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Beliebte Sommerbeere

Alles, was man über süße Johannisbeeren wissen muss – und was man daraus zaubern kann

Von Juni bis Ende September ist Johannisbeersaison. Aus schwarzen, weißen und roten Früchten kann man viele Leckereien zaubern.
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Am 24. Juni startet die süße Saison der Johannisbeeren. Grund genug, mehr über die kleine Sommerfrucht zu erfahren. (Symbolbild)

Ob Kuchen, Gelee, Sirup oder Likör – aus roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren können viele Leckereien gezaubert werden. Ab Juni sind die Beeren reif.

Ob rot, weiß oder schwarz – Johannisbeeren haben trotz ihrer kleinen Größe einiges zu bieten. Denn getreu dem Motto „klein aber oho“ überzeugen vor allem die roten Johannisbeeren mit ihrem großartigen Geschmack und den zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten. Egal, ob sie in bunten Obstsalaten mit Nuss-Crunch Verwendung finden oder als einfacher Snack für zwischendurch dienen – Johannisbeeren sind immer eine gute Wahl.

Wie die Johannisbeere zu ihrem Namen kam

Ab Juni sind rote Johannisbeeren reif und bereit für die Ernte.

Der Name der Johannisbeere rührt daher, dass die Früchte um den Johannistag (24. Juni) herum reifen und einst frühstens ab dann bis etwa Ende September geerntet wurden. Dabei unterscheidet sich der Erntezeitpunkt von der Art der Beere, denn es gibt etwa 50 verschiedene Sorten in den unterschiedlichsten Farben auf dem Markt. Die roten und weißen Johannisbeeren sind hierzulande wohl die bekanntesten und auch am frühesten reif, wohingegen die schwarzen Johannisbeeren einige Wochen länger am Strauch brauchen.

Kleine Gesundheitsbooster

Frisch gepflückte Johannisbeeren schmecken nicht nur am besten, sondern sind auch prall gefüllt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders schwarze Johannisbeeren enthalten viel Vitamin C (etwa dreimal so viel wie eine Zitrone) und A und sollen sich positiv auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel auswirken. Auch die kleinen Samen beziehungsweise deren Öl haben es in sich – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Samenöl soll unter anderem bei diversen Hauterkrankungen helfen und ist in Drogerien erhältlich.
Und das Beste kommt zum Schluss, denn trotz ihrer Süße haben die Beeren vergleichsweise nur wenige Kalorien: im Schnitt 33 kcal pro 100 Gramm. Naschen ist also durchaus erwünscht.

Augen auf beim Einkauf

Johannisbeeren schmecken am besten frisch gepflückt vom Strauch. Wer keinen Obstgarten zu Hause hat, findet das süße Obst aber in den Sommermonaten im Supermarkt und auf Wochenmärkten. Beim Kauf sollte man sich die Beeren genauer ansehen. Sind die Früchte reif und unversehrt, ohne dunkle oder matschige Stellen? Wenn ja, sollte man schnell zugreifen.

Johannisbeeren sind empfindlich und nicht für eine lange Lagerung geeignet. Daher lieber direkt nach dem Einkauf naschen oder weiterverarbeiten. Für eine etwas längere Haltbarkeit sollte man die Beeren aus der Plastikschale nehmen und beschädigte Früchte gegebenenfalls aussortieren. Nach dem Waschen in einer Schale mit Wasser kann man sie trocken und abgedeckt auf einem flachen Teller im Gemüsefach des Kühlschranks lagern, oder direkt weiterverwenden. Davor muss man aber die Stiele entfernen –versteht sich von selbst, oder?

Johannisbeeren können mehr als Cassis-Likör, wie diese Rezeptideen beweisen

Das wohl bekannteste Produkt, was aus Johannisbeeren hergestellt wird, ist Gelee.

Johannisbeeren unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch im Geschmack. Die bekanntesten Roten Johannisbeeren sind beispielsweise sehr säuerlich im Gegensatz zu den schwarzen süßen Beeren. Geschmacklich dazwischen liegen die diversen weißen Sorten mit einer süß-säuerlichen Note. Es gibt also eine Beere für jede Vorliebe, und aus ihnen kann man viele Köstlichkeiten, wie einen Reisauflauf mit Beeren, zaubern.

Hier sind einige weitere beliebte Ideen mit Johanissbeeren:

  • Johannisbeerkuchen mit Baiser: Der klassische Mürbeteigkuchen mit Johannisbeeren und Mandel-Baiser wird im Schwabenländle auch als „Träubleskuchen“ bezeichnet und besticht durch ein ausgewogenes Süße-Säure-Spiel.
  • Johannisbeer-Muffins: Ein einfacher Muffinteig wird durch eine großzügige Menge an Johannisbeeren gleich viel besser. Alternativ packt man die Johannisbeeren einfach als Topping obendrauf, wie beim Rezept für Mini-Obsttörtchen mit Mascarpone-Creme.
  • Johannisbeer-Gelee: Fruchtig, spritzig und süß verfeinert ein selbstgemachtes Gelee nicht nur das Frühstücksbrot, sondern auch leckeres Weihnachtsgebäck, wie Engelsaugen aus Haselnuss-Mürbeteig.
  • Johannisbeer-Salsa: Da Johannisbeeren nicht nur süß, sondern auch säuerlich sind, eignen sie sich perfekt für herzhafte Kombinationen, wie einer scharfen Salsa mit Tomaten, roten Zwiebeln, Chilischoten und einigen Spritzern Limettensaft. Passt perfekt zu Gegrilltem oder als Dip für Tortilla-Chips.
  • Johannisbeer-Eis: Man nehme den viralen Cottage Cheese Ice-Trend und mische einige Johannisbeeren darunter – fertig! Auch als Zugabe für Eiswürfel sehen die verschieden farbigen Beeren einfach großartig aus.
  • Johannisbeer-Mocktail: Pürierte Johannisbeeren, Limetten, Minze und eiskaltes Sodawasser sorgen zusammen mit einigen Eiswürfeln für eine willkommene Erfrischung an heißen Sommertagen. Genau wie der alkoholfreie Blaubeer-Mojito.
  • Johannisbeerensirup: Aus nur drei Zutaten, nämlich Zucker, Zitronensaft und frischen Johannisbeeren lässt sich ein süßer Sirup herstellen, der, ähnlich wie Holunderblütensirup, vielseitig verwendet werden kann.

Egal für welches Rezept man sich entscheidet, mit den bunten Johannisbeeren wird der Sommer definitiv lecker.

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