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Frische Hefe vs. Trockenhefe: Unterschiede und wie man sie beim Backen ersetzen kann

Mehrere Portionen frische Hefe und Trockenhefe stehen sich gegenüber
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Ob als Pulver oder fest: Hefe entfaltet beim Backen die gleiche Wirkung.

Egal ob süß oder herzhaft: Mit Hefe lassen sich zahlreiche leckere Backwaren zaubern. Für Verwirrung sorgt oft, dass es zwei Arten von Hefe gibt.

Was gibt es Schöneres als den Duft von frisch gebackenem Brot, der durch das ganze Haus zieht? Dafür verantwortlich ist die Hefe, die während des Backens einen Gärungsprozess in Gang setzt. Der im Mehl enthaltene Zucker wird unter anderem in Kohlenstoffdioxid umgewandelt, welches kleine Gasbläschen im Teig bildet und ihn aufgehen lässt. Dank der Hefe wird der Teig schön fluffig und locker – egal ob Brot, Hefezopf oder Pizzateig. Dabei haben (Hobby-)Bäcker die Qual der Wahl: Sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe können verwendet werden. Doch wie unterscheiden sich die beiden Hefearten eigentlich?  

Trockenhefe und frische Hefe: Mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt

Im Prinzip handelt es sich bei Trockenhefe und frischer Hefe um die gleiche Zutat: Die auf Lateinisch Saccharomyces cerevisiae genannten Hefestämme, die auch als Bäckerhefe oder Bierhefe bezeichnet werden. Dank dieser Hefekulturen geht der Teig auf und nimmt die gewünschte fluffige Konsistenz an. Aus diesem Grund gilt Hefe als Backtriebmittel. Insgesamt sind sich Trockenhefe und frische Hefe sehr ähnlich. Auch in Bezug auf die Backzeit gibt es keine Unterschiede.

In anderer Hinsicht sind die beiden Hefesorten dagegen voneinander abzugrenzen. So besteht frische Hefe zu rund 70 Prozent aus Wasser und nimmt dementsprechend ein größeres Volumen ein. Die in kleinen Blöcken oder Würfeln erhältliche Hefe hat eine begrenzte Haltbarkeit und muss im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die gängige Empfehlung lautet, sie innerhalb von zehn bis vierzehn Tagen zu verwenden. In vielen Fällen kann frische Hefe auch noch einige Tage nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum benutzt werden, wenn sie im Kühlschrank gelagert wird.

Das unterscheidet die beiden Hefearten

Dagegen ist Trockenhefe – wie der Name schon sagt - eine dehydrierte Form der Hefe. Hier stecken nur noch fünf Prozent Restfeuchtigkeit. Sie wird in kleinen Päckchen verkauft und hat im Vergleich zur frischen Hefe eine längere Haltbarkeit. Bei Raumtemperatur kann sie zwischen mehreren Monaten und einem Jahr lang verwendet werden. Selbst nach dem Öffnen hält sie sich noch vier bis sechs Monate, wenn sie fern von Sonnenlicht und Feuchtigkeit gelagert wird.  

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Trockenhefe besteht aus inaktiven Hefekulturen, die reaktiviert werden, wenn sie mit Flüssigkeit in Berührung kommen. Die Hefe beginnt zu schäumen und zeigt ihre Aktivität, bevor sie zum Teig hinzugefügt wird. Die lebenden Mikroorganismen befinden sich also in einer Art Ruhezustand, bevor sie aktiviert werden. Weitere Tipps aus der Küche gefällig? Wie Sie die Kohlensäure in geöffneten Getränken länger behalten können, lesen Sie hier. Oder haben Sie keine Lust mehr auf Kartoffelnschälen? Drei Methoden werden Ihnen die Arbeit in der Küche erleichtern.

Trockenhefe oder frische Hefe: Mit was soll ich backen?

Sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe können problemlos für sämtliche Rezepte benutzt werden. Bei richtiger Anwendung ist kein Unterschied bemerkbar, da beide ein ideales Backtriebmittel sind. Obwohl das Ergebnis quasi identisch ist, gehen die Meinungen bei dem Thema auseinander. Laut manchen (Hobby-)Bäckern soll frische Hefe für einen etwas süßeren Geschmack sorgen und das Endresultat verbessern. Dabei handelt es sich jedoch eher um eine subjektive Meinung. Üblicherweise wird zu frischer Hefe geraten, wenn die Gärzeit sehr lange dauert und die Backwaren ihr Volumen mindestens verdoppeln sollen. Das ist bei bestimmten Broten und Gebäcken wie dem Hefezopf oder Krapfen der Fall. Der Grund dafür ist, dass frische Hefe eine länger anhaltende Triebkraft als Trockenhefe besitzen soll.

