Hunde suchen Schutz und Geborgenheit in der Nähe ihrer Bezugspersonen. Wird diese Sicherheit entzogen, empfinden sie Stress, der sich in den genannten Verhaltensweisen äußert.

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Neben Verhaltensänderungen können auch körperliche Symptome auftreten. Appetitlosigkeit, übermäßiges Speicheln oder Verdauungsprobleme wie Durchfall und Erbrechen sind mögliche Anzeichen. Chronischer Stress kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen, darunter Magen-Darm-Erkrankungen oder Hautprobleme. Daher ist es wichtig, den Trennungsstress ernst zu nehmen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Welcher Hund passt zu mir? Zehn Hunderassen, die besonders anhänglich sind

Der Golden Retriever ist ein sehr beliebter Familienhund und eine richtige Schmusebacke.
Der Golden Retriever ist ein sehr beliebter Familienhund und eine richtige Schmusebacke. Doch sein freundliches, humorvolles und liebevolles Wesen sollte nicht unterschätzt werden. Er liebt das Wasser und apportiert für sein Leben gern. Schlechtes Wetter macht ihm nichts aus und manche Vertreter zeigen enormes Jagdverhalten. Regelmäßiger Sport und oder Dummy-Übungen machen ihn glücklich.  © Mint Images/Imago
Der Labrador Retriever gilt als einer der anhänglichsten Hunderassen überhaupt.
Der Labrador Retriever gilt als einer der anhänglichsten Hunderassen überhaupt. Vom Streicheln, Kuscheln und Schmusen kann er gar nicht genug bekommen. Zudem ist er sehr menschenbezogen, lernt sehr schnell und gibt sich stets „viel Mühe“. Trotzdem benötigt auch er Aufgaben und ausreichend Auslastung. Er liebt es draußen die Natur zu erkunden oder zu apportieren. © Image Source/Imago
Der Boxer ist ein unglaublich verspielter und neugieriger Hund.
Der Boxer ist ein unglaublich verspielter und neugieriger Hund. Er hat ein freundliches Wesen und gilt als idealer Gefährte für Kinder. Dennoch neigen einige Vertreter dazu, ihre Familie zu beschützen und zu bewachen und zeigen sich mitunter etwas stur, wenn ihnen etwas nicht gefällt.  © Zoonar/Imago
Der Berner Sennenhund ist ein großer und kräftiger Hund, gilt aber als verschmuster Schoßhund.
Der Berner Sennenhund ist ein großer und kräftiger Hund, gilt aber als verschmuster Schoßhund. Meist wird er als Arbeitshund auf Almen und Bauernhöfen gehalten. Doch auch als Rettungshund eignet er sich. Und auch als reiner Familienhund macht er eine tolle Figur, da er, auch Kindern gegenüber, sehr freundlich und äußerst gutmütig ist.  © Shotshop/Imago
Der Chihuahua bindet sich sehr stark an seinen Menschen und gilt als äußerst verschmuster Hund.
Der Chihuahua bindet sich sehr stark an seinen Menschen und gilt als äußerst verschmuster Hund. Er liebt die Nähe zu seinen Besitzern über alles und wünscht sich viel Aufmerksamkeit. Doch verhätscheln sollte man ihn nicht. Dann kann er schnell launisch und auch etwas frech werden. Aufgrund seines wachsamen und mutigen Wesens kann er sich auch schon mal in so manche brenzlige Situation begeben.  © agefotostock/Imago
Den Neufundländer kann kaum etwas aus der Ruhe bringen und ist unglaublich verschmust.
Den Neufundländer kann kaum etwas aus der Ruhe bringen und er ist unglaublich verschmust. Berühmt ist er für sein sanftes Temperament, aber auch für seine unglaubliche Tapferkeit. Nicht selten werden die Vierbeiner als Rettungshunde eingesetzt. Sie springen aus Booten oder Hubschraubern, um ertrinkende Personen zu retten und sind in der Lage lange Strecken zu schwimmen. Ohne Beschäftigung fühlt er sich nicht wohl.  © imagebroker/Imago
Der Magyar Viszla ist ein absoluter Allrounder. Er liebt aktive Spiele, aber auch ausgiebige Kuschelrunden mit dem Besitzer und schmust für sein Leben gern.
Der Magyar Viszla ist ein absoluter Allrounder. Er liebt aktive Spiele, aber auch ausgiebige Kuschelrunden mit dem Besitzer und schmust für sein Leben gern. Für Anfänger ist er jedoch nicht unbedingt geeignet, da er als ungarischer Jagdhund artgerecht beschäftigt werden sollte. Nur ein wenig Gassigehen reicht ihm nicht aus.  © Andreas Gora/Imago
Der Bichon Frisé ist äußerst freundlich, temperamentvoll und extrem verschmust.
Der Bichon Frisé ist äußerst freundlich, temperamentvoll und extrem verschmust. Er ist intelligent und leichtführig und hat enorme Freude an Kopfarbeit. Da er so beliebt ist, sollte auf eine gute Zucht Wert gelegt werden.  © AFLO/Imago
Das Italienische Windspiel ist ein unglaublich cleverer und fröhlicher Hund.
Das Italienische Windspiel ist ein unglaublich cleverer und fröhlicher Hund. Er bindet sich sehr stark an seinen Besitzer und liebt den Körperkontakt. Am liebsten möchte er überall und immer dabei sein. Auch Anfänger können den Hund gut erziehen. Jedoch sollte sein starker Bewegungsdrang und sein Jagdverhalten immer berücksichtigt werden.  © blickwinkel/Imago
Die Deutsche Dogge gilt als äußerst verschmust und liebevoll. Sie sind sanftmütig, freundlich und ausgeglichen zu ihren Menschen und zu Kindern.
Die Deutsche Dogge gilt als äußerst verschmust und liebevoll. Ihre Vertreter sind sanftmütig, freundlich und ausgeglichen zu ihren Menschen und zu Kindern. Oftmals unterschätzen sie ihre Größe und versuchen auf den Schoß ihrer Familie zu gelangen. Dabei kann auch schon mal etwas zu Bruch gehen. Zudem benötigen sie viel Platz und aufgrund ihrer Größe eine liebevolle Erziehung, da sie sehr feinfühlig sind.  © Panthermedia/Imago

