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Beleidigte Leberwurst

Golden Retriever blickt demonstrativ zur Seite: Sind Hunde in der Lage, beleidigt zu sein?

Als eine Frau den Golden Retriever Benelli nach einem Monat der Trennung wieder sieht, zeigt er ihr die kalte Schulter.

„Wenn du aus Versehen den König beleidigst und er dich dafür mit Schweigen bestraft“, schreibt die 34-jährige US-Amerikanerin Madelyn Pearman unter ihr kürzlich geteiltes TikTok-Video. Frustriert blickt sie in die Kamera und schwenkt zu Golden Retriever Benelli. Der guckt sie sprichwörtlich mit dem Hintern an. Auch, als sie den Hund mehrmals mit dem Namen anspricht, zeigt er keinerlei Reaktion und schaut demonstrativ in die entgegengesetzte Richtung. So hatte sie sich das Wiedersehen nicht vorgestellt.

Die Reaktion des Golden Retrievers geht viral – Wiedersehensfreude sieht anders aus

@madelyn.pearman When you accidentally offend the king and he gives you the silent treatment 👑🐾 #sassydog #petdrama #primadonna ♬ original sound - Madelyn

Sie haben sich über einen Monat lang nicht gesehen. Könnte dies der Grund dafür sein, dass er verärgert wirkt und nun die beleidigte Leberwurst spielt? Auch wenn der Vierbeiner nicht ihr eigener Hund ist, sondern der ihres guten Freundes, haben beide eine sehr innige Beziehung. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Benelli ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt, wenn er unzufrieden ist oder nicht seinen Willen bekommt“, sagt Madelyn Pearman gegenüber Newsweek. Könnte es also tatsächlich sein, dass der Hund beleidigt ist?

Können Hunde wirklich beleidigt sein? Ein Blick auf Emotionen und Verhalten

Hunde sind sehr feinfühlig und reagieren auf unsere Körpersprache und Tonlage. Was wir als „beleidigt“ deuten, kann oft einfach ein Ausdruck von Unsicherheit, Stress oder Enttäuschung sein. (Symbolbild)

Hunde besitzen ein hochentwickeltes soziales Verständnis. Studien zeigen, dass sie in der Lage sind, Emotionen wie Freude, Angst, Eifersucht und sogar Trauer zu empfinden. Allerdings gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Beweis, dass sie komplexe Emotionen wie Beleidigtsein im menschlichen Sinne empfinden. Neurowissenschaftler erklären, dass Hunde Emotionen ähnlich wie ein Kleinkind im Alter von zwei bis drei Jahren erleben. Das bedeutet, dass sie zwar Gefühle haben, aber wahrscheinlich nicht über Beleidigungen oder Kränkungen reflektieren können.

Was bedeutet „beleidigt sein“ für Hunde?

Während Hunde nicht wie Menschen über Beleidigungen nachdenken, können sie durchaus Verhaltensweisen zeigen, die auf Frustration, Enttäuschung oder Verwirrung hindeuten. Wenn ein Hund „beleidigt“ wirkt, äußert sich das meist in Form von:

  • Ignorieren des Halters: Manche Hunde wenden sich ab oder vermeiden Augenkontakt, wenn sie sich missverstanden oder ungerecht behandelt fühlen.
  • Rückzug: Ein Hund könnte sich in sein Körbchen zurückziehen oder körperlich abwenden, wenn er sich unwohl fühlt.
  • Verändertes Verhalten: Einige zeigen manchmal ein passiv-aggressives Verhalten, wie das Vermeiden von Spielzeug oder das Verweigern von Streicheleinheiten.