Süße und salzige Backideen mit Hefeteig, die Sie unbedingt einmal ausprobieren sollten

Streuselkuchen mit Johannisbeeren
Je nach Saison: Ob ein Streuselkuchen mit Johannisbeeren oder der klassische Zwetschgendatschi – mit einem Klecks Sahne sind Obstkuchen aus Hefeteig immer sehr beliebt. Und sie schmecken auch noch sehr gut, wenn sie einen Tag durchgezogen sind.  © agefotostock/Imago
Drei Baumstriezel mit Mohn, Sesam und Natur im Weidenkorb
Baumstriezel mit Zimt-Zucker, Nüssen oder Mohn sind auf Volksfesten ein Hit. Mit einer Teigrolle aus Holz kann man sie auch selber machen. © Baumstriezel/Imago
Glücksschwein aus Hefeteig zum Neuen Jahr auf einem Backblech liegend
Welches Schweinderl hätten S‘ denn gern? Aus Hefeteig lassen sich ganz wunderbar originelle Teigfiguren basteln ... © robertkalb photographien/Imago
Gebackenes Glücksschwein aus Hefeteig
... wie dieses Glücksschwein mit Rosinenaugen. © robertkalb photographien/Imago
Franzbrötchen auf Brett
Das Franzbrötchen aus Hamburg ist ein enger Verwandter der Zimtschnecke – und das muss jeder einmal probiert haben, wenn es noch etwas warm ist. © Westend61/Imago
Buchteln mit Zwetschgen gefüllt
Buchteln, beispielsweise mit Zwetschgen gefüllt, lassen sich als Dessert oder Kaffeegebäck ideal auftischen, wenn Gäste kommen. © Westend61/Imago
Person flicht einen Hefezopf
Ein Hefe- oder Briochezopf ist einfach zu flechten – aber er sollte immer mit viel Butter und Liebe zubereitet werden. © Westend61/Imago
Zwiebelkuchen auf Brett
Deftig, ehrlich, gut – der Zwiebelkuchen ist ein Klassiker mit Hefe, der auch sehr gut als vegetarische Variante ohne Speck schmeckt. Einfach mal ausprobieren.  © Panthermedia/Imago
Brot im Topf gebacken
Teig rein, Deckel drauf, ab in den Ofen: Das Topfbrot oder No-Knead-Brot ist kinderleicht zu machen und schmeckt wie frisch vom Bäcker. © Shotshop/Imago
Zupfbrot mit Tomaten
Partyfood vom Feinsten: Für ein Zupfbrot schichtet man kleine Hefefladen mit Käse, Gemüse oder Kräutern so in eine Backform, dass sie sich später ganz einfach auseinanderzupfen lassen. Gibt es auch in süß. © Panthermedia/Imago
Pinsa mit Salami, Mozzarella und Kräutern
Die Pinsa ist die ovale, knusprige Schwester der Pizza. Neben Weizenmehl enthält sie meist noch einen Anteil an Reis- und Sojamehl sowie Sauerteig, der sie sehr bekömmlich macht. Der beliebige Belag kommt oft erst nach dem Backen drauf. © ZUMA Wire/Imago

Der Vorteil von Trockenhefe wiederum liegt klar auf der Hand: Das Produkt hat eine deutlich längere Haltbarkeit und lässt sich dank der Pulverform einfacher dosieren und verarbeiten. Trockenhefe kann gleich mit den Backzutaten vermengt werden, ohne vorher mit Flüssigkeit vermischt zu werden. Insgesamt ist sie also praktischer als frische Hefe und bietet sich gerade für Hobby-Bäcker an. In jedem Fall kann es nicht schaden, ein Päckchen Trockenhefe im Haus zu haben, falls sich ungeplanter Besuch ankündigt und es schnell gehen muss.

Umrechnung: So lassen sich Trockenhefe und frische Hefe austauschen

In der Regel lassen sich frische Hefe und Trockenhefe gegenseitig ersetzen. Eine Packung Trockenhefe enthält 7 Gramm, während in einer Packung frischer Hefe 42 Gramm stecken. Die Triebkraft der Trockenhefe entspricht einer halben Packung frischer Hefe. Das wären also 21 Gramm. Der Hefewürfel wird dafür einfach halbiert und kann als Ersatz für die Trockenhefe verwendet werden. Umgekehrt entspricht ein Frischewürfel zwei Päckchen Trockenhefe.

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