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Einstieg an der Börse

Wann Sie auf keinen Fall investieren sollten – fünf grundlegende Tipps

Wenn Sie in den Aktienhandel an der Börse einsteigen wollen, sollten Sie das wohlüberlegt und zum richtigen Zeitpunkt tun. Diese Tipps helfen dabei.

Laut dem Deutschen Aktieninstitut haben im Jahr 2023 4,1 Millionen Menschen unter 39 Jahren an der Börse investiert. Das Geld in Aktien zu stecken, ist besonders bei jungen Menschen ein wachsender Trend. „Viele junge Investierende entdeckten das Thema in der Corona-Zeit für sich“, sagte Henning Zülch, Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling an der HHL Leipzig Graduate School of Management im Zuge einer Studie über Finanz-Influencer. Auch wenn Sie plötzlich viele Bekannte im Umkreis haben, die an der Börse investieren und die Anzahl von Finanz-Experten auf Social Media täglich zu wachsen scheint – das Thema sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Was Sie vor dem Einstieg an der Börse beachten sollten

Wenn Sie ernsthaft darüber nachdenken, zu investieren, sollten Sie einige Grundlagen beachten. Neben dem generellen Umgang mit Finanzen gehört vor allem ein fundamentales Wissen über die Börse dazu. Bevor Sie die folgenden Regeln nicht berücksichtigt haben, sollten Sie lieber nicht investieren.

1. Rücklagen schaffen

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihr monatliches Einkommen. Welchen Teil davon brauchen Sie für Fixkosten, welchen möchten Sie für kurzfristige Anschaffungen sparen und was wollen Sie auf lange Sicht investieren? Eine Orientierungshilfe bietet die 50-30-20-Regel. Den Anteil, den Sie als kurzfristige Reserve sparen wollen, parken Sie am besten auf einem eigenen Konto, rät das VZ VermögensZentrum.

Bevor Sie einzelne Aktien haben, sollten Sie sich einen generellen Überblick über Ihre Finanzen verschaffen.

Erst wenn Sie etwa drei bis sechs Nettoeinkommen für unvorhergesehene Ausgaben beiseite gelegt haben, sollte Sie ans Investieren denken. Haben Sie kein finanzielles Polster, sollten Sie nicht investieren. Denn Anlagen in Wertpapiere unterliegen Schwankungen und Verlustrisiken. Wenn Sie Pech haben, müssen Sie ausgerechnet dann zu niedrigen Kursen verkaufen, wenn Sie das Geld benötigen, erklärt das VZ VermögensZentrum.

2. Schulden begleichen

„Kredite und Darlehen abzuzahlen, ist meist die beste Geldanlage, die Sie machen können“, betont die Verbraucherzentrale: Denn Kredite und Darlehen kosten im Allgemeinen mehr Zinsen, als Sie mit der gleichen Summe bei einer Geldanlage erwirtschaften können. Das heißt, dass Sie die Schulden erst abbauen sollten, bevor Sie das Geld anderweitig anlegen.

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Ebenfalls sollten Sie davon absehen, Wertpapiere auf Kredit zu kaufen – für die Aktien also (neue) Schulden aufzunehmen. Denn falls Sie das investierte Geld verlieren, haben Sie zusätzlich noch die Verbindlichkeiten, die Sie zurückzahlen müssen, obwohl die gesamte Investition wertlos ist, erklärt das Portal Finanzen.net. Fehlen Ihnen dann auch noch Rücklagen, kann es im schlimmsten Fall in einer Privatinsolvenz enden, warnt das VZ VermögensZentrum.

3. Kein Geld investieren, das Sie zeitnah benötigen

Investieren Sie nur das Geld, auf das Sie verzichten können, rät das Portal Finanztip. Nur so können Sie die Schwankungen an der Böse gut aussitzen. Wenn der Kurs einer Aktie beispielsweise fällt und Sie diese verkaufen müssen, weil Sie Geld benötigen, haben Sie womöglich Verluste gemacht. Das Geld, das Sie für kurzfristige Anschaffungen oder für Notfälle brauchen, sollten Sie daher nicht investieren. Dass auch das Budget, welches Sie für die Miete, den Handyvertrag oder andere tägliche Notwendigkeiten brauchen, nichts an der Börse verloren hat, sollte klar sein.