„Lieber gesund als niedlich“: Bei diesen Hunden würde Tierärztin zugreifen

Ein junger Welpe blickt in die Kamera.
Fellpflege beim Hund ist ein großes Thema. Wird das Fell nicht ausreichend gepflegt, kann es zu Verfilzungen kommen, Kletten verfangen sich oder Flöhe und Parasiten nisten sich ein. Viele langhaarige Hunde werden zudem geschoren. Durch die Schur kann das Haarkleid dauerhaft zerstört werden und zu gesundheitlichen Problemen führen. Zu lange Haare im Augenbereich kann diese reizen und zu Entzündungen führen. Das Fell sollte daher nicht allzu lang sein. © blickwinkel/Imago
Ein Mischlingshund steht auf einer Wiese.
Ein Hund sollte weder zu klein, wie die Teacup-Varianten von Yorkshire-Terrier oder Chihuahua, noch zu riesig gezüchtet sein. Mittelgroße Hunde mit rund 20 Kilogramm leben häufig länger und haben weniger Gelenkprobleme.  © blickwinkel/Imago
Ein schwarzer Hund springt über die Wiese.
Der Körper sollte etwas länger sein, als der Hund groß ist.  © Westend61/Imago
Ein Terrier blickt in die Kamera.
Ein gesundes Hundeauge sollte nicht hervorquellen und zu riesig sein.  © Zoonar/Imago
Junge Blue-Merle-Französische-Bulldogge liegt auf dem Boden.
Bitte keine spezielle Fellfarbe. Hier ein Blue-Merle bei der Französischen Bulldogge. Die Genmutation kann zu Taub- und Blindheit führen. Auch Silber oder Champagner beim Labrador sind nicht zu empfehlen. Oftmals leiden die Tiere unter einer Hautkrankheit, die zu Fellausfall und starkem Juckreiz führt.  © imagebroker/Imago
Shar-Pei Welpe steht auf einer Wiese.
Hunde mit zu viel und überschüssigen Hautfalten leiden oft unter einer sogenannten Hautfaltendermatis. In den Falten sammeln sich Schmutz und Feuchtigkeit an, es kommt zu Reizungen, dies führt zu Juckreiz und dann zu einer ausgewachsenen Entzündung. Die Haut dieses Shar-Pei-Welpen muss wohl ein Leben lang gereinigt und medizinisch behandelt werden.  © Pond5 Images/Imago
Mischlingshund steht auf einer Wiese.
Die Hinterhand sollte am besten nicht zu stark gewinkelt sein. Sind die Beine nicht gerade, kann dies zu Bandscheibenvorfällen oder Patellaluxation führen. © blickwinkel/Imago
Ein Basset sitzt auf einer Wiese.
Hunde mit Schlappohren sind besonders anfällig für Ohrkrankheiten.  © Depositphotos/Imago
Ein schwarzer Terrier blickt in die Kamera.
Die Schnauze sollte in etwa so lang sein wie die Stirn.  © Wassilis Aswestopoulos/Imago
Ein Hund mit langem Schweif buddelt in der Erde.
Die Rute beim Hund ist ein effektives Mittel zur Kommunikation. Der Schweif sollte nicht zu lang oder zu kurz sein. © Meike Engels/Imago
Kerngesunde Hundezähne von einem erwachsenen Labrador
Ein Scherengebiss ist für einen Hund optimal. Hier das von einem erwachsenen Labrador. ©  Gottfried Czepluch/Imago

Mögliche Auslöser für „beleidigtes“ Verhalten

  • Korrektur oder Tadel: Wird ein Hund scharf ermahnt, kann er verwirrt oder verunsichert sein. Das führt dazu, dass er sich zurückzieht oder abweisend wirkt.
  • Unzureichende Aufmerksamkeit: Hunde, die ignoriert werden, wenn sie Zuneigung suchen, könnten dies als Ablehnung empfinden und entsprechend reagieren.
  • Veränderungen im Alltag: Veränderungen wie neue Routinen, Umzüge oder Abwesenheit von Bezugspersonen können zu einem Gefühl der Verunsicherung führen.

Das Verhalten, das wir als Beleidigtsein interpretieren, hat oft eine andere Ursache. Hunde reagieren auf unsere Körpersprache und Tonlage. Was wir als „beleidigt“ deuten, ist also meist ein Ausdruck von Unsicherheit, Stress oder Frust.

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Vielleicht war Golden Retriever Benelli an dem Tag einfach ein wenig genervt. Bereits kurze Zeit später konnte sich die Frau wieder in sein Herz schleichen – und es wurde ausgiebig gekuschelt. Das Video verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und hat bisher über 7 Millionen Aufrufe und 1,4 Millionen Likes auf der Plattform erhalten. Ein Nutzer kommentierte: „Er spricht nicht mit Fremden“, ein weiterer ergänzt: „Er sagt: ‚Kann ihr bitte jemand sagen, dass ich nicht mit ihr spreche?‘“

Rubriklistenbild: © Design Pics/Imago

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