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Beurteilung über Schutzbedürftigkeit
Arbeitsrecht: Was ist eine Kündigung nach Sozialplan?
Die betriebsbedingte Kündigung kann nach Sozialplan erfolgen. Was sich dahinter verbirgt und was dies für Arbeitnehmer bedeutet.
Einige betriebliche Veränderungen sind mit Kündigungen verbunden, dann kommt der Sozialplan zum Einsatz. Dieser regelt, welche Beschäftigte zuerst entlassen werden können und wer schutzbedürftig ist.
Bei einem Sozialplan handelt es sich um eine schriftliche und bindende Einigung zwischen dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber, berichtet Rechtsanwaelte-arbeitsrecht-lw.de. Damit sollen Nachteile, die mit der Kündigung einhergehen, ausgeglichen beziehungsweise gemindert werden. Beispielsweise Beschlüsse zu Abfindungen, Bezahlung von Bewerbungskosten, Zuschüsse zu Umzugs- oder Fahrtkosten oder Umschulungsmaßen sind dort geregelt. Gesetzlich ist allerdings nicht vorgegeben, welche Inhalte ein Sozialplan haben muss, informiert die Kanzlei Von Rueden.
Welche Voraussetzungen müssen bestehen?
Nicht jedes Unternehmen, welches betriebsbedingte Kündigungen ausspricht, folgt einem Sozialplan. Solche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat gibt es in der Regel nur, wenn viele Arbeitnehmer entlassen werden oder ein größeres Unternehmen schließt. Die Kanzlei Von Rueden berichtet, wann ein Sozialplan verpflichtend ist:
Es gibt einen Betriebsrat.
Regelmäßig arbeiten im Unternehmen mehr als 20 wahlberechtigte Arbeitnehmer.
Das Unternehmen gibt es länger als vier Jahre.
Der Arbeitgeber will sein Unternehmen ganz oder teilweise umstrukturieren oder einer bestimmten Anzahl von Arbeitnehmern kündigen. „Für die Entlassungen gibt es im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) bestimmte Schwellenwerte (§ 112a BetrVG)“, so Von Rueden.
Worauf kommt es bei einer Kündigung nach Sozialplan an?
Soll eine Sozialauswahl stattfinden, sind die Kriterien nach deutschem Recht streng geregelt, berichtet Betriebsrat-berlin.de. Folgende Kriterien sind alle gleichzubehandeln:
Alter des Mitarbeiters: Man geht davon aus, dass es im Alter immer schwerer wird, einen neuen Job zu finden. Daher muss dies im Rahmen der Kündigung nach Sozialplan berücksichtigt werden.
Dauer der Betriebszugehörigkeit: Wer lange in einem Betrieb tätig ist, erhält weniger wahrscheinlich eine Kündigung.
Schwerbehinderung: Gelten Mitarbeiter als schwerbehindert, haben sie einen besonderen arbeitsrechtlichen Schutz. Eine Kündigung ist nur dann gültig, wenn das Integrationsamt zugestimmt hat.
Unterhaltspflichten: Müssen Arbeitnehmer Ehepartnern oder Kindern Unterhalt zahlen, dann sind sie weniger gefährdet, eine Kündigung zu erhalten. Wichtig ist, dass die Pflichten schon zum Zeitpunkt der Kündigung bestanden und weiterhin bestehen werden.
Betriebszugehörigkeit: 1 Punkt pro Beschäftigungsjahr
Unterhaltspflichten gegenüber Ehepartner: 4 Punkte
Unterhaltspflichten gegenüber unterhaltsberechtigten Kindern: 2 Punkte pro Kind
Der oder die Arbeitnehmer mit den wenigsten Punkten erhalten eine Kündigung. Vorab muss der Arbeitgeber alle Personen, die „einer horizontal vergleichbaren Arbeitnehmergruppe“ angehören, mit Punkten versehen, berichtet Von Rueden. Diese Auswahl kann fehlerhaft sein, Betroffene sollten dies vom einem Anwalt beurteilen lassen.
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