Neun Fehler, die Sie bei der Steuererklärung viel Geld kosten

Mutter und erwachsene Tochter
Unterhalt für volljährige Kinder: Zahlungen für unterhaltsberechtigte Personen (z.B. Kinder, Eltern, anderes Elternteil des gemeinsamen Kindes) lassen sich in der Regel absetzen. Dazu gehört etwa auch der Unterhalt für erwachsene Kinder, die studieren, aber noch daheim wohnen. Für 2022 können für Sprösslinge über 25 einen Betrag von maximal 10.347 Euro absetzen (zzgl. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge). Die Kinder müssen nicht angeben, ob die Eltern den Unterhalt geltend machen. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Schreibtisch in modernem Arbeitszimmer
Arbeitszimmer nicht absetzen: Wurde 2022 ein Raum (kein Durchgangszimmer) fast ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt, können etwa Miete und Nebenkosten anteilig abgesetzt werden. Wichtig hier: Der Raum muss den Mittelpunkt der Arbeit darstellen und das muss belegbar sein. Ist das nicht der Fall, können Kosten nur bis zu 1.250 Euro abgesetzt werden. Wenn das Arbeitszimmer nicht den gesetzlichen Ansprüchen entspricht, kann man die Homeoffice-Pauschale in Anspruch nehmen (max. 600 Euro). (Symbolbild) © Addictive Stock/Imago
Frau in Videocall zu Hause
Internet und Telefon im Homeoffice: Oft vergessen: Wenn die privaten Leitungen von Internet und Telefon beruflich mitgenutzt werden, können davon 20 Prozent der Kosten als Werbungskosten abgesetzt werden. Wichtig: höchstens 20 Euro im Monat. Die Kosten werden ersetzt zu denen von Arbeitszimmer oder Homeoffice (2022: 120 Tage à fünf Euro). (Symbolbild) © Rainer Berg/Imago
Klempner repariert Abfluss
Handwerker-Anfahrt: Auch bei Handwerkern lässt sich ein bisschen Geld wiederholen. 20 Prozent Steuerrabatt gibt es auf die ausgewiesenen Lohnkosten (s. Rechnung). Dazu gehören etwa die Entsorgung von Grün­gut, Anfahrts- oder Verbrauchs­mittel­pauschalen. Tipp: Immer Rechnungen aufschlüsseln lassen, Belege aufheben und nicht bar zahlen. (Symbolbild)  © Monkey Business 2/Imago
Weibliche Autofahrerin, Nahaufnahme
Fahrt zur Praxis: Nur wenige Menschen wissen, dass man auch die Fahrten zu Ärzten, Therapie oder Reha-Maßnahmen absetzen kann (30 Cent/gefahrener Kilometer). Alle Kosten rund um die Gesundheit gelten als außergewöhnliche Belastungen. Als Nachweis reicht eine einfache Aufstellung der Fahrten aus. (Symbolbild) © Matej Kastelic/Imago
Gesundheitskarte mit Geldscheinen.
Kinder-Krankenkassenbeiträge: Befindet sich das Kind in einer Ausbildung, ist es meist günstiger, wenn die Eltern seine Sozial­versicherungs­beiträge in der eigenen Steuererklärung angeben. Auch, wenn das Kind selbst Versicherungsnehmer ist. Hier liegt großes Sparpotenzial und für den Nachwuchs gibt es keinen Nachteil. Sie sind erst ab einem Bruttoeinkommen von 13.150 Euro steuerpflichtig. (Symbolbild) © Zerbor/Imago
Geschäftsmann isst Nudeln mit Kollegen, Nahaufanahme
Verpflegungspauschale nicht angeben: Sind Arbeitnehmer viel unterwegs und eben nicht im Homeoffice, kann die Verpflegungspauschale geltend gemacht werden. Bei Abwesenheiten von acht Stunden und mehr sind das 14 Euro pro Tag, bei 24 Stunden 28 Euro und die An- und Abreisetage bringen je 14 Euro. Dazu zählt es übrigens auch, wenn man Wohnung oder Büro für das Mittagessen verlässt (Pause muss allerdings nachgewiesen werden, z.B. mit Arbeitgeberbescheinigung oder Tabellen zur Zeiterfassung). (Symbolbild) © Josep Suria/Imago
Mercedes Autohaus bietet Geschäftswagen an.
Zu viel für Firmenwagen gezahlt: Arbeitnehmer versteuern ihren Dienstwagen zusätzlich zum Monatsgehalt (Privatfahrten um ein Prozent, Dienstfahrten um 0,03 Prozent je Entfernungskilometer). Aber: Wer 2022 den Großteil der Zeit im Homeoffice war, kann seinen Bruttolohn um die zu viel versteuerten Fahrten mindern. (Symbolbild) © Arnulf Hettrich/Imago
Zwei Stempel je mit den Worten Steuer und Erklärung.
Verspätete Abgabe: Wer den Stichtag für die Steuererklärung verpasst (für 2022 ist das der 02. Oktober 2023), zahlt einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro pro angebrochenem Monat. Wer seine Steuererklärung also pünktlich dem Finanzamt zukommen lasst, zahlt nichts drauf. (Symbolbild) © Felix Schlikis/Imago

4. Wissen aneignen

Als Einsteiger sollten Sie sich, bevor Sie Aktien kaufen, umfassend informieren. Sie sollten sich ausreichend Kenntnisse über die Böse, die Finanzmärkte und die Geschäftsmodelle der einzelnen Unternehmen aneignen, betont das Portal Finanzen.net. Denn nur wenn ein Anleger verstanden hat, wie die Börse funktioniert und wie ein Unternehmen Gewinne erzielt, kann er auch langfristig beurteilen, ob die jeweilige Aktie eine sinnvolle Investition ist. Wenn Sie sich zu wenig auskennen in der Welt der Finanzen, sollten Sie mit dem Investieren abwarten, bis Sie sich wirklich schlau gemacht haben.

5. Von Hypes und Trends Abstand nehmen

Wenn Sie die Mechanismen der Börse verstanden haben, sollte dieser Punkt sich erübrigen. Doch gerade Anfänger sind dazu geneigt, der Idee des schnellen Geldes zu verfallen, die auch von zahlreichen fragwürdigen Finanz-Influencern verbreitet wird. Die Angst, etwas zu verpassen (“Fear of missing out“) triebt nicht wenige Anleger dazu, in einen „heißen“ Aktien-Tipp oder einen kurzfristigen Trend zu investieren. Von beidem sollen Sie Abstand nehmen, warnt das Portal Finanzen.net.

Als Beispiel führt das Portal Finanztip den auf Social Media verbreiteten Krypto-Hype an: Bitcoins sind hochspekulativ und es gibt keine Garantie, dass Sie diese künftig mit Gewinn verkaufen können. Um zu fundierten Einschätzungen zu gelangen, ist es umso wichtiger, sich ausreichend zu informieren.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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