Tipps für das Alleinbleiben

Um einem Hund zu helfen, Trennungsstress zu überwinden, ist ein strukturiertes Training notwendig. Der Hund muss in kleinen Schritten lernen, allein zu bleiben, rät Bettina Normann von der Martin Rütter Hundeschule auf deren Webseite. Dies beginnt damit, dass man ihn kurz in einen anderen Raum lässt und die Tür schließt, bevor man die Wohnung für kurze Zeit verlässt. Wichtig ist, den Hund bei der Rückkehr nicht überschwänglich zu begrüßen, sondern ihm zu zeigen, dass Abwesenheit und Rückkehr normal sind. Bestrafen Sie ihn nicht für unerwünschtes Verhalten, wenn sie weg sind, da es nur auf diese Weise versucht, mit seinem Stress umzugehen. Nutzen Sie stattdessen positive Signale und Routinen, um Ihrem Hund das Alleinbleiben zu erleichtern.

Zusätzlich können Hundeschulen und Verhaltenstherapien bei starkem Trennungsstress unterstützen. Es ist wichtig, Schlüsselreize abzubauen, die der Hund mit der Abwesenheit seines Besitzers verbindet, wie das Anziehen der Jacke oder das Klimpern mit dem Wohnungsschlüssel. Ein sicherer und fester Liegeplatz kann ebenfalls helfen, den Stress zu reduzieren. Geduld und konsequentes Training sind schließlich der Schlüssel, um dem Hund beizubringen, mit dem Alleinsein besser umzugehen.

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